AnzeigeN
AnzeigeN

Doctor Strange in the Multiverse of Madness

Kritik Details Trailer Galerie News
Von Hexen und Zauberern

Doctor Strange in the Multiverse of Madness Kritik

Doctor Strange in the Multiverse of Madness Kritik
4 Kommentare - 05.05.2022 von DrStrange
In dieser Userkritik verrät euch DrStrange, wie gut "Doctor Strange in the Multiverse of Madness" ist.
Doctor Strange in the Multiverse of Madness

Bewertung: 4 / 5

Zwei gesetztere Herren gehen ins Kino - Episode 616 - Ein Zauberer kommt nie zu spät

ACHTUNG SPOILER ! (VOLLE KANNE)

Trailer zu Doctor Strange in the Multiverse of Madness

War natürlich klar das sich DrStrange es sich nicht entgehen lässt seinen Lieblings MCU Helden am Tag 1 im Kino zu sehen und so waren wir gestern also in "Doctor Strange - In The Multiverse of Madness". Schauen wir doch mal, wie der Film uns gefallen hat.

Die Story des Films ist eigentlich gar nicht so verzwickt, wie man vielleicht glauben könnte. Im Prinzip verschlägt es die Figur "America Chavez" (Xochitl Gomez) zu Beginn des Films, mit etwas Nachdruck eines Doctor Strange aus einem anderen Universum, auf die Erde 616, wo sie auf eben auf Strange und Wong trifft. Wie sich schnell herausstellt, wird sie von Dämonen verfolgt und es kommt zum Kampf gegen den aus dem Trailer bekannten "Oktopus". Das Ganze scheint den Grund zu haben, weil Gomez die Fähigkeit besitzt, zwischen den Dimensionen zu wechseln, wenn auch nur ungewollt. Strange und Wong bringen darauf Chavez nach Kamar-Taj in Sicherheit und Steven versucht Hilfe bei Wanda Maximoff einzuholen. Wie sich aber schnell herausstellt, setzt der Film hier nach der Serie "WandaVision" an und eigentlich ist es Wanda aka Scarlet Witch, welche Chavez in die Hände bekommen will, um mithilfe ihrer Fähigkeiten wieder zu ihren Kindern zu kommen. Da sie aber unter dem befremdlichen Einfluss des Darkhold steht, liegt es nun an Strange und Wong, Scarlet Witch auf- und abzuhalten America Chavez in die Finger zu bekommen.

Klingt jetzt erstmal nicht nach enorm viel oder mächtig überraschend und im Prinzip ist es das auch nicht. Bis zu einem bestimmten Punkt habe ich noch damit gerechnet, das im Hintergrund vielleicht doch noch eine weitere Instanz seine Fäden spinnt, wie etwa Nightmare. Aber es bleibt bei Scarlet Witch als Gegenspieler und im Prinzip reicht das ja auch. Man sollte eben manchmal seine Erwartungen etwas zügeln.

Um gleich den Elefant aus dem Raum zu schieben und damit die Frage des Multiversums zu beantworten... ja, es gibt ein paar Überraschungen, aber vielleicht nicht in dem Ausmaße wie sich im Vorfeld der Hype entwickelt hat. Wer hier mit Superlativen rangeht, wird mit Sicherheit enttäuscht und hat seine Erwartungen einfach zu hoch angesetzt, da Marvel nicht sein Pulver in einem Film verschießt. Zum Glück waren meine Erwartungen in diesem Punkt gering und für alles offen. So war ich dann recht entzückt, als das Wort "Illuminati" das erste mal fiel. Konkret bekommt man dann eine alternative Version (wieder ein anderes Universum) dieser Gruppierung vor den Latz geknallt. Das wären Mordo, Peggy Carter als Captain America (bekannt aus WhatIf), eine alternative Captain Marvel, Black Bolt (Captain Pike himself - Anson Mount), Reed Richards (John Krasinski) und Professor Xavier (Patrick Stewart). Meines Erachtens also kein Grund zur Beschwerde, es wäre zu wenig Multiversum im Spiel. Stellt sich halt jetzt die Frage... bleibt Krasinski auch Richards oder ist das hier nur ein Gag für das Multiversum ?!?

Die zweite große Frage ist mit Sicherheit... wieviel Marvel-Formel vs. Raimi steckt in "Multiverse of Madness" ? Nun, auf jeden Fall jede Menge von beidem. Ich hatte schon den Eindruck, das man Raimi hier bis zu einem bestimmten Punkt, sehr viel Freiheit gelassen hat. Es gibt tonnenweise Szenen, welche unweigerlich seine Handschrift tragen, egal ob die typischen Kamerafahrten oder gleich komplette "Evil Dead" Verweise. Das ganze Programm wird hier ausgespielt. Beeindruckend ist in diesem Fall auch das Marvel hier seine FSK12 wirklich an die Grenzen des noch vertretbaren bringt. Einige Stellen haben mich sogar arg gewundert, das sie damit durchgekommen sind. Natürlich ist MoM kein wirklicher Horrorfilm, aber Raimi schafft es innerhalb des MCU, hier definitv neue Akzente zu setzen, welche auch gekonnt funktionieren und nicht so abwegig davonlaufen wie in "Eternals". Wer sich jetzt schon schäbig vor sich hinfreut, den muss ich aber gleich den Zahn wieder ziehen, denn "Multiverse of Madness" ist trotz allem Einfluss von Raimi auch ein klassischer Marvelfilm, der in den Schienen der bewährten Formel durchrattert. Ob nun die gewohnten Actionszenen oder der Humor bzw. der eine oder andere lockere Spruch... es wird alles wie gehabt bedient. Zwar wurde Letzteres eine kleine Nuance zurückgedreht, aber im Kino waren eindeutig die Lacher über den ganzen Film verteilt.

Die Darsteller wissen im Prinzip ohne Ausfälle zu überzeugen. Wir haben einen Steven Strange, welcher inzwischen etwas erfahrener wirkt und Cumberbatch ist und bleibt die richtige Wahl für die Rolle, ebenso wie Wong als Wong immer wieder zu glänzen weiß. Xochitl Gomez als America Chavez bleibt über die gesamte Spiellänge aber ein wenig blaß und kann sich gegenüber dem Maincast nicht so richtig behaupten. Ich denke man hat hier schlichtweg eine Figur etabliert, welche zu einem späteren Zeitpunkt (Young Avengers), als Ms. America wieder eine Rolle spielen wird. Der eigentlich Star des Films war für mich eindeutig Elizabeth Olsen als Wanda/Scarlet Witch, die ihre Figur weiterführt nach den Geschehnissen aus "WandaVision" und es hierbei auch mit bravour schafft, dem Charakter neue Akzente und Impulse zu geben. Großartige Leistung.

Die Effekte waren im gewohnten Leistungsmodus des MCU, ohne das mir dieses mal etwas aufgefallen wäre, was richtig "cringy" gewesen wäre. (ich schaue immer noch in deine Richtung Shang-Chi) Ich gehe sogar soweit, das ich behaupten würde, die Effekte schmiegen sich sehr homogen in das Gesamtbild ein, wie schon seit einigen Filmen zuvor nicht mehr.

Erwähnen will ich noch die Musik von Danny Elfman zu "Multiverse of Madness". Manchmal ist es schlichtweg in Ordnung zu sagen... "sie hat mich nicht gestört". Denn letztendlich hat der Score den Film ordentlich unterstützt um den Bildern auch ihre noch speziellere Note zu geben. Aber die Musik war zu keinem Zeitpunkt wirklich originell, hat keinerlei Akzente gesetzt und für mich ist hier nichts wirklich herausgestochen. Solide Auftragsarbeit würde ich sagen. Nicht mehr und nicht weniger.

Kommen wir an dieser Stelle dann doch mal zum Fazit:

"Doctor Strange - In the Multiverse of Madness" ist für mich ein Eintrag ins MCU, der sich gerechtfertig einen Eintrag in den höheren Positionen verdient hat. Wer hier nicht mit der Erwartung des absoluten "Multiverse-Overkills" herangeht, der sollte auch voll auf seine Kosten kommen. Immerhin hat der Film ja mit seinen "Illuminati" doch recht ordentlich abgeliefert und auch ein spezielles "musikalisches Duell" hat man in dieser Art mit Sicherheit noch in keinem Film gesehen. Am ehesten hätte ich mir am Ende des Tages noch eine etwas "ausgeklügeltere" Story gewünscht. Zwar ist die Geschichte ordentlich erzählt, aber sie läuft halt auch ziemlich auf Schienen und vielleicht einen Ticken zu spannungsarm ab. Aber im Zweifel für den Angeklagten... so macht die Performance der Darsteller und die Breitseite "Raimi-Freiheit" einiges der vorhersehbaren Handlung wieder wett.

So zücke ich also gerne für diesen Film

8 von 10 Punkten (wohlwollend in Richtung einer 9 blickend)

Abschließend lass ich noch die Katze aus dem Sack... ja, es gibt ein geniales Cameo von Bruce Campbell incl. "Evil Dead Hommage".

Die richtig unerwartete Überraschung des Films war für mich die erste Post-Credit, als dann doch noch Clea eintreffen darf, gespielt von niemand geringeren als Charlize Theron. Ohja, ich freu mich auf den dritten Auftritt des Doc.

Und ja.. die zweite Post-Credit will man auch noch unbedingt sehen !

Doctor Strange in the Multiverse of Madness Bewertung
Bewertung des Films
810

Weitere spannende Kritiken

Rio Bravo Kritik

Rio Bravo Kritik

Poster Bild
Kritik vom 21.05.2022 von ProfessorX - 0 Kommentare
Sheriff John Chance (John Wayne) verhaftet den Mörder Joe Burdette (Claude Akins) in der Kleinstadt Rio Bravo. Sein Bruder Nathan (John Russell) möchte Joe aus dem Gefängnis befreien. Ganze sechs Tage muss Chance mit dem Gefangenen aushalten, bis der zuständige Marshall Joe mitni...
Kritik lesen »

Doctor Strange in the Multiverse of Madness Kritik

Userkritik von ChrisGenieNolan

Poster Bild
Kritik vom 21.05.2022 von ChrisGenieNolan - 0 Kommentare
Yeah, ich habe auch geschafft, Mister, Professor, doc orc Strange anzusehen. Was die Action, Effekt, Comichaft angeht,. Da gibts nichts zu bemängeln und Marvel hat da auch nichts anbrennen lassen. Vor allem die Horror Elemente ( obwohl ich keine Horrorfilme mag ) ... an manche stelle, wo es br...
Kritik lesen »
Mehr Kritiken
Horizont erweitern

Was denkst du?
oder direkt auf MJ registrieren Ich stimme den Anmelderegeln beim Login zu!
4 Kommentare
MJ-Pat
Avatar
DrStrange : : Moviejones-Fan
05.05.2022 12:23 Uhr
0
Dabei seit: 07.05.12 | Posts: 2.155 | Reviews: 24 | Hüte: 68

@Raven13:

Sehr schön so ne Pracht für die Birne. Danke dir ! smile

"The Wheel weaves as the Wheel wills"

MJ-Pat
Avatar
Raven13 : : Desert Ranger
05.05.2022 12:10 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 4.991 | Reviews: 55 | Hüte: 444

Und hier auch noch eine Strange-Perrücke für dich! Mit Pferdeschwanz! laughing

Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.

MJ-Pat
Avatar
DrStrange : : Moviejones-Fan
05.05.2022 12:07 Uhr
1
Dabei seit: 07.05.12 | Posts: 2.155 | Reviews: 24 | Hüte: 68

@Raven13:

Habe ich wohlwollend gelesen und gleich ne Mütze gezückt.

"The Wheel weaves as the Wheel wills"

MJ-Pat
Avatar
Raven13 : : Desert Ranger
05.05.2022 11:55 Uhr | Editiert am 05.05.2022 - 11:55 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 4.991 | Reviews: 55 | Hüte: 444

Gute Kritik! Kann mich vielen deiner Punkte auch anschließen.

Insgesamt bin ich aber wirklich mega zufrieden mit dem Film! smile

Hier eine kurze Review von mir:

https://www.moviejones.de/filme/45557/doctor-strange-in-the-multiverse-of-madness.html#commentstop

Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.

Forum Neues Thema
AnzeigeY