AnzeigeR
AnzeigeR
AnzeigeR
Zwischen Fantasie und Wissenschaft

Faszination "Zeitreisen" – Warum uns dieses Filmthema niemals loslässt

Faszination "Zeitreisen" – Warum uns dieses Filmthema niemals loslässt
13 Kommentare - Mo, 29.06.2026 von MJ-MrBond
Was würdest Du tun, wenn Du heute eine funktionierende Zeitmaschine finden würdest?
Faszination "Zeitreisen" – Warum uns dieses Filmthema niemals loslässt

Wenn Filme ihre eigenen Regeln ernst nehmen

Die besten Zeitreisegeschichten zeichnen sich oft nicht dadurch aus, dass sie besonders wissenschaftlich wirken, sondern dadurch, dass sie ihren eigenen Regeln konsequent folgen.

Ein hervorragendes Beispiel dafür ist die Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert-Episode Die alte Enterprise (Originaltitel: Yesterday’s Enterprise). Als die Enterprise NCC-1701 "C" durch eine temporale Anomalie in die Zukunft gelangt (die Gegenwart von Captain Picards Enterprise-D), verändert sich die Geschichte grundlegend. Aus dem Frieden zwischen Föderation und Klingonen wird ein verlustreicher Krieg, und die gesamte Gegenwart entwickelt sich anders als ursprünglich vorgesehen.

Das Besondere an dieser Geschichte ist ihre Konsequenz: Niemand an Bord der Enterprise-D erinnert sich an die ursprüngliche Zeitlinie. Für die Besatzung ist die neue Realität die einzig bekannte Wirklichkeit. Erst als die Enterprise-C in ihre eigene Zeit zurückkehrt und ihr ursprüngliches Schicksal erfüllt, wird die vertraute Zeitlinie wiederhergestellt.

Die Folge liefert damit eine klare Antwort auf eine der zentralen Fragen vieler Zeitreisegeschichten: Was passiert, wenn die Vergangenheit verändert wird? In diesem Fall wird die ursprüngliche Realität vollständig überschrieben und durch eine neue ersetzt. Erinnerungen an die alte Zeitlinie existieren nicht mehr – mit einer bemerkenswerten Ausnahme: Guinan (eine El-Aurianerin, die Barkeeperin, aber auch Seelsorgerin und geduldige Zuhörerin auf der Enterprise-D ist) spürt, dass etwas nicht stimmt, auch wenn sie nicht erklären kann, warum.

Auch andere Zeitreisegeschichten überzeugen durch eine ähnliche Konsequenz. In Harry Potter und der Gefangene von Askaban stellt sich heraus, dass die Zeitreise keine Ereignisse verändert, sondern genau die Ereignisse ermöglicht, die zuvor bereits beobachtet wurden. In 12 Monkeys versucht der Protagonist mehrfach, eine Katastrophe zu verhindern, wird jedoch letztlich selbst Teil jener Geschichte, die er ändern wollte. Und in Predestination führt jede Zeitreise nicht zu neuen Zeitlinien, sondern zu einem geschlossenen Kreislauf von Ursache und Wirkung, der sich selbst erschafft.

Diese Werke mögen völlig unterschiedliche Ansätze verfolgen, doch sie haben eines gemeinsam: Sie halten sich konsequent an die Regeln ihrer eigenen Zeitreise-Logik. Und genau das macht ihre Geschichten so überzeugend.

Wenn man besser nicht zu lange nachdenkt

Das Gegenstück dazu sind Filme, die ihre Regeln je nach Szene verändern. Das berühmteste Beispiel ist zweifellos Zurück in die Zukunft. Die Trilogie gehört zu den beliebtesten Filmreihen aller Zeiten. Logisch ist sie deshalb noch lange nicht.

Im ersten Film verschwinden Martys Geschwister langsam von einem Foto. Veränderungen benötigen offenbar Zeit. Im zweiten Film aktualisieren sich Zeitungen dagegen sofort. An anderer Stelle behalten Figuren Erinnerungen an Zeitlinien, die eigentlich nie existiert haben dürften.

Besonders kurios: Im zweitenTeil reisen Marty und Jennifer in die Zukunft. Ihre Alter Egos verlassen also die Gegenwart von 1985. Die Zeit läuft nur für alle anderen Menschen normal weiter. Dadurch dürften weder die zukünftigen Versionen ihrer selbst, noch ihre Kinder im Jahr 2015 exisiteren. Die Filme nutzen unterschiedliche Regeln, je nachdem, was für die jeweilige Szene am spannendsten ist.

Auch die Terminator-Reihe zeigt, wie schwierig es ist, eine Zeitreise-Logik über mehrere Filme hinweg konsequent beizubehalten. Dabei verfolgen die ersten beiden Filme sogar unterschiedliche Ansätze.

Im ersten Terminator entsteht ein klassisches Bootstrap-Paradoxon: John Connor schickt Kyle Reese in die Vergangenheit, um seine Mutter Sarah zu beschützen. Dort wird Reese jedoch zu Johns Vater. John existiert also nur, weil er später selbst dafür sorgt, dass sein Vater in die Vergangenheit reist. Ursache und Wirkung bilden einen geschlossenen Kreislauf ohne erkennbaren Ursprung.

Terminator 2 - Tag der Abrechnung schlägt dagegen eine andere Richtung ein. Plötzlich scheint die Zukunft veränderbar zu sein. Sarah und John Connor versuchen aktiv, die Entstehung von Skynet zu verhindern und damit den späteren Krieg gegen die Maschinen abzuwenden.

Dadurch gerät die Logik des ersten Films allerdings ins Wanken. Denn wenn Skynet tatsächlich nie entsteht und der Krieg der Maschinen niemals stattfindet, wer schickt dann den Terminator zurück ins Jahr 1984? Und wer entsendet Kyle Reese, damit er Sarah Connor beschützt und überhaupt erst zum Vater von John Connor wird?

Die Ereignisse des ersten Films setzen eine Zukunft voraus, die in Terminator 2 verhindert werden soll. Damit wechselt die Reihe von einer geschlossenen Zeitschleife, in der alles bereits feststeht, zu einem Modell, in dem die Zukunft verändert werden kann – ohne vollständig zu erklären, wie beide Konzepte zusammenpassen.

Die Filme liefern darauf keine eindeutige Antwort. Wie viele Zeitreisegeschichten setzen sie letztlich darauf, dass Spannung und Emotionen wichtiger sind als eine lückenlose logische Erklärung. Und genau deshalb funktionieren sie bis heute so gut – selbst wenn Fans seit Jahrzehnten über ihre Paradoxien diskutieren.

Fazit: Die größte Zeitmaschine ist unsere Fantasie

Vielleicht liegt genau darin das Geheimnis guter Zeitreisegeschichten: Sie müssen nicht wissenschaftlich perfekt sein. Sie müssen uns nur dazu bringen, über das Unmögliche nachzudenken.

Zeitreisegeschichten stellen Fragen, auf die es keine einfachen Antworten gibt. Ist die Zukunft bereits festgeschrieben? Können wir unser Schicksal selbst bestimmen? Existieren unzählige Parallelwelten, in denen jede unserer Entscheidungen einen anderen Weg genommen hat?

Die Wissenschaft hat darauf bis heute keine endgültigen Antworten gefunden. Manche Theorien halten Zeitreisen für denkbar, andere für unmöglich. Und vielleicht werden wir nie erfahren, welche davon richtig ist..

Doch genau das macht den Reiz aus!

Zeitreisen erlauben uns, Grenzen zu überschreiten, die im echten Leben unerreichbar bleiben. Sie führen uns zu den Dinosauriern, an Bord der Titanic, in ferne Zukunftswelten oder zu entscheidenden Momenten unserer eigenen Vergangenheit. Vor allem aber laden sie uns ein, mit Möglichkeiten zu spielen und die Welt aus einer völlig neuen Perspektive zu betrachten.

Wahrscheinlich werden wir niemals eine Zeitmaschine bauen. Die Faszination für Zeitreisen wird deshalb aber nicht verschwinden. Solange Menschen davon träumen, Vergangenes zu verstehen, Zukünftiges zu entdecken oder dem eigenen Schicksal auf die Spur zu kommen, werden uns diese Geschichten begleiten.

Denn jede Zeitreise beginnt mit derselben Frage:

Was wäre, wenn ...?

Mehr zum Thema
Horizont erweitern
Was denkst du?
Ich stimme den Anmelderegeln beim Login zu!
13 Kommentare
MJ-Pat
Avatar
luhp92 : : BOTman Begins
02.07.2026 17:18 Uhr | Editiert am 02.07.2026 - 17:18 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 19.200 | Reviews: 190 | Hüte: 700

Der Film, welcher mich im Kontext der konsequenten Befolgung seiner Regeln (Zeitreise-Determinismus bzw. Modell 2), bisher am meisten beeindruckt hat, war "Timecrimes" aus dem Jahr 2007.

"Primer" von 2004 könnte man noch nennen, aber der ist aus filmischer Sicht in etwa so spannend wie ein naturwissenschaftlich-akademisches Paper^^

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

Avatar
Pixeler : : Moviejones-Fan
30.06.2026 21:33 Uhr
0
Dabei seit: 11.07.23 | Posts: 143 | Reviews: 0 | Hüte: 4

Meines Erachtens sind Zeitreisen für Materie nicht möglich oder zumindest nicht vorgesehen.
Aber wenn einer Murphys Law in des Schöpfers Werken aktivieren kann, dann ist das der Mensch. Oder wie Bond anmerken würde: "Sag niemals nie".
Diese 2 Filme haben einen anderen Ansatz zum Thema Zeitreisen als die Filme im 1A Artikel von Mr. Bond und sind sehenswert:
Ein tödlicher Traum (1980) mit Christopher Reeve
Der Liebesbrief (1998) mit Jennifer Jason Leigh

Standpunktänderungen in der Zeit (Geschichte) könnten auf metaphysischer Ebene möglich sein. Z.B. in der Geisterwelt – aber wer geht schon freiwillig dorthin um das auszutesten?

Avatar
Darkclaw : : Moviejones-Fan
30.06.2026 15:19 Uhr
0
Dabei seit: 24.04.25 | Posts: 411 | Reviews: 1 | Hüte: 12

@Duck-Anch-Amun: Bezüglich Terminator und Zeitreise, man hat ja eigentlich bereits versucht die Zeitreise aussen vor zu lassen. Bei Terminator: die Erlösung aus 2009 hat man prinzipiell ja den Krieg gegen die Maschinen erlebt. Zumindest die Anfangsphase wenn man so will, die Maschinen waren grobschlächtiger, der erste T-800 kommt zum Einsatz, die Menschheit hat noch Ressourcen und Kampf-Flieger und ist nicht so verzweifelt wie in Terminator 1.

Gut, man könnte jetzt sagen, dass die etwas bessere Ausgangslage den Zeitreisen und den somit entstandenen Veränderungen in der Zeitlinie geschuldet sind, klar.

Leider hat der Film nicht so gezündet, auch wenn ich ihn sehr gelungen finde, zumindest die Besetzung, ausser Yelchin als Kyle Reese. Gerade Christian Bale als John Connor fand ich sehr gut besetzt.

Hier muss ich ganz klar eine Lanze brechen für den Film, ich hätte da sehr gerne mehr gesehen und sehe hier noch immer grosses Potential. Ist immer noch besser als der Zeitreise-Murks der folgenden Filme die ja auch nicht das gelbe vom Ei waren...

Übrigens, auch wenn etwas vom Thema weg, ich würde Terminator-Fans noch die Serie Sarah Connor Chronicles ans Herz legen. Wurde zwar nach zwei Staffeln abgesetzt, funktioniert für mich aber sehr gut.

Avatar
Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
30.06.2026 13:35 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 12.608 | Reviews: 50 | Hüte: 872

Tolles Thema wie schon zuletzt öfters! Danke dafür, macht Spaß!

Das Thema Zeitreisen hat meiner Meinung nach aus mehreren Gründen einen gewissen Reiz. Zum Einen wenn es um einen selber geht und da fragt man sich natürlich: wie hätte das Leben anders verlaufen können? Wie oft denke ich gerade momentan zurück - hätte ich dies und das anders gemacht, würde mein Leben vielleicht anders aussehen. Und dann wünscht man sich womöglich doch mal, seinem jungen Ich einen Arschtritt zu verpassen oder ihm einen Tipp zu geben. Etwas was bei mir altersbedingt momentan öfters im Kopf rumschwirrt, auch weil mein Leben momentan nicht so ist wie ich es mir damals als Jugendlicher vorgestellt hatte.
Das andere Thema ist natürlich der Reiz nach Abenteuer. Bis auf den Weltraum, haben wir alles erlebt. Es gibt irgendwie keine wirklichen Geheimnisse mehr, alle Abenteuer wurden schon erlebt. Wie sagte Jck Sparrow: "die Welt ist groß genug, sie hat nur wenig zu bieten". Und da ist das Thema Zeitreise eigentlich eines der letzten Abenteuer, welches Rätsel lösen kann, Fragen beantworten und neue oer unbekannte Welten erforschen kann. Man wäre selbst wieder ein Pionier.

Vielleicht nicht wirklich eine Zeitreise, doch auch passend zum Thema ist das "Jüngere Ich" als weitere Methode. Ich denke da an Filme wie 17 Again. Man erwacht eines Tages im Körper seines Jüngeren Ichs, aber in der aktuellen Zeit. Natürlich mit dem Ziel, aus den Fehlern der Vergangenheit zu erlernen und sich zu ändern.

Für mich persönlich bleibt aber Zurück in die Zukunft das Non-Plus-Ultra der Zeitreisefilme, trotz aller Logikfehler. Mit Teil 2 und 3 konnte ich wenig anfangen, aber trotzdem sind es die Cgaraktere, die herausstechen und liebevolle Geschichten erzählen. Und es geht dabei nicht immer um das Ende der Welt (Tomorrow War, Edge of Tomorrow, Terminator, etc.), sondern eher auf einer persönlichen Ebene.
Und auch wenn die Paradoxen bei Terminator wohl so groß sind wie sonst nirgends - ich liebe die Thematik und die Diskussion dahinter trotzdem sehr. Auch wenn ich mir für die Zukunft (höhö) eigentlich wünschen würde, dass man das Zeitreise-Ding mal aus der Reihe weg lässt. BenBulben, danke für deine Hinweise, fäde ich als Idee sehr spannend. Nur leider steht bei terminator wohl die Action im Vordergrund.
Vom Ansatz her wie Zeitreisen funktionieren könnten und Pardoxen umgangen werden, mag ich tatsächlich den doch ziemlich gut wissenschaftlich belegten Ansatz aus Avengers - Endgame.

Bin ich bei Videospielen, möchte ich noch Zelda - Ocarina of Time erwähnen. Ich mag das Spielprozedere bis heute sehr, dass man verschiedene Lösungen in der Vergangenheit oder in der Zukunft findet oder man selbst gewisse Bereiche nur als Kind oder umgekehrt Erwachsener durchstöbern kann.

Avatar
BenBulben : : Moviejones-Fan
29.06.2026 12:14 Uhr
0
Dabei seit: 14.07.16 | Posts: 100 | Reviews: 0 | Hüte: 7

In dem Roman zum Film „Terminator II“ fügt der Autor noch ein paar spannende Gedankengänge aus der Sicht von Skynet hinzu: Dass sich Skynet durchaus bewusst ist, dass er durch eine Anomalie entstanden ist, die er sich selbst nicht erklären kann. Also durch den Chip des ersten Terminators. Deshalb zögert er auch lange, die Zeitmaschine überhaupt einzusetzen und aktiviert sie erst, als der Krieg für ihn verloren ist und er keine weiteren Möglichkeiten mehr sieht. Auch fürchtet er sich ein wenig vor dem zweiten Terminator, da durch seine Langlebigkeit und seiner komplexen Technologie weiter Anomalien entstehen könnten.

Fand diesen Ansatz bei Skynet immer sehr faszinierend und hätte mir davon in den späteren Filmen mehr gewünscht.

Mit einer Zeitmaschine würd ich mir gerne mal die alten Hochkulturen anschauen. Den Bau der Pyramiden weltweit. Und generell so ein paar kleine Sachen die populär in der Prä-Astronautik sind.

Avatar
MrBond : : Imperialer Agent
29.06.2026 10:45 Uhr | Editiert am 29.06.2026 - 10:48 Uhr
2
Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 4.116 | Reviews: 30 | Hüte: 645

"Was würdest Du tun, wenn Du heute eine funktionierende Zeitmaschine finden würdest?"

Echt eine schwierige Frage. Einerseits bin ich da bei @GPJ, wobei ich nicht sicher bin, ob ich die Zukunftsgesellschaft (Eloi und Morlocks?) sehen will ^^.

Auf der anderen Seite würde es mir unter den Nägeln brennen, mein jüngeres Ich zu besuchen, um ihm den ein oder anderen Tipp zu geben, das ein oder andere Fettnäpfchen zu umgehen... allerdings führt mich das immer direkt zu einem anderen Gedanken: Wie geil wäre das, seine eigene Kindheit nochmals zu erleben, jedoch mit sämtlichen Erinnerungen und Lebenserfahrungen meines Gegenwart-Ichs.

Die Antwort auf die Frage "was würdest Du heute anders machen" ist oftmals leichtfertig beantwortet... bei genauerer Überlegung muss man sich aber dennoch die Frage stellen: "wie wäre mein Leben verlaufen, hätte ich dann und dann anders gehandelt?" (klassisches Butterfly-Effekt-Problem: Den einen Fehler behoben... dafür 2 andere Fehler geschaffen). Daraus resultiert die ultimative Frage: Bin ich wirklich so unzufrieden mit meinem Leben, oder haben mich sämtliche Entscheidungen zu dem gemacht, der ich gerne bin - auch wenn ich auch mal scheinbar falsche Entscheidungen getroffen habe?

Ansonsten schöne Kommentare.

@DrStrange

"Vom Verhältnis „Logikbruch vs. Spaßfaktor“ halte ich weiterhin die „Zurück in die Zukunft“ Trilogie als das Nonplusultra und diese ist nicht umsonst solch ein Filmklassiker, der auch heute noch KEIN Reboot, Remake oder eine Fortsetzung braucht."

Absolute Zustimmung. Der Film lebt aber nicht nur von seiner abenteurlichen und coolen Zeitreise-Thematik (die Idee mit den 140 km/h und dem Blitz, der eben gerade an diesem Tag im Jahr 1955 in die Rathausuhr geballert ist, ist schon ziemlich genial - wenngleich zu den Zeitreise-Paradoxien natürlich auch weitere Logikfehler dazu kommen, wie z.B. dass die Rathausuhr keinen Sekundenzeiger hat, oder dass nicht jeder Blitz 1.21 Gigawatt Leistung bringt, aber sei`s drum ^^), sondern vor allem von den sympathischen Charakteren, allen voran die Freundschaft zwischen dem kauzigen Doc Brown und Marty (wer hätte nicht gerne in seiner Kindheit eine so innige Freundschaft zu einem verrückten Wissenschaftler gehabt?).

"Was für ein Glück das der auf Prime gerade in der 0,99-Cent-Aktion dabei ist"

Danke für den Tipp. Muss ich mir auch gleich mal noch sichern.

@Darkclaw

"Meistens machen sie mir aber sehr viel Spass und aus dem Genre gibt es ja auch das eine oder andere spassige Computerspiel, ich sehe da gerade Command & Conquer: Alarmstufe Rot (Teil 1 - 3) als prominenten Vertreter."

Da sagst Du was... als absolut grandioses Beispiel (und das ist wirklich richtig geil und spielt insbesondere mit dem Thema "Zeitreise") fällt mir direkt Day of the Tentacle ein... ich glaube, kaum ein Spiel hat das Thema perfekter umgesetzt, als dieses, in dem Lösungen durch gezielte Manipulationen in der Vergangenheit möglich werden - ich liebe es... muss es direkt mal wieder zocken!

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

Avatar
Mxyzptlk : : Moviejones-Fan
29.06.2026 10:41 Uhr
0
Dabei seit: 29.03.16 | Posts: 599 | Reviews: 3 | Hüte: 13

Darkclaw tut mir leid dass mit deinem Vater. Dasselbe würde ich auch versuchen. 1 Jahr vor dem Tod meines Onkels würde ich ihn dazu drängen ein MRT zu machen.

Avatar
Darkclaw : : Moviejones-Fan
29.06.2026 10:09 Uhr
0
Dabei seit: 24.04.25 | Posts: 411 | Reviews: 1 | Hüte: 12

Filme mit der Thematik Zeitreise können entweder absolut Spass machen (Zurück in die Zukunft, Terminator, der letzte Countdown etc) oder auch langweilig sein. Oder eine Gurke, wie zum Beispiel "Sound of Thunder".

Meistens machen sie mir aber sehr viel Spass und aus dem Genre gibt es ja auch das eine oder andere spassige Computerspiel, ich sehe da gerade Command & Conquer: Alarmstufe Rot (Teil 1 - 3) als prominenten Vertreter.

Hätte ich eine Zeitmaschine, dann würde ich auf jeden in die Zeit der Dinosaurier zurückreisen. Aber schön aufpassen, sonst passiert so ein Mist wie in "Sound of Thunder".

Oder ich würde einfach nochmals 30 Jahre in die Vergangenheit reisen, vielleicht mich selber in den 90ern beobachten und wohl über mich selber lachen :-D

Oder ich würde in die Nacht vom 07.10.2024 auf den 08.10.2024 zurückreisen und den Tod meines Vaters verhindern...

Avatar
Rotwang : : Moviejones-Fan
29.06.2026 09:29 Uhr | Editiert am 29.06.2026 - 09:51 Uhr
0
Dabei seit: 11.06.20 | Posts: 1.534 | Reviews: 0 | Hüte: 43

Zu Zurück in die Zukunft, wo ich eigentlich nur den ersten Top finde, die anderen kann man sich aber gut anschauen aber Teil 1 ist ein Klassiker, ein wichtiger Aspekt ist der SportAllmanach, ich glaube dass der Anreiz der groß wäre sich selber zu bereichern oder sich einen Vorteil zu verschaffen, könnte man in die Zukunft reisen.

Philip K. Dick. hat ja auch ein paar interessante Ansätze geliefert, die in Filmen wie Monority Report, Next oder Paycheck verfilmt wurden, und es nicht um eine physische Zeitreise geht.

Avatar
Mxyzptlk : : Moviejones-Fan
29.06.2026 08:55 Uhr
0
Dabei seit: 29.03.16 | Posts: 599 | Reviews: 3 | Hüte: 13

Cooler artikel

hier noch ein Short den ich cool finde

https://youtu.be/CXhnPLMIET0?is=cKGT7VpnXx8Ws76m

Avatar
DrStrange : : Moviejones-Fan
29.06.2026 08:39 Uhr | Editiert am 29.06.2026 - 08:41 Uhr
0
Dabei seit: 07.05.12 | Posts: 4.117 | Reviews: 74 | Hüte: 170

Interessanter Beitrag zu einem schwierigen Thema. Denn mit „Zeitreisen“ hatte man bereits seit seligen „Die Zeitmaschine“-Tagen seine Probleme. Die hier genannte „Terminator“ Filmreihe ist ebenfalls ein gutes Beispiel, bei dem man um Gottes Willen nicht versuchen sollte darüber nachzudenken.

Vom Verhältnis „Logikbruch vs. Spaßfaktor“ halte ich weiterhin die „Zurück in die Zukunft“ Trilogie als das Nonplusultra und diese ist nicht umsonst solch ein Filmklassiker, der auch heute noch KEIN Reboot, Remake oder eine Fortsetzung braucht.

Trotz all der vielen Filmprojekte, die alle mehr oder weniger clever mit dem Thema von Zeitreisen umgegangen sind, bleibt weiterhin „Quantum Leap“, also „Zurück in die Vergangenheit“ mit Scott Bakula und Dean Stockwell mein liebster Beitrag, gerade weil die Serie sich so gut wie kaum um das „wie“ und die technische Seite dahinter kümmert. Die ist mehr oder weniger Mittel zum Zweck, um all die kleinen Geschichten zu erzählen, auf die Sam während seiner unfreiwilligen Sprünge durch die Zeit stößt. Damit schafft man es heimlich und elegant, den unweigerlichen Logikproblemen und Fragen, die hier auftauchen würden, beinahe gänzlich aus dem Weg zu gehen.

Grübeln musste ich hier gerade bei „Predestination“ und ob ich den Film überhaupt jemals gesehen habe. Was für ein Glück das der auf Prime gerade in der 0,99-Cent-Aktion dabei ist. Werde ich die Tage nachholen… vielleicht wird es ja auch ein Rewatch, wenn meine Erinnerung doch noch zurückkehrt. Quasi „Zurück in die Erinnerung“…

Für Leute, die auch mal ein Buch in die Hand nehmen, kann ich an der Stelle Michael Moorcocks „I.N.R.I. oder die Reise mit der Zeitmaschine“ nur empfehlen. Ein schmaler, kleiner, aber feiner Roman.

Der Protagonist reist hier zurück in biblische Zeiten, ins Jahr 28 n.Chr., nur um festzustellen, das noch nie irgendjemand etwas von einem „Jesus von Nazareth“ gehört hat und plötzlich sein komplettes Weltbild auf den Kopf gestellt wird.

"The Wheel weaves as the Wheel wills"

Avatar
GPJ : : Popcornologe
29.06.2026 08:25 Uhr
0
Dabei seit: 26.09.24 | Posts: 1.388 | Reviews: 5 | Hüte: 83

Schöner Artikel!

Zur Eingangsfrage: Ich denke, ich würde 50 000 Jahre in die Zukunft reisen. (500 würde ich mich nicht trauen, ich hätte zu viel Angst, dass ich etwas sehe, was mir nicht gefällt.)

Avatar
Bibo : : Moviejones-Fan
29.06.2026 07:44 Uhr | Editiert am 29.06.2026 - 08:40 Uhr
0
Dabei seit: 30.04.19 | Posts: 1.039 | Reviews: 0 | Hüte: 12

Hochinteressantes Thema. Skynet lag sowas von falsch. Egal wer die Zukunft ändert. In der geänderten Zukunft haben weder Skynet noch die Menschheit die Intention in die Vergangenheit zu reisen. Somit sind T1 - T6 völliger Mumpitz. Teilweise echt geiler Mumpitz, aber Mumpitz bleibt es dennoch. Wenn schon Zeitreise, dann in einer Schleife wie in Triangle. Einmal begonnen, passiert es wieder und wieder.

"Zitierst Du da jemanden oder ist das auf Dein Steißbein tätowiert?"

Forum Neues Thema
AnzeigeR