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Nach großer Kritik: "Die Simpsons" & "Family Guy" mit drastischen Veränderungen (Update)

Nach großer Kritik: "Die Simpsons" & "Family Guy" mit drastischen Veränderungen (Update)
20 Kommentare - Di, 30.06.2020 von N. Sälzle
"Die Simpsons" entscheiden sich für einen drastischen Schritt. Ein Sprecher bei "Family Guy" zieht ebenfalls seine Konsequenzen aus der aktuellen Kritik, ein Nachfolger stünde schon parat.
Nach großer Kritik: "Die Simpsons" & "Family Guy" mit drastischen Veränderungen

++ Update vom 30.06.2020: Nachdem Mike Henry als langjährige Stimme von Cleveland Brown in Family Guy zurücktrat (Gründe siehe unten in der Originalnews), hat sich nun bereits Wendell Pierce (Tom Clancy’s Jack Ryan) als Ersatz angeboten. Unter anderem hat er als Voice-Actor für die FX-Serie Archer gearbeitet. Was sagt ihr dazu?

++ News vom 29.06.2020: Die Diskussion um Apu bei Die Simpsons war riesig. Kritisiert wurde, dass mit Hank Azaria ein weißer Sprecher dem indischen Charakter seine Stimme leiht. Eine Tatsache, die der indischen Community in den USA sauer aufstieß. Man fühlte sich vor den Kopf gestoßen. Die Dokumentation "The Problem With Apu" unterstrich 2017, was das Problem war. Azaria hörte inzwischen damit auf, Apu zu sprechen. Es blieb die Frage, ob der Charakter vollständig aus der Serie verschwinden würde oder, ob man lediglich den Sprecher austauschen würde. Darüber hinaus spricht Azaria in Die Simpsons auch zwei schwarze Charaktere.

Wie jetzt bekannt wurde, geht man bei Die Simpsons und bei Family Guy auf die Kritik ein. Weiße Sprecher sollen nicht länger Schwarze oder People of Color sprechen. Daraus zog auch Mike Henry seine Konsequenz. Bei Family Guy sprach er von Anfang an den Part des Cleveland Brown. Jetzt ist seine Zeit als dieser Charakter zu Ende.

Wie er auf Twitter schrieb, sei es eine Ehre gewesen, Cleveland 20 Jahre lang in Family Guy zu spielen. Er liebe den Charakter, aber People of Color sollten Characters of Color spielen. Deshalb trete er von dieser Rolle zurück.

Obwohl er zunächst nur Gastauftritte in Family Guy hatte, wurde er eines Tages in den Maincast befördert. Zudem schrieb Henry auch Drehbücher für Family Guy und er gilt als Co-Schöpfer des Spin-offs The Cleveland Show, in der er natürlich die Hauptrolle sprach.

Obwohl das Aufsehen um Die Simpsons und Family Guy entsprechend groß ist, zieht man hier nur nach. Zunächst erklärte Netflix, dass bei Big Mouth nur noch Sprecher mit den jeweiligen Wurzeln verpflichtet werden. Apple kündigte dasselbe für Central Park an.

Verabschieden sollten sich entsprechend schon mal Jenny Slate von Missy bei Big Mouth und Kristen Bell von Molly bei Central Park. Ebenso dürften Harry Shearer und Tress MacNeille ihre Jobs als Sprecher von Dr. Hibbert und Apus Frau Manjula bei Die Simpsons los sein.

Alison Brie entschuldigte sich darüber hinaus vor kurzem dafür, die vietnamesisch-amerikanische Diane Nguyen bei BoJack Horseman gesprochen zu haben. Serienschöpfer Raphael Bob-Waksberg schrieb dazu auf Twitter, dass er dies bereue, aber er wollte weg von Stereotypen und einen asiatisch-amerikanischen Charakter erschaffen, der sich nicht nur über seine Wurzeln definiert. Doch sei man zu stark in die andere Richtung gerückt.

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20 Kommentare
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jerichocane : : Advocatus Diaboli
01.07.2020 21:32 Uhr
1
Dabei seit: 08.08.09 | Posts: 6.070 | Reviews: 22 | Hüte: 266

Also das ist mMn auch alles Rassisimus/Diskriminierung.

Hellhäutige Schauspieler sollen keine schwarzen Charakter sprechen, aber dagegen jubeln alle wenn z.B. ein dunkelhäutiger Schauspieler eine hellhäutige Romanfigur spielen soll, weil ja bei einem "Weißen" die Backgroundstory scheiß egal ist, während die Backgroundstory bei einem dunkelhäutigen Charakter total wichitg ist (haben sogar einige User hier bei einer älteren News sogar behauptet).

Entweder ist man bei allem offen oder bei nichts. Es kann aber nicht sein, dass Leute die sich benachteiligt fühlen, sich das so hinlegen wie sie es richtig.

Diskriminierung und Rassismus sind keine Einbahnstrasse, wie es gerne in der Politik und der Presse hingestellt werden (Ja, ich weiß jetzt kommt irgendwer aus seinem Loch gekrochen und sagt Rassismus gegenüber hellhäutigen Menschen gibt es nicht) und ich sage doch es gibt sie. Ich zum Beispiel war in einer Klasse mit 30 Schulkindern und nur 4 waren Deutsche. Wir wurden beschimpft, bespuckt, angegriffen uvm. und wenn sich einer von uns gewehrt hat kamen wir zum Direktor weil wir rassistisch waren. Aber was stelle ich mich an, ich bin ja "Weiß", gegen die gibt es keinen Rassismus.

Wenn ich dann hier solche eine Heuchelei von Filmstudios lese, kriege ich das kotzen. Oh der Charakter ist ein dunkelhäutiger, der darf nur von einem dunkelhäutigen Sprecher gesprochen werden.

Wenn man in Hollywood etwas anders machen will, dann nicht so. Bestehende Franchise / Serien passt man an, aber wäre es nicht korrekter neue Stories, Filme, Franchise mit oder besser für genau diese Ethnien zu schreiben?

Nehmen wir doch ein Beispiel:

Die letzte Fluch der Karibik News. Margot Robbie soll Piratin werden! Eine weiße blonde Frau soll ein neues Franchise starten, Hmm. Wieso?

Genau hier hätte Disney sagen können wir nehmen Zoe Saldanas Anamaria und zeigen wie sie Piratin wurde. Sie befreit sich aus der Sklaverei und wird von Piraten aufgenommen. Dort schafft sie es zu einer Kapitänin aufzusteigen, das wäre nicht nur spannend sondern auch realistisch. Wenn man sich mal über die Geschichte der Piraten informiert, werd schnell merken das es bei diesen früher schon Gleichberechtigung und keinen Rassismus gab. Alle waren gleich.

Aber ich schweife ab.

Ich bleibe dabei, was man in letzter Zeit an News liest ist nur noch zum Kopfschütteln

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Rafterman : : Moviejones-Fan
30.06.2020 12:50 Uhr
0
Dabei seit: 18.01.17 | Posts: 556 | Reviews: 0 | Hüte: 17

Da lob ich mir Southpark, die haben wenigstens Eier was diese Themen angeht. Simpsons und grade Family Guy hätten so einfach den Spieß umdrehen können.

Ich sage immer die Wahrheit. Sogar wenn ich lüge!

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Elwood : : Toyboy
30.06.2020 09:42 Uhr
0
Dabei seit: 10.03.17 | Posts: 892 | Reviews: 5 | Hüte: 120

Meine erste Reaktion auf das Thema ist eigentlich, dass ich es als völlig übertrieben und lächerlich erachte. Bei der Aussage "Alison Brie entschuldigte sich darüber hinaus vor kurzem dafür, die vietnamesisch-amerikanische Diane Nguyen bei BoJack Horseman gesprochen zu haben." frage ich mich dann tatsächlich, wer denn überhaupt das Recht hat, BoJack zu sprechen. Mr. Ed vielleicht?

Denke ich genauer darüber nach, ist die Sprecherbesetzung von Cartoonfiguren dann allerdings doch nicht so nebensächlich, wie sie oberflächlich erscheint. Rassismus findet heutzutage ja meistens nicht im "großen Stil" (Stichwort Apartheit) sondern eher im gesellschaftlich etwas verdeckteren, strukturellen Bereich statt. Bevölkerungsgruppen anderer Ethnie wird der Zugang zu bestimmten gesellschaftlichen Bereichen erschwert, die weißen Machthaber bleiben somit unter sich. Und das fängt genau in diesen Ebenen an. Wieso sind denn die Sprechercasts fast durchgängig Weiß? Eine logische Erklärung gibt es dafür nicht. Ob nun zwangsläufig ein Afoamerikaner einen schwarzen Charakter sprechen muss, ist in meinen Augen dabei eigentlich nebensächlich, solang die Sprecherrollen ansonsten gesellschaftlich angemessen durchmischt sind. Sprich: Wenn es normal ist, dass Homer von einem Sprecher mit indischen Wurzeln gesprochen wird, ist es auch egal, dass Apu von Hank Azaria gesprochen wird. Solange das nicht gegeben ist, kann man eine gewisse Diversität dann allerdings tatsächlich dadurch erreichen, dass die Rollen ethnientreu besetzt werden.

Das große Ziel muss allerdings bleiben, dass wir uns über solche Äußerlichkeiten gar keine Gedanken mehr machen. Wir müssen uns einfach darauf trainieren, Apus Schrulligkeit nicht auf die Inder und Homers Ignoranz nicht auf die der weißen Mittelschicht zu beziehen sondern sie einfach als menschliche Eigenarten zu begreifen, die wir alle teilen.

Ich hasse dieses Nazi Gesocks!

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doctorwu1985 : : Moviejones-Fan
29.06.2020 20:32 Uhr | Editiert am 29.06.2020 - 20:34 Uhr
0
Dabei seit: 13.09.15 | Posts: 239 | Reviews: 0 | Hüte: 10

Was die letzten Jahre abgeht ist so lächerlich, das es schon extrem traurig wird!

Gerade gelesen das auch Community eine Folge aus dem VoD nimmt. Die Dungeons&Dragons-Folge, da sich Chang als Dunkelelf schminkt... Und dabei gibt es sogar Folgenintern schon eine Kritik von Annie, welche den Wert der Folge eigentlich steigern sollte

@Zombiehunter

Außerdem können dadurch logischerweise neue Sprecher engagiert werden. Schafft also neue Jobs in der Branche, die während/nach der Coronakrise dringend benötigt werden.

Da andere Sprecher gefeuert werden, ist das wohl in dieser Hinsicht nicht positiv gewichtet.

Bin mal gespannt wie die deutsche Synchronlandschaft auf diese Entwicklung reagiert...bzw. die hiesigen P.C. Hardliner.

@ReReu

Zuerst wollen alle das man Menschen nicht in einer Schublade steckt und das dass Rassendenken aufhört aber am Ende wird doch genau das damit gemacht.

Genau so ist es ... Und so geht die Gleichberechtigung zugrunde - mit donnerndem Applaus.

Warum die Menschen nicht einfach mal nach Talent casten, statt die Hautfarbe und Geschlecht/Sexualität zu priorisieren.

Aber was äußere ich mich, ein weißer Eurase, welcher das "ja gar nicht bewerten kann".

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StMatti : : Moviejones-Fan
29.06.2020 20:15 Uhr
0
Dabei seit: 03.06.15 | Posts: 92 | Reviews: 0 | Hüte: 3

Rassismus ist und bleibt ein zwei-schneidiges Schwert. Nimm einen Stand-Up Comedian der seine Augen nach hinten zieht, um einen Asiaten zu symbolisieren... Wäre eher schon in der Kategorie: "Gags aus den 80ern" einzuordnen.

Kaum machen das heute noch Kinder mit Mitschülerinnen aus dem asiatischen Raum, könnte das für ein echtes Trauma sorgen.

Doch ein genereller Shirt-Storm, sollte nicht die Lösung der eigenen Wut sein, für ein Thema wie "die Simpsons", die durch ihre "überzeichnete (muhaha)" Gesellschaftskritik, eher "Zeigen" statt "Verteufeln" wollen.

Ansonsten machen Mr. Groening und Co. auch Werbung für:

Waffengewalt

Brutalität

Drogenkonsum

Sexismus

Faschismus

Kommunismus

Und, und, und... Noch viele ***mus

Vielleicht ein wenig die Augen auf tatsächlichen Rassismus drehen, statt ihn überall zu verfluchen und damit auch zu finden...

AHUGA von nem White-Guy undecided

"Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem"
(Volksmund)
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Shred : : Moviejones-Fan
29.06.2020 19:33 Uhr
2
Dabei seit: 26.10.13 | Posts: 1.295 | Reviews: 7 | Hüte: 74

Gut, dann soll man auch so konsequent sein und bei Comic-, Helden oder sonstigen Realverfilmungen auch nur noch die Rollen nach der jeweiligen Hautfarbe verteilen. Dann darf es auch keinen schwarzen James Gordon geben, keine schwarze Catwoman usw. Man kann nicht nach "Diversity" schreien und umgekehrt aber verlangen das schwarze Charaktere nicht mehr von hellhäutigen gesprochen werden dürfen.

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GreenFairy : : Moviejones-Fan
29.06.2020 17:27 Uhr | Editiert am 29.06.2020 - 18:50 Uhr
1
Dabei seit: 18.01.17 | Posts: 19 | Reviews: 0 | Hüte: 1

@Zombiehunter: Rassentrennung hat überhaupt nichts mit Buntheit und Vielfalt zu tun. Wenn Synchronsprecher jetzt nur noch für die Ethnie sprechen dürfen, die ihr Stammbaum belegt, dann ist das Rassismus.

@Raven13: Danke, du hast meinen Standpunkt natürlich präziser dargelegt. Es ist eben leicht, in so wenige Worte etwas völlig anderes hineinzuinterpretieren. Das derzeitige Problem ist in der Tat, dass die "Rassendiskussion" nur noch dazu dient, Unterschiede aufzuzeigen, während mit kultureller Vielfalt eigentlich das genaue Gegenteil gemeint war, nämlich Hautfarben zu überwinden. Inzwischen geschieht genaue das Gegenteil: Jeder soll nur noch auf "seiner Seite" bleiben und wer sich nicht daran hält, wird angefeindet. So funktioniert eine bunte Gesellschaft aber nicht.

Wenn weiße Synchronsprecher keine schwarzen/ethnischen Charaktere mehr sprechen dürfen (und umgekehrt), dann landen wir letztlich wieder in der Apartheid.

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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
29.06.2020 17:24 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 8.260 | Reviews: 32 | Hüte: 508

Ich wäre ja dafür, dass ihr alle ne Petition startet um den nächsten übergewichtigen biertrinkenden Deutschen zu sprechen laughing

@Manisch
Darth Vader ist ein weißer Mann und wurde von einem Schwarzen gesprochen
Für mich der Inbegriff des Rassismus: Der große schwarze Mann, welcher Angst und Schrecken verbreitet! Damit dies nicht widerlegt wird, da unter der Maske ein weißes Würstchen steckt, braucht man einen Schwarzen mit sehr tiefer Stimme, was ja auch bedrohlich wirken soll. Also ich bin dafür, dass Star Wars ab nun von Disney+ runtergeholt wird, bis George Lucas einen rosa Darth Vader in Mega Special Edition hinein editiert.

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Manisch : : Moviejones-Fan
29.06.2020 17:14 Uhr
0
Dabei seit: 19.10.18 | Posts: 653 | Reviews: 8 | Hüte: 26

Ich finde es einerseits im Comedy-Bereich ein Stück weit eine Farce, da es sich um lauter überzeichnete Charaktere handelt. Die Simpsons sind voll mit Klischees und Stereotypen.
Ob da also all zu viel zu holen ist...

Aber andererseits respektiere ich die Entscheidungen und am ende soll die Community der Peopple of Colour entscheiden, wie sie zu dem Schritt steht.

@Logan

Darth Vader ist ein weißer Mann und wurde von einem Schwarzen gesprochen laughing


Leute, nutzt mehr Ecosia statt Google!

MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
29.06.2020 16:49 Uhr | Editiert am 29.06.2020 - 16:55 Uhr
1
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 2.706 | Reviews: 30 | Hüte: 287

@ Zombiehunter

"Das ist ja jetzt wohl ein ganz billiger Versuch, den Spieß umzudrehen und alle, die zu eine offenen Welt stehen, als Rassisten darstellen zu wollen.

Eine ganz erbärmliche Taktik. Einfach nur jämmerlich."

Ich glaube, du tust GreenFairy unrecht. Ich habe mir seinen Kommentar nun einige Male durchgelesen und verstehe, was er meint und worauf er hinauswill.

Hinterfrage doch mal, woher Rassismus überhaupt kommt. Er kommt daher, weil alle ständig davon reden. Der Schwarze redet davon, dass er schwarz ist und nicht weiß und dass das ein großer Unterschied sei. Okay soweit. Aber wenn man anfängt, ständig auf den Unterschieden zwischen den einzelnen Völkern herumzureiten und dies ständig erwähnt, dann muss man sich nicht wundern, wenn dann auch eine Trennung stattfindet. Das ist ja scheinbar so gewollt.

Eine Welt ohne Rassismus funktioniert nur, wenn wir uns alle gegenseitig als "Menschen" ansehen und nicht als Afrikaner, Asiate, Eskimo, Indianer, Türke, Deutscher, Weißer, Schwarzer, Roter, etc. Der ständige Hinweis auf die Herkunft, die Hautfarbe und die Religion ist doch überhaupt erst einer der Hauptgründe, weshalb es Rassismus gibt.

Auf der einen Seite wollen alle gleichberechtigt werden, auf der anderen Seite verweisen aber gerade auch die "Nicht-Weißen" oft auf die Unterschiede und legen wert auf diese, egal, ob sie damit einen Konflikt starten. Oft ist es ja auch so, dass der "Nicht-Weiße" den "Weißen" direkt Rassismus vor die Füße wirft, obwohl der Weiße nicht einmal etwas rassistisches gesagt hat.

Das ist ein sehr kompliziertes und komplexes Thema, das die Menschen sowieso niemals ablegen werden. Dazu sind Menschen einfach zu individuell. Will man, dass Rassismus und Kriege aufhören, dann muss man alle Menschen auf der Welt einer Gehirnwäsche unterziehen und allen ein und dieselbe Meinung eintrichtern. Das wiederum würde gegen den Grundsatz der Freiheit verstoßen.

Der Mensch ist von Natur aus skeptisch gegenüber allem, was er nicht kennt oder was anders ist. Und wenn ein weißer Mensch zum ersten Mal in seinem Leben einen schwarzen Menschen trifft, kann es schonmal sein, dass beide sich gegenseitig misstrauen, weil sie anders aussehen. Es gibt Menschen, die damit umgehen können und sich damit arrangieren können und es gibt leider auch Menschen, die das nicht können oder wollen. Versuch mal, einen Rassisten davon zu überzeugen, zum "Nicht-Rassisten" zu werden. Das wird nicht funktionieren. Die sind in ihrer Meinung extrem festgefahren.

Um auf "Die Simpsons" zurückzukommen:

Wenn ich als Schöpfer ein Comic zeichne, in dem alles überzeichnet und übertrieben dargestellt wurd, ist ja schonmal klar, dass es sich um einen Zeichentrick handelt, der sich selbst nicht ernst nimmt. Wenn ich nun eine überzeichnete indische Person in dieser Serie darstelle, dann kann ich damit machen, was ich will. Das ist Satire und künstlerische Freiheit. Wenn ich diese Figur nun von einem Eskimo synchronisieren lasse, dann ist das meine Sache. Und wenn sich jemand aufregt, soll er die Serie nicht schauen. Punkt.

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ReReu : : Moviejones-Fan
29.06.2020 15:42 Uhr
0
Dabei seit: 11.12.17 | Posts: 2 | Reviews: 0 | Hüte: 0

Wie bescheuert.

Zuerst wollen alle das man Menschen nicht in einer Schublade steckt und das dass Rassendenken aufhört aber am Ende wird doch genau das damit gemacht.

Als nächstes beschweren sich Kinder weil sie oft von Frauen gesprochen werden?

Schade das die Macher von Family Guy und Simpsons keine Eier haben und dabei bleibeb bzw die Serien einstellen.

Von Künstlerischer freiheit scheinen die wohl noch nie gehört zu haben.

Wenn das nicht so traurig wäre könnte man meinen das wäre ein Gag aus einer alten Simpson Folge.

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Zombiehunter : : Moviejones-Fan
29.06.2020 15:33 Uhr | Editiert am 29.06.2020 - 15:42 Uhr
0
Dabei seit: 21.10.12 | Posts: 1.712 | Reviews: 0 | Hüte: 39

GreenFairy

Das ist ja jetzt wohl ein ganz billiger Versuch, den Spieß umzudrehen und alle, die zu eine offenen Welt stehen, als Rassisten darstellen zu wollen.

Eine ganz erbärmliche Taktik. Einfach nur jämmerlich.

Zum Thema deutsche Synchronsprecher:

Ich denke mal, würde es dementsprechend genug Synchronsprecher mit den jeweiligen Hautfarben und Nationalitäten gäbe, würde es in der Hinsicht auch anders aussehen.

Wobei ich auch schon dafür wäre, denn viele Synchronisationen sind sehr stereotypisch angelegt. Viele afroamerikanische Darsteller werden mit einer quietschenden, schrillen Stimme dargestellt und wenn man sich das Original anschaut, sind diese bei weitem nicht so quitschig.

Nur ein toter Mensch ist ein guter Zombie! :)
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TiiN : : Pirat
29.06.2020 15:32 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 5.623 | Reviews: 127 | Hüte: 286

Weiße Sprecher sollen nicht länger Schwarze oder People of Color sprechen.

Sorry, aber ist das nicht rassistisch und diskriminierend?

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GreenFairy : : Moviejones-Fan
29.06.2020 15:22 Uhr
0
Dabei seit: 18.01.17 | Posts: 19 | Reviews: 0 | Hüte: 1

Wer hätte jemals gedacht, dass die viel beschworene Offenheit, Vielfalt und Buntheit unserer Gesellschaft plötzlich in immer strikterer Rassen- und Geschlechtertrennung endet?

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Logan : : Moviejones-Fan
29.06.2020 11:19 Uhr
0
Dabei seit: 19.06.20 | Posts: 4 | Reviews: 0 | Hüte: 0

Ich finde es gar nicht so verwerflich, dass Charaktere in Film und Serien nicht von Sprechern der jeweiligen Hautfarbe gesprochen werden, gewundert hat mich das jedoch schon immer.

Frage mich aber auch, ob es einen Aufschrei gegeben hätte, wenn ein hellhäutiger Charakter von einer dunkelhäutigen Person gesprochen wird. Zb- Homer Simpson, Peter Griffin, Buzz Lightyear etc, Wenn man die Rolle gut macht und der Charakter ausschließlich sich keiner Klischees bedient (was ich wiederrum sehr verwerflich finde), fände ich es sogar ganz gut um Unterschiede abbzubauen.

Als recht hypothetisches Beispiel: Bei den Synchronsprechern von Will Smith, Schwarzenegger, Stallon, Tom Hanks ist das total wumpe wie sie aussehen, hauptsache sie klingen gut. Ein recht hypothetisches Beispiel, weil ich davon ausgehe dass sämtliche Synchronsprecher von den "großen" Stars hellhäutig sind - einschließlich Smith, Eddy Murphy, Samuel Jackson, etc. Müsste da nicht auch mehr auf Hautfarbe der Synchronsprecher geachtet werden? Schließlich haben Filme und Serien ja großen Einfluss wie wir die Welt und andere Menschen wahrnehmen.

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