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MJ-Spieletipp

Der MJ-Spieletipp: China, Geister und die kleine DLC-Runde

Der MJ-Spieletipp: China, Geister und die kleine DLC-Runde
3 Kommentare - Sa, 11.03.2023 von Moviejones
Wir präsentieren euch den MJ-Spieletipp und diese Woche haben wir ein paar echte heiße Spiele im Angebot, aber auch ein paar Warnungen.

Wo Long - Fallen Dynasty (PC, Xbox, PS)

Souls-like die Nächste und wir hatten uns lange Zeit auf Wo Long - Fallen Dynasty gefreut. Als große Fans von Nioh 2, welches für uns eines der besten Spiele der letzten Jahre ist, war die Erwartungshaltung natürlich entsprechend groß.

Wer Nioh kennt, wird sich in Wo Long recht schnell zu Hause finden. Es gibt ein ähnliches Levelsystem anstelle von Open World, die Grafik ist okay aber nicht weltbewegend, der Schwierigkeitsgrad knackig und das Lootsystem ist auch wieder mit dabei. Die Level sind abwechslungsreich und voll mit versteckten Wegen gespickt. Dadurch kann es schnell mal passieren, dass aus Wo Long mal ein "Wo Lang?" wird. Die Story gibt es auch, diese ist jedoch diesmal nicht in der japanischen, sondern in der chinesischen Geschichte verwurzelt und peppt die Geschehnisse um die Drei Königreiche mit mystischem Flair auf. Doch wie bei Nioh ist die Geschichte eher schmückendes Beiwerk, ziemlich belanglos und auch nicht besonders gut erzählt. Wo Wo Long punktet und was schon immer die Stärke von Team Ninja war, ist das geschmeidige Kampfsystem. Hier hat man versucht, einen Bogen zu schlagen zwischen dem extrem komplexen Kampfsystem aus Nioh und es etwas zugänglicher zu gestalten. Mit neuen Kontermechaniken wird auch frischer Wind ins Spiel gebracht. Auf diese Weise fühlt sich Wo Long vor allem wie ein Sprössling aus Nioh 2 und Sekiro an, wobei das Kampfsystem deutlich dichter an Sekiro angelehnt ist.

Hier werden sich nun die Geister scheiden, denn der deutlich stärkere Fokus auf Konter und die Reduktion einer ganzen Reihe von Kampfmechaniken aus Nioh macht Wo Long zwar etwas zugänglicher und leichter, aber es wirkt auch in der Komplexität gesenkt und verliert ein wenig die von Team Ninja aufgebauten Stärken. Auch der Umfang ist mit knapp 30 Stunden deutlich geringer als bei Nioh 2 ausgefallen, eignet sich jedoch als perfekter Zwischenhappen. Momentan sollte man diesen jedoch eher auf Konsolen genießen, da der PC-Port wie viele aktuelle Spiele erhebliche Performanceprobleme bei etlichen Spielern verursacht.

Project Zero - Die Maske der Mondfinsternis (PC, Xbox, PS, Switch)

Silent Hill ist bekannt, Resident Evil ist noch viel bekannter. Dennoch gibt es da draußen noch eine Reihe von Horrorspielen, die es schon seit über 20 Jahren gibt und eine Reihe von Fortsetzungen produziert haben, aber dann doch eher ein ungerechtes Leben im Schatten geführt haben. Die Fatal Frame-Reihe gehört sicher dazu, die zwar ihre Fans hat, manche Teile der Reihe es aber teilweise nicht einmal raus aus Japan geschafft haben. Fatal Frame, auch unter dem Titel Project Zero bekannt, will nun noch einmal durchstarten und deswegen wurde der Wii-exklusive Japantitel Project Zero - Die Maske der Mondfinsternis noch einmal neu aufgelegt. Auch wenn es sich dabei nicht um ein komplettes Remake handelt, wie wir es demnächst mit Resident Evil IV erleben werden, weiß das Ergebnis zu gefallen.

Der große Unterschied zu anderen Horrorspielen ist, dass ihr nicht in die Rolle eines tapferen Kämpfers schlüpft, der schwer bewaffnet bis an die Zähne ist, sondern in die Rolle junger Mädchen. Ausgestattet seid ihr dabei nur mit einer Spezialkamera, um dem Grauen die Stirn zu bieten. Verschiedene Filmrollen bieten dabei unterschiedliche Angriffsmöglichkeiten. Klingt seltsam, passt aber zum Setting und ist eines der markanten Stilmittel der Reihe. Handlungsort in Project Zero - Die Maske der Mondfinsternis ist ein gruseliges Sanatorium, in dem vor Jahrzehnten diverse Mädchen von einem Serienkiller entführt wurden. In der Gegenwart geht es nun darum herauszufinden, was damals wirklich passiert ist und die Geheimnisse nach und nach aufzudecken. Visuell sieht das Remaster hübsch aus, hat eine etwas andere Farbgebung als das Wii-Original und könnte aber deutlich schärfere Texturen vertragen. Horrorfans werden darüber hinwegsehen und dieses ungewöhnliche Spiel auf jeden Fall feiern.

Scarlet Tower (PC)

Im vergangenen Jahr wurde das kleine, günstige Indieprojekt Vampire Survivors zu einer Sensation und eroberte Steam im Sturm. Schnell haben sich Firmen aufgemacht, auch ein Stück vom Auto-Shmup-Kuchen abzubekommen. Eines dieser Nachahmungsprojekte ist nun Scarlet Tower. Lohnt es sich? Wenn man VS bis zum Erbrechen gespielt hat und Lust auf neues, frisches Futter hat, dann durchaus. Auch wenn der Umfang von Scarlet Tower noch etwas begrenzt ist, versucht es zwar auf der einen Seite den Platzhirsch 1:1 zu kopieren in Mechaniken und Skills, erweitert aber an einigen Stellen durchaus das Spielprinzip. So gibt es hier Figuren, die sich wirklich in ihrer Funktionsweise unterscheiden und durchaus andere Spielstile benötigen, die Grafik ist deutlich hübscher und hat einen tollen Pixellook und auch sonst hat Scarlet Tower ein paar Mechaniken im Gepäck, die deutlich mehr Skillmöglichkeiten eröffnen. Aktuell wird es fleißig erweitert und wenn das Tempo anhält, gibt es damit vor allem für Neueinsteiger die Qual der Wahl, ob lieber das Original oder diese etwas hübschere Kopie. Bei dem Preis beider Spiele kann man aber durchaus auch beide kaufen.

Kerbal Space Program 2 (PC)

Die Kerbals sind wieder da und du betreibst mit ihnen dein eigenes Raumfahrtprogramm. Der erste Teil war dabei eine absolute Überraschung, als er 2015 in den Early Access startete und dort mehrere Jahre stetig wuchs. Kerbal Space Program 2 geht nach etlichen Verschiebungen ebenfalls diesen Weg. Erneut arbeitest du an deinem eigenen Raumfahrtprogramm, musst Raumschiffe und Kerbals ins All schicken und wirst dabei zu einem halben Astrophysiker. Denn worauf auch die Fortsetzung Wert legt, ist Realismus. Ein Triebwerk unter eine Kapsel zu basteln ist zwar leicht, diese Kapsel ins All und sicher wieder zurückzubringen, ist in diesem physikalisch korrekt simulierten Universum gar nicht mal so leicht. Hinzu kommen nun in der Fortsetzung neue Möglichkeiten wie Multiplayer, neue Sonnensysteme und sogar Kolonien, die die Herausforderungen noch einmal steigern. Alles eingebettet in eine augenfälligere Grafik und einer hoffentlich besseren Spielebasis. Nur leider gibt es da noch einen Haken, denn das Spiel ist nicht fertig und der Early Access ist hier wörtlich zu nehmen.

Für 49 Euro ist Kerbal Space Program 2 derzeit alles andere als ein Schnäppchen und bietet im Vergleich zum ersten Teil derzeit wirklich nur einen rudimentären Funktionsumfang. Wer jetzt kauft, hofft einfach darauf, dass der Early Access ebenso gut verläuft wie beim damaligen Überraschungshit. Die neuen Möglichkeiten, die verbesserte Grafik und die noch kommenden Features würden aber, wenn alles glückt, aus Kerbal Space Program 2 auf jeden Fall einen würdigen Nachfolger machen. Bis dieser Reifegrad aber erreicht ist, werden sicherlich einige Jahre vergehen, denn selbst die Entwickler wissen nicht, wann das Spiel den erhofften Qualitätsanspruch erreicht hat.

DLCs für alle die nicht genug bekommen

Zum Abschluss möchten wir euch noch ein paar DLCs vorstellen, die eure Spiele um einige neue Funktionen erweitern und euer Spielerlebnis verbessern können. Zunächst wäre hier Transport Fever 2 zu nennen, welches sich auf dem PC bereits einen Namen gemacht hat und seit drei Jahren zahlreiche kostenlose Updates erhalten hat. Mit dem aktuellen Konsolen-Release (Xbox, PS) haben die Entwickler nun ein Deluxe-Upgrade-Pack veröffentlicht, das euch für nicht ganz günstige 10 Euro einige neue Szenarien, sechs neue Fahrzeuge und für jede Region ein neues Tier ins Spiel bringt. Das verändert zwar nicht das Spielerlebnis, aber Fans können auf diese Weise den Entwicklern danken, die das Spiel lange kostenlos mit neuen Funktionen ergänzt haben. Mehr zum Spiel erfahrt ihr in unserem damaligen Spieletipp!

Dann gibt es noch zwei spannende Season Pässe, die beide in die zweite Runde gehen und den jeweils veröffentlichten Season Pass 1 vergessen machen wollen. Zum einen hätten wir Pathfinder: Wrath of the Righteous, dessen Hauptspiel eines der besten cRPGs der letzten Jahre war. Leider konnte der erste Season Pass da nicht mithalten. In Season Pass 2 versprechen die Macher nun Besserung und bieten drei DLCs an. Der erste, The Last Sarkorians, ist nun erschienen und bietet eine neue Spielerklasse, einen neuen Gefährten für die Gruppe, ein neues Gebiet zur Erkundung mit neuen Gegnern, neue Zauber und eine optionale neue Romanze. Während der Season Pass 2 mit 29 Euro zu Buche schlägt, ist der Solo-DLC für 13 Euro erhältlich. Du kennst das Spiel nicht? Dann lies mal hier nach!

Sniper Elite 5 geht ebenfalls in die zweite Season Pass-Runde. Mit einem Preis von 30 Euro ist dieser etwas günstiger als der erste Season Pass und bietet erneut eine bunte Mischung an Erweiterungen. Im Aufgebot sind zwei neue Kampagnen, neue Waffen- und Charakter-Skins sowie Waffenpakete. Rebellion versucht hier nicht, das Rad neu zu erfinden, sondern möchte den Fans lediglich mehr Optionen bieten, wie sie ihre Aufgaben in der Open World erfüllen können. Der Season Pass 2 ist insbesondere für diejenigen interessant, die das Spiel ein wenig erweitern möchten. Es ist jedoch sicherlich kein zwingender Kauf, um den Spielspaß zu erhöhen. Mehr zu Sniper Elite 5 in unserem damaligen Spieletipp.

The Outer Worlds - Spacers Choice Edition (PC, Xbox, PS)

Zum Abschluss möchte ich eine kleine Warnung aussprechen, zumindest für die PC-Version. The Outer Worlds ist eigentlich ein großartiges Spiel, das als spiritueller Nachfolger von Fallout - New Vegas die Spieler begeistert hat. Die Spacers Choice Edition sollte nun als überarbeitetes Gesamtpaket mit Hauptspiel und DLCs veröffentlicht werden. Leider wurde die Aufgabe, das Spiel aufzupolieren, an Dritte ausgelagert und das Ergebnis lässt sich momentan nicht schönreden. Die Performance ist schrecklich, selbst auf hochgerüsteten Maschinen, es treten teilweise Bugs auf, die im Original nicht vorkommen, und es gibt Probleme an jeder Ecke. Da das Spiel mit 50 Euro recht teuer bepreist wurde, ist ein Update seitens der Entwickler dringend erforderlich, um die Probleme in den Griff zu bekommen. Bis dahin bleibt Spielern nur zu warten. Leider müssen wir schweren Herzens eine Warnung aussprechen und geben daher einen Daumen runter.

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3 Kommentare
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Tim : : King of Pandora
12.03.2023 15:29 Uhr
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Dabei seit: 06.10.08 | Posts: 3.014 | Reviews: 192 | Hüte: 83

So sehr ich mich auf Wo Long gefreut hab, so schnell hab ich danach Nioh 2 angehauen. Das hat so einen Spielfluss und ich hoffe das Team Ninja sich als nächstes wieder Nioh 3 zuwendet und das dortige Gameplay noch mal optimiert.

MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
12.03.2023 08:49 Uhr | Editiert am 12.03.2023 - 08:49 Uhr
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Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 7.020 | Reviews: 95 | Hüte: 626

@ Evilash42

Dennoch kann man davon nur stark abraten.

Das Entwicklerstudio Obsidian Entertainment hat nichts mehr mit diesem Upgrade zu tun. Take 2 besitzt die Vertriebsrechte an dem Spiel, und die haben ein völlig anderes Entwicklerstudio mit diesem Upgrade beauftragt. Nach diversen Meldungen ist das eine volle Katastrophe. Miese Performance und kaum Grafikverbesserungen, sondern eher eine Art "Reshade", also eine neue Farbgebung. Dass die dafür von den Besitzern des Spiels noch 10 € verlangen, ist unglaublich dreist und ein Arschtritt an die Fans. Das ist nicht mehr als ein Patch, der das Spiel verschlimmbessert.

Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.

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Evilash42 : : Moviejones-Fan
12.03.2023 07:57 Uhr
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Dabei seit: 18.08.13 | Posts: 47 | Reviews: 0 | Hüte: 1

Wer bei Outer Worlds die ps4 Version mit allen DLCs besitzt, bezahlt nur 10€ für die ps5 Version.

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