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Sin City

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TV-Rechte und der erste Film

Zurück beim Schöpfer: Frank Miller hat "Sin City"-Rechte wieder

Zurück beim Schöpfer: Frank Miller hat "Sin City"-Rechte wieder
10 Kommentare - Mo, 30.07.2018 von R. Lukas
Wer eine "Sin City"-Serie produzieren möchte, muss sich jetzt an Frank Miller persönlich wenden. Er hat sich die Rechte daran und am "Sini City"-Film von 2005 (nicht aber am Sequel) zurückgeholt.

Der Bankrott der Weinstein Company infolge des Sex-Skandals um Mitbegründer Harvey Weinstein führte zum Verkauf und zur Auflösung der angeschlagenen Filmproduktionsgesellschaft, die für 289 Mio. $ an Lantern Capital Partners ging. Fortan firmiert sie unter dem Namen Lantern Entertainment.

Comicautor Frank Miller aber hatte Einspruch dagegen erhoben, dass "sein" Sin City Teil des Deals ist, und bei einem Vergleich haben er und Lantern sich jetzt darauf geeinigt, die TV-Rechte sowie die am ersten Sin City-Film außen vor zu lassen. Sie gehören somit wieder Miller selbst, während dies für Sin City 2 - A Dame to Kill For nicht gilt. Bei beiden Filmen fungierte er als Co-Regisseur von Robert Rodriguez, allerdings wurde nur der zweite von der Weinstein Company vertrieben. Dort hatte man sich 2012 auch die Rechte für eine Sin City-Serie gesichert, die jedoch nie zustande kam.



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10 Kommentare
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MobyDick : : Moviejones-Fan
31.07.2018 10:30 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 3.248 | Reviews: 32 | Hüte: 193

fbMatthias52:

ich kann dir schon zustimmen, dass Miller - aber vor allem in seinen früheren Werken - schon Vergleiche zu Peckingpah oder Houston rechtfertigt. Das liegt aber definitiv daran, dass er am Anfang sich sehr stark am Film Noir Stil orientiert hat, und Houston gilt ja als der Erfinder des Film Noir. Und zumindest bis zum "Brief an (oder von, das verwechsel ich immer) Peking" hat er auch immer ein Faible für ganz düstere Stoffe gehabt, ich persönlich würde ihn eher wie Warren Ellis einstufen. Peckingpah hingegen zeigte zumeist gebrochenen Helden, die in einer verrotteten gebrochenen Welt entweder untergehen oder irgendwie versuchen ihren Mann zu stehen. Auch wenn die Gewalt extrem war, war dies auch immer eine Katharsis in seinen Werken. Bei Miller war und ist es auch immer öfter nur Mittel zum Zweck. Zumindest in seinen Frühwerken ist definitiv ein Vergleich angebracht, bis zuim ersten Sin City, danach kaum noch. Seine späteren Werke gehen eher in Richtung eines Paul Verhoeven auf Steroide, und daher kann man ihm ja mit ein bißchen Goodwill ja noch Satire unterjubeln, aber zuletzt (und damit sind in meinen Augen die letzten 15 Jahre oder so gemeint) ist er nur noch ein angriffslustiger Giftzwerg, der sicherlich hohes Ansehen bei seinen Kollegen geniesst - aber das in meinen Augen auch nur WEGEN seiner VERGANGENEN Verdienste um das Medium.

Es mag sein, dass er seinen Unmut zu Papier bringt, aber wenn sein Unmut sich gegen bestimmte Gruppierungen richtet und sich seine Übellaune in irgendwelchen Phantasien niederschlägt, dass seine Seite die überlegene ist und die andere Seite vernichtet gehört, dann geht das sehr wohl in eine fatalistische Richtung, die den Tatbestand der Kontroverse durchaus übersteigen kann. Egal was seine vergangenen Meriten sind. Das wird unter anderem auch durch seinen zunehmende Faszination für Nazisymbolik unterstrichen.

Noch ein Wort zu Wolverine:

Hier wird meines Erachtens der Einfluss von Miller einfach immer wieder überschätzt und mittlerweile ist es eine quasi Urban Legend. Alles was Miller hier getan hat, ist Claremont vorzuschlagen, Logan eine stärkere Verbindung zu Japan zu geben, auch mit Hinblick auf das Thema eines Ronin verbunden mit dem Thema des Gaijin. Wenn man weiter zurück geht in Wolverines Comic-Historie, lernt dieser Mariko Yashida bereits Jahre früher kennen, entweder als Claremont mit Cockrum oder Byrne (ich glaube letzteres, weil Byrne Logan besonders gepusht hat) zusammen arbeitete und seine Verbindung nach Japan wird schon da eingeleitet. Was Claremont zu seinem Höhepunkt auszeichnete, war die Tatsache, dass er seinen Schreibstil komplett dem jeweiligen Zeichner unterordnen konnte. So werden beispielweise die New Mutants Stories, die er mit Bill Sinkiewicz zusammen auf Papier brachte auf Grund der Düsterniss und Abgefahrenheit immer auf Sinkiewicz zurück geführt, aber Sinkiewicz hat immer verlauten lassen, dass Claremont immer abgedrehtere Sachen angebracht hat, und es fast alles auf Claremonts "Mist gewachsen" ist, auch die unregelmäßige Storm Storyfortführung in Zusammenarbeit mit Barry Windsor-Smith wird immer stark auf Windsor-Smith reduziert, einen Mann, der vielleicht gerade mal 2 Ausgaben mit Storm zu tun hatte. (Kleiner ironischer Randaspekt: Ausgrechnet dieser Windsor-Smith wird ein paar Jahre später die Logan komplett auf Jahrzehnte hinaus definierende Weapon X Reihe schreiben und zeichnen) Insofern: Ich würde Miller hier nicht überbewerten.

Dünyayi Kurtaran Adam
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luhp92 : : BOTman Begins
30.07.2018 21:40 Uhr | Editiert am 30.07.2018 - 21:40 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 10.591 | Reviews: 146 | Hüte: 337

@Rafterman

Rodriguez nächster Film, "Alita: Battle Angel", erscheint dieses Jahr.
Ich würde ihn aber auch gerne gegen "Machete Kills... in Space!" eintauschen^^

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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fbMatthias52 : : Moviejones-Fan
30.07.2018 19:21 Uhr
0
Dabei seit: 30.07.18 | Posts: 4 | Reviews: 0 | Hüte: 0

Moby Dick: Warren Ellis ist Engländer, und zwar einer, der sogar von Kollaboratoren wie Derick Robertson oder Juan Jose Ryp als ziemlich übelgelaunter und mysanthropischer Zeitgenosse abgetan wird und ich finde seine Arbeiten fantastisch weil sie eben kontrovers sind, egal auf welcher Ebene. Miller ist ein Landei, Amerikaner und zu einer sehr dreckigen Zeit in New York und bei Marvel angekommen... seine Wolverine Story mit Chris Claremont als Autor gehört mit zum Besten aus Logans Biographie... Nun ja, das mit Rushdie, da geb ich dir auch recht; eine wunderschöne Geschichte, sehr komplex geschrieben und auch wegen dem brisanten Inhalt auch oft missverstanden. Ich komme aus der Schweiz und solche Themen wie Religion, Herkunft, das Auskommen unter anderen Kulturen, die auf kleinen Raum das Miteinander erörtern können/dürfen/müssen - was auch immer - ist hier ein grosses Thema. Ich verstehe die Diskussion und Kritik um Miller, doch ist er einfach nur drastisch in seiner Darstellung - zu vergleichen mit alten Filmregisseuren wie John Housten, Sam Pekinpah oder Clint Eastwood (denk nur mal an GRAN TORINO). Ich weiss, ein krasser Vergleich, doch so seh ich das: Frank Miller ist kein Faschist, nur übelgelaunt und das schon immer, seine Geschichten bringen (mittlerweile) seinen Unmut zum Ausdruck, eventuell so unangebracht wie die Sex Pistols, aber es verschafft ihm Gehör - besonders nach seiner schweren Krankheit (vielleicht Karma?)... Kontroverse macht die Kunst aus - man denke an daVinci, Wahrhol oder die Doors, wer weiss, vielleicht auch das Enfant Terrible Kanye West; Kontroverse regt zum denken an - übrigens meine momentan Lektüre ist "Also sprach Zarathustra", ebenfalls sehr umstritten... jedenfalls hoffe ich auf mehr "streitige"Austauschbarkeiten, macht Spass, Konnichiwa!!

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MobyDick : : Moviejones-Fan
30.07.2018 12:45 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 3.248 | Reviews: 32 | Hüte: 193

fbMatthias52:

Und schwupps haben wir einen wirklich guten Austausch, da jetzt doch mehr fachlicher Input als blosse Aussagen drin sind (sowohl von dir als auch mir).

Wie gesagt, ich lese Miller auch gerne, auch Martha Washington ist eine grandiose Reihe, wo er auch deutlich zeigt, dass er eben nicht nur ein Frauenfeind ist, der die Frauen nur in Nuttenrollen drängt.

Unabhängig davon finde ich sein Spätwerk eben sehr wohl nicht mehr geniessbar, da da sehr wohl sehr starke Ressentiments gegen alles was anders ist, mitschwingt. Das Problem ist auch, dass das alles teilweise so konfus ist, dass es auch als Satire durchgehen kann, was man ihm ja durchaus zu Gute halten kann.

Aber meine Lesart ist, dass er sich in seinem Spielplatz in eine Ecke manövriert hat. Und als Fan der ersten Stunde muss ich leider sagen: Der intelligente und geniale Miller ist in meinen Augen dem faschistischen Miller gewichen.

Warren Ellis mag ich nicht wirklich ins gleiche Boot packen, da er in meinen Augen einfach sehr solide Hard Boildes Stories schreibt, Punkt. Miller transzendiert das alles schon deutlich stärker.

Kurz zu Rushdies besagtem Werk: ich finde das Werk inhaltlich deutlich weniger kontrovers als der ganze Rummel drumherum es war. Das ist ein fantastisches Buch mit einer grenzenlos schönen Geschichte, welche die Phantasien anregt und einem den einen oder anderen Denkanstoss gibt. Es gibt kein Werk von Miller, dem ich all das genauso in einem Werk attestieren kann, daher alleine gehören beide nicht auf ein Regal.

Dünyayi Kurtaran Adam
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fbMatthias52 : : Moviejones-Fan
30.07.2018 11:59 Uhr
0
Dabei seit: 30.07.18 | Posts: 4 | Reviews: 0 | Hüte: 0

an Moby Dick: zum Glück haben wir eine freie Meinungsäusserung in unseren Gefilden und deine beachtliche Antwort auf meinen genervten Post (ich mag Miller, ich mag, wie er mit kontroversen Themen umgeht und ich mag sein Gesamtwerk, allen voran Martha Washington, um ein weniger bekanntes Werk zu nennen, aber ich mags nicht, das er immer wieder als Faschist bezeichnet wird, das ist unfair...) und ja, ich nehme mir die zielgerichtete Unverschämtheit raus und platziere zwei meist unverstandene Werke gleich nebeneinander. Ich mag Miller, ich mag Moore, ich mag Morrison und allen voran mag ich Warren Ellis, der ja bekanntlich ähnlich kontroverse Werke wie Miller in seinem Katalog vorzuweisen hat... und dazu kommt, das der gute alte Frank bei seinesgleichen in der Branche das wohl höchste Ahnsehen geniesst, das ein amerikanischer Comicautor - und Zeichner bekommen kann. Apropos DAREDEVIL, da geb ich dir recht plus DAREDEVIL: Der Mann ohne Furcht mit Romita, jr. ist ebenso ein zeitloser Klassiker. Ich danke zähneknirschend und mit einer gehörigen Portion Sarkasmus deinem Beitrag zu dieser nie endenwollenden Diskussion über Frank Miller (deswegen auch mein Post - der Typ ist kein Faschist aber sicherlich auch kein Phylantrop...) in diesem Sinn mit bestem Gruss M.

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MobyDick : : Moviejones-Fan
30.07.2018 11:40 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 3.248 | Reviews: 32 | Hüte: 193

fbMatthias52:

Es freut mich, dass du so viel mehr Ahnung als ich vom Medium Comic hast, was du ganz klar mit deinem ersten Post hier eindrucksvoll unter Beweis stellst. Als jüngerer Mensch fand ich Frank MIller auch genial, bis heute zählt für mich sein Daredevil Born Again zu seinen besten Werken (jaja, beschissener Marvel-Overdrive), auch sein Dark Knight Returns (beschissener DC-Overdrive? Obwohl er als einer der besten US-Comics aller Zeiten angesehen wird?) ist auch heute noch überragend. Aber es ist damals schon ganz klar, was für eine reaktionäre Sichtweise er zunehmend an den Tag legt, und dass ihm manches an Punishment nicht drastisch genug ist. Spätestens als er dann anfängt, seine Independent Comics aufzulegen, und mit Sin City beachtliche Erfolge einfährt, werden seine Ansichten immer konfuser und fragwürdiger, sogar für Hard Boild Stories, die sich Hammet und Ellroy als Vorbild nehmen, was schließlich in unter anderem in deinem ach so gelobten Machwerk Holy Terror gipfelt - selbst sein 300 ist ein Pamphlet ohnegleichen. Was allen seinen Werken gleich ist, und das ist durchaus ein Zeichen für Qualität: Sie sind gut zu lesen und testosterongeschwängert ohne Ende, also fast perfekte Blockbuster in Comic-Verpackung. Aber es kommt auch immer auf die Message an, und die ist halt gelinde gesagt, zunehmend fragwürdig!

Wenn du, lieber fbMatthias52 tatsächlich die Chuzpe hast, Frank Millers groteskes nennen wir es mal Epos neben Rushdies Satanische Verse zu packen, dann hast du meines Erachtens weder verstanden, was Rushdie erzählen wollte, noch ein bißchen Ahnung von den Medien Belletristik oder Comic.

Wenn du mir jetzt mit Alan Moore oder Spiegelmann gekommen wärst, um mir ein bißchen was zum Medium Comic (wohlgemerkt angelsächsische Comic-Szene) zu erzählen, dann hätten wir vielleicht ein Gespräch auf Augenhöhe, aber so?

Geh und lies Miller

Dünyayi Kurtaran Adam
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fbMatthias52 : : Moviejones-Fan
30.07.2018 10:39 Uhr
0
Dabei seit: 30.07.18 | Posts: 4 | Reviews: 0 | Hüte: 0

an Moby Dick: du kennst dich wahrscheinlich nicht aus; Frank Miller soll ein spätpubertierender Faschist sein - du hast absolut keine Ahnung vom Medium Comic (ausser wahrscheinlich bei den beschissenen Marvel - Overdrive...)... Miller ist eine Ikone und nicht alles und jeder muss mit Samthandschuhen angefasst werden - selbst Miller nicht - doch wenn ich an die Politik von gewissen Ländern denke, da kann ich nur sagen: FRANK MILLER WELCOME! Soweit meine Meinung und HOLY TERROR ist und bleibt ein zurecht kontroverses Meisterwerk, bei mir im Bücherregal gleich neben Salman Rushdie`s DIE SATANISCHEN VERSE - Schuster bleib bei deinen Leisten, Konnichiwa!!

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MobyDick : : Moviejones-Fan
30.07.2018 10:18 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 3.248 | Reviews: 32 | Hüte: 193

Tja, da sinkt das Interesse an diesem "Franchise" mal ganz rapide gegen Nullpunkt, wenn dieser wirre spätpubertäre Faschist seine eigenenen Werke jetzt verwalten darf - und dabei war Sin City mal wirklich grossartig.

Dünyayi Kurtaran Adam
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Rafterman : : Moviejones-Fan
30.07.2018 10:14 Uhr
0
Dabei seit: 18.01.17 | Posts: 317 | Reviews: 0 | Hüte: 11

Rodriguez könnte echt mal wieder nen Film bringen, z.B einen neuen Machete laughing

Ich sage immer die Wahrheit. Selbst wenn ich lüge!

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TiiN : : Pirat
30.07.2018 09:34 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 3.991 | Reviews: 94 | Hüte: 147

Inzwischen finde ich ja auch den zweiten Sin City Film sehr klasse, auch wenn dieser am Anfang für mich stark abfiel . trotzdem bleibt Teil 1 mein Favorit smile

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