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MJ-Spieletipp

Der MJ-Spieletipp: Der Start ins Soulslike-Jahr 2026!

Der MJ-Spieletipp: Der Start ins Soulslike-Jahr 2026!
0 Kommentare - Fr, 30.01.2026 von Moviejones
Wir präsentieren euch den ersten MJ-Spieletipp des Jahres und da gibt es sicherlich für jeden etwas im Angebot.
Der MJ-Spieletipp: Der Start ins Soulslike-Jahr 2026!

Code Vein 2 (PC, Xbox, PS)

Code Vein 2 ist die langerwartete Fortsetzung des Anime-Soulslike-Action-RPGs von Bandai Namco und setzt wie sein Vorgänger auf eine düstere, postapokalyptische Optik mit stylischer Anime-Ästhetik. Als Revenant-Hunter kämpft ihr gegen eine apokalyptische Bedrohung, die ihr mithilfe von Zeitreisen zu stoppen versucht. Die grundlegenden Elemente – intensiver Nahkampf, Build-Vielfalt und Charakteranpassung – sind weiterhin das Herzstück des Spiels und wurden in manchen Bereichen überarbeitet.

Trotz ambitionierter Ideen fällt der Gesamteindruck eher zwiespältig aus. Positiv ist vor allem das Kampfsystem hervorzuheben: es fühlt sich schneller und flüssiger an als im Original, bietet vielfältige Waffen- und Build-Optionen und unterstützt durch KI-Begleiter taktische Flexibilität. Auch der starke Animeeinschlag hebt sich wohltuend von anderen Soulslikes ab, die immer nur versuchen den Spielen von From Software optisch und spielerisch nachzueifern. Auch die umfangreiche Charaktererstellung und der narrative Ansatz mit Zeitreisen sorgen für Eigenständigkeit im Genre.

Im Gegenzug gibt es dann aber erhebliche Abzüge in der B-Note, denn der Wechsel vom Leveldesign des Vorgängers zu einer Open World ist nur bedingt gelungen. Große Teile der Welt wirken leer und nicht besonders einprägsam. Nur wenige Areale bleiben beim Spieler haften oder verleihen der Welt einen markanten Charakter. Dazu kommen eine Reihe von technischen Problemen, die vor allem auf Konsolen für Framerateeinbrüche und schwankende Performance sorgen. Auf dem PC hat man ausnahmsweise das bessere Spiel veröffentlicht. Code Vein 2 richtet sich damit vor allem an Fans des Genres, die auf Anime stehen und das gelungene Kampfsystem mit seinen RPG-Elementen erleben wollen. Wer aber vor allem wegen des Kampfsystemes zugreifen möchte, sollte evtl. aber noch ein paar Tage warten, denn mit Nioh 3 steht in wenigen ein weiteres Soulslike vor der Tür, welches vor allem in dem Bereich punkten wird. Aktuell kann man hier bereits auch schon die Demo ausprobieren.

Ghost Keeper (PC)

Erinnert sich hier noch jemand an Ghost Master? Wer das kennt und geliebt hat, sollte jetzt ganz genau hinhören und auch all jene, die Lust auf ein ungewöhnliches Horror-Indie-Spiel mit frischem Ansatz haben. Ghost Keeper ist der spirituelle Nachfolger von Ghost Master. Statt selbst vor Geistern davonzulaufen, schlüpft ihr hier in die Rolle eines Hüters des Jenseits, der über ein altes, verfluchtes Anwesen wacht. Eure Aufgabe ist es nicht nur, rastlose Geister zu kontrollieren, sondern auch das fragile Gleichgewicht zwischen der Welt der Lebenden und der Toten aufrechtzuerhalten. Das Spiel setzt dabei weniger auf plötzliche Schockmomente und mehr auf eine konstant unheimliche Atmosphäre, die stark durch Sounddesign und visuelle Zurückhaltung getragen wird.

Hat man die grundlegenden Mechaniken verinnerlicht, entwickelt Ghost Keeper einen überraschend starken Spielfluss. Das Management der Geister, das Erforschen des Anwesens und das schrittweise Freischalten neuer Fähigkeiten greifen gut ineinander und sorgen für stetige Motivation. Die Rätsel sind meist logisch, verlangen aber Aufmerksamkeit und Geduld, während die Geschichte nur fragmentarisch erzählt wird und viel Raum für Interpretation lässt. Technisch wirkt nicht alles perfekt, doch gerade die historische Präsentation unterstreicht den Indie-Charme. Ghost Keeper richtet sich klar an Spieler, die Atmosphäre über Action stellen und Freude daran haben, sich langsam in eine düstere, geheimnisvolle Welt hineinziehen zu lassen, die aber vor allem auf humoristische Elemente setzt. Gestartet im Early Access ist der Umfang derzeit noch nicht so groß, neue Areale sollen aber in den kommenden Monaten stetig dazukommen.

StarRupture (PC)

Wer auf der Suche nach einem frischen Sci-Fi-Survivalspiel ist, sollte einen Blick auf StarRupture werfen. Das Spiel verbindet klassische Survival-Mechaniken mit einer düsteren Science-Fiction-Prämisse und setzt euch auf einem fremden Planeten aus, der nicht nur rohstoffreich, sondern auch extrem lebensfeindlich ist. Statt reiner Erkundung liegt der Fokus klar auf dem Aufbau einer funktionierenden Basis, dem Management von Ressourcen und dem Überleben gegen Umweltgefahren sowie aggressive Kreaturen.

Dabei erinnert StarRupture stellenweise an Genrevertreter wie Satisfactory oder Subnautica, geht aber seinen eigenen, raueren Weg. Hat man die ersten Stunden überstanden, entfaltet das Gameplay schnell seinen Reiz. Der Ausbau der Basis, das Optimieren von Produktionsketten und das stetige Vordringen in gefährlichere Gebiete sorgen für eine angenehme Motivationsspirale. Die Kämpfe bleiben eher funktional und stehen nicht im Mittelpunkt, erfüllen aber ihren Zweck und verpassen dem Spiel eine gewisse Bedrohlichkeit und geben dem Aufbaupart ein wenig mehr Substanz. Eine große, tiefgehende Story darf man nicht erwarten – die Erzählung bleibt bewusst im Hintergrund und dient vor allem als Rahmen für das Gameplay. Genau hier liegt aber auch die Stärke von StarRupture: Das Spiel lebt vom Entdecken, Planen und Improvisieren und richtet sich klar an Spieler, die Freude daran haben, sich Schritt für Schritt eine sichere Existenz in einer feindlichen Welt aufzubauen und da es gerade erst in den Early Access startete und schon jetzt so viel bietet, kann es in Zukunft eigentlich nur noch besser werden.

The Legend of Heroes - Trails beyond the Horizon (PC)

Wer mit der Trails-Reihe bislang noch keine Berührungspunkte hatte, könnte mit The Legend of Heroes – Trails beyond the Horizon dennoch einen spannenden Einstieg finden. Die Serie von Nihon Falcom ist seit Jahren für ihr extrem detailliertes Worldbuilding bekannt und erzählt über zahlreiche Spiele hinweg eine zusammenhängende Geschichte rund um den Kontinent Zemuria. Trails beyond the Horizon knüpft an die Ereignisse der vorherigen Arcs an, versucht aber zugleich neue Perspektiven zu eröffnen und die weit verzweigten Handlungsstränge langsam in Richtung eines größeren Wendepunkts zu führen. Entsprechend liegt der Fokus erneut stark auf Dialogen, politischen Intrigen und der Weiterentwicklung bekannter Figuren.

Spielerisch bleibt sich Trails beyond the Horizon weitgehend treu. Die rundenbasierten Kämpfe setzen weiterhin auf taktische Positionierung, Fähigkeiten-Timing und das bewährte Orbment-System, wurden aber an einigen Stellen modernisiert und etwas flotter gestaltet. Neue Charaktere erweitern die ohnehin große Besetzung, während alte Bekannte sinnvoll in die Handlung eingebunden werden. Wie für die Reihe typisch, nimmt sich das Spiel viel Zeit für Aufbau und Charakterzeichnung, was das Erzähltempo stellenweise bremst, dafür aber eine außergewöhnlich dichte Welt entstehen lässt. Wer schnelle Action oder eine in sich abgeschlossene Story erwartet, wird hier nicht glücklich. Fans der Serie hingegen bekommen genau das, was Trails seit Jahren ausmacht: ein ruhiges, detailverliebtes JRPG, das seine größte Stärke aus der langfristigen Erzählung und der spürbaren Konsequenz früherer Ereignisse zieht.

Tainted Grail - The Fall of Avalon + DLC (PC, PS, Xbox)

Wer ein düsteres Fantasy-RPG abseits klassischer Heldengeschichten sucht, sollte Tainted Grail – The Fall of Avalon definitiv anschauen. Das Spiel entführt euch in eine zerfallende und düstere Version der Artus-Sage, in der Hoffnung ein rares Gut und die Welt selbst dem Untergang geweiht ist. Statt klarer Gut-gegen-Böse-Fronten erwartet euch eine melancholische, oft unangenehme Atmosphäre, die stark über Umwelt, Dialoge und Lore transportiert wird. Gameplay-seitig setzt Tainted Grail auf eine offene Welt mit starkem Fokus auf Erkundung, Entscheidungen und ein vergleichsweise langsames, taktisches Kampfsystem, das eher an klassische PC-RPGs als an moderne Actiontitel erinnert. Generell hat man sich beim Gameplay auch sehr viel von der Elder Scrolls-Reihe abgeschaut, was den Titel letztes Jahr zum Überraschungshit machte.

Hat man sich auf das entschleunigte Tempo und die düstere Präsentation eingelassen, entfaltet das Spiel schnell seine größte Stärke: die Welt selbst. Jede Region erzählt ihre eigenen kleinen Geschichten, oft ohne klare Auflösung, und viele Entscheidungen haben spürbare Konsequenzen für Quests und Charaktere. Die Kämpfe sind fordernd, manchmal etwas hölzern, gewinnen aber mit besserer Ausrüstung und neuen Fähigkeiten an Tiefe. Mitte Dezember kam dann auch noch der DLC Sanctuary of Sarras auf den Markt. Der DLC fügt sich dabei nahtlos ins Hauptspiel ein, erweitert die Welt um neue Gebiete, Gegner und Questreihen und vertieft vor allem die düstere Mythologie Avalons. Die Handlung bleibt dabei stets fragmentarisch, aber genau das unterstreicht die bedrückende Grundstimmung. Tainted Grail – The Fall of Avalon ist kein Wohlfühl-RPG, sondern ein Spiel für Geduldige, die eine dichte Atmosphäre, moralisch graue Entscheidungen und eine Welt schätzen, die sich langsam, aber nachhaltig im Gedächtnis festsetzt.

Mosaica - Arboreal (PC)

Zum Abschluss noch ein ungewöhnliches Spiel. Mosaica: Arboreal ist schon deswegen ein ungewöhnliches Indie-Spiel, da es Puzzle- und leichte RPG-Elemente mit einer sehr ruhigen, naturverbundenen Atmosphäre verbindet. Als kleiner Waldgeist reinigt ihr eine mystische Welt, löst einfache Rätsel und schaltet nach und nach neue Fähigkeiten frei. Der Einstieg wirkt dabei angenehm entschleunigt und setzt klar auf Entspannung statt auf Herausforderung. Stärken zeigt das Spiel vor allem in seiner Präsentation: Der Stil ist stimmig, Sound und Optik erzeugen eine fast meditative Grundstimmung.

Spielerisch bleibt Mosaica jedoch oft zu oberflächlich. Viele Mechaniken wiederholen sich schnell, echter Tiefgang kommt nur selten auf und der Fortschritt fühlt sich eher funktional als befriedigend an. Auch der Umfang ist überschaubar, was die Langzeitmotivation einschränkt. Unterm Strich ist Mosaica: Arboreal ein charmantes, aber unausgereiftes Erlebnis, das sich vor allem für kurze, ruhige Spielsessions eignet und durch seine warme grafische Darstellung punktet, sein interessantes Konzept jedoch nicht vollständig ausschöpft. Manch Spieler werden auch den exzessiven KI-Einsatz bei der Erstellung der Mechaniken und Grafiken bemängeln.

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