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Im Netz der Versuchung

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Komplett verfangen

Im Netz der Versuchung Kritik

Im Netz der Versuchung Kritik
0 Kommentare - 01.04.2019 von Moviejones
Wir haben uns "Im Netz der Versuchung" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Im Netz der Versuchung

Bewertung: 2 / 5

Die über weite Strecken gute Atmosphäre und sehr gute Besetzung können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die dem Film zugrunde liegende Metapher zwar nett gedacht ist, in der Umsetzung aber für einen haarsträubenden Twist sorgt. Erschreckend anzusehen, wie Im Netz der Versuchung so viel Potential in vielen Bereichen besitzt und es nicht schafft, dies zu einer homogenen Einheit zu verbinden.

Im Netz der Versuchung Kritik

Baker Dill (Matthew McConaughey) hat sich schon längst aus der Zivilisation und von seiner Familie zurückgezogen und lebt nun das Leben eines Hochseefischers, der sich seinen Lebensunterhalt vor allem damit verdient, Touristen aufs Meer zu fahren. Sein Leben wird grundlegend auf den Kopf gestellt, als eines Tages seine Ex-Frau Constance (Anne Hathaway) vor ihm steht und ihn darum bittet, ihren neuen Mann mit aufs Meer zu nehmen und diesen dann im Meer zu versenken. Baker holt in diesem Moment nicht nur die Vergangenheit ein, er ist auch völlig unsicher, was die richtige Entscheidung ist...

Trailer zu Im Netz der Versuchung

Wenn man in vielen Jahren auf Im Netz der Versuchung zurückblicken wird, dann wird man sich daran erinnern, dass sich zwei Stars darüber beschwerten, ihr Film sei nicht gut genug beworben worden und deswegen an den Kinokassen floppte. Die Wahrheit sieht dennoch ein wenig anders aus, denn Im Netz der Versuchung scheiterte in den US-Kinos vor allem, weil es kein guter Film ist und so dürfte es auch hierzulande passieren, dass viele Kinogänger aus gutem Grund den Kinogang meiden.

Dabei klingt der Film auf den ersten Blick spannend und deutet einen interessanten Thriller mit etlichen guten Schauspielern an. Matthew McConaughey, Anne Hathaway, Jason Clarke, Djimon Hounsou und Diane Lane sind mit dabei und sie alle verstehen etwas von ihrem Beruf. Der spannende Einstieg und die aufgebaute Stimmung können bei diesem Thriller überzeugen und das weckt Hoffnungen - die nur überhaupt nicht gehalten und mit zunehmender Spielzeit zunichte gemacht werden. Spätestens dann, wenn sich immer stärker abzeichnet, dass auf dieser Insel nichts ist wie es scheint, immer mehr über Baker Dills Vergangenheit offengelegt wird, desto mehr nimmt die Dramaturgie Konturen an, die einen verstören.

Dabei ist die Idee, auf der Im Netz der Versuchung aufgebaut ist, gar nicht mal so schlecht, nur scheitert Regisseur Steven Knight an der Umsetzung. Der Zuschauer spürt, was er mit dem Film eigentlich aussagen will, doch die Wirkung dessen wird nicht entfaltet, weil der Twist so extrem an den Haaren herbeigezogen ist und dann in ein kitschiges Happy End abdriftet, das alles andere überlagert.

Am Ende fragt sich der Zuschauer eben nicht wie bei Wir, was die tiefere Bedeutung des Ganzen sein könnte, sondern kratzt sich einfach nur am Kopf. Letztlich ist es dann einer dieser Fälle, wo die Summe aller Teile weit weniger ist, als es die Mathematik impliziert.

Im Netz der Versuchung Bewertung
Bewertung des Films
410
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