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Der Dunkle Turm

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Mehr Horror, mehr Roland

Desaster mit "Der Dunkle Turm": Ron Howard räumt Fehler ein

Desaster mit "Der Dunkle Turm": Ron Howard räumt Fehler ein
10 Kommentare - Di, 04.06.2019 von R. Lukas
Dafür, dass "Der Dunkle Turm" als das Stephen-King-Epos schlechtin angesehen wird, ließ die Filmadaption so ziemlich alles zu wünschen übrig. Produzent Ron Howard erklärt, was hätte anders laufen sollen.
Desaster mit "Der Dunkle Turm": Ron Howard räumt Fehler ein

Wenn Es am oberen Ende der Stephen-King-Filmskala zu finden ist, steht Der Dunkle Turm ganz unten. Die Verfilmung von Kings Meisterwerk kam und ging, ohne groß Aufsehen zu erregen - und wenn, dann nur in negativer Hinsicht.

Ein desaströses weltweites Einspielergebnis von 113,2 Mio. $, miserable Kritiken von allen Seiten, das war mit Sicherheit nicht das, was Sony Pictures sich erhofft hatte (sondern ein neues Franchise). Was also ist da schiefgelaufen? Nach Kings eigenem Erklärungsversuch glaubt nun auch Produzent Ron Howard zu wissen, woran es lag, wenngleich diese Erkenntnis etwas spät kommt.

Bei einem Auftritt im "Happy Sad Confused"-Podcast für seine Dokumentation Pavarotti sagte er, Der Dunkle Turm hätte Horror sein sollen. Der Film sei sowohl in ihren Köpfen als auch im Kopf des Studios an einem Ort gelandet, dass er PG-13 und das Abenteuer eines Jungen sein konnte. Ein Fehler, findet Howard. Er sei zwar nicht sicher, ob sie diesen Film hätten umsetzen können, aber rückblickend wäre es spannender gewesen, einen dunkleren, hartgesotteneren Look zu wählen und es mehr zu einer Charakterstudie des Revolvermanns (Idris Elba) als Jakes (Tom Taylor) Geschichte zu machen. Sie hatten immer das Gefühl, als hielten sie etwas zurück, so Howard, und er denke, dass es letzten Endes dies gewesen sei.

Sein anderer Kritikpunkt: Man hätte Der Dunkle Turm zuerst im TV anpacken sollen (nächstes Jahr kommt ja eine Der Dunkle Turm-Serie von Amazon, die als Prequel dient). Es sei enttäuschend, weil er viel von sich selbst hineingesteckt habe, doch manchmal passiere so etwas bei diesen Projekten, wo alle mit den besten Absichten in eine Richtung ziehen - und sich dann fragen, ob es auch die richtige Richtung gewesen sei. Er würde nicht sagen, dass alles ein Kompromiss war, meint Howard. Sie haben nur vielleicht zu sehr auf das gehört, wonach es den Markt verlangt, statt auf die Essenz dessen, was King ihnen gegeben habe.

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Quelle: Collider
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10 Kommentare
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DrStrange : : Moviejones-Fan
05.06.2019 16:06 Uhr
0
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@luhp92:

Man kann den Dunklen Turm aber nicht auf das Genre Horror alleine reduzieren. Es ist halt ein Genre-Mix.

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MobyDick : : Moviejones-Fan
05.06.2019 11:30 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 4.477 | Reviews: 58 | Hüte: 291

luhp:

Ron Howard ist für mich ein typischer Regisseur der Steven Spielberg Schule: Er hat es im Prinzip richtig drauf, vermasselt es aber, weil er den kleinsten gemeinsamen Nenner für das Gesamtpublikum sucht und die vermeintliche Massenkompatibilität über die Qualitäten und die innere Logik des eigentlichen Filmes stellt. Das ist für mich immer ein extrem frsutrierendes Erlebnis, Filme von dem Mann zu sehen.

Dünyayi Kurtaran Adam
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
05.06.2019 00:24 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 11.753 | Reviews: 168 | Hüte: 384

@MobyDick

Ron Howard war hier letztendlich zwar nur Produzent, aber als Regisseur hätte ich ihm das Verfilmen eines solch komplexen Werkes wie "Der Dunkle Turm" ebenfalls eher weniger zugetraut. Seine Filme sind zwar stets visuell ansprechend und mitreißend, aber eben auch recht einfach und klassisch.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
04.06.2019 21:28 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 11.753 | Reviews: 168 | Hüte: 384

@DrStrange und WangChi

Also ich finde schon, dass man "Der Dunkle Turm" dem Horrorgenre zuordnen kann. Sicherlich vereint die Reihe viele Genre, aber Horror gehört für mich ebenso dazu wie Western, Fantasy und Science Fiction.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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DrStrange : : Moviejones-Fan
04.06.2019 12:46 Uhr
0
Dabei seit: 07.05.12 | Posts: 763 | Reviews: 6 | Hüte: 17

@WangChi:

Genau das war mein Gedanke als ich damals aus dem Kino ging. Nur schnell auf den King-Hyptrain aufspringen und rausrotzen. Die Leute werden schon reinlaufen nach dem Erfolg von ES.

Ich finde die Bücher eigentlich typisch geschrieben für den Stil von King. Und der erste Band ist ja sowieso recht übersichtlich.

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WangChi : : Todgeweihter
04.06.2019 12:07 Uhr
0
Dabei seit: 20.01.19 | Posts: 157 | Reviews: 5 | Hüte: 2
Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen.
Mit Horror hat das Thema im Grunde nicht viel zu tun (hab allerdings nicht viel davon gelesen, da ich diese Reihe sehr anstrengend fand). Und ein Rating sagt selten etwas über die Qualität eines Filmes.

Der Film wirkte für mich wie ein Schnellschuss um den wiedererweckten Hype um King-Verfilmungen mitzunehmen. In meinen Augen hatte keiner der Beteiligten ernsthaftes Interesse an der Geschichte & den Charakteren. Hauptsache man kann einen bekannten Titel verfilmen. Der Rest ergibt sich von allein.

Ohnehin bin ich der Meinung, dass eine Serienadaption für diesen Stoff angemessener ist.
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MobyDick : : Moviejones-Fan
04.06.2019 10:23 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 4.477 | Reviews: 58 | Hüte: 291

Also sorry, der Mann hat auch jetzt keine Ahnung, warum der Film gefloppt ist. Das hat weder was mit dem Rating zu tun, noch wirklich was mit Elba (auch wenn es immer noch diese Stimmen gibt), sondern man hat sich einfach nicht nach der Vorlage gerichtet, sondern einen Fantasy-Stand-By-Me gemacht in der Hoffnung, der Junge würde die Stranger Things Afficionados ins Kino locken.

Einfach einen guten Film, der den Büchern folgt als Beginn eines potentiellen Franchises. Ich frage mich, was man da eigentlich falsch machen konnte. Wahrscheinlich hat man Howard rangelassen...

Dünyayi Kurtaran Adam
MJ-Pat
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sublim77 : : Rattle Head
04.06.2019 09:00 Uhr
0
Dabei seit: 18.12.15 | Posts: 4.581 | Reviews: 36 | Hüte: 373

Also ich weiss mal wieder nicht, was alle gegen den Film haben. Mir hat er jedenfalls gefallen. Natürlich muss ich dazu sagen, dass ich den Film nicht mit dem Buch vergleiche, da ich es nie weitergelesen habe, als bis zur ersten Hälfte des ersten Teils. Ich hab es auch ein paar mal versucht weiterzulesen, aber irgendwann hab ich dann aufgegeben. Ich musste feststellen, dass Kings Schreibstil einfach nicht mein Ding ist. Wie auch immer, ich fand den Film gut und hätte mich auch sehr über eine Fortsetzung gefreut.

Bei der Macht von Greyskull! Isch han uff de Grub Geschloof!!!

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DrStrange : : Moviejones-Fan
04.06.2019 08:13 Uhr
0
Dabei seit: 07.05.12 | Posts: 763 | Reviews: 6 | Hüte: 17

Find ich gut. Vor allem wenn ich mir Howards Aussage so durchlese und der Mann den "Dunklen Turm" immer noch nicht verstanden hat.

Der Dunkle Turm hätte Horror sein sollen.

Äh, nein. Genau hier gehen die Probleme los. Keiner versteht den Stoff richtig einzuordnen und daher sehe ich auch das Problem der kommenden Serie.

Der Film sei sowohl in ihren Köpfen als auch im Kopf des Studios an einem Ort gelandet, dass er PG-13 und das Abenteuer eines Jungen sein konnte. Ein Fehler, findet Howard.

Nicht zwangsläufig. Hätte zwar nicht geschadet, aber ein R-Rating ist nicht der Schlüssel für den Dunklen Turm. Als ob ein R-Rating immer alle Probleme löst... wenn ich so einen Unsinn schon lese.

es mehr zu einer Charakterstudie des Revolvermanns (Idris Elba) als Jakes (Tom Taylor) Geschichte zu machen

Auf jeden Fall. Aber dann hätte man Roland auch mit einem passenden Schauspieler besetzen müssen. Nichts gegen Elba, aber die Rolle des Roland passt nicht zu ihm.

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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
04.06.2019 07:58 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 7.094 | Reviews: 36 | Hüte: 418

Sie haben nur vielleicht zu sehr auf das gehört, wonach es den Markt verlangt, statt auf die Essenz dessen, was King ihnen gegeben habe.
Also echt jetzt, ist ja normal, dass überall die Leute rumheulen, dass nur noch Superhelden-Filme Geld machen. Bei Dunkler Turm hat niemand auf den Markt gehört, weil es war ganz klar was die Leute sehen wollten. Schon nach den ersten Eindrücken und Interviews war die negative Stimung zu spüren, das Casting gefiel vielen nicht und die Trailer müssten den Machern endgültig gezeigt haben, dass sie auf dem Holzweg sind. Ist ja fast wie bei Sonic - die Vorzeichen und Warnungen waren lange vor dem Start da.

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