The Road to Mad Max - Tagebuch der Virus-Apokalypse

Elwood | 13.03.2020

Raum für Austausch, Erfahrungen, Informationen, Allgemeines, Spezielles, Globales, Lokales und was auch immer rund um "das Leben in der Krise". Schreibt auf, was euch bewegt.

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105 Kommentare
MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
05.06.2020 09:11 Uhr
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Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 2.712 | Reviews: 30 | Hüte: 287

@ GierigeEnte

"Darum geht es nicht. Jedes Leben ist es wert, geschützt zu werden, egal wie lang oder kurz es ist. Das ist der ethisch-humanistische Grundsatz, nach dem wir leben (sollten). Dies bedeutet also, so viele Leben wie möglich zu retten und zu schützen, weswegen das definitiv die richtige Taktik ist. Weil man mit den Coronamaßnahmen viel mehr gerettet hat (siehe z.B. die USA als Vergleich), als man das Leben von anderen Patienten gefährdet hat."

Zum einen gibt es nach wie vor keinen Beweis, dass alle vermeintlich Corona-Toten ohne Corona noch leben würden bzw. dass sie tatsächlich AN Corona gestorben sind. Zum Anderen bestätigst du mit dem, was sich sage, nur meine eigenen Vorwürfe an die Ärzte. Ärzt haben GESCHWOREN, das Leben anderer Menschen zu schützen. Nur weil eine ganz kleine Chance besteht, Corona beim Arzt zu bekommen (kann man im Supermakrt im übrigen auch), Menschen in Not abzulehnen, ist defintiv von deinem eigenen beschriebenen Grundsatz her falsch. Denn ein Leben, das man mit Sicherheit retten kann, sollte eher gerettet werden, als MÖGLICHERWEISE eine Ansteckung von Corona zu vermeiden. Undselbst bei einer Ansteckung besteht statistisch gesehen nur eine 0,34-Prozentige Wahrscheinlichkeit, zu sterben. Wenn jetzt wegen jedem kleinen Piss-Virus die Ärzte Notfall-Patienten nach Hause schicken, dann haben wir bald mehr Tote an heilbaren Krankheiten als Tote an neuen Viren.

Mal eine rein hypothetische Frage an dich:

In einer kleinen Stadt mit 100.000 Einwohnern bricht eine unheilbare Krankheit aus, an der 50 % der Menschen sterben. Der Rest überlebt sie und ist zukünftig immun. Die Krankheit kann mit einer Wahrscheinlichkeit von 25 % auf den Rest der Menschheit übergreifen. Einzige Möglichkeit, das mit 100 % Sicherheit zu verhindern, ist, die gesamte Stadt mit einem Atomschlag zu zerstören, in dem Wissen, man löscht damit das Lbeen von 50.000 Menschen aus, die ansonsten weiterleben könnten. 50.000 Menschen töten, nur um einer Wahrscheinlichkeit von 25 % zu entgehen, dass 4 Mrd. Menschen sterben.

In meinen Augen wäre es ethisch falsch, wegen eines "Risikos" 50.000 Menschen zu töten. Ich würde Mutter Natur entscheiden lassen und auf Risiko gehen. Wer weiß, vielleicht befindet sich gerade unter diesen 50.000 Menschen jemand, der ein Heilmittel gegen Krebs entdeckt, das ohne diese Person niemals entdeckt werden würde?

Niemand sollte auf diese Weise Gott spielen. Daher sollte man einen Virus Virus sein lassen und normal weiterleben und den Virus aussitzen. So hat es die Menschheit seit Anbeginn ihrer Existenz getan und überlebt. Heute schnippt ein Politiker mit dem Finger und erwartet, dass alle Menschen springen, ungeachtet der Konsequenzen.

"Man sollte viel eher dafür in den Knast kommen, bewusst das Sterben von Risikogruppen oder Vorerkrankten in großen Mengen in Kauf zu nehmen. Denn das widerspräche, wie eingangs erläutert, dem ethisch-humanistischen Grundsatz, auf dem unser Staat aufgebaut ist."

Risiko-Menschen befinden sich IMMER in Lebensgefahr, nicht erst jetzt. Das kann man nicht verhindern und ist Teil des Lebens. Außerdem ist es ja nicht so, als wenn man mit reinen Hygienemaßnahmen (Hände regelmäßig waschen und desinfizeren, Abstand halten, auf Hände schütteln und Umarmungen verzichten) nicht schon den größten Effekt erzielt, ohne dass darunter gleich die halbe Weltwirtschaft zerbricht und viele Menschen um ihre Existenz bangen müssen. Der Shutdown hat mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr Schaden angerichtet als er abgewendet hat. Tote durch Ablehnungen von Ärzten, Tote durch erhöhte Selbstmordrate wegen erhöhter Depressionsrate, Tote auf Grund von mehr Schlaganfällen und Herzinfarkten wegen erhöhtem Stresslevel unter der Bevölkerung, etc.

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
07.06.2020 20:34 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 12.985 | Reviews: 145 | Hüte: 461

@Raven13

Beim riskanten Autofahren, Klimawandel, Umweltverschmutzung und Fleischkonsum sowie der Krebsforschung und Bildung bin ich definitv bei dir, da rennst du quasi offene Türen ein^^ Hätte mein Chemiestudium an der Ruhr-Uni Bochum andere Bahnen eingeschlagen, hätte ich sogar ein Praktikum und eventuell meine Masterarbeit am Lehrstuhl für Bioanorganische Chemie gemacht, dessen Arbeitsgruppen an der Heilung von Krebs forschen.

"Um Menschen vor dem Corona-Tod zu schützen, werden andere Patienten in Not ignoriert. Ist das eurer Meinung nach die richtige Taktik?"

Das sollte natürlich nicht so sein, selbstverständlich auch nicht bei deinem Vorgesetzten. Deswegen werden die Menschen aber auch dazu angehalten, sich nur im Fall von tatsächlichen Corona-Sympotmen beim Arzt zu melden und dann auch nicht beim normalen Hausarzt oder im Krankenhaus, sondern bei den entsprechenden Corona-Notfallzentren. Damit gewährleistet ist, die Behandlung von Patienten mit anderen Erkrankungen nicht vernachlässigt wird. Bei deinem Vorgesetzten ist da definitiv etwas schiefgelaufen.

"Der Shutdown hat mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr Schaden angerichtet als er abgewendet hat."

Das lässt sich aus unserer Sicht überhaupt nicht einschätzen, da wir ja nur über die durch die Maßnahmen, Beschränkungen und Shutdowns bedingten Daten verfügen. Wie hoch die weltweiten, offiziellen Infizierten- und Todeszahlen ohne Maßnahmen ausgefallen wären, kann niemand sagen. Es wären aber mit sehr großer Wahrscheinlichkeit mehr gewesen. Shutdowns gab es übrigens nur in manchen Ländern wie z.B. in Spanien, aber definitiv nicht in allen. In Deutschland zum Beispiel gab es keinen Shutdown.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
07.06.2020 21:34 Uhr | Editiert am 07.06.2020 - 21:35 Uhr
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@luhp92
Shutdowns gab es übrigens nur in manchen Ländern wie z.B. in Spanien, aber definitiv nicht in allen. In Deutschland zum Beispiel gab es keinen Shutdown.
Ist halt die Frage was man als Shutdown definiert. Immerhin lag auch hier das Hotel- und Gaststättengewerbe (Hotels, Kneipen, Restaurants, Bars,..), Freizeit- und Tourismusgewerbe (Freizeitparks, Zoos, Museen, Sporthallen, Fitnessstudios, Schwimmbäder) sowie sonstige Dienstleister (Zahnärzte, Frisöre) oder Läden (Bekleidungsläden) für einige Wochen brach bzw. funktioniert bis heute nur im sehr reduzierten Modus. Dann sprech ich ja nicht mal vom Unterhaltungsgewerbe.
Klar war es in Spanien extremer, ja fast schon widersprüchlich gegen Menschenrechte (Kinder die 2 Monate nicht vor die Tür durften!), aber dort waren ja ganz andere Voraussetzungen vorhanden.

Dann nennt man es halt Lockdown oder was weiß ich, aber einen normalen Zustand gibt es bis heute fast nirgends.

MJ-Pat
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Kayin : : Hollywoodstar
08.06.2020 10:04 Uhr
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@duck-anch-amun

Also ich habe das so verstanden

Lockdown = die Gesellschaft einschließen

Shutdown = die Wirtschaft runterfahren

Aber ob das so stimmt, kann ich nicht garantieren

https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/suizide-in-berlin-steigen-im-ersten-quartal-drastisch/amp/?__twitter_impression=true

@raven13 @luhp92

Also zumindest in Berlin ist die Suizidrate drastisch gestiegen. Und das ist erst der Beginn der Kollateralschäden.

Ich bin da auch etwas zwiegespalten. Einerseits waren die Maßnahmen zu Beginn nachvollziehbar (Unwissen, Angst, Vorsicht). Anderseits ist die Situation jetzt eine ganz andere. Wir wissen viel mehr und das Infektionsgeschehen ist in Deutschland (ja, wir müssen das Infektionsgeschehen hier beurteilen, nicht Brasilien!) ist doch sehr überschaubar. Deshalb müssen Ärzte jetzt wieder Patienten behandeln und nicht abweisen. Wir müssen wieder mehr zulassen und die Wirtschaft wieder hochfahren. Und vor allem müssen wir die Angst und Panik aus den Köpfen wieder raus bekommen. Respekt und Verstand sind jetzt gefragt, sonst geht das Land und eine komplette Generation vor die Hunde.

"I’ll do my best."

"Your best! Losers always whine about their best. Winners go home and fuck the prom queen."

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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
08.06.2020 14:32 Uhr | Editiert am 08.06.2020 - 14:32 Uhr
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Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 8.265 | Reviews: 32 | Hüte: 508

@Kayin
Ok danke für die Begriffserklärung. Ich kann nur sagen, dass bei uns in den Medien immer wieder von Lockdown geredet wurde, wir aber trotzdem immer noch draußen sein durften (wenn auch nur unter Auflagen).

Einerseits waren die Maßnahmen zu Beginn nachvollziehbar (...). Anderseits ist die Situation jetzt eine ganz andere.
Ich finde die Situation momentan echt schwierig zu bewerten. Zum Einen warnen alle Politiker und Virologen vor der zweiten Welle. Andererseits sollte doch womöglich jeder Bürger wieder verreisen um die Tourismusbranche zu stärken. Wenn man die Bilder von den Demonstrationen dann sieht, dann wird es bald schwer zu erklären weshalb Kinder nicht auf einen Spielplatz dürfen oder warum in Restaurants nur beschränkter Einlass ist. Der Grund für die Demonstrationen ist ja richtig und wichtig, unter den gegebenen Umständen frag ich mich aber auch, wo dies noch hinführen wird.

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
09.06.2020 20:24 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 12.985 | Reviews: 145 | Hüte: 461

Wenn während der Corona-Pandemie Pornos gedreht werden:

- "Warum liegt hier überhaupt Stroh rum?"
- "Und warum hast du eine Maske auf?"

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
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MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
10.06.2020 15:18 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 12.985 | Reviews: 145 | Hüte: 461

Lockdown and school closures in Europe may have prevented 3.1m deaths

https://www.imperial.ac.uk/news/198074/lockdown-school-closures-europe-have-prevented/

This is the conclusion of a modelling study from Imperial College London scientists, published online in Nature today, which suggests lockdown measures have been sufficient to control the growth of the epidemic. [...]

From 2–29 March 2020, European countries began implementing major non-pharmaceutical methods (such as school closures and national lockdowns) to control the COVID-19 epidemic. [...]

The Imperial team used death data to infer changes in the course of the COVID-19 epidemic as a result of non-pharmaceutical interventions. They analysed data from 11 countries in Europe, including the United Kingdom, Spain, Italy, Germany and Belgium, up until 4 May 2020.

The team estimate that by that date between 12 and 15 million individuals in these countries had been infected with SARS-CoV-2 (3.2% to 4% of the population, with large country-to-country fluctuations). By comparing the number of observed deaths against those predicted by their model in the absence of interventions, the authors suggest that approximately 3.1 million deaths have been averted due to non-pharmaceutical measures.

They calculate that the reproduction number has dropped to below one as a result of the interventions, decreasing by an average of 82%, although the values vary from country to country. [...]

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
10.06.2020 15:51 Uhr | Editiert am 10.06.2020 - 15:57 Uhr
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Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 2.712 | Reviews: 30 | Hüte: 287

@ luhp92

Diese Statisitiken und Analysen sind ja schön und gut und mögen sogar richtig liegen. Dennoch muss man eine wichtige Frage stellen:

  • Wie viele von den 3,1 Mio. Menschen wären mit sehr hoher Wahrscheilichkeit sowieso in diesem Jahr gestorben?

Jährlich sterben allein in den EU-Staaten (GB noch mit eingerechnet) mehr als 5 Mio. Menschen. In ganz Europa inkl. der Nicht-Mitgliedsstaaten sind es sicher mehr als 6 Mio. Menschen. Mehr als 90 % davon sterben an Krebs, Herzversagen, Herzinfarkten, Kreislaufversagen oder Lungenkrankheiten. Da also sowieso jährlich viele an Lungenkrankheiten sterben, sollte man davon ausgehen, dass diejenigen, die an oder mit Corona gestorben sind, evtl. sowieso mit der nächsten Grippe, der nächsten Erkältung oder dem nächsten Winter gestorben wären, was auch auf diejeinigen zutrifft, die an Covid-19 gestorben wären, es aber nun durch Shutdowns und Lockdowns nicht sind. Diese "Überlebenden" 3,1 Mio. könnten demnach durchaus in den nächsten 12 Monaten sterben. Beweisen kann ich dies freilich nicht, aber das sagt mir der logische Menschenverstand.

Der Großteil der Toten ist über 60 Jahre alt und gehört somit sowieso zur Risikogruppe, und zwar bezogen auf ALLE Krankheiten, nicht nur auf Covid-19. Nun werden alle Risikogruppen vor Covid-19 besonders geschützt. Schön und gut und moralisch vielleicht richtig, doch wer schützt dieselben Gruppen vor anderen Krankheiten oder vor dem natürlichen Tod oder vor Krebs oder vor Herzinfarkten oder Kreislaufversagen? Und was passiert nun, wenn alles wieder hochgefahren wird?

Ab sofort verlange ich einen permanenten und dauerhaften Lockdown und Shutdown, der niemals mehr endet. Nur so können die Menschen bestmöglich geschützt werden. Alles andere ist moralisch fragwürdig.

Meine Empfehlung an alle Staaten der Welt:

  1. Macht ALLE Grenzen dicht! Ab sofort! Für immer! Nur so kann die Verbreitung jeglicher Krankheiten verhindert werden. Auch wird damit verhindert, dass Pestratten, Malaria-Mosquitos und Co. die Grenzen mit Hilfe der Menschen übertreten.
  2. Jede Stadt und jede Gemeinde muss den persönlichen Kontakt zu allen anderen Gemeinden und Städten ab sofort unterbrechen. Autobahnverbindungen werden gekappt.
  3. Jede Stadt / Gemeinde muss sich ab sofort mit allen lebensnotwendigen Dingen wie Nahrung, Wasser, Medikamenten selbst versorgen.
  4. Menschen, die weder verwandt noch befreundet noch sonstwie in Verbindung stehen, dürfen nur noch mit Masken und mit Abstand einander treffen.
  5. Arbeiten ab sofort nur noch unter strengsten Hygiene-Vorschriften.
  6. Keine Discos, Parties oder Veranstaltungen mehr, an denen mehr als 20 Personen teilnehmen.

Wer A sagt, muss auch B sagen!

Netter Nebeneffekt: Die Umweltverschmutzung wird stark zurückgehen.

Aber merke: Der Tod erreicht dich auch Zuhause. Davor gibt es keinen Schutz!

Das war mein Wort zum Fronleichnam.

MJ-Pat
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Kayin : : Hollywoodstar
15.06.2020 11:05 Uhr
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Dabei seit: 11.10.15 | Posts: 2.765 | Reviews: 2 | Hüte: 306

@raven13

So krass kann man es zwar nicht sagen und die Studie ist mit äußerster Vorsicht zu genießen (das Imperial college hat Anfang März eine Prognose gemacht, in der sie von, Achtung, 3 Millionen Toten in der EU ausgegangen ist. Außerdem ist die Daten Grundlage fraglich, siehe Lancetgate). Aber die Verhältnismäßigkeit stimmt einfach nicht. Man kann nicht Leute ins Fitnessstudio lassen und trotzdem ein Kontaktverbot verhängen. In Hessen sind sogar die Saunen offen! Aber ich soll mich nicht mit meiner Mutter und meiner Tante zu Hause treffen.

Es gibt noch so viele Dinge, die noch nicht erforscht wurden, die aber essentiell für die weitere Pandemie sind. (Hintergrundimmunität, etc). Es wird sich auch herausstellen, dass Armut ein großer Faktor sein wird (Social distancing können sich viele Menschen nicht leisten in USA, Indien oder Brasilien), weshalb Länder, wie Deutschland, Norwegen, Dänemark, Südkorea und Neuseeland so gut wegkommen, aber in ärmeren Ländern die Pandemie kaum stoppt.

"I’ll do my best."

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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
15.06.2020 12:06 Uhr
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Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 8.265 | Reviews: 32 | Hüte: 508

@Kayin
Nur weil ich mittlerweile die Übersicht verloren habe mit der unterschiedlicher Bundesländer und EU-Länder untereinander:

Man kann nicht Leute ins Fitnessstudio lassen und trotzdem ein Kontaktverbot verhängen.
Das heißt es existiert bei euch immer noch ein Kontaktverbot?

Bei uns in Luxemburg ist die Lage mittlerweile recht entspannt. Seit fast 3 Wochen werden i.d.R. nur noch bis zu maximal 10 Neuinfektionen am Tag gemeldet (wir sind ja aber auch Wenige^^). Wir befinden uns in der 4ten Phase der Lockerung. Kontaktverbot wie zu Beginn ist mittlerweile quasi komplett vom Tisch.
Gruppen bis 20 Leute dürfen sich privat oder öffentlich draußen oder drinnen ohne Restriktionen treffen - mit der starken Empfehlung des Social Distancing. Fitnessräume, Schwimmbäder, Kinos und Co. sind mittlerweile quasi alle offen, wenn auch mit Restriktionen (Abstand halten). Trotzdem gibt es noch sehr viele unsinnige Regeln und mittlerweile hab ich das Gefühl, dass die Leute nur noch genervt sind.
Im Laden herrscht Maskenpflicht (und eigentlich nur eine Aufenthaltsdauer von 30 Minuten, woran sich aber niemand hält), fährt man nach Belgien existiert diese Pflicht nicht mehr. Von mir zuhause aus bin ich in 10 Minuten in Belgien, 15 in Deutschland, weshalb gerade hier viele Leute dieses Durcheinander nicht mehr nachvollziehen können.

Mittlerweile sind schon mehrere Wochen Massentest am Laufen, wo idealerweise die gesamte Bevölkerung getestet werden soll. Ich selbst erhielt aber noch keine Einladung, bin aber auch nicht systemrelevant.

MJ-Pat
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zodiwil : : Moviejones-Fan
15.06.2020 18:27 Uhr
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@Raven13:
Zum einen gibt es nach wie vor keinen Beweis, dass alle vermeintlich Corona-Toten ohne Corona noch leben würden

Vergleicht man die Todeszahlen von Ländern mit frühzeitigen Maßnahmen (Taiwan, Deutschland, Österreich, Dänemark, Finnland, Norwegen, Portugal) mit Ländern mit späten Maßnahmen (Belgien, Frankreich, Italien, Spanien) bzw. schwachen Maßnahmen (Schweden, Israel) bzw. chaotischen Maßnahmen (USA, Brasilien, Großbritannien), dann wird mehr als offensichtlich, dass sehr sehr viele Menschenleben durch die getroffenen Maßnahmen gerettet wurden. Über Details kann man natürlich immer streiten, die Maßnahmen wurden halt leider erst im Eiltempo erarbeitet, als die Pandemie bereits vor der Tür stand.

bzw. dass sie tatsächlich AN Corona gestorben sind

Inzwischen gibt es doch ausreichend Autopsien um klar sagen zu können, dass über 80 % der Toten mit Corona auch an Corona gestorben sind.

Wenn jetzt wegen jedem kleinen Piss-Virus die Ärzte Notfall-Patienten nach Hause schicken, dann haben wir bald mehr Tote an heilbaren Krankheiten als Tote an neuen Viren.

Es wurden Knie-OPs und ähnliches um 3 Monate geschoben, Notfälle dagegen wurden doch ganz normal weiterhin behandelt. In Spanien/Italien/Frankreich haben sie mangels ausreichend Intensivbetten doch sogar massenweise sehr alte Menschen an Corona sterben lassen und andere Notfälle vorangig behandelt.

In meinen Augen wäre es ethisch falsch, wegen eines "Risikos" 50.000 Menschen zu töten. [...] Daher sollte man einen Virus Virus sein lassen und normal weiterleben und den Virus aussitzen. So hat es die Menschheit seit Anbeginn ihrer Existenz getan und überlebt.

Es geht hier nunmal nicht darum, Menschen per Atomschlag zu töten, sondern nur darum ein paar Monate auf Großveranstaltungen zu verzichten und im Alltag ein paar einfachste Hygieneregeln einzuhalten. In was für einer Egoisten-Gesellschaft leben wir eigentlich, wenn ein paar Partys für 20-30-järige wichtiger sind, also das Leben von vielen Ü50-Jährigen und Diabetikern?

Risiko-Menschen befinden sich IMMER in Lebensgefahr, nicht erst jetzt.

Ein 30jähriger mit Diabetes befindet sich mit Sicherheit nicht immer in Lebensgefahr, unter Corona jedoch schon.

Der Shutdown hat mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr Schaden angerichtet als er abgewendet hat.

In Ländern ohne Shutdown bricht derzeit die Wirtschaft deutlich stärker ein, als in Ländern ohne Shutdown. Wenn Mitarbeiter und Kunden wie die Fliegen wegsterben, dann schadet dies der Wirtschaft nunmal mindestens genauso, ehr sogar mehr. Hier muss einfach ein vernünftiger Mittelweg gefunden werden, und die Politik ist bei uns ja auch schon dabei, bei überzogenen Maßnahmen nachzujustieren.

MJ-Pat
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Kayin : : Hollywoodstar
15.06.2020 18:59 Uhr
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@zodiwil

Naja, so ganz stimmen deine Argumente nicht. Außerdem hat die Menschheit schon des öfteren eine Pandemie überlebt... Ohne Maßnahmen. Hier zwei Beispiele aus der nahen Vergangenheit

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Hongkong-Grippe

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Asiatische_Grippe

Davon hört man mMn bewusst nichts und hält immer die spanische Grippe als höchst dramatisches Exempel vor. Meine Eltern und meine Großeltern haben diese Pandemien überlebt. Und das Argument, es handelt sich ja um einen Corona virus und nicht um einen Grippe virus, zählt nicht. Den Toten ist der Name des virus nämlich egal.

"I’ll do my best."

"Your best! Losers always whine about their best. Winners go home and fuck the prom queen."

MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
15.06.2020 19:36 Uhr | Editiert am 15.06.2020 - 19:38 Uhr
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@ zodiwil

"Inzwischen gibt es doch ausreichend Autopsien um klar sagen zu können, dass über 80 % der Toten mit Corona auch an Corona gestorben sind."

Dazu konnte ich mit Google nichts eindeutiges finden. Hast du eine Quelle für mich?

"Es wurden Knie-OPs und ähnliches um 3 Monate geschoben, Notfälle dagegen wurden doch ganz normal weiterhin behandelt. In Spanien/Italien/Frankreich haben sie mangels ausreichend Intensivbetten doch sogar massenweise sehr alte Menschen an Corona sterben lassen und andere Notfälle vorangig behandelt."

Ich kenne in meinem privaten Umfeld bereits zwei Menschen, die schwer krank sind, und von mehreren Ärzten abgewiesen wurden. Begründung war immer Corona. Was andere Länder machen, ist mir hier gerade egal, denn ich lebe in Deutschland. Und hier wird die Medizin und die Solidarität immer so groß geschrieben. Einen schwerkranken Patienten abzulehnen, ist das Gegenteil von "Hilfe leisten".

"Es geht hier nunmal nicht darum, Menschen per Atomschlag zu töten, sondern nur darum ein paar Monate auf Großveranstaltungen zu verzichten und im Alltag ein paar einfachste Hygieneregeln einzuhalten. In was für einer Egoisten-Gesellschaft leben wir eigentlich, wenn ein paar Partys für 20-30-järige wichtiger sind, also das Leben von vielen Ü50-Jährigen und Diabetikern?"

Partys und Großveranstaltungen sind mir nicht wichtig, und ganz allgemein sollte darauf auch gut verzichtet werden können, denn dadurch verlieren die wenigsten ihren Job. Die Musiker oder Fußballvereine haben genug Geld, um das zu überstehen. Mir geht es um die komplette Schließung von Geschäften, Restaurants, Kinos. Mir geht es auch um den (ehemaligen) Kontaktverbot zu Familienmitgliedern. Wie viele konnten ihre Kinder, Enkelkinder oder Eltern, Großeltern nun nicht mehr sehen, bevor sie vielleicht gestorben sind? Wie viele sind dadurch vereinsamt?

"Ein 30jähriger mit Diabetes befindet sich mit Sicherheit nicht immer in Lebensgefahr, unter Corona jedoch schon."

Okay, gutes Argument. Wobei auch ein Diabetiker ständig aufpassen muss, sonst kann er auch schnell ohne Corona sterben. Ohne Medikamente oder Ärzte ist es schnell vorbei.

"In Ländern ohne Shutdown bricht derzeit die Wirtschaft deutlich stärker ein, als in Ländern ohne Shutdown. Wenn Mitarbeiter und Kunden wie die Fliegen wegsterben, dann schadet dies der Wirtschaft nunmal mindestens genauso, ehr sogar mehr. Hier muss einfach ein vernünftiger Mittelweg gefunden werden, und die Politik ist bei uns ja auch schon dabei, bei überzogenen Maßnahmen nachzujustieren."

Auch hier würde ich dich um eine Quelle bitten. Hier verweise ich nochmals auf diverse Statistiken: Mehr als 90 % der Toten sind über 60 Jahre alt. Das dürfte die Wirtschaft kaum treffen. Quelle z. B.: https://www.cdc.gov/nchs/nvss/vsrr/covid_weekly/index.htm

Außerdem gibt es diverse Quellen, die bestätigen, dass der Großteil der Toten massive Vorerkrankungen hatten, z. B. Herzinfarkte, Schlaganfälle, diverse Organschwächen, etc. Bei diesen Menschen ist das Risiko, zu sterben, vielfach höher. Diese Personengruppen sterben täglich in großer Zahl. Weltweit sterben täglich ca. 200.000 Menschen. Siehe z. B. hier: https://countrymeters.info/de/World

Hat das bisher die Wirtschaft bisher massiv beeinflusst?

Wenn durch die 400.000 Toten bisher die Wirtschaft mancher Länder tatsächlich massiv gelitten haben soll, dann wäre das wahrlich überraschend. Ca. 350.000 sind Rentner / Pensionäre, also bleiben nur 50.000 Arbeitnehmer / Angestellte darunter. Weltweit gibt es ca. 3 Mrd. arbeitende Menschen. Statistisch gesehen würde das bedeuten, dass weltweit gerade mal einer von 1.000 arbeitenden Menschen stirbt. Die Zahl der Corona-Toten unter den arbeitenden Menschen ist nicht mal ansatzweise so hoch wie die Zahl der anderweitig Gestorbenen unter den arbeitenden Menschen. Täglich sterben statistisch gesehen 20.000 arbeitende Menschen weltweit. An Corona sind in vier Monaten "nur" 50.000 arbeitende Menschen gestorben.

MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
24.06.2020 22:02 Uhr | Editiert am 24.06.2020 - 22:09 Uhr
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Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 2.712 | Reviews: 30 | Hüte: 287

Als ich heute mal wieder die Todeszahlen gesehen habe, ist mir etwas recht merkwürdiges aufgefallen: Die Länder mit den meisten Corona-Todesfällen sind zufällig auch Länder, die zum Großteil vom Meer / von Wasser umgeben sind und die zugleich recht nah am (warmen) Golfstrom liegen. Zufall?

Europa:

  • Großbritannien = 43.000 Tote = vom Meer umgeben, nahe am Golfstrom
  • Italien = 34.000 = zum Großteil vom Meer umgeben
  • Frankreich = 29.000 = zum Großteil vom Meer umgeben, nahe am Golfstrom
  • Spanien = 28.000 = zum Großteil vom Meer umgeben, nahe am Golfstrom

Asien:

  • Indien = 16.000 = zum Großteil vom Meer umgeben, nahe am Golfstrom

Amerika:

  • USA = 123.000 (Großteil Ostküste) = zum Großteil vom Meer umgeben, nahe am Golfstrom
  • Brasilien = 52.000 = zum Großteil vom Meer umgeben, nahe am Golfstrom
  • Mexico = 23.000 = zum Großteil vom Meer umgeben, nahe am Golfstrom

Gesundheitssystem hin oder her, das sind im Vergleich zu anderen Ländern, die mehr auf dem Festland sind oder weiter weg vom Golfstrom, vielfach mehr Tote. Selbst in viel ärmeren Ländern mit noch schlechterem Gesundheitssystem gibt es nicht so viele Tote. Für mich ist das sehr merkwürdig.

Was ich außerdem noch erstaunlich finde: Von den 1.500 Infizierten bei der Fleischfabrik Tönnies sind bisher komischerweise nur 35 erkrankt, den restlichen rund 1.450 Menschen geht es wohl prima. Wenn das Verhältnis von Erkrankungsrate zur Infektionsrate so gering ist, dann ist Corona noch viel weniger gefährlich für uns als gedacht.

Aber wenn es stimmt, dass die Nähe zum Meer / Golfstrom den Corona-Virus gefährlicher macht, sollte man Gebeite am Meer / in der Nähe des Golfstroms meiden.

Könnte natürlich auch nur Zufall sein. Ist mir halt nur so aufgefallen. Komisch ist es schon, oder nicht?

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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
26.06.2020 09:25 Uhr
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Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 8.265 | Reviews: 32 | Hüte: 508

@Raven13
Ich bin da jetzt alles andere als ein Experte, sehe da aber keinen Zusammenhang.

  1. Zum Einen ist "nahe am Golfstrom" jetzt auch nicht wirklich quantifizierbar und jeder würde dies anders interpretieren.
  2. Zudem würde diese Vermutung implizieren, dass gerade die Küstenregionen schwer betroffen sind. In Italien war aber der Norden stark betroffen, in den USA ist es ein kontinentales Phänomen und in Frankreich war das Alsace eine der ersten Hotspots.
  3. Die Theorie unterschlägt auch weitere Länder oder Kontinente. Ja, Russland oder China liegen ebenfalls am Meer, aber welches große Land der Erde nicht? Österreich als Binnenland gilt als Drehscheibe des Virus.

Ja, Küstenländer sind vielleicht historisch gesehen deutlich anfälliger. Es sind die ersten besiedelten Räume der jeweiligen Länder, oftmals mit älteren Infrastrukturen und großen Siedlungen. Zudem sind es Handels-Umschlagplätze, wo masiver Personen- und Warentransfer stattfand und - findet. Allerdings ist dies durch die Globalisierung mittlerweile überall der Fall.

Ich denke deutlich ausschlaggebender sind das vorhandene Gesundheitssystem, vorhandene Infrastrukturen (Küstenländer als alte Industrienationen) und die "Schnelligkeit" bei der Umsetzung von Maßnahmen. Und gerade da haben die erwähnten Länder allesamt Schwächen gegenüber Ländern wie Deutschland.

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