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A Cure for Wellness

Scary Schweiz

A Cure for Wellness Kritik

3 Kommentar(e) - 16.02.2017 von Moviejones
Filmkritik

A Cure for Wellness Bewertung: 4/5

Ein Thriller, der den Zuschauer packt und ihm beim Gedanken an genommene Freiheit den Angstschweiß auf die Stirn treten lässt: Das ist A Cure for Wellness. Ein wahrlich auf weite Strecken düsterer, unheimlicher Film, der inhaltlich, bildlich und auch musikalisch unterhält, wenn auch mit seinen 146 Minuten etwas lang ausfällt. Sensible Gemüter seien gewarnt, es gibt einige drastische Szenen, die eine Weile in Erinnerung bleiben werden.

A Cure for Wellness Kritik

Lockhart (Dane DeHaan) ist ein ehrgeiziger, junger Angestellter, der sich bereiterklären muss, den CEO seiner Firma, Pembroke, zurückzubringen. Dieser befindet sich in einem Wellness-Center in den Schweizer Bergen, dessen Rückkehr unumgänglich für die geschäftlichen Interessen der Firma ist. Was wie ein schnell zu erledigender Auftrag anmutet, gerät kurze Zeit darauf zu einem psychologischen Kraftakt für Lockhart: Nach Unstimmigkeiten mit dem Personal entschließt er sich, die Wartezeit im angrenzenden Ort zu verbringen, doch dann geschieht ein Unfall. Selbst als Patient im Wellness-Center untergebracht, erschließen sich ihm nach und nach skurrile Vorkommnisse - und wieso um alles in der Welt wird ihm ständig verwehrt, Pembroke zu sehen...?!

Dane DeHaan gehört zu einigen der charismatischsten Jungschauspieler unserer Tage und sein verschlagenes Äußeres lässt stets an den Antagonisten des Films denken. Dass es auch anders geht und Herr Haan in seinen Rollen sehr hilfsbereit sein kann, zeigt A Cure for Wellness, der neue Film von Gore Verbinski. Ein schaurig-schöner Thriller in der Schweiz, der so manchen Zuschauer daran zweifeln lässt, ob der kommende Urlaub wirklich die in die Abgeschiedenheit der Hochalpen führen muss.

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Schaut man sich Verbinskis Filmographie an, so fallen einem sofort einige Teile der Fluch der Karibik-Reihe ein. Abseits dessen erinnert A Cure for Wellness am ehesten noch an das düstere Ring von 2002 und man kann sich des Gefühls nicht erwehren, dass der Regisseur eine lange angestaute Vorliebe für grausige und bildlich zauberhafte Szenen in diesem Film rauslässt. Einerseits erleben wir die Schönheit der Schweizer Berge, eine malerische von außen beobachtete Zugfahrt und die erholsame Ruhe des Wellness-Centers. Doch von Beginn an packt einen die Unruhe, die auch Lockhart ereilt, wenn sich die eine oder andere Skurrilität zeigt oder Menschen freundlichen Bitten ebenso freundlich widersprechen. Eine große Rolle in dem ganzen Konstrukt, dessen Details sich erst nach und nach puzzlehaft offenlegen, spielt Jason Isaacs als Doktor Volmer. Immer freundlich, immer präsent, doch leider gar nicht so hilfsbereit, wie es sich sein neuer Patient erhoffen würde.

Und dies sind die Stärken des Films, die Verbinski gekonnt ausspielt. Ein frisches Setting, die unheilvollen Nuancen im menschlichen Miteinander und teils faszinierenden Momentaufnahmen menschlicher Körper, alt, dick, verlebt, so wie die sich nach und nach immer steigernde Bedrohung. Die Geschichte packt spätestens ab dem Augenblick, wenn Lockhart seine ausweglose Situation eröffnet wird und man sich erschrocken an ein Kaninchen im Käfig erinnert fühlt, das keinen Ausweg kennt. Der Film spielt mit elementaren Ängsten von uns allen und setzt doch punktuell auf wahre visuelle Schockmomente, die dem einen oder anderen sicher noch länger im Gedächtnis bleiben werden, so wie einst Ray Liottas Schicksal in Hannibal...

Auf langer Strecke ist man ebenso unfähig wie der Protagonist, gefangen in seinen Gedanken, um der unheimlichen Geschichte zu folgen, die teils an die Substanz geht. Etwas Amüsement bietet da schon die Darstellung der Dorfjugend, die so geraten ist, wie sich ausländische Regisseure offenbar das Leben in den Schweizer Alpen vorstellen: Hinterwäldler mit einem Hang zu Gothic, das Amphi Festival lässt grüßen. Insgesamt aber ein stimmiger Soundtrack, der in vielen Momenten zudem von einer gesummten Melodie getragen wird, die Traurigkeit und Einsamkeit transportiert.

Kurzum ein gelungener Einstand für Gore Verbinski, der zuletzt 2013 mit Lone Ranger mehr im Negativen von sich reden machte. A Cure for Wellness bietet überraschende Momente und versprüht definitiv etwas Unheimliches, dem man sich kaum entziehen kann.



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A Cure for Wellness Bewertung
Bewertung des Films
810
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3 Kommentare - Moviejones distanziert sich von Userbeiträgen.
Rubbeldinger
Moviejones-Fan
Geschlecht | 18.02.2017 | 00:30 Uhr18.02.2017 | Kontakt
Jonesi

Wird auf jeden Fall geschaut, gute Kritik!

Kurzum ein gelungener Einstand für Gore Verbinski, der zuletzt 2013 mit Lone Ranger mehr im Negativen von sich reden machte.

Das kann ich gar nicht nachvollziehn, fand den Film genial! Da hat man das Seemannsgarn des Wilden Westens fett durch den Fleischwolf gedreht! laughing

Vor allem die Zugfahrt am SchlusS ist dahingehend einfach Phänomenal! Schade das der Film an den Kassen gefloppt ist, einer der besten FIlme 2013 für mich!

Dann mal sehn ob "A Cure for Wellness" dieser guten Kritik und meiner hohen Erwartung gerecht wird!

KLAATU BARADA NIKTO

Hanky
Moviejones-Fan
Geschlecht | 17.02.2017 | 07:47 Uhr17.02.2017 | Kontakt
Jonesi

Uihh das liest sich aber gut, sollte ich mir vielleicht doch im Kino geben.

Mess with the best die like the rest !

FlyingKerbecs
Weihnachtsmann
Geschlecht | 16.02.2017 | 16:34 Uhr16.02.2017 | Kontakt
Jonesi

Wow, mit so einer guten Kritik hab ich nicht gerechnet. Vor allem, da die amerikanischen nur gemischt sind. Vielleicht werd ich ihn mir irgendwann zu Hause mal ansehen.