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Nix mehr mit "Year One"

Einfach "McClane": "Stirb langsam 6" bekommt neuen Titel verpasst

Einfach "McClane": "Stirb langsam 6" bekommt neuen Titel verpasst
37 Kommentare - Di, 04.09.2018 von N. Sälzle
Skeptisch blicken viele dem entgegen, was das "Stirb langsam"-Sequel/Prequel zu bieten hat. Einen neuen Titel zum Beispiel, der deutlich macht, was den Machern beim sechsten Teil am Herzen liegt.
Einfach "McClane": "Stirb langsam 6" bekommt neuen Titel verpasst

Vor einem Monat haben wir die letzten Infos zu Stirb langsam - Year One aufgeschnappt. Und schon seit fast drei Jahren steht fest, wie sich Teil sechs der Actionreihe gestalten soll. Als Prequel und Sequel zugleich soll er fungieren, mit Bruce Willis als John McClane in seinen 60ern sowie einer jüngeren Ausführung des Charakters in seinen 20ern, als er gerade erst seinen Polizeidienst antritt.

Der Titel Stirb langsam - Year One traf es da recht gut, war aber auch reichlich sperrig. Darum musste wohl ein neuer her, und der räumt gleich mal auf. Einfach nur McClane nennt sich Stirb langsam - Year One nun, wie Produzent Lorenzo di Bonaventura in einem Interview mit Empire mitteilt. So steht es auf dem Titelblatt des Drehbuchs, denn es sollte von der ersten Seite an "McClane" schreien. Man wolle, dass wir als Zuschauer mehr denn je mit ihm mitfiebern.

Auch versucht di Bonaventura, dem Gerücht den Wind aus den Segeln zu nehmen, wonach die Prequel-Elemente mehr von der Laufzeit verschlingen als die Sequel-Elemente. Er wisse nicht, wie man Stirb langsam ohne Willis machen sollte. Der Gedanke, dass er in diesem Film nicht besonders bedeutsam sei, stimme kein bisschen, stellt di Bonaventura klar. Man werde McClane in seinen jungen Jahren erleben, aber genauso prominent werde die 60-jährige Version vertreten sein.

Wann der neue Stirb langsam-Film in die Kinos kommt und ob McClane auch zum deutschen Titel wird, ist noch unklar. Bis die Arbeiten aufgenommen werden, kann es aber nicht mehr lange dauern. Ein Skript liegt laut di Bonaventura ja vor, und ein Regisseur steht ebenfalls seit Längerem parat. Wie bei Stirb langsam 4.0 heißt er Len Wiseman.

Quelle: Empire
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37 Kommentare
MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
06.09.2018 10:25 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 388 | Reviews: 11 | Hüte: 41

@ Sully:

Danke für die Kopfbedeckung. wink

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MobyDick : : Moviejones-Fan
05.09.2018 09:34 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 2.932 | Reviews: 27 | Hüte: 155

Rafterman:

Die Aufmerksamkeitsspanne allgemein ist gesunken, vor allem auch bei Erwachsenen. Es gab mal vor ein paar Jahren eine Erhebung, die besagte, dass die Aufmerksamkeitsspanne in den 1980ern bei etwa 2 Minuten lag, bevor man sich von etwas abwenden würde, vor ein paar Jahren lag diese noch bei 30 Sekunden. Wie sich die Gesellschaft seitdem entwickelt hat (Smartphones, Twitter etc.) dürfte sie heute sogar noch deutlich drunter liegen.

Und das Argument mit den kurzen Intros: Ich glaube es gibt mittlerweile bei einigen Services den Knopf Skip Intro auch für Erwachsene wink

Dünyayi Kurtaran Adam
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Rafterman : : Moviejones-Fan
05.09.2018 08:21 Uhr
0
Dabei seit: 18.01.17 | Posts: 270 | Reviews: 0 | Hüte: 9

Die Aufmerksamkeitsspanne bei Kindern ist stark gesunken, erkennt man auch ganz einfach daran wie kurz Intros sind von neuen Kinderserien. Bei uns damals gingen Intros ne Minuten, heute keine 10 Sekunden.

Ich sage immer die Wahrheit. Selbst wenn ich lüge!

MJ-Pat
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sublim77 : : Rattle Head
04.09.2018 19:27 Uhr | Editiert am 04.09.2018 - 19:31 Uhr
0
Dabei seit: 18.12.15 | Posts: 3.452 | Reviews: 25 | Hüte: 243

Wow, was ist das alles viel Text.

Es wurde sehr viel gesagt. Letzten Endes kann ich alle Argumente nachvollziehen. Interessanter Weise ist es für mich selbst verwunderlich, dass ausgerechnet ich für Stirb Langsam 6 und Neuverfilmungen generell in die Breche springe. Denn ich hab mit den meisten Reboots und Fortsetzungen die Jahre später kommen, selbst oft so meine Probleme. Von daher, kann ich vielem was hier argumentiert wurde zustimmen oder es zumindest nachvollziehen. Mein Hauptanliegen bei diesem Thema ist wohl einfach die häufige Pauschalisierung und das Ablehnen von Filmen im Vorfeld. Auch hier kann ich aber die Gründe verstehen. Vielmehr habe ich das selbst auch schon so gemacht, zum Beispiel bei der Neuverfilmung der Ghostbusters. Diesen Film habe ich schon abgelehnt, da hatte ich noch keine Sekunde Filmmaterial gesehen. So etwas ist allerdings sehr selten bei mir. Ich denke, meistens geht es um die oft erfolgte Enttäuschung, wenn man sich auf eine Sache eingelassen hat und dann enttäuscht wurde. Aber was ist die Quintessenz daraus? Sich auf nichts mehr einlassen? Nein. Auch hier bin ich bei euren Aussagen, eben seine Erwartungen herunterzuschrauben. Wie ich schon sagte, finde ich selbst ja auch die Stirb Langsam Teile 1 bis 3 sehr viel besser, als die Teile 4 und 5. Aber dennoch sollte man einfach akzeptieren, dass die eigene Meinug eben nicht die von jedem sein muss.

Wie auch immer. Ich glaube ich habe zu diesem Thema alles gesagt, was mich bewegt. Es war auf jeden Fall sehr interessant eure Meinungen dazu zu lesen.

Bei der Macht von Greyskull! Isch han uff de Grub Geschloof!!!

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luhp92 : : BOTman Begins
04.09.2018 18:45 Uhr | Editiert am 04.09.2018 - 18:51 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 10.172 | Reviews: 134 | Hüte: 325

@sublim77
"dass keiner von uns den neuen Film gesehen hat und er von vorneherein von vielen torpediert wird, ohne dass man auch nur einen ersten Blick darauf geworfen hat."

Da hast du natürlich Recht, mich stört aktuell wie gesagt halt das Konzept eines Prequels mit John McClane, welches vor Teil 1 spielt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das im Zusammenhang mit dem ersten Film gut wird, auch wenn ich es Stand jetzt natürlich nicht weiß. Am besten ist es analog zu "Alien: Covenant" wohl, sich den Film unabhängig vom ersten Teil anzuschauen.

@MobyDick
Stirb Langsam 1: 9/10
Stirb Langsam 2: 7/10
Stirb Langsam 3: 8/10
Stirb Langsam 4: 5/10
Stirb Langsam 5: 2/10

Da bewerten wir ja sogar recht ähnlich.

@Diskussion: Früher - Heute
Das hat Silencio meiner Meinung nach schon sehr gut erklärt und speziell bezogen auf "Stirb Langsam" mit "Skyscraper" direkt auch eine perfekte Vergleichsbasis geschaffen. Ergänzungen fallen mir gerade nicht ein^^


@MobyDick

"Ich persönlich ziehe da natürlich Heat vor. Aber die heutige Generation wird sich eher die Steroide Variante mit Butler geben, wenn sie einen Gangster-Pic sehen will."

Nicht unbedingt, "Den of Thieves" hat trotz guter Zuschauer-Bewertungen (3,6/5 auf Rottentomatoes) weltweit gerade mal 80 Mio. US-Dollar eingespielt. Und abseits davon kann man auch einen positiven Generationsvergleich ziehen, die 90er hatten "Heat", die 2000er dessen geistigen Nachfolger "The Dark Knight". Nolan war da generell sehr Mann-zitierfreudig.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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MobyDick : : Moviejones-Fan
04.09.2018 17:20 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 2.932 | Reviews: 27 | Hüte: 155

Titel für Teil 7, wo wir endlich - weil wir alle ja so lange darauf gewartet haben - nur noch den jungen McClane mit voller Haarpracht sehen: Dye Your Hair

Dünyayi Kurtaran Adam
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TiiN : : Pirat
04.09.2018 17:08 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 3.858 | Reviews: 89 | Hüte: 136

Dieses Konzept mit Prequel und Sequel zugleich hätte ich mir für Indiana Jones gewünscht. Da kann das super funktionieren, auch für die Zukunft. Aber bei Stirb Langsam reizt mich so eine Vorgeschichte ja mal so gar nicht.

Vie lieber hätte ich einen abschließenden sechsten Teil, in dem McClane entweder nach seinen beiden Kids auch wieder mit Holly zusammen kommt oder ganz einfach am Ende doch mal ins Gras beißt. Titel: Die Hardest.

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MobyDick : : Moviejones-Fan
04.09.2018 16:15 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 2.932 | Reviews: 27 | Hüte: 155

Silencio:

Wie gesagt ich finde Stirb Langsam auch heute noch supergeil, aber ich kann es genauso gut verstehen, wenn die aktuelle Generation den als zu altbacken ablehnt. Die Kunst ist ja solche Filme zu machen, die einfach zeitlos sind. Und damit komme ich mal auf den aktuellen Mad Max zu sprechen:

Im Prinzip ist das nichts anderes als ein neuerer Buster Keaton Film, aber derart in Szene gesetzt, dass viele Leute den Film als hochmodern anpreisen, inkl. dem ach so modernen Frauenbild im Film, der vielen anderen Filmen aufzeigt, wie es richtig geht. Emanzipierte Frauenrollen gab es schon in den 1930ern unter Lubitsch oder spätestens mit der Hollywood-Screwball-Komödie. Und George Miller ist halt ein Regiefuchs wie er im Buche steht, der subversiv einen modern Schwarz-Weiss-(seine bervorzugte Version des Films) Stummfilm dreht, die Musik aber derart over the top dreht, dass man vor lauter Lärm nicht sieht, was man schaut.

Also daher gebe ich dir schon recht, und ich sehe es auch so. Qualität ist Qualität, unabhängig von der Zeit.

Aber die allgemeine/objektivierte Qualität wird ja immer noch von der breiten Masse diktiert. Und da würde ein Klassiker wie Strib langsam heutzutage es sehr sehr schwer haben. Da muss schon Weihnachten und Ostern zusammen fallen, damit der genau den richtigen Nerv trifft. Die neueren Mission Impossible Filme sind ja ein Beispiel dafür, wie es trotzdem funktionieren kann, dass eine gewisse Qualität auch gewürdigt wird. Wobei ich den aktuellen sogar als schwächer als die beiden Vorgänger einordnen würde. Aber das ist eher die Ausnahme.

Anderes Beispiel ist Den of Thieves, ein aktueller Film mit Gerard Butler, der sich versucht in den übergroßen Spuren eines Heat zu wandeln. Fängt recht vielversprechend an, wird dann aber zunehmend zu einem Ärgerniss, weil er einfach so ohne wirkliches Fundament in eine Ballerorgie mit ach so grandiosem Twist ausartet. Der Film ist zu keiner Sekunde langweilig (etwas was er oberflächlich Heat voraus haben mag), aber er strotzt nur so voller Logiklöcher.

Ich persönlich ziehe da natürlich Heat vor. Aber die heutige Generation wird sich eher die Steroide Variante mit Butler geben, wenn sie einen Gangster-Pic sehen will.

Ganz zu schweigen, dass solche Werke wie MillerS Crossing heutzutage nur noch mit wirklich großen Namen an Bord funktionieren würden, wie zB Di Caprio. Kein Wunder, dass also sogar die Coens und Scorsese sich nun Netflix und Kohorten zuwenden.

Dünyayi Kurtaran Adam
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Silencio : : Moviejones-Fan
04.09.2018 15:37 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 708 | Reviews: 41 | Hüte: 59

@Moby:

"Aber ich merke es ja an mir selbst, dass meine Aufmerksamkeitsspanne extrem nachlässt mittlerweile, Filme die ich vor 10 Jahren noch die Geduld hatte, durchzustehen, weil ich wußte, dass da eine Superauflösung noch kommen wird (so ziemlich jeder Film aus Süd-Korea zwischen 2002 und 2012), würde ich heute die erste Stunde Worldbuilding wahrscheinlich so nicht mehr durchstehen. Zeiten ändern dich und deine Wahrnehmung von Qualität."

Also: dass sich deine Sehgewohnheiten ändern (meine ja auch), steht ja außer Frage. Gerade, wenn man viele Filme konsumiert, geht man auch auf die Sehgewohnheiten ein, die gerade vorherrschen. Da ist auch nichts schlimmes dran, finde ich.

Aber inwiefern ändert sich deine Wahrnehmung von Qualität? Indem dich manche Sachen nicht mehr beeindrucken? Das verstehe ich, das ist ja der Grund, warum wir alle uns immer wieder in den nächsten Film stürzen: wir wollen noch einmal so sehr beeindruckt werden, wie beim letzten einschneidenden Erlebnis.

Wenn dich "Stirb Langsam" nicht so anspricht, wie das ein modernerer Film macht,ändert das aber doch trotzdem nichts an dessen Qualitäten. Der ist immer noch so gut, wie er er es immer schon war, dein Verhältnis zu dem hat sich aber verändert.

UNd es geht ja auch in die andere Richtung: mit 15 fand ich "Van Helsing" "voll geil, ey!", weil ichs einfach nicht besser wusste.

"Das wird auch dadurch bestätigt, insofern dass Gus van Sant sich ja am einfachen Abfilmen des Drehbuchs von Psycho versuchte. Der Film von Hitchcock mag zwar ein Meilenstein sein, das Remake hingegen nur Durchschnitt, obwohl quasi derselbe Film, nur Jahrzehnte auseinander."

Da müsste ich beide tatsächlich nochmal im direkten Vergleich sehen, aber das ist durchaus ein faszinierendes Beispiel. Wobei auch der originale "Psycho" schon viel von seiner Wirkungskraft eingebüßt hat, weil er die Popkultur so dermaßen durchtränkt hat.

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MobyDick : : Moviejones-Fan
04.09.2018 15:18 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 2.932 | Reviews: 27 | Hüte: 155

Silencio:

Das stimmt, das ist auch der seltene Fall, das wirklich jeder vorkommende Charakter eine glaubwürdige Skizzierung einer Hintergrundgeschichte hat, ohne zu geschwätzig zu werden, also wirklich alles auf den Punkt.

Aber ich merke es ja an mir selbst, dass meine Aufmerksamkeitsspanne extrem nachlässt mittlerweile, Filme die ich vor 10 Jahren noch die Geduld hatte, durchzustehen, weil ich wußte, dass da eine Superauflösung noch kommen wird (so ziemlich jeder Film aus Süd-Korea zwischen 2002 und 2012), würde ich heute die erste Stunde Worldbuilding wahrscheinlich so nicht mehr durchstehen. Zeiten ändern dich und deine Wahrnehmung von Qualität.

Wenn der Film heute genauso ins Kino käme, hätte er es deutlich schwerer als damals. davon bin ich überzeugt.

Das wird auch dadurch bestätigt, insofern dass Gus van Sant sich ja am einfachen Abfilmen des Drehbuchs von Psycho versuchte. Der Film von Hitchcock mag zwar ein Meilenstein sein, das Remake hingegen nur Durchschnitt, obwohl quasi derselbe Film, nur Jahrzehnte auseinander.

Dünyayi Kurtaran Adam
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Silencio : : Moviejones-Fan
04.09.2018 14:35 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 708 | Reviews: 41 | Hüte: 59

Das scheint ja eine recht interessante Diskussion werden zu können, deswegen mal meine zwei Cent:

Filme waren damals gut, Filme sind heute gut, Filme waren damals schlecht, Filme sind heute schlecht. Das sind alles Wahrheiten, mit denen wir uns alle abfinden können.

Warum ist jetzt eine Gruppe 15-Jähriger von "Stirb Langsam" nicht beeindruckt? Nun, das kann viele Gründe haben, aber ich möchte es erstmal auf veränderte Sehgewohnheiten schieben. Werbung, YouTube Vlogs mit ihren Jump Cuts, moderne Blockbuster, die bereits auf einer Actionszene beginnen und mit höheren Schnittfrequenzen aufwarten, das sind alles Dinge, die zu einer beschleunigten Informationsweitergabe in den visulellen Medien geführt haben (von Computerspielen ganz zu schweigen...). Ich kann mir vorstellen, dass McClanes erster Auftritt da antiquiert wirkt. Man muss sich ja nur den Trailer zur The Rock-Version "Skyscraper" anschauen, um zu sehen, was der heutige Standard für eine Geschichte dieser Art ist. Dementsprechend dürfte sich der Zugang auch entsprechend "schwerer" gestalten.

Macht das den Film jetzt schlechter? Nein, das ändert an dem Film ja gar nichts. Der hat immer noch das perfekte Drehbuch, bei dem man nicht eine Dialogzeile streichen darf, da wirklich JEDE Zeile wichtige Information enthält. Der ist technisch und formal über jeden Zweifel erhaben. Da muss man dann als Jugendlicher (wenn man den sehen und gut finden will bzw. seinen Stellenwert verstehen will) ersuchen, sich die Sehgewohnheiten "anzutrainieren", die dafür nötig sind. Anders macht es ja jemand, der sich für Stummfilm interessiert zB auch nicht.

@Moby:

"Wenn ich die Filme heutzutage sehe - und ich muss dazu sagen, dass ich bei den wenigsten Filmen zu nostalgischer Verklärung neige, wenn ich sie bespreche, ich mag die Filme trotzdem noch gerne, kann sie aber dennoch klar verreissen, der einzige Film, auf den ich trotz vieler Defizite nichts kommen lasse ist Rocky 1! - gestaltet sich dies dann wie folgt:"

Das ist es, was ich auch immer wieder versuche. Ich verbinde sehr viele schöne Kindheitserinnerungen an den Burton-"Batman", aber ein guter Film ist das nicht. Man muss einfach mal während der Parade darauf achten, wie oft der Joker an den gleichen Läden vorbeifährt, weil das Budget nicht für mehr gereicht hat. Sowas muss man dann aus seiner Wertung (Also die Kindheitserinnerungen oder andere subjetivierende Einsprengsel) rauslassen.

"Stirb Langsam: Immer noch eine Granate von Film, sowie der Urvater dieser Art von Filmen, für heutige Verhältnisse braucht er aber deutlich zu lange, um in die Gänge zu kommen, daher verständlich wenn im KIno der Zappelphilip in Reihe 3 plötzlich anfängt lauthals Youtube-Videos zu streamen. 8 Punkte"

10/10, das perfekte Drehbuch mit der perfekten Inszenierung und großartigen Schauspielern. Keine Diskussion.

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MobyDick : : Moviejones-Fan
04.09.2018 13:57 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 2.932 | Reviews: 27 | Hüte: 155

Ich spreche jetzt mal für mich:

Als Stirb Langsam in die Kinos kam, war der Typ gerade mit das Modell und der Schnüffler in so einer Schnulzenserie populär, und deshalb habe ich mir den Film einfach mal nicht gegeben, da er vom Typ einfach nicht der Actionheld für mich war. Kurz vor Stirb Langsam 2 habe ich dann eine VHS mit dem ersten Film in die Finger gekriegt und eher gelangweilt einen Nachmittag gestartet, nur um dann völlig gefesselt und weggeblasen vor der Glotze zu landen. Der Film war allen bisherigen Action-Filmen, die ich bis dahin gesehen hatte sowohl inszenatorisch als auch inhaltlich meilenweit überlegen, und der Hauptdarsteller war eben kein Sly oder Arnie, die sowieos alle anderen platt machen, sondern ein kompletter Normalo, der durchaus Gefahr lief, eventuell sogar sterben zu können. Und da ich ja so einige Katastrophenfilme aus den 1970ern kannte, an die er mit dem zerstörten Wolkenkratzer durchaus auch erinnerte, sowie einige Paranoia-Thriller, wo der Held durchaus für das große Ganze auch mal sterben durfte, war für mich nie sicher, dass er unbedingt überleben würde (selbst das Wissen um den zweiten Teil minderten diese Angst nicht im Geringsten). Für mich war der Film fortan die Messlatte für sehr gute Unterhaltung im Action-Format und Bruce Willis rehabilitiert.

Dann habe ich den zweiten Teil gesehen, und den fand ich damals schon nicht so überragend wie den ersten, aber immer noch sehr gut. Als ich dann den dritten sah, muß ich zugeben, dass ich ziemlich erschrocken war, denn dies hatte mit dem ursprünglichen Strib Langsam so gar nichts mehr gemein, außer dem Gesicht des Helden. Teil 4 war einfach nur noch eine gut gelungene Materialschlacht mit einem immer noch annehmbar spielenden Willis, aber hier war schon der Lack ab. Und Teil 5 ist und bleibt einfach eine Frechheit.

Wenn ich die Filme heutzutage sehe - und ich muss dazu sagen, dass ich bei den wenigsten Filmen zu nostalgischer Verklärung neige, wenn ich sie bespreche, ich mag die Filme trotzdem noch gerne, kann sie aber dennoch klar verreissen, der einzige Film, auf den ich trotz vieler Defizite nichts kommen lasse ist Rocky 1! - gestaltet sich dies dann wie folgt:

Stirb Langsam: Immer noch eine Granate von Film, sowie der Urvater dieser Art von Filmen, für heutige Verhältnisse braucht er aber deutlich zu lange, um in die Gänge zu kommen, daher verständlich wenn im KIno der Zappelphilip in Reihe 3 plötzlich anfängt lauthals Youtube-Videos zu streamen. 8 Punkte

Teil 2: Ziemlich schlecht gealtert, alles Größer zu machen in der Fortsetzung raubt den Film der klaustrophoben Atmosphäre,5- 6 Punkte mit Wohlwollen

Teil 3: Die Zeit hat diesen Film halbwegs rehabilitiert, da er als Buddie-Movie und Action-Film zwar komplett funktioniert, aber nichts mehr mit dem Originalfilm zu tun hat. Im prinzip hätten sie den Film ruhig Simon Says benennen können wie ursprünglich avisiert, denn besser als der Dennis Rodman Film ist er ohne Probleme: 7 Punkte

Teil 4: Formal wirklich nicht schelcht und deutlich zeitgemäßer heutzutage, ich würde ihn tatsächlich in etwa mit Teil 2 auf eine Stufe stellen, wenn nicht gar drüber. Aber dennoch, der Film ist so dermassen übertreiebn, dass spätestens hier eine Fortsetzung keinen Sinn mehr macht. Schleißlich haben wir es mit einem Normalo zu tun und nicht mit Dominic Torreto und seinen Kumpels. 5-6 Punkte

Teil 5: 2 Punkte, jegliches Wort hierzu ist ein Wort zu viel.

Sublim vs Hicks:

Auch ich stimme nicht zu, dass die Originale immer besser sind. Dazu gehören Scarface, Ben Hur, Todeszug nach Yuma einfach zu den besseren Filmen und Remakes.

Letztlich zu Teil 6:

Werde ihn wahrscheinlich gar nicht mehr schauen. Die letzten Filme zur Death Wish Reihe (Bronson) oder Dirty Harry Reihe sind auch nicht bekannt dafür, großartige Filme gewesen zu sein, oder Blockbuster. Der Lack ist ab, Willis unmotiviert, alles keine Omen für einen guten Film.

Dünyayi Kurtaran Adam
MJ-Pat
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Kal-El : : Moviejones-Fan
04.09.2018 13:06 Uhr
0
Dabei seit: 13.03.17 | Posts: 606 | Reviews: 3 | Hüte: 11

@Sublim:

Es es aber (um auf meinen Ursprungspost zurückzukommen) dennoch so, dass keiner von uns den neuen Film gesehen hat und er von vorneherein von vielen torpediert wird,

Grundsätzlich hast du vollkommen recht und ich bin auch völlig bei dir. Allerdings, kann für mich sprechen, habe ich aus der Vergangenheit "gelernt", ich habe "viele" Prequels/Reboots what ever die Chance gegeben und wurde enttäuscht. Soll heißen: aufgrund meiner Erfahrung und von dem was ich zum Thema bis jetzt gelesen habe, kann ich für mich sagen, dass ich solche Filme in Zukunft nicht schauen werde innocent Dazu zählt auch Star Wars und wenn es mit Star Trek so weiter geht, dann auch Star Trek ... nur so als Beispiele ...

Und ja, ich muss Hicks auch recht geben, einige der Originalen sind wirklich deutlich besser. Conan mit Mamoa kann ich mich nicht mehr erinnern, aber Conan mit Arnold schon, heißt für mich: fand ich vermutlich besser. Es gibt sicher Ausnahmen, aber die muss man erstmal suchen.

MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
04.09.2018 13:03 Uhr | Editiert am 04.09.2018 - 13:15 Uhr
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Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 388 | Reviews: 11 | Hüte: 41

Jetzt muss ich doch auch meinen Senf noch dazu geben.

@ sublim77:

Grundsätzlich stimme ich dir absolut zu, dass die Geschmäcker zwischen den verschiedenen Generationen teilweise extrem unterschiedlich sind. Das ist meiner Meinung nach auch zu respektieren. Allerdings muss ich dazu sagen: Aus meiner Sicht sagt der Geschmack der jüngeren Generationen sehr viel über deren Anspruch aus, nämlich dass dieser sehr gering ist. Wenn man einen Stirb Langsam 5 tatsächlich abfeiert, obwohl man die Teile 1 bis 3 gesehen hat, dann hat man definitiv einen sehr niedrigen Anspruch. Als dummer B-Movie-Actionfilm betrachtet, also ohne Erwartungshaltung, kann SL5 vielleicht Spaß machen, aber wenn man als Zuschauer einen intelligenten Action-Thriller erwartet, wie es die Teile 1-3 waren, dann sind Teile 4-5 definitiv viel schwächer. Die Dialoge sind zum Fremdschämen, Bruce Willis ist (in Teil 5) nicht mehr so cool und rattert seinen Auftritt nur noch so runter und die restlichen Schauspieler (allen voran Jay Courtney) sind für mich unterste Schublade. Keine richtige Mimik, keine Freude, immer total stumpf.

Wer mich noch nicht kennt, sollte wissen, dass ich jedwedem Film offen gegenüberstehe und Filme mit dem Herzen und nicht mit dem Verstand beurteile. Auch meine Erwartungshaltung passt sich immer dem an, was der jeweilige Film "sein will". Bei einem Thriller erwarte ich eine spannende Story, die mich in Atem hält. Bei einer Komödie erwarte ich keine sonderlich tolle Story, sondern zündenden Humor. Mit dieser Betrachtungsweise machen mir 95 % aller Filme Spaß und nur wenige Filme erhalten von mir eine niedrigere Bewertung als 6/10. Aber dann gibt es da doch die einen oder anderen Ausnahmen, und Stirb Langsam 5 ist solch eine Ausnahme. Ich, als Kenner der alten Filme, erwarte bei dem Filmtitel mit Bruce Willis einen intelligenten, spannenden Actionthriller mit sympathischen Darstellern und einem charismatischen und interessanten Bösewicht. All das bietet mir Teil 5 leider überhaupt nicht, und selbst Bruce Willis wirkt gelangweilt. Und genau das macht den Film für mich zu einem schlechten Filmerlebnis. Hätte der Film anders geheißen und hätte mit Stirb Langsam und John McClane nichts am Hut, dann hätte ich ihn mit einer anderen Erwartunghaltung geschaut und er wäre vielleicht besser weggekommen.

Worauf ich hinauswill: Der Spaß, den man mit einem Film hat und das Fazit steht und fällt mit der Erwartunghaltung, mit welcher man sich den Film angesehen hat. Hat man zu hohe oder falche Erwartungen, dann wird man enttäuscht, und das prägt die persönliche Erfahrung mit dem Film.

Also kann man schlicht sagen: Jeder, der Teil 5 mag, ist ohne Erwartungshaltung an den Film herangegangen. Anders kann ich es mir nicht erklären, wei man diesen gut finden kann, wo er alles schlechter macht als seine Vorgänger. Ich stimme an dieser Stelle auch luhp92 zu, dass Teil 4 immerhin "inhaltlich noch den Atem der OT atmet". Der macht daher noch Spaß, auch wenn der Fokus auf "größere, weitere und mehr Action" liegt.

EDIT: Um auch ein paar Worte zu Teil 6 zu verlieren: Ich gehe dieses Mal völlig ohne Erwartunghaltung daran. Vielleicht gefällt er mir dann sogar. Aber im großen und ganzen stehe ich dem trotzdem skeptisch gegenüber, einfach wegen meiner Erfahrungen mit den Teilen 4 & 5.

MJ-Pat
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sublim77 : : Rattle Head
04.09.2018 12:18 Uhr | Editiert am 04.09.2018 - 12:36 Uhr
0
Dabei seit: 18.12.15 | Posts: 3.452 | Reviews: 25 | Hüte: 243

@luhp92:

Luhp, ich kann alles was du sagst grundsätzlich nachvollziehen. Auch die Kritik, die du an den Stirb Langsam Teilen hast, ist durchaus berechtigt. Ich seh das selbst ja auch ähnlich. Es es aber (um auf meinen Ursprungspost zurückzukommen) dennoch so, dass keiner von uns den neuen Film gesehen hat und er von vorneherein von vielen torpediert wird, ohne dass man auch nur einen ersten Blick darauf geworfen hat. Und es ist eben so, dass es viele andere gibt, die die Teil vier und fünf absolut feiern (will mich nicht dauernd wiederholen, aber die Jungs mit denen ich diese Filme letztens schaute, waren total begeistert von Teil vier und fünf).

Ich sag es mal so, einfach ein wenig Gedult haben, der Sache eine Chance geben und nicht immer alles so extrem kritisch sehen. Mehr kann man sowieso nicht machen.

Bei der Macht von Greyskull! Isch han uff de Grub Geschloof!!!

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