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Milla Meets Moses

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Berührende Leichtigkeit

Milla Meets Moses Kritik

Milla Meets Moses Kritik
1 Kommentar - 27.09.2020 von Moviejones
Wir haben uns "Milla Meets Moses" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Milla Meets Moses

Bewertung: 3.5 / 5

Ein Film über die Romanze einer jungen Frau mit einer unheilbaren Krebserkrankung - geht das mit Leichtigkeit? Allerdings! Milla Meets Moses will zeigen, wie junge Liebe nicht nur die Lebenslust hervorlockt, sondern auch, wie das Umfeld mit in den Strudel der Veränderung gezogen wird und was es daraus lernen kann. Hier, wie gut dies gelingt.

Milla Meets Moses Kritik

Milla (Eliza Scanlen) ist schwer erkrankt. Ständig entweder mit Mitleid und Übervorsicht oder allzu unsensiblem Verhalten umgehen zu müssen, macht es nicht leichter. Bis sie Moses (Toby Wallace) kennenlernt, der zum Erschrecken ihrer Eltern nicht nur um einiges älter, sondern auch noch Drogendealer und offenkundig selbst abhängig ist. Die frische Romanze stellt das Leben der ganzen Familie gehörig auf den Kopf - kann das gut gehen?

Trailer zu Milla Meets Moses

Schon allein durch die lichten bunten Farben gelingt es Milla Meets Moses, von Beginn an Leichtigkeit zu suggerieren, und das passt hervorragend zu dem Wolke 7-Feeling, das die erste Liebe so mit sich bringt. Auch wenn der Schmerz der Liebe dabei nicht ausgeblendet wird, auch wenn unheilbar krank zu sein, dunkle Töne mit sich bringt, die Inszenierung erreicht, dass die frisch erweckte Lebenslust Millas im Vordergrund steht - ohne dabei die Schattenseiten ganz auszublenden.

Der Stil allein könnte dies natürlich nicht tragen, eine zauberhafte Eliza Scanlen in der Hauptrolle haucht der schon lichten Verpackung überzeugendes Leben ein. Auch Toby Wallace als Moses überzeugt voll und ganz, mit all den Nöten und Problemen, die eine Sucht und das Leben als Drogendealer so mit sich bringen.

Toll ist auch der kritische Blick auf die Eltern, die natürlich aus allen Wolken fallen, als Milla ihren Moses anschleppt - doch Mama Anna (Essie Davis) schluckt selbst, was sie an Pillen so in die Finger bekommt, und auch Papa Henry (Ben Mendelsohn) ist alles andere als perfekt und muss seinen Umgang sowohl mit Milla wie auch mit seiner Frau und letztlich sich selbst noch einmal neu überdenken. Auch hier eine wunderbare Besetzung.

Millas frisch erweckte Lebensfreude lässt die Eltern also zuerst widerwillig, dann überzeugter so einige Augen zukneifen und auch den Blick auf sich selbst schärfen, und so ist es überzeugend letztlich Milla, die ihren Eltern wie auch sonstigem Umfeld noch so einige Lektionen mit auf den Weg gibt. All das ist so zwanglos miteinander vermischt, dass auch dem Zuschauer so manche Augen wie von selbst aufgehen, ganz ohne moralischen Zeigefinger.

Kurz, Milla Meets Moses schafft es, in erster Linie ein locker-leichter, berührender Liebesfilm zu sein, und erst in zweiter Linie thematisch auch ein Film über eine Krebserkrankte und ihr Umfeld - wer will auch schon darauf reduziert werden? Im Gegenteil, hier wird gelungen betont, wie jemand dadurch auch auf besondere und für sich und andere lehrreiche Art die Welt und sich selbst erlebt.

Milla Meets Moses Bewertung
Bewertung des Films
710
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1 Kommentar
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Dude : : Moviejones-Fan
06.10.2020 13:08 Uhr
0
Dabei seit: 17.07.17 | Posts: 40 | Reviews: 0 | Hüte: 3

Habe den Film letztes Jahr am ZFF gesehen und er hat mich sehr berührt. Trotz eines ernsten Themas ist der Film leichtfüssig inszeniert. Milla sprüht vor Lebensfreude da vergisst man leicht das sie schwerkrank ist. Die Eltern sind da viel bedrückter und haben ihre eigenen Probleme.

Kurzum ein schöner und auch witzige Filmperle. Ich gebe ihm 4/5 Hüte.

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