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Patti Cake$ - Queen of Rap

Don´t call me Dumbo

Patti Cake$ - Queen of Rap Kritik

0 Kommentar(e) - 17.09.2017 von Moviejones
Filmkritik

Patti Cake$ - Queen of Rap Bewertung: 4/5

Patti Cake$ - Queen of Rap wird als Feelgood-Movie gehandelt und dieser Meinung können wir uns nur anschließen. Die Performance von Danielle Macdonald wirkt unfassbar echt und kraftvoll, in all ihren Facetten, traurigen Momenten und besonders als Rapperin. Bedenkt man, dass hier eben nur eine Geschichte erzählt wird und Darsteller wie Macdonald eben nur so tun, ein wirklich erstaunlich glaubwürdiger Film. Der Kampf um seinen Traum, tausendmal erzählt und doch immer wieder aktuell - und einen Kinobesuch wert.

Patti Cake$ - Queen of Rap Kritik

Patti (Danielle Macdonald), eine junge Frau Anfang Zwanzig, lebt in New Jersey und hat einen großen Traum: Sie will Rapperin werden. Mit ihrem Kumpel Jheri (Siddharth Dhananjay) legt sie dafür den Grundstock, doch ansonsten glaubt kaum einer an die übergewichtige junge Frau, die von vielen nur Dumbo gerufen wird. Eines Tages lernt sie den schrägen Musiker Basterd (Mamoudou Athie) kennen und zu dritt, im Schlepptau Pattis gebrechliche Oma Nana (Cathy Moriarty), kreieren sie etwas Neues, Kraftvolles. Doch der Zugang zur Szene ist versperrt, ein Gönner oder besser noch ein Produzent muss her...

Patti Cake$ - Queen of Rap, in dem die junge Australierin Danielle Macdonald ihre erste Hauptrolle spielt, lief dieses Jahr beim Sundance Film Festival und auch bei den prestigeträchtigen Filmfestspielen in Cannes. Ein Film, der auf wundervoll erfrischende Art das vielmals erzählte "Vom Traum in die Realität" aufgreift und in keiner Sekunde Mitleid mit seiner Hauptdarstellerin aufkommen lässt. Patti ist fett, rotzig und vorlaut, und dennoch ein überaus sensibles und liebenswertes Geschöpf, das sich entgegen allen Vorurteilen in den Kopf gesetzt hat, Rapperin zu werden. Dabei reden wir nicht von einem dieser Träume, die keine Aussicht auf Erfolg haben, wie nackt auf dem Mond spazieren gehen oder Deutschlands Superstar werden. Nein, Patti hat es, Patti wirkt authentisch, sie kann singen und aus dem Stehgreif in einem Battle rap überzeugen.

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Egal, was man selbst von Rap und Hip Hop hält - Patti Cake$ - Queen of Rap wirkt echt und überträgt viel von der Energie seiner Protagonistin auf den Zuschauer. Das liegt unbestreitbar an der sehr starken Performance von Macdonald, die sich in keinem Moment zu schade ist, alle Facetten von Patti vor uns auszubreiten. Wie erfrischend, echte Menschen zu sehen, bisweilen müde, unförmig, abgekämpft, dann aber wunderschön, nicht selten desillusioniert, dann wiederum anpackend und dem Leben trotzig entgegentretend! Und so sehr auch Patti von Bekannten gegängelt wird oder die Liebe ihrer Mutter (Bridget Everett) nur schwer zu spüren ist, so sehr kann sie auf ihren besten Kumpel Jheri setzen und ihre Nana.

Zweifelsohne drängen sich Parallelen zu 8 Mile oder selbst dem charmanten Sing Street aus dem vergangenen Jahr auf, in dem ebenfalls die Musik im Mittelpunkt steht und Außenseiter alles daran setzen, ihren Traum zu leben. Aber selbst wenn das Ganze für jeden Durchschnittsbürger irgendwie doch zu abgedreht und weltfremd wirkt, liegt die besondere Stärke von solchen Filmen eben nicht in der bloßen Verheißung, dass man alles schaffen kann, wenn man nur genug an sich glaubt, sondern neben dem stets greifbaren Scheitern auch insbesondere im hoffnungsvollen, aber dennoch bittersüßen Finale.

Patti Cake$ - Queen of Rap, die kleine Filmperle aus dem Milieu, verdient es, Beachtung zu bekommen.



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Patti Cake$ - Queen of Rap Bewertung
Bewertung des Films
810
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