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Spider-Man - Homecoming

MCU Nr. 16 – Spider-Man Nr. 6

Spider-Man - Homecoming Kritik

2 Kommentar(e) - 22.07.2017 von TiiN
Hierbei handelt es sich um eine User-Kritik von TiiN.
Filmkritik

Spider-Man - Homecoming Bewertung: 3/5

Spider-Man - Homecoming ist eine US amerikanische Comicverfilmung von Jon Watts aus dem Jahr 2017 und ist Teil des Marvel Cinematic Universe.

Kurzstory

Peter Parker und sein Alter-Ego Spider-Man wurden bereits in Captain America 3 – Civil War eingeführt und vorstellt.

Mit seinem neuen Spider-Man Anzug ist Peter Parker hochmotiviert den Ansprüchen von Tony Stark gerecht zu werden und ist bestrebt darin, ein Teil der Avengers zu werden. Jedoch lässt Tony ihn erstmal mehr oder weniger in Ruhe und Peter muss allein mit seinem Übereifer und den großartigen Möglichkeiten des Spider-Man-Anzuges zurechtkommen.

Kritik

Innerhalb von 15 Jahren ist es tatsächlich der sechste Spider-Man Film und nicht nur das, sondern auch das zweite Reboot dieser Figur. Glücklicherweise erzählt der Solofilm die Ursprungsgeschichte nicht zum dritten Mal und glücklicherweise verfolgt Marvel bei ihrem MCU eine leicht andere Interpretation des jüngsten Superhelden der Reihe.

Auf diese Interpretation konnte man sich bereits in Civil War einstellen. Onkel Ben als Vaterfigur und Leitbild gibt es nicht, diesen Part übernimmt mehr oder weniger Tony Stark. Tante May ist statt einer alten netten Dame eher eine, wie man es in American Pie sagen würde, Milf und auch sonst gibt es viele kleinere und größere Unterschiede, sodass man nicht das Gefühl hat, dass man alles 1:1 schon so gesehen hat.

Tom Holland als Spider-Man hat man bereits in Civil War vorgestellt bekommen, Robert Downey Jr. als Tony Stark ist seit vielen Jahren etabliert und ebenfalls Jon Favreau als Happy kennt man aus den Vorgängerfilmen ganz gut. Dieser Film gliedert sich nahtlos in die inzwischen 16 Filme lange Reihe ein. Als Widersacher steht Michael Keaton parat, welcher den Schurken Vulture spielt. Ein Mann mit einem Roboter-Vogel-Kostüm. Eine schöne Darstellerwahl, hat Keaton doch vor nicht allzu langer Zeit erst mit Birdman auf sich aufmerksam gemacht.

Verglichen mit Tobey Maguire und Andrew Garfield ist Tom Holland deutlich jünger und spielt auch im Film eine etwas jüngere Version des Peter Parker. Holland macht dies auch im Rahmen der Franchisemöglichkeiten sehr ordentlich. Der Film ist stark für Teenager ausgelegt, hätte aber auch deutlich kitschiger daher kommen können.
Peters Love Interest, dargestellt durch Laura Harrier, kommt in diesem Film inszenierungstechnisch nie wirklich in die Spur und man baut zu der Dame zu keinem Moment als Zuschauer eine Beziehung auf. Für die Filmreihe ist das jedoch nicht schlimm (warum wird hier nicht verraten), für den Film an sich jedoch deutlich. So stellt Harriers Figur der „Liz“ ein Kerngrund für Peter Parkers handeln dar. Durch diese fehlende Bindung zu der Figur, fällt es schwer, mit Parker wirklich mitzufiebern.

Betrachtet man Michael Keaton als Vulture, so ist diese Rolle verschwendete Zeit. Das kann man so krass sagen, weil man Michael Keaton als Birdman gesehen hat und wieviel Leidenschaft er in dieser Figur entfachen konnte. Natürlich kann man Birdman nicht mit Homecoming vergleichen, aber die Leinwandpräsenz von Keaton ist kaum vorhanden. Hier kommt ein altbekanntes Problem von Marvel Filmen zum Tragen, das die Widersacher nie wirklich Fuß in den Filmen finden können.

Als eine Art Sidekick steht Peter Parker sein Schulkamerad Ned zur Seite, dargestellt durch Jacob Batalon. Vermutlich ist es geschmackssache, aber Ned ist eine absolute Nervensäge für das Sehvergnügen und überflüssig. Er bedient diverse Teenagerklitschees und sorgt für jede Menge Slapstick.

Downey Jr. als Tony Stark hat für einen Spider-Man-Film eine gesunde Präsenz und taucht nicht übertrieben oft vor.

Es ist zwar löblich, dass Marvel mit ihrem Spider-Man einiges anders gemacht hat, aber musste man Spider-Man quasi zum Iron Man 2.0 machen? Ein Anzug mit jeder Menge Technik und K.I., das war einfach zuviel.

Technisch ist der Film Tip Top umgesetzt, so wie man von vorherigen Marvelfilmen gewohnt ist.

Fazit

Spider-Man: Homecoming ist genauso belanglos und austauschbar wie der Großteil seiner 15 Vorläufern. Dafür ist er aber ebenso wie der Großteil seiner 15 Vorläufer genau so unterhaltsam. Fans des MCU, welche bisher total zufrieden waren, werden das also auch weiterhin sein. Wenn Leute aber mal etwas mehr wollten und sich ein paar Veränderungen oder Weiterentwicklungen erhofft haben, dann werden sie aufs Neue enttäuscht.

Verglichen mit seinen fünf Vorgängern der letzten 15 Jahre bleibt Homecoming durch seine Franchise-Zwangsjacke wirkungslos. Die Sam Raimi-Reihe hat einen gewissen Charme und Authentizität versprüht. Marc Webbs Interpretationen waren atmosphärisch unschlagbar und konnten durch eine komplexere und mutige Story punkten. Jon Watt bzw. Marvel liefert hier einfach nur ein weiteres MCU Kapitel. Keine Überraschungen, keine Besonderheiten, keine Spannung, keine Authentizität. Dafür die gewohnt unterhaltsamen Effekte und hier und da etwas Wortwitz.



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Spider-Man - Homecoming Bewertung
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610
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2 Kommentare - Moviejones distanziert sich von Userbeiträgen.
Cassjo
Moviejones-Fan
Geschlecht | 25.07.2017 | 22:19 Uhr25.07.2017 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 25.07.2017 22:22 Uhr editiert.

Dialoge mit dem Anzug als dauerhaften Comic-Relief empfand ich ebenso als überflüssig. Das war deutlich zuviel Ironman, ganz egal ob es mit eigenem Humor daherkam.

Zu der Figur Michelle (Zendaya): Ich vermute, da wird noch mehr draus, aber eher so eine Art "Enemy in the making". Ansonsten war es nicht mehr, als eine Quoten-Alternative, die dennoch hübsch aufgestylt zumindest immer davon sprach, ja eigentlich zu protestieren etc..

Auch wenn Laura Harrier ein absoluter Hingucker ist, so hat ihre Liz irgendwie keinerlei glaubwürdige Rolle eingenommen. Warum sollte sich eine Highschool-Beliebtheit wie sie von Anfang an für Peter interessieren? Hier wäre mehr Klischee besser gewesen oder aber die Rolle wäre mit der von Michelle fusioniert um etwas Tiefe zu bekommen. Und wie wird das Ganze gelöst? Sie zieht am Ende des Filmes ohnehin woanders hin.

Da hat die erste SM-Trilogie deutlich mehr Drama (und Dramaturgie) in der Beziehung zu einer MJ aufgezeigt ("MJ, ich liebe Dich nicht", um sie zu schützen etc.). Für ein MCU fast banal, aber als Spiderman-Story deutlich zu dünn und farblos.

Ich gehe zwar nicht ganz so hart mit allen Spiderman-Verfilmungen der letzten 15 Jahre ins Gericht, sehe aber die genannten Kritikpunkte durchaus ähnlich.

TiiN
Pirat
Geschlecht | 22.07.2017 | 21:49 Uhr22.07.2017 | Kontakt
Jonesi
1

Im Kommentar noch kurz ne Spoilersache

Während des schauens fand vor allem die Figur Zendaya, eine Mitschülerin von Peter, total spannend. Mit ihrer wenigen Präsenz hat sie unglaublich viel ausgestrahlt. Das war vielleicht auch mit der Grund, warum Liz nie wirklich zünden konnte, bzw. man wollte sie vermutlich nie wirklich zünden lassen. Dabei haben doch gerade TASM 1 & 2 es so gut gezeigt, dass man auch eine Love Interest gehaltvoll aufbauen kann um sie dann (dramatisch) aus der Reihe zu nehmen. Sowas hat hier absolut gefehlt. Es gab keine Figur wo man wirklich mitfiebern konnte .

Und nochmal zur Technik von Spider-Man. Also so nen Headup-Display im Anzug, meinetwegen. Aber nun noch ne Drone und eine Begleitstimme? Mit dem ganzen Technikkram ist dieser Spider-Man wirklich zu einem Iron Man 2.0 verkommen.