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La La Land

Wer träumt, muss opfern können

La La Land Kritik

4 Kommentar(e) - 06.01.2017 von Moviejones
Filmkritik

La La Land Bewertung: 4.5/5

Was für ein wundervoller Film und perfekter Start in ein neues Jahr! La La Land atmet die Luft, die einst das Kino ausgemacht hat und versprüht sie an allen Ecken und Enden. Natürlich ist die starke Fokussierung auf Jazz-Musik nicht jedermanns und jederfraus Geschmack, aber allein die Darsteller, die wunderbaren Kulissen, die perfekt choreographierten Musicaleinlagen und die gesamte Atmosphäre machen alles wett. Wenn La La Land nicht zu den großen Favoriten bei den kommenden Oscars gehört, läuft etwas mächtig schief!

La La Land Kritik

Mia (Emma Stone) arbeitet in einem kleinen Coffeeshop in Hollywood. Sebastian (Ryan Gosling) hangelt sich von Aushilfsjob zu Aushilfsjob als Klavierspieler und trauert den alten Jazz-Legenden nach, die heute nicht mehr gewürdigt werden. Beide eint ein persönlicher Traum: Während Mia Schauspielerin werden will, sehnt sich Sebastian nach einer eigenen Jazz-Bar. Der Zufall will es, dass die Wege dieser beiden Träumer sich kreuzen, ihre Träume sich gegenseitig befeuern und sie sich ineinander verlieben. Doch dem eigenen Traum zu folgen, bedeutet auch Opfer zu bringen und das stellt das junge Liebespaar auf eine harte Probe...

Den Namen Damien Chazelle muss man sich merken. Bereits 2014 überraschte er mit seinem Oscarfilm Whiplash und nun legt er mit La La Land noch einen drauf. Was Chazelle hier abliefert, verdient bereits in mehrfacher Hinsicht einen Oscar. Da wären die beiden formidablen Hauptdarsteller Ryan Gosling und Emma Stone, die singend, tanzend und leidend das Publikum mit auf eine Reise nehmen und bewegen. Was die beiden hier leisten, geht über das gewöhnliche schauspielerische Repertoire weit hinaus und die Chemie zwischen beiden ist geradezu perfekt.

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Gar nicht mal so leicht ist es dabei, La La Land einem Genre zuzuordnen, ein wenig Komödie, Lovestory, Drama, Musical und Tanzfilm. Von allem ein wenig verschmilzt in der Traumstadt Los Angeles, wo Winter den Sommern gleichen und jeder einen Traum hat, aber nur die wenigsten es schaffen, danach zu greifen. Es ist ein Gefühl, welches La La Land vermittelt auf dieser über zweistündigen Reise, bei der man als Zuschauer zwar ein gewisses Faible für Jazz haben sollte (denn diese Musikrichtung dominiert), aber wo die persönliche Haltung nicht darüber obsiegt, ob der Film gut ist oder schlecht. Eine hinreichende Neigung setzt für jene Zuschauer nur den nötigen i-Punkt, der Rest erfreut sich an perfekt einstudierten Musicaleinlagen, von denen es ruhig noch ein, zwei mehr hätte geben können und einer ganzen Reihe an wunderschönen Setaufbauten. La La Land ist einer der Filme, die Hollywood früher seinen exzellenten Ruf verliehen haben und von dem die Traumfabrik noch heute zerrt und doch fast nicht mehr erreicht.

Doch noch einmal zurück zu den Darstellern. Natürlich können diese gesanglich nicht mit professionellen Sängern mithalten und diese hätten die vielen Songs noch kraftvoller interpretieren können. Es ist die Summation dessen, was Stone und Gosling hier leisten: Singen, tanzen, schauspielern und in Goslings Fall sogar noch die glaubwürdige Bewältigung des Klaviers sind erstklassig und dann, wenn alles scheint als wäre es vorhersehbar und typisch Hollywood, zaubert Chazelle noch einen Trumpf aus dem Ärmel und gibt dem Film am Ende erst die nötige Würze, so dass man La La Land auf keinen Fall so schnell vergessen wird.



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La La Land Bewertung
Bewertung des Films
910
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eli4s
Moviejones-Fan
Geschlecht | 02.02.2017 | 23:40 Uhr02.02.2017 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 02.02.2017 23:47 Uhr editiert.

Also das ist mir noch nie passiert. Als die erste Szene ablief, war die Irritation groß. Was zum...? Schauen wir jetzt La La Land, oder was? Und ja. Es war La La Land.
Eigentlich hatte ich ja eh dran gedacht, den Film noch zu schauen und hätte es wohl sonst auch nicht mehr geschafft - dumm nur, wenn man eigentlich in einen anderen Film wollte und sich auf ein düsteres Drama eingestellt hat. Sobald der Gesang einsetzte wussten wir, irgendwas stimmt nicht. ...
Wir haben hier in der Stadt drei Programmkinos (unter gemeinsamer Verwaltung) und irgendwie muss ich seit Tagen mehrfach den abgezielten Film mit dem falschen Kino abgespeichert haben. Da die Kinos nur einen Saal haben, haben wir auch nicht mehr auf die Karten geschaut. Einfach rein, "zwei Mal bitte" und saßen nichts ahnend drin.
Naja, ein nettes kleines Versehen. War aber nicht schlimm...

... von der Anekdote hin zum Film. Mir hat er gefallen - auch wenn es mir aus genannten Gründen noch schwerer viel mich anfangs drauf einzulassen. Die ersten Szenen sind schon eine kurze Überwindung gewesen.
Aber dann: neben den Musikstücken - die nach hinten raus immer besser werden und an die man sich dann doch schnell gewöhnt, ist es eine wirklich tolle, farbenfrohe Liebesgeschichte mit einem perfekten Paar, darüberhinaus ein Film über Träume und Hoffnung... wundervoll inszeniert. Vielleicht einen Tick zu lang kam er mir vor...
Das Ende hat mir dann nochmal überaus gefallen, in dem Moviejones treffende Überschrift nochmal deutlich unterstrichen wird: Wer träumt, muss opfern können.

Sehr empfehlenswert - wenn man weiß, was man sich ansieht.

doofy87
Moviejones-Fan
13.01.2017 | 22:47 Uhr13.01.2017 | Kontakt
Jonesi

Ich stimme eurer Kritik völlig zu! - Hab ihn gerade mit meiner Frau im Kino gesehen.

Mal wieder ein schöner und wirklich anderer Film.

CMetzger
Moviejones-Fan
Geschlecht | 12.01.2017 | 11:05 Uhr12.01.2017 | Kontakt
Jonesi

Also ganz ehrlich... da hab ich irgendwie Bock drauf, weiß auch nicht :-)
Ja, Stone und Gosling waren gut in Crazy Stupid Love, ich seh die beiden gerne. Stone in Zombieland und Gosling in Drive, sehr schön.

Aber hier, toller Trailer, toller Song, hier passt irgendwie alles. Her damit tongue-out

herrunterbunt
Moviejones-Fan
Geschlecht | 07.01.2017 | 11:40 Uhr07.01.2017 | Kontakt
Jonesi

Sehr schön, will ich sehen smile Das Duo Gosling/Stone hat mir schon in Crazy, Stupid, Love gefallen, und dass Gosling auch musikalisch was drauf hat hat er ja schon mit seinem Dead Mans Bones-Musikprojekt bewiesen.