
Die schnellste Maus von Mexiko bereitet sich auf einen Kinostart vor. Warner Bros. hat den Regisseur Jorge R. Gutiérrez für einen animierten Spielfilm um den klassischen Looney-Tunes-Helden Speedy Gonzales verpflichtet.
A Speedy Gonzales animated movie is in the works at Warner Bros
— DiscussingFilm (@DiscussingFilm) January 16, 2026
Jorge R. Gutiérrez (‘The Book of Life’) is set to direct.
(Source: https://t.co/fvFtEfFHtU) pic.twitter.com/Ct9WJZsmh1
Plot-Details gibt es noch keine, und auch ein Drehbuchautor ist noch nicht bekannt. Bereits im vergangenen Monat hatte Gutiérrez das Projekt auf Social Media angeteasert. Er postete ein Foto von sich, auf dem er eine Speedy-Gonzales-Figur in der Hand hält und einen Strohhut sowie ein rotes Halstuch trägt - Accessoires, die dem flinken Mäuserich typischerweise zugeschrieben werden.
Speedy Gonzales zählt seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Figuren der Looney Tunes. Der Charakter debütierte in den 1950er-Jahren, und der gleichnamige Kurzfilm aus dem Jahr 1955 gewann sogar den Oscar als bester animierter Kurzfilm. Bekannt ist er für seine atemberaubende Geschwindigkeit, seinen scharfen Verstand und seinen Charme gegenüber den Mäusedamen. Zuletzt war Speedy 2021 in Space Jam 2 zu sehen, wo Gabriel Iglesias ihm die Stimme lieh. Dort trat er gemeinsam mit bekannten Figuren wie Bugs Bunny, Daffy Duck und Schweinchen Dick auf.
Jorge R. Gutiérrez, geboren in Mexiko-Stadt und aufgewachsen in Tijuana, ist als Animator, Autor, Produzent, Regisseur und Synchronsprecher tätig. Er schuf unter anderem die Emmy-prämierte Nickelodeon-Serie El Tigre: Die Abenteuer des Manny Rivera sowie die ebenso Emmy-ausgezeichnete Netflix-Miniserie Maya und die Drei. Zu seinen Kinoregien gehört Manolo und das Buch des Lebens (2014), eine von Guillermo del Toro produzierte Animationsproduktion mit Stimmen von Diego Luna, Zoe Saldaña und Channing Tatum.
Warner Bros. hatte bereits vor mehr als zehn Jahren einen Kinofilm mit Speedy Gonzales geplant. 2016 wurde Eugenio Derbez als Sprecher angekündigt. In einem damaligen Interview erklärte Derbez jedoch, dass das Projekt wohl doch nicht realisiert werde, da der Charakter von Studio-Seite als „politisch inkorrekt“ eingestuft worden sei. „Die Einzigen, die sich beleidigt fühlen, sind die Amerikaner, aber wir lieben Speedy Gonzales“, sagte er damals und widersprach der jahrelangen Kritik, die Figur stelle ein mexikanisches Stereotyp dar: „Er ist schlau. Er überlistet die Katzen. Er ist ein Held. Er besorgt Käse für sein Volk. Er ist schnell.“
Ob Speedy Gonzales auf der großen Leinwand überzeugt, bleibt abzuwarten - das Projekt verspricht jedoch, eine der spannendsten Rückkehraktionen im Looney-Tunes-Universum zu werden.
