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The Founder

Du musst ein Schwein sein

The Founder Kritik

0 Kommentar(e) - 12.03.2017 von Moviejones
Filmkritik

The Founder Bewertung: 4.5/5

The Founder ist nicht nur ein Film über die Gründung des McDonalds-Imperiums, sondern auch ein Film darüber, dass in dieser Welt frech immer siegen wird und nett auf der Strecke bleibt. Tolle Schauspieler in einer Geschichte über ein Franchise-Unternehmen, bei dem wohl fast jeder schon ein paar Mal gegessen hat. Wer schon immer wissen wollte, wie aus einer Idee das heutige McDonalds wurde, sollte sich The Founder nicht entgehen lassen, besonders weil ein großartiger Michael Keaton einmal mehr beweist, wozu er als Schauspieler in der Lage ist.

The Founder Kritik

Ray Kroc (Michael Keaton) träumt schon lange vom großen Geld, doch der Erfolg will sich einfach nicht einstellen. So hat er auch mit seinem aktuellen Job als Vertreter für Milchshake-Mixer Anfang der 50er Jahre eher bescheidenen Erfolg. Doch als er durch einen Wink des Schicksals von einem neuen Schnellrestaurant der Brüder Mac (John Carroll Lynch) und Dick (Nick Offerman) hört, scheint er endlich gefunden zu haben, wovon er schon immer träumte. Mit einer gesunden Portion Hartnäckigkeit schwatzt Ray den beiden Brüdern die Franchise-Rechte ab - der Beginn eines der größten Fast-Food-Imperien aller Zeiten. Doch bis es soweit ist, liegt ein steiniger Weg vor Ray...

Die Geschichte von McDonalds klingt auf den ersten Blick nicht besonders spannend, doch genau das ist Regisseur John Lee Hancock gelungen. Denn Hancock kann nicht nur auf eine unglaublich interessante Entstehungsgeschichte bauen, von der die meisten sicher noch nicht gehört haben, mit Michael Keaton hat er auch genau den richtigen Darsteller für die Rolle des Ray Kroc gefunden.

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Keaton gehört zu den Leuten, die im Alter noch einmal eine ganz eigene Qualität erreichen. Ähnlich einem Sean Connery oder Michael Caine, denen die Jahre unglaublich gut getan haben, scheint Keaton das Tief, welches nach seiner Zeit als Batman auf ihn lauerte, endlich durchschritten zu haben. Es ist eine echte Freude, ihn auf der Leinwand zu sehen und so ist es bei The Founder, im dem Keaton alles, was er kann, unter Beweis stellen darf.

Von der ersten bis zur letzten der sehr kurzweiligen 115 Minuten ist Keaton dieser Mensch, der stets seinen Träumen nachjagt und dem das Wohl der anderen um ihn herum nicht sonderlich am Herzen liegt. Sie bremsen ihn aus, darunter auch seine Ehefrau (Laura Dern) und später die McDonalds-Brüder. Generell wird dabei immer versucht, einen sehr leichten, lockeren Ton mit einem gewissen Humor an den Tag zu legen. John Lee Hancock weiß, dass der Film in erster Linie unterhalten soll, dennoch scheut er nicht den Spagat, auch ernstere Töne anzuschlagen, Dramatik einfließen zu lassen und die Schattenseiten der Geschäftspraktiken von Kroc aufzuzeigen. Denn eins steht fest, dieser Mann ist mit allen Wassern gewaschen, selbst wenn es einen anderen Anschein hat.

The Founder ist ein Film, wo man schon sehr sehr mäkelig sein muss, um überhaupt ein paar Fehler zu finden. So hätte der charakterliche Wandel von Ray noch ein wenig deutlicher dargestellt werden können, denn es ist nicht ganz ersichtlich, ob Rays Darstellung am Ende schon immer sein Charakter war oder sich dieser durch seinen Erfolg erst eingestellt hat. Auch scheint Laura Dern ein wenig verschwendet in diesem Film, aber das Drehbuch gibt ihr wenig Raum, denn offenbar soll sie nicht mehr als die stoisch und passiv dreinblickende Ehefrau spielen.

The Founder ist ein klares Statement, den Mutigen gehört die Welt und wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Er zeigt aber auch mehr als deutlich, wie Menschen, die Ideale verfolgen und Ideen haben, von machthungrigen Heuschrecken ausgebeutet und über den Tisch gezogen werden können. Am Anfang steht immer eine gute Idee, die spätestens dann korrumpiert wird, wenn es um das große Geld geht und Leute mitmischen, die nicht dieselben Ideale vertreten. So ist The Founder zwar eine Erfolgsgeschichte, bei der aber nicht immer fair gekämpft wurde und die Rechtschaffenden auf der Strecke bleiben. Das wahre Leben eben.



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