Moviejones.de ist ein kostenloses Angebot, welches sich durch Werbung refinanziert. Adblocker minimieren die Einnahmen monatlich um 40%. Wenn du möchtest, dass wir auch in Zukunft unsere Redakteure bezahlen können, deaktiviere bitte deinen Adblocker.

Du willst dennoch keine Werbung oder diese deutlich minimieren?

Hier mehr erfahren
Moviejones finanziert sich nur über Werbung
Möchtest du MJ helfen, deaktivere bitte deinen Adblocker. Falls du dennoch weniger Werbung sehen willst und das sogar kostenlos, erfährst du hier mehr.

A Quiet Place

Kritik Details Trailer Galerie News
Kreativer Jumpscare-Horror

A Quiet Place Kritik

A Quiet Place Kritik
5 Kommentare - 01.04.2018 von Moviejones
Wir haben uns "A Quiet Place" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
A Quiet Place

Bewertung: 3 / 5

A Quiet Place lebt von einer gut umgesetzten Idee, die stimmungsvoll und voller kreativer Momente in Szene gesetzt wurde. Leider scheitert der Film an seinen eigenen Ambitionen und versucht, mehr zu sein, als er in Wirklichkeit ist. So reduziert sich der Horror auf einzelne Schreckmomente und die Dramaturgie leidet an vielen Stellen unter den unsinnigen Entscheidungen der Protagonisten. Dennoch lohnt ein Blick auf diesen ungewöhnlichen Horrorfilm, der immerhin mal wieder versucht, etwas anders zu machen.

A Quiet Place Kritik

Pass dich an oder stirb! Diesem Motto muss auch Evelyn (Emily Blunt) mit ihrem Mann (John Krasinski) und ihren beiden Kindern folgen. Nachdem die Welt von einer Horde gefährlicher Kreaturen überrannt wurde, kann nämlich jedes Geräusch tödlich sein. So lebt die Familie fast schweigend auf einer Farm, jeder Schritt und Handgriff wohlüberlegt, damit keine Geräusche entstehen. Doch da die Geburt von Evelyns weiterem Kind ansteht, wird die Familie auf eine harte Probe gestellt...

Trailer zu A Quiet Place

Eine nette Story und ein paar Monster dazu, mehr braucht es erst mal nicht, um unsere Aufmerksamkeit zu erhaschen. A Quiet Place ist somit geradezu prädestiniert dafür, uns zu gefallen. Darsteller und Regisseur John Krasinski wollte aber nicht wieder nur eine gewöhnliche Monstergeschichte erzählen, sondern der gesamten Story ein wenig mehr Anspruch und Tiefgang verleihen. So entpuppt sich A Quiet Place als recht ungewöhnlicher Horrorfilm, der Atmosphäre vor allem dadurch aufbaut, weil die Darsteller im gesamten Film kaum sprechen oder Geräusche machen dürfen. Denn überall könnte die Gefahr lauern, ob hinter dem nächsten Busch oder dem nächsten Baum, wo möglicherweise eines dieser Monster lauert, welches bereits auf das kleinste Geräusch reagiert, nahezu unzerstörbar und absolut tödlich ist.

Aus dieser recht einfachen, aber gut umgesetzten Grundidee zieht A Quiet Place einen großen Teil seiner Faszination, denn allein durch die erzwungene Ruhe bekommt der Film ein ungewöhnlich entspanntes Erzähltempo, bei dem sich die auf den ersten Blick kurzen und genretypischen 95 Minuten viel länger, aber nicht langatmig anfühlen. Auch die vielen kleinen Ideen, die aufzeigen wie die Menschen versuchen, mit einer derartig bedrohlichen Situation umzugehen, faszinieren. Hier ist viel Energie hineingeflossen, das augenscheinlich absurde Szenario möglichst realistisch und glaubwürdig umzusetzen. Dieser Herangehensweise ist es auch zu verdanken, dass A Quiet Place ohne große Wow-Momente bereits eine Wirkung erzielt und selbst kleine Ereignisse für Spannung sorgen. Unterstützt wird dies auch durch die sehr gute schauspielerische Leistung der erwachsenen und kindlichen Darsteller.

Aber es gibt eben auch die Kehrseite der Medaille und die lautet zugegebenermaßen, dass wir uns nach den Lobeshymnen von den Previews auf US-Festivals ein wenig mehr von A Quiet Place versprochen hatten. Denn so gut das Szenario auch umgesetzt wurde und es wirklich schafft, glaubwürdig zu sein, so hapert es dann aber an der Logik mancher Handlungen und das führt zu ärgerlichen Momenten. Während der Film nur einen kurzen aber dramaturgisch entscheidenden Ausschnitt aus dem Leben einer Familie zeigt, ist der Werdegang dieser Ereignisse teils haarsträubend.

Als Beispiel sei hierbei Evelyns Schwangerschaft erwähnt, die im Zuge der Ereignisse zu Beginn des Films und der Welt, in der diese Familie leben muss, unglaubhaft ist. Natürlich ist es amüsant zu sehen, wie die Familie versucht, sich auf die Geburt des Babys vorzubereiten und den Lärmpegel zu steuern, aber plausibel ist dies dennoch nicht. So versucht A Quiet Place so gut es geht, diese vollkommen an ihre Umwelt angepasste Familie erst aufzubauen, um dann ein Bedrohungsszenario zu schaffen, damit diese perfekte Lebensweise durch viele dumme Entscheidungen und konstruierte Situationen kaputt gemacht wird. Und da ist dieses Baby das größte Hemmnis, denn geht man mal logisch ran: Welche Eltern zeugen freiwillig ein Kind in solch einer Umgebung und bringen damit sich und ihre minderjährigen Kinder in Gefahr?

Wenn man sich mit so mancher Konstruktion abfindet, kann A Quiet Place aber dennoch im Großen und Ganzen Spaß machen. Zwar ist es schade, dass sämtliche Horror- und Schreckmomente eigentlich nur aus Jump Scares und dem Aufdrehen des Lautstärkepegels bestehen, die Wirkung wird aber dennoch in acht von zehn Fällen nicht verfehlt. In Kombination mit der gesamten Inszenierung und dadurch erzeugten Atmosphäre bietet sich somit dem Kinogänger ein guter, wenn auch nicht überragender Horrorfilm. Für Liebhaber wäre der Gang ins Kino fast Pflicht.

A Quiet Place Bewertung
Bewertung des Films
610
Galerie Galerie Galerie Galerie Galerie Galerie
DVD & Blu-ray
AmazonAmazonAmazonAmazonAmazon

Weitere spannende Kritiken

Hotel Transsilvanien 3 - Ein Monster Urlaub Kritik (Redaktion)

Ab aufs Schiff!

Poster Bild
Kritik vom 17.07.2018 von Moviejones - 0 Kommentare
Mit der Filmreihe Hotel Transsilvanien erfreut Sony seit nunmehr sechs Jahren mit skurrilen Geschöpfen der Nacht und kindgerechtem Humor nicht nur für die Kleinen unter uns. Eins der ganz großen Highlights ist keiner der Filme, aber auch Hotel Transsilvanien 3 - Ein Monster Urlaub re...
Kritik lesen »

Sicario 2 Kritik (Redaktion)

Zurück ins Grenzgebiet

Poster Bild
Kritik vom 15.07.2018 von Moviejones - 1 Kommentar
Vor drei Jahren begeisterte Denis Villeneuve mit Sicario viele Zuschauer und nun ist es an Stefano Sollima, einem italienischen Regisseur von TV-Serien und Kurzfilmen, das hohe Tempo aufrechtzuerhalten. Sicario 2 holt uns erneut an die Grenze zwischen Mexiko und den USA und vermischt nun das Th...
Kritik lesen »
Mehr Kritiken
Horizont erweitern

Was denkst du?
5 Kommentare
Avatar
luhp92 : : BOTman Begins
21.04.2018 01:47 Uhr | Editiert am 21.04.2018 - 02:00 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 9.927 | Reviews: 127 | Hüte: 310

Warum Emily Blunt ein viertes Kind austrägt? Gerade das ist doch das Kernthema des Films! Das Beschützen-Wollen und Nicht-Immer-Beschützen-Können der Eltern. Zum Einen ist das vierte Kind eine Selbsttherapie nach dem Tod von Beau, zum Anderen: Warum sollten Menschen in Extremsituationen aufhören, Kinder zu zeugen? Wäre das der Fall, wäre die Menschheit schon längst ausgestorben.
In der Welt "da draußen" gibt es genug Gefahren - mal harmloser, mal gefährlicher und auch "bei uns" in Deutschland - und jedes Elternpaar setzt seine Kinder dieser Welt bewusst aus. Aber das ist nunmal das Leben. (10 Euro ins Phrasenschwein^^)

Zu den Jumpscares: Die sind doch inhaltich bedingt als Kontrast zwischen leise und laut und gehen für mich daher vollkommen in Ordnung.


Ich kann "A Quiet Place" jedenfalls nur weiterempfehlen!
Selten habe ich einen so spannungsgeladenen Horrorfilm gesehen, in einer Kritik heißt es passend: "Es ist fast so, als würde sich die Küchenszene in Jurassic Park auf Spielfilmlänge ausdehnen." Darüberhinaus gehört das Sounddesign zum Besten, was bisher für das Kino produziert wurde. 8/10 Punkten.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
Avatar
sid : : Fischfutter
04.04.2018 19:49 Uhr
0
Dabei seit: 01.10.12 | Posts: 1.187 | Reviews: 14 | Hüte: 27

Ich hatte auch eine höhere Wertung erwartet nach den 100% auf Rotten Tomatoes. Wäre natürlich echt schade, wenn man als Zuschauer immer wieder rausfliegt, weil man sich über die Dummheit der Filmfiguren ärgert.
Aber zu dem einen großen Kritikpunkt: Sie müsste nicht schwanger werden, aber (das war eine interessante Überlegung auf einer US-Seite) könnte es nicht sein, dass der Fluch erst dadurch ausgelöst oder reaktiviert wird? Oder es war tatsächlich ein "Unfall" und jetzt ist eben nichts mehr zu ändern...

Avatar
Hanky : : Moviejones-Fan
03.04.2018 07:55 Uhr | Editiert am 03.04.2018 - 07:57 Uhr
1
Dabei seit: 26.05.16 | Posts: 523 | Reviews: 0 | Hüte: 13

Also freiwillig/bewusst macht das denke ich niemand (siehe TWD auch da nicht geplant, sondern ein "Unfall"), aber hier unrealismus zu unterstellen ist schlicht einfach falsch, man sehe sich nur unsere Geschichte an.

Selbst zur aktuellen Zeit werden in schlimmsten Hungersregionen Kinder gezeugt. Eher finde ich das Argument unglaubhaft, denn unsere Realität belehrt uns eines besseren.

Mess with the best die like the rest !

Avatar
Tarkin : : Moviejones-Fan
01.04.2018 16:34 Uhr
0
Dabei seit: 10.10.17 | Posts: 555 | Reviews: 0 | Hüte: 7

Mich reizt schon die Idee des Films, die mich etwas an "Herrschaft der Schatten" erinnert.

Tu dies nicht und das nicht, um zu überleben - Szenario

Schau ich mir an.

Avatar
Mindsplitting : : Moviejones-Fan
01.04.2018 02:24 Uhr
0
Dabei seit: 18.12.14 | Posts: 484 | Reviews: 0 | Hüte: 22

Bin mal gespannt auf den Film, wird aber wohl Heimino werden. Ihr sprecht genau das an, was ich momentan bei vielen Filmen und Serien tierisch nervig finde. Immer wieder Babys... In the Blacklist nervts, bei Walking Dead nervts... einfach "überall" nervts...

Aber in Serien und Filmen nervts einfach nur wie sau. Vor allem in Endzeit Szenarien. Alsob jemand so blöd ist und bei ner Zombieapokalypse, ner Alieninvasion oder allgemein im Weltuntergang riskieren würde ein Kind zu bekommen.

1. Ne Schwangere kann nicht so gut weglaufen

2. Ein Baby wird NIEMALS leise sein wenn es das soll

Forum Neues Thema