Asgard - das sagenumwobene Königreich der Götter. Hier hat sich der mächtige Thor als wagemutiger und tapferer Krieger einen Namen gemacht. Doch durch eine rücksichtslose, mutwillige Entscheidung entfesselt der ebenso arrogante Donnergott aufs Neue einen seit Generationen befriedeten Krieg im Götterreich. Zur Strafe wird Thor daraufhin von seinem Vater Odin auf die Erde verbannt und ist gezwungen, sein Dasein unter den Menschen zu fristen. Die Rückkehr in seine Heimat ist ihm erst gestattet, wenn er gelernt hat, seine Überheblichkeit zu zügeln und seine Kräfte nach den göttlichen Regeln von Asgard zum Wohle aller einzusetzen.
Es ist ein harter Aufschlag auf der Erde für Thor - im wahrsten Sinne des Wortes. Die Wissenschaftlerin Jane Foster und ihr Team nehmen den jungen Mann auf, der direkt vor ihren Augen wie ein Stein vom Himmel fällt. Auch das Militär wird schnell auf den ungewöhnlich kampferprobten Fremden aufmerksam. Denn dieser hadert schwer mit seinem Schicksal und stößt bei der Suche nach seinem Machtsymbol, dem Hammer, immer wieder an die Grenzen der irdischen Welt. Doch dann bietet sich ihm die Gelegenheit zur Bewährung: Ein übermächtiger Gegner, der im Verbund mit den dunkelsten Kräften seiner Heimat Asgard steht, beginnt, die Erde mit einem Inferno zu überziehen. Nur Thor ist in der Lage, die Menschheit zu beschützen...
Man muss sich mal vor Augen führen, welch großes Risiko eine Thor-Verfilmung eigentlich war. Das MCU war gerade erst gestartet, ohne großem Fundament. Die erste Figur Tony Stark war vor allem außerhalb den USA eher unbekannt - funktionierte aber auch gerade durch den Realismus. Hulk war eine Figur, die bekannt war und deshalb wohl eher als sichere Nummer angesehen werden konnte. Und dann kommt Thor - die Geschichte über einen nordischen Gott, der eigentlich ein Superheld ist und dies mit einem Fantasy-Setting innerhalb des bisher realistischen MCU.
Dass dies funktionierte, war keine Selbstverständlichkeit. Und dass es funktionierte belgt ja, dass Thor seit 2011 insgesamt 9 Auftritte hatte, darunter den Rekord mit gleich 4 Solofilmen innehat.
Schaut man nun auf den Erstling zurück, ist dies nicht wirklich selbstverständlich, hat der Film für mich doch tatsächlich ein paar Probleme.
Wie schon Iron Man (und später Captain America - First Avenger) beginnt der Film nach wenigen Minuten mit einem Flashback. Hier liegt die Stärke des Films, indem wir mit Asgard ein tolles Fantasy-Setting serviert bekommen. Wir lernen Thor kennen, seinen Charakter und warum er eigentlich in erster Linie zu der Figur wird oder werden muss, die wir später kennen. Dazu weitere tolle Figuren wie Odin, Loki, Sif oder die Warrior Three. Auch heute muss man einfach sagen: Überragender Cast.
Nun kommt was kommen muss: Thor ist arrogant, gefährdet als zukünftiger König seine Freunde und sein gesamtes Reich und wird deshalb verbannt, um eine Lektion zu lernen. Und wir lernen Loki kennen - der sich zu einer interessanten Figur entwickelt und der eigentliche Drahtzieher hinter der Handlung ist.
Doch dann beginnen die Probleme und Thor landet auf der Erde. Dort trifft er auf Wissenschaftler und nun gibt es für Thor nur ein Ziel: Mjölnir wiederbekommen. Tatsächlich ist auch der Cast auf der Erde überragend, vor allem natürlich mit Natalie Portman als Jane Foster. Doch irgendwie funktioniert die Chemie nicht für mich, beide finden sich anziehend, weil beide halt auch von heißen Schauspielern verköpert werden. Und so kommt es auch zu eine der erzwungensten Liebesgeschichten des MCU, welche auch in Zukunft des Franchises eher für ein Hin und Her sorgt als für eine klare rote Linie. Nicht zu vergleichen z.B. mit Tony und Pepper, wo sich der Film Zeit nahm.
Zeit ist dabei sowieso ingesamt ein Problem des Films: alles spielt sich innerhalb von 1 - 2 Tagen ab. Die schlimme Bestrafung Thors, Thor, der seine Lektion eigentlich nach wenigen Stunden lernt und anschließend ein völlig anderer Mensch ist und sogar auf den Thron verzichtet. Das geht alles zu schlimm, einfach weil das Drehbuch es vorschreibt, dass es so passieren muss.
Dabei ist die Richtung die der Film einschlägt sicherlich nicht falsch. Von Loki, dem eigenen Bruder verraten, muss er vermeintliche Schicksalschläge annehmen. Er verliebt sich in Jane und wohl auch in die Faszination, die das Thema Wissenschaft vs. Magie auslöst - bedeutendes Thema für das MCU, macht dann Frühstück für seine neuen Freunde auf der Erde und opfert sich vermeintlich. Das ergibt schon Sinn, spielt sich aber leider innerhalb weniger Filmminuten bzw. Stunden innerhalb des MCU ab.
Der Kontrast zwischen Asgard und New Mexiko wurde wohl auch bewusst gewählt und ist tatsächlich mit heutigem Blick, wo gefühlt in jedem Film New York zerstört wird, willkommend, passt aber nicht wirklich zum erhofften Fantasy-Setting. Irgendwie fehlt dem Film etwas, der Film ist zu klein gehalten und verliert dadurch die Epik, die eine Geschichte über nordische Götter, meiner Meinung nach, eigentlich haben müsste.
Am Ende des Tages ist Thor bei aller Probleme trotzdem eine gelungene Origin-Story und es ist schön, dass der damalige Mut sich bezahlt machte. Wenn es Fantasy-Elemente gibt, funktionieren sie. Der Cast ist überragend und auch die Musik muss man definitiv loben! Zudem macht sich die Handschrift des Regisseurs hier noch bemerkbar, vor allem was die Charaktersisierung der Figuren betrifft. Hier sieht man dann auch, dass die Figur Thor sehr unter den ständigen Wechseln von Regisseuren gelitten hat, waren doch gleich 5 Regisseure damit beschäftigt, jeweils eine eigene Version des Donnergotts zu erschaffen.
So hat Brannaghs Thor schon komödiantische Einlagen, schaut man alle Thor-Filme aber hintereinander verkommt gerade Waititis Interpretation später fast schon zu einer Persiflage. Dafür kann der 2011er Film nichts, aber wie schon bei The Incredible Hulk tut dieser Bruch dem Film aus heutiger Sicht nicht gut.
Für mich ist der Film schlussendlich damit besser als Letztgenannter, leider aber etwas schwächer als die sonstigen Filme der Phase 1.
Meine Bewertung
Rewatch, ich weiß gar nicht, nach wie vielen Jahren.
Ein gelungener Handlungsbogen über den Verstoß, Reifungsprozess und Aufstieg Thors und das Erwachen Lokis als Gott der List und Täuschung im Twist um die Thronnachfolge, der in einem starken Actionfinale zwischen den beiden Brüdern mündet und ein bittersüßes Ende bereithält, indem Thor zur Rettung der Eisriesen vor Lokis Genozid auf Kosten des Wiedersehens mit Jane den Bifröst zerstört.
Entgegen meiner Erinnerung legt Tom Hiddleston seine charakteristische Rolle hier noch viel weniger humorvoll an, sondern fokussiert sich stattdessen auf dramatisches und theatralisches Spiel, wozu ihn Shakespeare-Regisseur Kenneth Branagh wahrscheinlich angeleitet hat, würde ich jetzt mal behaupten.
Als Sologeschichte ist "Thor" kleingehalten, für mich aber zu klein geraten, um seine 120 Minuten voll auszufüllen. Von einer Geschichte über die nordische Mythologie erwarte ich entweder mehr Größe und Komplexität oder mehr Pepp und Knackigkeit. Als Mytologie- und Fantasyfan konnte und kann mich "Thor" immer nur halb befriedigen, das haben "Thor: The Dark World" und erst recht "Thor: Ragnarok" danach besser hinbekommen.
Zudem bleibt für mich weiterhin das sterile Aussehen Asgards ein großes Manko, ebenso wie mich der Destroyer als technischer Metallriese mit Tripod-Todesstrahl ständig aus dem Film reißt, er passt für mich als Wesen überhaupt nicht in so ein Fantasysetting.
Meine Bewertung
"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."
Ich habe mir den Film am 11. Juli 2023 mal wieder angeschaut. (Zum Filmtagebuch)
Auf geht’s zum Thor-Marathon.
Thor mochte ich von den Phase 1 Filmen schon immer mit am liebsten, vermutlich weil er den größten Anteil an Fantasy hat. Zudem sieht Asgard auch einfach super aus und Thor hat coole Kräfte. Was die Thor-Filme auch noch aufwertet ist der Soundtrack, gehört zu den besten im MCU. Ich bin mit dem Film aufgewachsen, mochte ihn immer sehr und auch jetzt schaue ich ihn gerne. Echt krass, wie stark sich Thor von hier zu The Avengers verändert hat, also nicht nur der Look und die Präsenz, sondern auch die Leistung von Chris Hemsworth insgesamt. Der Cast ist auch hier sehr gut und Loki stiehlt schon hier etwas die Show, wobei ich ihn hier noch weitaus weniger mag bzw. gut finde als in allen folgenden MCU-Projekten. Ab The Avengers liebe ich ihn erst.
Thor ist ein solider, typischer Phase 1 Film, hat mich bei der Sichtung jetzt nicht übermäßig abholen können, daher bleibt es bei den 4 Hüten.
Meine Bewertung
Mein Letterboxd-Profil /// (ehem. FlyingKerbecs) /// aktuelle Anime-Empfehlungen: Die Tagebücher der Apothekerin (Crunchyroll)
In meinem Marvel Re-watch hab ich es nun wenigstens zum ersten Thor gebracht.
Nun, wirklich gut war der damals schon nicht. Und er ist auch wirklich nicht gut gealtert. Aber ich fand ihn immer noch besser als den zweiten Iron-man.
Sympathische Nebendarsteller unterstützen den schauspielerisch doch sehr eingeschränkten Chris Hemsworth, wo es nur geht und spielen tapfer gegen schlechte Kulissen und, zum Teil, mehr als alberne Kostüme an.
Das Ende war für mich immer noch nicht nachvollziehbar, warum er der Regierung /Shield seine Unterstützung zusagt?
Weil halt... Drehbuch will es so... Muss hier offenbar als Erklärung reichen.
Hawkeye darf hier auch seinen Einstand feiern. Und es ist von Anfang an nicht nachvollziehbar, warum ein Typ, der Bogenschießen kann, ein Superheld sein soll.
Der frühe Vogel fängt den Wurm, aber erst die zweite Maus bekommt den Käse. Und am Ende ist alles für die Katz.
Meine Meinung steht fest » Hier ist meine "Thor" Kritik
Meine Bewertung
Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.
Ich habe mir den Film am 30. Dezember 2021 angeschaut. (Zum Filmtagebuch)
Hat einen starken Cast, einen guten Humor und reichlich Action zu bieten, welche auch hier in spektakulären Bildern auf die Leinwand gebracht wurde. Vor allem Chris Hemsworth als Thor und Tom Hiddleston als Loki hätten nicht passender gewählt werden können. Der Film ist nicht perfekt, aber vor allem als Popcorn-Film natürlich bestens geeignet.
Meine Bewertung
Hemsworth ist toll als Thor, sein Arc fühlt sich sinnvoll an und auch wenn er diesen in späteren Filmen immer wieder leicht wiederholt, passt seine Entwicklung. Die Nebenfiguren sind allesamt gut besetzt und funktionieren, Loki bliebt hier noch etwas hinter den späteren Ideen zurüfck. Die Welt von Asgard bildet einen spannenden Kontrast zur Erde, wird hier aber fast schon sträflich vernachlässigt, um Thors Lektion in Sachen Bescheidenheit einzuhämmern. Alles in allem ein Solider Film ohne große Highlights und ne brauchbare Origin. Aber die Figur wird später doch weit interessanter und die Filme wesentlich spannender. Gehört dazu, haut einen aber nicht um.
Meine Bewertung
Stimmungsvoll! Hab ihn mir kürzlich nochmal wegen des Tesseracts in Captain Marvel angesehen. Als Origin-Geschichte gelungen.
"Thor - Mut ist unsterblich" ist ein starker Streifen geworden, dessen Geschichte sehr gut erzählt worden ist. Ist ein guter Auftakt in die "Thor"-Reihe und ist schlüssig erzählt worden. Es gab 2 Momente, bei denen Fragen aufgetreten sind. Eine Frage beantwortet er eher halb und ergibt keinen ganz logischen Sinn und bei der anderen Frage geht man nicht darauf ein. Der Zuschauer soll es einfach zur Kenntnis nehmen (Szene, wo die Sachen beschlagnahmt werden).
Die schauspielerische Leistung ist stark und ist jederzeit glaubwürdig auf die Mattscheibe transportiert worden. Die Special Effects sehen beeindruckend aus. Man hat die gegnerische Seite ziemlich gut umgesetzt und man hat kein Detail ausgelassen. Die Kamera ist sehr gut. Es gibt einige Szenen, wo man es nachvollziehen kann, warum die Kamera auf der Schulter getragen worden ist und manche, wo man es nicht nachvollziehen kann, aber das Bild ist größtenteils ruhig, sodass es nicht stört. Die musikalische Begleitung ist sehr gut und fügt sich in die jeweiligen Szenen ein.
Ich kann Ihnen "Thor - Mut ist unsterblich" empfehlen. Bleiben Sie nach den Credits dran, denn nach den Credits kommt noch eine interessante Szene.
Meine Bewertung