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Besten Heimkino Neustarts

Die 10 wichtigsten Heimkino-Starts im Januar 2026

Die 10 wichtigsten Heimkino-Starts im Januar 2026
0 Kommentare - Sa, 31.01.2026 von MJ-SceneTalk
Im Januar erschienen haufenweise Filme auf Blu-Ray und DVD. Für einen besseren Überblick listen wir euch 10 Filme auf, die ihr im Heimkino nicht verpassen solltet!
Die 10 wichtigsten Heimkino-Starts im Januar 2026

7. When Evil Lurks

Regie: Demián Rugna | FSK ab 18 Freigegeben | Min ca. 100 | Horror-Thriller
Darsteller: Ezequiel Rodríguez, Demián Salomón, Silvina Sabater, Luis Ziembrowski

In einem abgelegenen Dorf in Argentinien stirbt ein Mann auf grauenvolle Weise – langsam und unter unsäglichen Qualen beginnt sein Körper noch zu Lebzeiten zu verfaulen. Für die Brüder Pedro (Ezequiel Rodríguez) und Jimi (Demián Salomón) steht schnell fest: Der Mann ist von einem finsteren Dämon befallen, der direkt aus der Hölle stammt. Ein Exorzist soll das Unheil bannen, doch als dieser brutal ermordet aufgefunden wird, sehen sich die Brüder gezwungen, selbst zu handeln. Mit jedem ihrer Schritte verschlimmert sich die Lage jedoch nur weiter – und das Böse entfesselt einen Albtraum, der alles übersteigt, was sie sich je vorstellen konnten.

Dieser argentinische Horrorfilm ist absolut nichts für Zartbesaitete. In Deutschland erscheint der Film auf Blu-ray und DVD nicht einmal mit einer FSK-18-Freigabe, sondern mit dem Hinweis SPIO/JK geprüft: Keine schwere Jugendgefährdung – und allein das sollte eigentlich schon alles über dieses Werk sagen. Regisseur Demián Rugna kennt keine Grenzen. Er tritt von der ersten Minute an das Gaspedal durch und bremst seinen filmischen Wagen erst bei 300 km/h mit voller Wucht gegen eine Mauer. Dieser Film ist so hart, so brutal und so nihilistisch, dass er einen noch lange nach dem Abspann begleitet. Besonders eine Szene mit einem Mädchen und einem Hund gilt in Horrorkreisen bereits jetzt als Moment, der sich wie glühendes Eisen in die Gehirnwindungen einbrennt. Mehr möchten wir über den Film aber bewusst nicht verraten – denn je weniger man weiß, desto besser. When Evil Lurks will provozieren. Er will radikal sein. Und er konfrontiert euch mit Bildern, die man aushalten können muss. Das hier ist eine einzigartige, kreative Abwärtsspirale, die einen Schicht für Schicht mit Bitterkeit überhäuft, bis einem fast schlecht wird.

Wer ultrabrutale, kompromisslose Filme wie Martyrs oder Eden Lake schätzt, sollte diesen hier auf keinen Fall verpassen – schon allein wegen der wunderbar ekligen, schmierigen und konsequent eingesetzten Practical Effects. Der Film ist seit dem 15. Januar 2026 auf Blu-Ray und DVD erhältlich.

Von uns bekommt When Evil Lurks 4 von 5 Hüten.

6. Ame und Yuki - Die Wolfskinder

Regie: Mamoru Hosada | FSK ab 6 Freigegeben | Min ca. 117 | Anime
Darsteller: Haru Koruki, Yukito Nishii, Aoi Miyazaki, Takao Osawa, Momoka Ohno

Die Studentin Hanna begegnet eines Tages einem geheimnisvollen Wolfsmann und fühlt sich sofort unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Zwischen den beiden entsteht eine tiefe Liebe, die mit der Geburt zweier Kinder vollkommen scheint. Die ältere Tochter erhält den Namen Yuki – „Schnee“ –, ihr jüngerer Bruder heißt Ame, „Regen“, benannt nach dem Wetter an ihren Geburtstagen. Beide sind Wolfskinder, könnten jedoch unterschiedlicher kaum sein: Yuki ist temperamentvoll und neugierig, während Ame still und zurückhaltend bleibt. Zunächst lebt die kleine Familie abgeschieden in der Stadt, bis der Vater unerwartet stirbt. Um ihren Kindern ein freies, geschütztes Aufwachsen zu ermöglichen, zieht Hanna mit ihnen aufs Land. Dort scheinen sich neue Wege zu eröffnen: Yuki findet ihren Platz in der Schule, während Ame beginnt, eine ganz eigene Verbindung zur Natur zu entwickeln.

Ame und Yuki – Die Wolfskinder ist nicht nur für Animefans absolutes Pflichtprogramm. Das Fantasy-Coming-of-Age-Drama beginnt wunderbar emotional, lässt uns tiefe Trauer spüren und erzählt vom schmerzhaften Anfang eines Neustarts, der alles verändern soll. Wie das Leben eben so spielt, sind Veränderungen ganz normal – logisch sogar –, doch keine Veränderung bleibt unbemerkt oder ist jemals wirklich einfach. Man könnte diesen Film vorschnell als Kinderfilm abstempeln, doch das wäre grundfalsch. Hier geht es um schwere, zutiefst menschliche Themen: den Verlust eines Elternteils, alleinerziehende Mütter, die für ihre Kinder auch durch die Hölle gehen, und natürlich um das Erwachsenwerden an sich. Denn Kinder werden irgendwann erwachsen und entwickeln sich in Richtungen, die man als Elternteil weder vorhersehen noch kontrollieren kann.

Der Film spricht dabei erstaunlich viele gesellschaftlich relevante Themen an – und jedes einzelne bekommt den Raum, den es verdient, statt nur oberflächlich angerissen zu werden. Gerade weil Ame und Yuki – Die Wolfskinder ein Anime ist, funktioniert er auch für jüngere Zuschauer hervorragend. Mit seiner FSK 6 zeigt der Film, wie wichtig es ist, Themen wie Verlust, Veränderung und das unausweichliche Erwachsenwerden bereits früh zu vermitteln.

Meister-Regisseur Mamoru Hosoda macht dabei unmissverständlich klar, dass diese Erfahrungen zum Leben dazugehören. Zudem sieht der Film in jeder einzelnen Szene schlicht wunderschön aus – nicht zuletzt dank der handgezeichneten Animationen. Die emotionale Musik setzt dem Ganzen schließlich die Krone auf. Das hier ist großes Kino und einer der vielleicht berührendsten Animes die es gibt. Der Film ist seit dem 22. Januar 2026 auf Blu-Ray und DVD erhältlich.

5. 22 Bahnen

Regie: Mia Maariel Meyer | FSK ab 12 Freigegeben | Min ca. 102 | Drama
Darsteller: Luna Wedler, Laura Tonke, Jannis Niewöhner

Tildas (Luna Wedler) Alltag folgt einem strengen Rhythmus: Studium, Schicht an der Supermarktkasse und die Verantwortung für ihre jüngere Schwester Ida (Zoë Baier) bestimmen ihr Leben. Zusätzlich kümmert sie sich immer wieder um ihre alkoholkranke Mutter, die allein für die Familie sorgt. Doch in diesem Sommer öffnet sich eine neue Perspektive: Ein attraktives Jobangebot verspricht Tilda die Chance, nach Berlin zu gehen und dort an ihrer Doktorarbeit zu arbeiten – ein möglicher Schritt in Richtung Selbstbestimmung. Gleichzeitig stellen sich drängende Fragen: Wer übernimmt dann die Sorge für Ida und die Mutter? Mit Viktor (Jannis Niewöhner), der wie sie täglich seine 22 Bahnen im Schwimmbad zieht, tritt zudem jemand in ihr Leben, der Hoffnung weckt. Gerade als Tilda beginnt, an eine bessere Zukunft zu glauben, eskaliert die Situation zu Hause und zwingt sie zu einer Entscheidung.

Basierend auf dem gleichnamigen Bestseller von Caroline Wahl inszeniert Regisseurin Mia Maariel Meyer ein ergreifendes Drama über dysfunktionale Familien, Kindesmissbrauch und Alkoholabhängigkeit. Gerade der Alkoholismus der Mutter steht dabei im Fokus – herausragend gespielt von Laura Tonke, die hier einmal mehr beweist, wie vielschichtig sie destruktive Figuren verkörpern kann. Bemerkenswert: In Amrum spielt sie sogar eine noch schlimmere Mutterfigur – und das will wirklich etwas heißen.

Der Film bleibt stets nah an seiner Protagonistin, gespielt von Luna Wedler, die eine sehr intime, zerbrechliche, aber zugleich starke Performance abliefert und den Film emotional zusammenhält. Ihre Darstellung ist zurückgenommen, ehrlich und trägt die Geschichte auch dann, wenn der Film ins Straucheln gerät. Ja, die behandelten Themen sind schwer – und nicht immer trifft der Film dabei den perfekten Ton. Vor allem die etwas zu stark forcierte Romanze nimmt der Geschichte stellenweise an Durchschlagskraft und wirkt wie ein unnötiger Kontrast zur Schwere der restlichen Handlung. Dennoch: Für ein deutsches, prominent besetztes Drama ist das hier erstaunlich mutig, insbesondere in der direkten und unbequemen Darstellung von Kindesmissbrauch und einer Mutter, die sich unter Alkoholeinfluss selbst kaum noch regulieren kann.

Das hier ist kein Film, der sein volles thematisches Potenzial ausschöpft, aber dennoch ein spannendes, hervorragend gespieltes Charakterdrama mit mehreren sehr starken und lange nachwirkenden Szenen. Der Film ist seit dem 23. Januar 2026 auf Blu-ray und DVD erhältlich.

Von uns gibt es für 22 Bahnen daher 3,5 von 5 Hüten

4. The Smashing Machine

Regie: Benny Safdie | FSK ab 12 Freigegeben | Min ca. 123 | Sport-Biopic
Darsteller: Dwayne Johnson, Emily Blunt, Ryan Bader, Bas Rutten

Der Ringer Mark Kerr (Dwayne Johnson) feiert zunächst beachtliche sportliche Erfolge, doch die Olympischen Spiele 1996 in Atlanta markieren einen Wendepunkt: Kerr verpasst die Qualifikation für das US-Team und damit seine große olympische Chance. Auf der Suche nach einem neuen Weg stößt er auf die aufstrebende Welt der Mixed Martial Arts. Dort muss er sich zunächst neu beweisen, doch mit eiserner Disziplin und kompromisslosem Ehrgeiz arbeitet er sich rasch an die Spitze. Kerr dominiert die Kämpfe, besiegt seine Gegner in Rekordzeit und wird so selbst zum Problem für die Veranstalter, denen durch seine schnellen K.o.-Siege wertvolle Werbeminuten entgehen. Um ihn zu bremsen, werden schließlich einige seiner effektivsten Techniken verboten, darunter der Kopfstoß. Während sein sportlicher Erfolg weiter wächst, fordert der brutale Sport jedoch seinen Preis: Kerrs Körper ist gezeichnet, Schmerzmittel werden zum ständigen Begleiter. Die Abhängigkeit belastet zunehmend auch sein Privatleben und bringt seine Ehe mit Dawn (Emily Blunt) gefährlich ins Wanken.

The Smashing Machine ist ein vielschichtiges Drama über Drogensucht, Ruhm und den zwanghaften Drang, erfolgreich zu sein – koste es, was es wolle. Zwar bedient sich der Film durchaus bekannter Biopic-Muster, doch dank der starken Inszenierung und der intensiven Kameraführung fühlt man sich, als wäre man selbst beim Training und beim tiefen Fall von Kerr hautnah dabei. Der Film zieht einen hinein in diesen Strudel aus Selbstzerstörung, Leistungsdruck und medialer Aufmerksamkeit.

Zusammengehalten wird das Ganze vor allem durch Emily Blunt als Mark Kerrs Ehefrau Dawn und Dwayne Johnson, der hier nicht weniger als die beste Performance seiner Karriere auf die Leinwand bringt. Das ist exzellent gespielt, berührend, zermürbend – und man fühlt mit Kerr in jeder Lebenslage mit. Johnson zeigt hier eine Verletzlichkeit und innere Zerrissenheit, die man von ihm in dieser Form nur selten gesehen hat.

Ganz besonders hervorheben muss man zudem die Kameraarbeit. Sie ist oft wackelig, beinahe dokumentarisch und springt unruhig um das Geschehen herum, was die innere Unruhe und den Kontrollverlust der Hauptfigur perfekt widerspiegelt. In den wichtigen Kampfsequenzen hingegen hält die Kamera kompromisslos drauf, lässt die Härte und Brutalität der Kämpfe ungefiltert auf den Zuschauer einprasseln und verstärkt so die physische wie psychische Belastung enorm. The Smashing Machine ist damit ein starker Beweis dafür, dass Dwayne Johnson wirklich gut spielen kann, wenn er sich nicht für den nächsten beliebigen Mainstream-Cashgrab entscheidet, sondern sich Stoffe aussucht, die ihm tatsächlich etwas abverlangen – so wie hier. Mehr davon, bitte. Der Film ist seit dem 16. Januar 2026 auf Blu-ray und DVD erhältlich.

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