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Ruf der Wildnis

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Disneys beste Realverfilmung

Ruf der Wildnis Kritik

Ruf der Wildnis Kritik
2 Kommentare - 17.02.2020 von Moviejones
Wir haben uns "Ruf der Wildnis" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Ruf der Wildnis

Bewertung: 4 / 5

Jack Londons legendärer Abenteuerroman aus dem Jahr 1903 wird erneut auf die große Leinwand gebracht, nun von Regisseur Chris Sanders. Aus der Sicht des Hundes Buck erzählt, erleben Harrison Ford und Omar Sy an seiner Seite einige aufregende wie auch berührende Abenteuer in der wunderschönen Wildnis Alaskas. Kontroversen wird der Film sicherlich wegen der Entscheidung, einzig computeranimierte Hunde zu verwenden, nach sich ziehen - eine Entscheidung, welche den Film für uns zu einer der besten Disney-Realverfilmungen werden lässt, ohne dabei selbst von Disney zu sein.

Ruf der Wildnis Kritik

Bucks glückliches Hundeleben wird vollkommen auf den Kopf gestellt, als er seinem Zuhause in Kalifornien entrissen wird und sich plötzlich in der fremden Wildnis Alaskas zu Zeiten des Goldrauschs wiederfindet. Er wird in ein Rudel von Post-Schlittenhunden gesteckt und muss sich hier erst einmal behaupten. Nachdem Buck einen gefährlichen Befehl verweigert, wird er lebensgefährlich verletzt. Zum Glück findet ihn John Thornton (Ford), der Buck wieder aufpäppelt und gesundpflegt. Die beiden werden unzertrennliche Freunde und für Buck beginnt das Abenteuer seines Lebens...

Trailer zu Ruf der Wildnis

Nein, neu ist das alles nicht und auf große Überraschungen oder Wendungen sollte man in Ruf der Wildnis nicht hoffen. Es ist nun einmal auch nach unserer Zählung die bereits neunte Verfilmung des bekannten Romans. Doch den Film anhand dessen zu beurteilen, wäre unfair. Es gibt sie halt, diese Geschichten, die im Laufe der Zeit immer wieder neu verfilmt werden, mal besser und mal schlechter. Sei es Robin Hood, die Arthus-Saga oder alles von Shakespeare, und noch so viel mehr. Und vielleicht verdient ja auch jede Generation ihre eigene Version.

Harrison Ford tritt dabei in die Fußstapfen von Größen wie Clark Gable und Charlton Heston, namentlich ist man also bereits auf Augenhöhe mit den früheren Verfilmungen. In den letzten Jahren wurde Ford eine gewisse Lustlosigkeit, was manche seiner Filmauftritte betrifft, vorgeworfen, hier können wir Entwarnung geben: Er schafft es, die Einsamkeit seiner Figur darzustellen und eine insgesamt sympathische Performance an den Tag zu legen. Neben ihm sind zudem Omar Sy und Cara Gee zusehen, die ihre Sache ebenfalls gut machen. Auch Dan Stevens ist zu erwähnen, spielt aber einen klischeehaft bösen Kerl, welchen man so schon in etlichen Filmen zuvor gesehen hat und dessen Handlung von Anfang bis Ende äußerst vorhersehbar ist. Hier hätte der Film ruhig etwas innovativer sein können. Und wer gut aufpasst, findet auch Karen Gillan im Film, die jedoch nur einen äußert kurzen Auftritt hat.

Doch kommen wir zum eigentlichen Hauptdarsteller des Filmes, dem Hund Buck. Und wir sagen es direkt: An ihm entscheidet sich, ob ihr den Film mögt oder nicht. Denn Buck, wie auch alle anderen Hunde und manch weitere Tiere des Filmes, sind pure CGI-Kreationen. Und man sieht es ihnen auch an. Das CGI ist weit davon entfernt, schlecht zu sein, aber zu keinem Zeitpunkt wird hier die Qualität oder der Realismus eines Der König der Löwen erreicht. Und viele werden sich genau daran stören, das war schon anhand der Aussagen nach der Pressevorführung herauszuhören. Wenn ihr damit Probleme habt, können wir euch den Film nicht empfehlen.

Uns jedenfalls hat es nicht gestört, ganz im Gegenteil sogar. Für uns liegen genau darin die Stärke und der große Pluspunkt des Filmes, denn Buck wächst einem im Verlauf des Filmes richtig ans Herz. Auch macht die Art, wie er und die anderen Tiere dargestellt werden, Ruf der Wildnis zu genau der Art von Disney-Realverfilmung, die wir uns auch schon von Der König der Löwen gewünscht hätten. Apropos, Disney?

Ruf der Wildnis ist einer der letzten Filme von 20th Century Fox, die ins Kino kommen. Weder basiert der Film auf einem ehemaligen Disney-Film, noch hat der Mauskonzern etwas mit der Entstehung dieses Filmes zu tun. Durch den Aufkauf von 20th Century Fox obliegt dessen Vermarktung nun jedoch Disney, und das könnte passender kaum sein. Von Anfang an fühlt sich der Film nämlich wie ein klassischer Disney-Film an und dies liegt eben vor allem an der Darstellung von Buck. Wir erinnern uns: Im letzten Jahr war für viele das große Problem bei Der König der Löwen die realistische Darstellung der Tiere. Sie sahen zwar unglaublich perfekt aus, doch ob Simba traurig war oder Freude empfand, er guckte nahezu immer gleich, wie ein echter Löwe eben. Durch den Realismusgrad verschwanden die Emotion und vor allem auch der Charme des Zeichentrickklassikers. Buck jedoch hat eben genau dies! Er wirkt vielleicht nicht so echt wie Simba, und sprechen kann er auch nicht, aber er hat eben diesen nötigen Charme. Er empfindet sichtbar Trauer, Freude, verdreht die Augen und spielt Mundharmonika.

Doch es gibt noch einen weiteren Punkt, weswegen wir den CGI-Einsatz hier ausdrücklich loben wollen. Denn auch wenn in der heutigen Zeit der teils übermäßige Einsatz von CGI zu Recht kritisiert werden kann, so gibt es eben auch durchaus sinnvolle Verwendungen, vor allem wenn es um Sicherheit oder Tierschutz geht. Buck tut in dem Film Dinge, die für einen echten Hund gefährlich sein können und es gab in der Vergangenheit leider genügend Berichte von Filmsets, in denen Tiere Verletzungen erlitten oder gar starben.

Ruf der Wildnis wird nicht die allerbesten Filmkritiken bekommen, doch wir hatten viel Spaß mit dieser Neuverfilmung. Man begibt sich auf eine Reise durch Alaska und möchte am liebsten nach dem Film seinen nächsten Urlaub dorthin buchen. Eine dieser klassischen Geschichten, wie sie früher schon oft erzählt wurden, heute aber doch eher rar im Kino sind. Und mit 96 Minuten endlich mal wieder kein unnötig in die Länge gezogener Film. Wer also Lust auf ein Abenteuer hat, auf eine Geschichte um Freundschaft und sich an Buck nicht stört, dem empfehlen wir, dem Ruf der Wildnis zu folgen!

Ruf der Wildnis Bewertung
Bewertung des Films
810
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2 Kommentare
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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
18.02.2020 09:32 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 7.954 | Reviews: 48 | Hüte: 483

Ich will eigentlich gar nicht näher auf die Kritik eingehen, die gewohnt souverän ist und Lust auf den Film vermittelt.
Das Thema ist und bleibt natürlich das CGI.

Zuerst einmal will ich euch loben, dass ihr den Punkt des Tierschutzes mitreinbringt. Klar, es würde mit echten Hunden realistischer aussehen und ein Großteil der besten Abenteuerfilme, die ich als Kind sah, ich aber leider nicht mehr zuordnen kann, war genau deshalb oftmals so grausam und wunderschön zugleich.
Doch wir sind in einer anderen Zeit angekommen und da begrüße ich diese Entwicklungen durchaus!

Da die Rolle ja sonst ein echter Hund gespielt hätte bleibe ich dabei, dass dieser "cartoonhafte" Realismus nix für mich ist. Ich bin da ziemlich alleine mit meiner Einstellung, aber genau deshalb fand ich Lion King und Co. auch so toll. Der Realismus ist einfach immer spürbar und ein Alleinstellungsmerkmal, was ich begrüße. Mit Mimik und sonstigem Zeug, bräuchte man das Ding auch nicht wieder zu verfilmen und könnte den Zeichentrickfilm für sich stehen lassen (davon abgesehen, dass auch so diese Diskussion nie zu beenden ist).
Zudem bin ich der Meinung, dass Tiere auch ohne "rollende Augen" eine Mimik haben, die man verstehen kann. Hundebesitzer z.B. werden mich sicherlich verstehen.

Und so würde ich mal behaupten, dass dies mich schon beim Film stören könnte. Auch wenn Disney nichts damit zu tun hat, würde ich persönlich mir mehr Realismus wünschen. Aber man kann es natürlich auch so akzeptieren (so regen mich ja auch immer noch die Nashörner aus Black Panther auf).

Langer Kommentar für ne kurze Aussage: Ich begrüße die Entscheidung, hätte mir aber noch mehr Realismus gewünscht. Da Abenteuerfilme und diese klassischen Tierdokumentationen, gerade aus dem Hause Disney, einen Großteil meiner Kindheit ausmachten, wird mich dieser Film sogar vielleicht ins Kino locken.

Noch ne Frage an Moviejones:
Wie bewertet ihr Harrison Ford im Allgemeinen in diesem Film? Ich glaube wenn ich "Indiana Jones 5 mit Ford" erwähne, wisst ihr in welche Richtung meine Frage geht.

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MisfitsFilms : : Poppy
18.02.2020 09:19 Uhr
0
Dabei seit: 09.07.13 | Posts: 2.403 | Reviews: 0 | Hüte: 75

Einer dieser Filme auf die ich mich schon freue, diese mit dem Nachwuchs an einem trüben Sonntag Nachmittag anzuschauen

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