09
09.02.2026
Oh Boy
Wollte ich schon ewig mal schauen. Mag Tom Schilling sehr und über die deutsche Filme Diskussion bin ich darüber gestolpert, dass dieser Film von Jan Ole Gerster gedreht wurde und ich hatte noch einen zusätzlichen Grund den endlich mal zu schauen. Hat mir gut gefallen. Kurzweilig, knackig, unterhaltsam. Die vielen Gast- oder Kurzauftritte von anderen bekannten Schauspielern wie Frederick Lau und Marc Hosemann haben ebenfalls sehr gefallen. Die Art der Inszenierung und die Thematik haben etwas von Jim Jarmusch und man schlurft mit der Hauptfigur durch den Film, bis er dann doch auf einer sehr ernsten und besonderen Note endet. Hoher Unerhaltungswert! Mittlerer Wiederschauwert!
Wollte ich schon ewig mal schauen. Mag Tom Schilling sehr und über die deutsche Filme Diskussion bin ich darüber gestolpert, dass dieser Film von Jan Ole Gerster gedreht wurde und ich hatte noch einen zusätzlichen Grund den endlich mal zu schauen. Hat mir gut gefallen. Kurzweilig, knackig, unterhaltsam. Die vielen Gast- oder Kurzauftritte von anderen bekannten Schauspielern wie Frederick Lau und Marc Hosemann haben ebenfalls sehr gefallen. Die Art der Inszenierung und die Thematik haben etwas von Jim Jarmusch und man schlurft mit der Hauptfigur durch den Film, bis er dann doch auf einer sehr ernsten und besonderen Note endet. Hoher Unerhaltungswert! Mittlerer Wiederschauwert!
07
07.02.2026
One Battle After Another
Ursprünglich wollte ich den Film in jedem Fall im Kino, am besten auf der größtmöglichen Leinwand schauen. Am Ende habe ich ihn auf meinem stinknormalen Fernseher Zuhause geschaut, weil ich es einfach nicht ins Kino geschafft habe. Seit dem ersten Trailer hatte ich die große Hoffnung, dass da mal wieder ein großer Film auf mich wartet, der alle paar Jahre um die Ecke kommt wie in den letzten Jahren z.B. Babylon oder Once Upton A Time In Hollywood, die einfach mit jeder Pore KINO ausstrahlen und die man einfach über 2 1/2 Stunden genießen kann. Gleichzeitig hatte ich im Hinterkopf, dass mit Paul Thomas Anderson hier kein virtuoser Großbildleinwandschinken-Regisseur am Start ist, sondern hier auch einfach ganz schöner aber redseliger Slow Burner im Gewand eines Leindwandepos auf mich warten könnte. Kurz und knapp, es hat sich für mich irgendwo in der Mitte eingependelt. Ich fand ihn sehr unterhaltsam, es gab unglaublich schöne Kameraeinstellungen und Bilder für die Ewigkeit (unzählige Weitwinkelaufnahmen, allein die Eröffnungssequenz auf der Brücke usw.), schauspielerisch war das stark, der penetrante, aber treibende Soundtrack gefiel mir und die Mischung aus Humor und Spannung ebenfalls. Leider hat er für mich nicht ganz das Potenzial ausgespielt, dass ich in ihm gesehen hätte. Mich hätte hätte hier eine Co-Prodduktion von Anderson und Tarantino sehr interessiert, um den ganzen hier und da noch etwas mehr Pfeffer zu geben und dem Film noch etwas auf dei Sprünge zu helfen. Irgendwo fehlte mir da der letzte Funke, der Begeisterung bei mir auslöst. Once Upon A Time In Hollywood hat mich nach dem ersten Mal auch ''nur" fasziniert und interessiert, aber noch nicht begeistert zurückgelassen, erst nach der Zweitsichtung fand ich ihn dann großartig, weil ich wusste auf was ich mich da einstellen kann. Ich habe daher schon das Interesse, diesen Film zeitnah nochmal zu schauen, glaube aber trotzdem, dass das etwas niedrige Pacing und die nicht ganz so spektakuläre Plot eben doch immer etwas hinter meienn Erwartungen hängen bleiben werden. Insgesamt in allen Belangen ein sehr guter Film, der in allen Teilbereichen für sich genommen gut abliefert, aber der auch immer etwas mit angezogener Handbremse fährt. Nicht der erwartete Film des Jahres für mich, aber einer zu dem man schon gerne zurückkommen möchte. Hoher Unterhaltungswert! Mittlerer Wiederschauwert!
Ursprünglich wollte ich den Film in jedem Fall im Kino, am besten auf der größtmöglichen Leinwand schauen. Am Ende habe ich ihn auf meinem stinknormalen Fernseher Zuhause geschaut, weil ich es einfach nicht ins Kino geschafft habe. Seit dem ersten Trailer hatte ich die große Hoffnung, dass da mal wieder ein großer Film auf mich wartet, der alle paar Jahre um die Ecke kommt wie in den letzten Jahren z.B. Babylon oder Once Upton A Time In Hollywood, die einfach mit jeder Pore KINO ausstrahlen und die man einfach über 2 1/2 Stunden genießen kann. Gleichzeitig hatte ich im Hinterkopf, dass mit Paul Thomas Anderson hier kein virtuoser Großbildleinwandschinken-Regisseur am Start ist, sondern hier auch einfach ganz schöner aber redseliger Slow Burner im Gewand eines Leindwandepos auf mich warten könnte. Kurz und knapp, es hat sich für mich irgendwo in der Mitte eingependelt. Ich fand ihn sehr unterhaltsam, es gab unglaublich schöne Kameraeinstellungen und Bilder für die Ewigkeit (unzählige Weitwinkelaufnahmen, allein die Eröffnungssequenz auf der Brücke usw.), schauspielerisch war das stark, der penetrante, aber treibende Soundtrack gefiel mir und die Mischung aus Humor und Spannung ebenfalls. Leider hat er für mich nicht ganz das Potenzial ausgespielt, dass ich in ihm gesehen hätte. Mich hätte hätte hier eine Co-Prodduktion von Anderson und Tarantino sehr interessiert, um den ganzen hier und da noch etwas mehr Pfeffer zu geben und dem Film noch etwas auf dei Sprünge zu helfen. Irgendwo fehlte mir da der letzte Funke, der Begeisterung bei mir auslöst. Once Upon A Time In Hollywood hat mich nach dem ersten Mal auch ''nur" fasziniert und interessiert, aber noch nicht begeistert zurückgelassen, erst nach der Zweitsichtung fand ich ihn dann großartig, weil ich wusste auf was ich mich da einstellen kann. Ich habe daher schon das Interesse, diesen Film zeitnah nochmal zu schauen, glaube aber trotzdem, dass das etwas niedrige Pacing und die nicht ganz so spektakuläre Plot eben doch immer etwas hinter meienn Erwartungen hängen bleiben werden. Insgesamt in allen Belangen ein sehr guter Film, der in allen Teilbereichen für sich genommen gut abliefert, aber der auch immer etwas mit angezogener Handbremse fährt. Nicht der erwartete Film des Jahres für mich, aber einer zu dem man schon gerne zurückkommen möchte. Hoher Unterhaltungswert! Mittlerer Wiederschauwert!
02
02.02.2026
Und täglich grüßt das Murmeltier
Wie so gut wie jedes Jahr, habe ich natürlich auch heute wieder meinen absoluten Lieblingsfilm geschaut. Ich nehme mir jedes Jahr wieder vor, mal eine Kritik dazu zu schreiben, aber die Zeit wird es auch dieses Mal wieder nicht zulassen fürchte ich... Ich liebe einfach alles an diesem Film und er hat mein Leben mehr beeinflusst und begleitet als jeder andere Film. Es war mir wie immer ein Fest! Hoher Unterhaltungswert! Hoher... Ach lassen wir das, guckt ihn euch einfach alle an, er ist großartig. "Der Wiederschauwert liegt bei 100%"
Wie so gut wie jedes Jahr, habe ich natürlich auch heute wieder meinen absoluten Lieblingsfilm geschaut. Ich nehme mir jedes Jahr wieder vor, mal eine Kritik dazu zu schreiben, aber die Zeit wird es auch dieses Mal wieder nicht zulassen fürchte ich... Ich liebe einfach alles an diesem Film und er hat mein Leben mehr beeinflusst und begleitet als jeder andere Film. Es war mir wie immer ein Fest! Hoher Unterhaltungswert! Hoher... Ach lassen wir das, guckt ihn euch einfach alle an, er ist großartig. "Der Wiederschauwert liegt bei 100%"
01
01.02.2026
This Is Spinal Tap
It's such a fine line between stupid and uh... clever. Yeah and clever. Ich hatte wirklich keine Vorstellung was mich hier erwartet. Einerseits ist der Film von Rob Reiner und bisher gefielen mir alle seine Filme die ich gesehen habe außerordentlich gut (Stand by Me, The Princess Bride, Harry and Sally, Misery) und noch dazu hat der Film hervorragende Kritiken. Auf der anderen Seite sah der Trailer vom Look&Feel her nach tiefstem 80er Jahre-hat die Zeit nicht gut überstanden-Film aus. Da ich mir nicht sicher war, ob ich hier nur einem verwaisten 80erKlassiker auf den Leim gehe, der seine besten Jahre hinter sich hat, habe ich den Film erstmal nur beim Essen machen nebenbei geschaut... aber was soll ich sagen, nach 10 min. hatte der Film mich schon gepackt und ich habe mich hingesetzt und ihn mit voller Aufmerksamkeit geschaut. Der Film funktioniert für mich übrigens nur im Original, die Synchro kann man sich meiner Meinung nach nicht geben. Was für ein unfassbares Zitatefestival. Wer dazu noch etwas mit der 80er Jahre Rock n' Roll, Hard Rock und Heavy Metal Zeit anfangen kann, ist hier genau richtig. Ich höre zwar queerbeet so ziemlich alles, aber habe u.a. z.B. große Sympathien für die Scorpions und dieser Film könnte fast eine reine Parodie nur auf diese Band sein...wobei man darüber streiten kann, ob die meisten Bands dieser Ära nicht schon eine Parodie ihrer selbst waren, nachdem man den Film gesehen hat : D Ich fand es aufjedenfall sehr beeindruckend wie nah der Film an eine echte Doku über eine reale Band herankam: Das Pseudo-intellektuelle Geschwafel über stumpfsinnige-sexistische Songtexte, das philosophieren über den eigenen Lebenskosmos und das verklärende abhypen der eigenen Karriere, insbesondere das stetige Zurückbesinnen, auf die immer gleiche kurze erfolgreiche Phase der Karriere auf der augenscheinlich die ganze Legende aufgebaut wurde. Ich habe mit Sicherheit lange nicht alle Referenzen und Wortwitze verstanden, aber der Film hat mir sehr gut gefallen und es bleibt dabei, Rob Reiner hat für mich noch keinen mittelmäßigen oder schlechten Film gemacht und seine Art des filmischen Erzählens liegt mir sehr. PS: Obwohl die Kritiken lange nicht so gut sind, möchte ich mir die Fortsetzung aufjedenfall auch anschauen. Ich habe die Figuren schon sehr ins Herz geschlossen : D "You don’t do heavy metal in Dobly" Hoher Unterhaltungswert! Mittlerer Wiederschauwert! Klare Empfehlung!
It's such a fine line between stupid and uh... clever. Yeah and clever. Ich hatte wirklich keine Vorstellung was mich hier erwartet. Einerseits ist der Film von Rob Reiner und bisher gefielen mir alle seine Filme die ich gesehen habe außerordentlich gut (Stand by Me, The Princess Bride, Harry and Sally, Misery) und noch dazu hat der Film hervorragende Kritiken. Auf der anderen Seite sah der Trailer vom Look&Feel her nach tiefstem 80er Jahre-hat die Zeit nicht gut überstanden-Film aus. Da ich mir nicht sicher war, ob ich hier nur einem verwaisten 80erKlassiker auf den Leim gehe, der seine besten Jahre hinter sich hat, habe ich den Film erstmal nur beim Essen machen nebenbei geschaut... aber was soll ich sagen, nach 10 min. hatte der Film mich schon gepackt und ich habe mich hingesetzt und ihn mit voller Aufmerksamkeit geschaut. Der Film funktioniert für mich übrigens nur im Original, die Synchro kann man sich meiner Meinung nach nicht geben. Was für ein unfassbares Zitatefestival. Wer dazu noch etwas mit der 80er Jahre Rock n' Roll, Hard Rock und Heavy Metal Zeit anfangen kann, ist hier genau richtig. Ich höre zwar queerbeet so ziemlich alles, aber habe u.a. z.B. große Sympathien für die Scorpions und dieser Film könnte fast eine reine Parodie nur auf diese Band sein...wobei man darüber streiten kann, ob die meisten Bands dieser Ära nicht schon eine Parodie ihrer selbst waren, nachdem man den Film gesehen hat : D Ich fand es aufjedenfall sehr beeindruckend wie nah der Film an eine echte Doku über eine reale Band herankam: Das Pseudo-intellektuelle Geschwafel über stumpfsinnige-sexistische Songtexte, das philosophieren über den eigenen Lebenskosmos und das verklärende abhypen der eigenen Karriere, insbesondere das stetige Zurückbesinnen, auf die immer gleiche kurze erfolgreiche Phase der Karriere auf der augenscheinlich die ganze Legende aufgebaut wurde. Ich habe mit Sicherheit lange nicht alle Referenzen und Wortwitze verstanden, aber der Film hat mir sehr gut gefallen und es bleibt dabei, Rob Reiner hat für mich noch keinen mittelmäßigen oder schlechten Film gemacht und seine Art des filmischen Erzählens liegt mir sehr. PS: Obwohl die Kritiken lange nicht so gut sind, möchte ich mir die Fortsetzung aufjedenfall auch anschauen. Ich habe die Figuren schon sehr ins Herz geschlossen : D "You don’t do heavy metal in Dobly" Hoher Unterhaltungswert! Mittlerer Wiederschauwert! Klare Empfehlung!
30
30.01.2026
The Ballad of Wallis Island
OmdU Einer der schönsten und emotionalsten (Feel Good-) Filme des letzten Jahres. Unbedingt im Orignal schauen, der Charme der Figuren kommt da einfach viel mehr zu Geltung. Tim Key mit seiner Figur Charles ist der liebenswerteste Typ den ich seit langem in Film oder Real Life erleben durfte. Seine Figur ist einfach so ehrlich und gutmütig, mit all seinen Fehlern, dass man ihn einfach in sein Herz schließen muss. Mit zunehmender Filmdauer kommen zudem noch weiteres Aspekte seiner Figur zum Vorschein, die mir die eine oder andere Träne in die Augen getrieben hat. In meinen Augen ein preiswürdiger Auftritt von Key. Die zweite größere Rolle wird von Tom Basdan ebenfalls wunderbar gespielt und es macht Spaß ihm bei seiner Entwicklung während des Films zuzuschauen. Der eigentlich größte Name im Cast und mit ein Grund mir den Film überhaupt anzuschaune, ist Carrey Mulligan, die hier allerdings nur rund ein Drittel des Films in Erscheinung tritt, dabei aber mit die schönsten und herzerwärmsten Momente schafft. Der Film ist natürlich in erster Linie ein Vibe-Film wie man ihn schon öfter gesehen hat. Eine handvoll unterschiedlicher (teils kauziger) Charaktere auf einer kleinen Insel, abseits des Alltagstrubel denken über die Vergangenheit und die Zukunfgt nach und versuchen durch- und miteinander für sich ihren Weg zu finden. Interessanterweise ist der Film gar nicht so vorhersehbar wie man meinen möchte und bietet damit deutlich mehr Potenzial zum drüber nachsinnieren, als die meisten anderen klassischen Feel Good Movies. Das Inselsetting ist schön gewählt, die Landschaftsaufnamen schaffen fernweh und der folkig-rockige Soundtrack untermalt diesen gemütlich-emotionalen Streifen einfach zauberhaft. McGywer/Mortimer würde ich mir auch zu einem persönlichen Konzert einladen. Außerdem spannend ist die Tatsache, dass der Regisseur den Film bereits 2007 bereits schon mal als Kurzfilm mit exakt den beiden gleichen männlichen Hauptdarstellern unter dem leicht abgewandelten Titel "The One and Only Herb McGwyer Plays Wallis Island" herausgebracht hat. die Rolle von Mulligan wurde dann nachträglich hinzugefügt, was dem ganzen mit Sicherheit nochmal einige positive Aspekte hinzugefügt haben dürfte, auch wenn ich den Kurzfilm noch nicht geschaut habe. Noch dazu schrieben die beiden Hauptdarsteller Basden und Key das Drehbuch selbst (die wohl auch sonst als britisches Comedy-Duo zusammen unterwegs sind) undBasden schrieb alle Songs für den Soundtrack selbst. Hoher Unterhaltungswert! Mittlerer Wiederschauwert!
OmdU Einer der schönsten und emotionalsten (Feel Good-) Filme des letzten Jahres. Unbedingt im Orignal schauen, der Charme der Figuren kommt da einfach viel mehr zu Geltung. Tim Key mit seiner Figur Charles ist der liebenswerteste Typ den ich seit langem in Film oder Real Life erleben durfte. Seine Figur ist einfach so ehrlich und gutmütig, mit all seinen Fehlern, dass man ihn einfach in sein Herz schließen muss. Mit zunehmender Filmdauer kommen zudem noch weiteres Aspekte seiner Figur zum Vorschein, die mir die eine oder andere Träne in die Augen getrieben hat. In meinen Augen ein preiswürdiger Auftritt von Key. Die zweite größere Rolle wird von Tom Basdan ebenfalls wunderbar gespielt und es macht Spaß ihm bei seiner Entwicklung während des Films zuzuschauen. Der eigentlich größte Name im Cast und mit ein Grund mir den Film überhaupt anzuschaune, ist Carrey Mulligan, die hier allerdings nur rund ein Drittel des Films in Erscheinung tritt, dabei aber mit die schönsten und herzerwärmsten Momente schafft. Der Film ist natürlich in erster Linie ein Vibe-Film wie man ihn schon öfter gesehen hat. Eine handvoll unterschiedlicher (teils kauziger) Charaktere auf einer kleinen Insel, abseits des Alltagstrubel denken über die Vergangenheit und die Zukunfgt nach und versuchen durch- und miteinander für sich ihren Weg zu finden. Interessanterweise ist der Film gar nicht so vorhersehbar wie man meinen möchte und bietet damit deutlich mehr Potenzial zum drüber nachsinnieren, als die meisten anderen klassischen Feel Good Movies. Das Inselsetting ist schön gewählt, die Landschaftsaufnamen schaffen fernweh und der folkig-rockige Soundtrack untermalt diesen gemütlich-emotionalen Streifen einfach zauberhaft. McGywer/Mortimer würde ich mir auch zu einem persönlichen Konzert einladen. Außerdem spannend ist die Tatsache, dass der Regisseur den Film bereits 2007 bereits schon mal als Kurzfilm mit exakt den beiden gleichen männlichen Hauptdarstellern unter dem leicht abgewandelten Titel "The One and Only Herb McGwyer Plays Wallis Island" herausgebracht hat. die Rolle von Mulligan wurde dann nachträglich hinzugefügt, was dem ganzen mit Sicherheit nochmal einige positive Aspekte hinzugefügt haben dürfte, auch wenn ich den Kurzfilm noch nicht geschaut habe. Noch dazu schrieben die beiden Hauptdarsteller Basden und Key das Drehbuch selbst (die wohl auch sonst als britisches Comedy-Duo zusammen unterwegs sind) undBasden schrieb alle Songs für den Soundtrack selbst. Hoher Unterhaltungswert! Mittlerer Wiederschauwert!
24
24.01.2026
We Live in Time
Mein Film des Jahres 2025! Das ist MEIN Film! ❤️
Mein Film des Jahres 2025! Das ist MEIN Film! ❤️
17
17.01.2026
September 5
Nach "Heldin" musste ich mir direkt den nächsten Leonie Benesch Film anschauen und da ich nebenbei damit beschäftigt bin Filme vom letzten Jahr nachzuholen, war September 5 - The Day Terror Went Live (nebenbei, durch den Reim bei dem Thema irgendwie ein cheesy Untertitel, aber gleichzeitig auch total passend und eingängig) die naheliegendste Wahl. Der Film hat mir gut gefallen. Er hat einen schönen Spannungsbogen und schafft es sein limitiertes Setting gut auszuspielen. Der 70er Jahre Look wurde, dafür dass der Film fast ausschließlich in wenigen Räumen ohne wohnliches Interieur spielt, hervorragend getroffen und mit nur einner einzigen taghellen Außenaufnahme, die sehr gelungen ist, hat man es trotzdem geschafft einen authentischen Look zu kreiren. Allgemein haben mir die Kameraarbeit und der Musikeinsatz sehr gefallen. Ich hatte tatsächlich nahezu keine Kenntnisse über das Attentat, außer dass ich grob wusste, dass es mit dem Israel-Palästinenser-Konflikt zu tun hat (“München“ habe ich noch nicht gesehen und anscheinend eine Allgemeinbildungslücke). Deshalb konnte mich die gesamte Inszenierung wirklich sehr in ihren Bann ziehen, weil ich nicht mal mehr wusste, wie das ganze eigentlich ausgegangen ist. Diesbezüglich hat mich auch das...“erste“ Ende, auf eine falsche Fährte gelockt und in Summe hat der Film mich dann emotional doch sehr gekriegt. In meinen Augen haben sie die Dynamik die zu der Zeit in so einer Nachrichtenredaktion geherrscht haben muss, überzeugend rüber gebracht und es war spannend mal einen Einblick in die technischen Herausforderungen dieser Zeit, noch dazu bei so einem Großereignis zu bekommen. Zum Schluss natürlich noch ein Wort zu Leonie Benesch. Sie spielt hier zwar nur eine Nebenrolle, allerdings eine bedeutende und sie schafft es auch ihrer Rolle eine solche Präsenz zu verleihen, dass sie durch ihr Schauspiel zwischendurch immer wieder Akzente setzen kann. Vielleicht ist das nur eine persönliche Wahrnehmung, aber ähnlich wie ihre Rolle als einzige Deutsche im Team, die mit ihrer Übersetzungsfähigkeit führ ihr Team Gold wert ist und dadurch immer wieder vom Film besonders in den Fokus gerückt wird, hatte ich auch wiederkehrend das Gefühl als wenn Benesch hier von Fehlbaum im ansonsten international namhaften Cast auch gezielt mit starken Momenten in den Fokus gerückt wird („Everyone`s SHUT UP Please, Shut Up“)und ich dadurch so ein bisschen diesen Stolz empfand, den man immer irgendwie hat, wenn unsere deutschen Filmschaffenden international von sich reden machen (“Jaja, Kamera auf sie...jetzt passt mal auf was sie kann und zu sagen hat^^). Insgesamt eine solide Leistung. PS: Apropos Stolz, ich habe bisher immer angenommen, dass Tim Fehlbaum ein deutscher Regisseur ist und auch wenn ich seine beiden vorherigen Filme “Hell“ und “Tides“ noch nicht gesehen habe, war ich auch hier aufgrund der Reviews und gesehenen Trailer immer froh, dass solche hochwertigen und ambitionierten Genre-Werke auch mal wieder aus Deutschland kommen...tja...Schweizer...was soll man sagen... (Habe die beiden Filme jetzt trotzdem wieder auf dem Zettel^^) Hoher Unterhaltungwert! Mittlerer Wiederschauwert!
Nach "Heldin" musste ich mir direkt den nächsten Leonie Benesch Film anschauen und da ich nebenbei damit beschäftigt bin Filme vom letzten Jahr nachzuholen, war September 5 - The Day Terror Went Live (nebenbei, durch den Reim bei dem Thema irgendwie ein cheesy Untertitel, aber gleichzeitig auch total passend und eingängig) die naheliegendste Wahl. Der Film hat mir gut gefallen. Er hat einen schönen Spannungsbogen und schafft es sein limitiertes Setting gut auszuspielen. Der 70er Jahre Look wurde, dafür dass der Film fast ausschließlich in wenigen Räumen ohne wohnliches Interieur spielt, hervorragend getroffen und mit nur einner einzigen taghellen Außenaufnahme, die sehr gelungen ist, hat man es trotzdem geschafft einen authentischen Look zu kreiren. Allgemein haben mir die Kameraarbeit und der Musikeinsatz sehr gefallen. Ich hatte tatsächlich nahezu keine Kenntnisse über das Attentat, außer dass ich grob wusste, dass es mit dem Israel-Palästinenser-Konflikt zu tun hat (“München“ habe ich noch nicht gesehen und anscheinend eine Allgemeinbildungslücke). Deshalb konnte mich die gesamte Inszenierung wirklich sehr in ihren Bann ziehen, weil ich nicht mal mehr wusste, wie das ganze eigentlich ausgegangen ist. Diesbezüglich hat mich auch das...“erste“ Ende, auf eine falsche Fährte gelockt und in Summe hat der Film mich dann emotional doch sehr gekriegt. In meinen Augen haben sie die Dynamik die zu der Zeit in so einer Nachrichtenredaktion geherrscht haben muss, überzeugend rüber gebracht und es war spannend mal einen Einblick in die technischen Herausforderungen dieser Zeit, noch dazu bei so einem Großereignis zu bekommen. Zum Schluss natürlich noch ein Wort zu Leonie Benesch. Sie spielt hier zwar nur eine Nebenrolle, allerdings eine bedeutende und sie schafft es auch ihrer Rolle eine solche Präsenz zu verleihen, dass sie durch ihr Schauspiel zwischendurch immer wieder Akzente setzen kann. Vielleicht ist das nur eine persönliche Wahrnehmung, aber ähnlich wie ihre Rolle als einzige Deutsche im Team, die mit ihrer Übersetzungsfähigkeit führ ihr Team Gold wert ist und dadurch immer wieder vom Film besonders in den Fokus gerückt wird, hatte ich auch wiederkehrend das Gefühl als wenn Benesch hier von Fehlbaum im ansonsten international namhaften Cast auch gezielt mit starken Momenten in den Fokus gerückt wird („Everyone`s SHUT UP Please, Shut Up“)und ich dadurch so ein bisschen diesen Stolz empfand, den man immer irgendwie hat, wenn unsere deutschen Filmschaffenden international von sich reden machen (“Jaja, Kamera auf sie...jetzt passt mal auf was sie kann und zu sagen hat^^). Insgesamt eine solide Leistung. PS: Apropos Stolz, ich habe bisher immer angenommen, dass Tim Fehlbaum ein deutscher Regisseur ist und auch wenn ich seine beiden vorherigen Filme “Hell“ und “Tides“ noch nicht gesehen habe, war ich auch hier aufgrund der Reviews und gesehenen Trailer immer froh, dass solche hochwertigen und ambitionierten Genre-Werke auch mal wieder aus Deutschland kommen...tja...Schweizer...was soll man sagen... (Habe die beiden Filme jetzt trotzdem wieder auf dem Zettel^^) Hoher Unterhaltungwert! Mittlerer Wiederschauwert!
12
12.01.2026
Heldin
Ich kannte die guten Kritiken, hatte aber Bedenken, dass mich der Film nicht ganz so begeistern wird, wie viele andere, weil ich selbst im Gesundheitswesen arbeite und zumindest eine zeitlang selbst "auf Station" mit Pflegekräften zusammengearbeitet habe, weshalb dieser Stress und Schock-Effekt bei mir wahrscheinlich nicht so gegeben sein wird... Ich wurde vom Film eines besseren belehrt und das zeigt mir vor allem, dass der Film eben nicht nur durch bloße Effekthascherei, Dramatik um des Dramas Willen usw. funktioniert, sondern weil er einfach unfassbar gut und dabei auch noch realitätsnah inszenierter ist. Leonie Benesch ist ein Traum von Schauspielerin in der Hauptrolle und ich möchte alles von ihr sehen. Das Lehrerzimmer und September 5 haben mich bisher nur aus der Ferne interessiert, jetzt sind sie auf meiner To-Do-List. Das Tempo des Films steigert sich unmerklich im Hintergrund, die Musikuntermalung entwickelt sich von entspannt begleitend zu dramatisch untermalend und das Drehbuch ist wirklich sehr stark hier. Für mich eine Art The Father im Krankenhaus. Weiterer Pluspunkt: knackige Laufzeit, der Film schafft es im Grunde schon mit deutlich weniger als 90 min seine Geschichte zu erzählen, braucht dann aber natürlich noch etwas Zeit um Dinge ausklingen zu lassen. Ein, zwei Mini-Momente haben den Film für mich an den 5 Punkten vorbeischrammen lassen, aber er ist aufjedenfall in den Top 3 des Jahres für mich. Ich weiß nicht was das los ist, aber im Moment führen zwei "deutsche" (ich weiß, Heldin ist einer Schweizer Produktion) Filme meine Bestenliste des Jahres 2025 an. Hoher Unterhaltungswert! Hoher Wiederschauwert! Klare Empfehlung!
Ich kannte die guten Kritiken, hatte aber Bedenken, dass mich der Film nicht ganz so begeistern wird, wie viele andere, weil ich selbst im Gesundheitswesen arbeite und zumindest eine zeitlang selbst "auf Station" mit Pflegekräften zusammengearbeitet habe, weshalb dieser Stress und Schock-Effekt bei mir wahrscheinlich nicht so gegeben sein wird... Ich wurde vom Film eines besseren belehrt und das zeigt mir vor allem, dass der Film eben nicht nur durch bloße Effekthascherei, Dramatik um des Dramas Willen usw. funktioniert, sondern weil er einfach unfassbar gut und dabei auch noch realitätsnah inszenierter ist. Leonie Benesch ist ein Traum von Schauspielerin in der Hauptrolle und ich möchte alles von ihr sehen. Das Lehrerzimmer und September 5 haben mich bisher nur aus der Ferne interessiert, jetzt sind sie auf meiner To-Do-List. Das Tempo des Films steigert sich unmerklich im Hintergrund, die Musikuntermalung entwickelt sich von entspannt begleitend zu dramatisch untermalend und das Drehbuch ist wirklich sehr stark hier. Für mich eine Art The Father im Krankenhaus. Weiterer Pluspunkt: knackige Laufzeit, der Film schafft es im Grunde schon mit deutlich weniger als 90 min seine Geschichte zu erzählen, braucht dann aber natürlich noch etwas Zeit um Dinge ausklingen zu lassen. Ein, zwei Mini-Momente haben den Film für mich an den 5 Punkten vorbeischrammen lassen, aber er ist aufjedenfall in den Top 3 des Jahres für mich. Ich weiß nicht was das los ist, aber im Moment führen zwei "deutsche" (ich weiß, Heldin ist einer Schweizer Produktion) Filme meine Bestenliste des Jahres 2025 an. Hoher Unterhaltungswert! Hoher Wiederschauwert! Klare Empfehlung!
11
11.01.2026
Train Dreams
Toller Film! Fehlte nicht viel zu 4,5 Hüten, aber der letzte Funke war es dann doch. Ein Film wie für mich gemacht. Ruhig gefilmt, atmosphärische Landschaftsaufnahmen, angenehm passender Soundtrack...wenige Worte, ein philosophischer Unterbau...ein einsamer, nachdenklicher Hauptdarsteller der den Sinn des Lebens sucht. Gefällt mir! Einziger Kritikpunkt, die titelgebenden Traumsequenzen hätte es für mich nur zum Ende hin gebraucht, davor wirkten sie etwas fehl am Platz. Hoher Unterhaltungswert! Mittlerer Wiederschauwert!
Toller Film! Fehlte nicht viel zu 4,5 Hüten, aber der letzte Funke war es dann doch. Ein Film wie für mich gemacht. Ruhig gefilmt, atmosphärische Landschaftsaufnahmen, angenehm passender Soundtrack...wenige Worte, ein philosophischer Unterbau...ein einsamer, nachdenklicher Hauptdarsteller der den Sinn des Lebens sucht. Gefällt mir! Einziger Kritikpunkt, die titelgebenden Traumsequenzen hätte es für mich nur zum Ende hin gebraucht, davor wirkten sie etwas fehl am Platz. Hoher Unterhaltungswert! Mittlerer Wiederschauwert!
09
09.01.2026
Wind River
Puh...der zieht einem die Schuhe aus. Was schaut man sich an einem Schneesturm Wochende an? Klar einen verschneiten Schneethriller. Wollte ich schon lange schauen, heute war die richtige Stimmung und das passende Wetter dafür gekommen. Jeremy Renner und Elisabeth Olsen spielen das wirklich stark. Die Inszenierung gefiel mir auch außerordentlich gut. Gerade das hier immer genau der richtige Ton getroffen wurde. Kein Wort zu viel, keine unnötigen Witze...alles fühlt sich echt und nahbar an. Kein klassischer Hollywoodthriller. Die Kamera präsentiert gleichzeitig wunderschöne, wie raue und düstere Bilder der Landschaft Wyomings. Klasse Film! Klare Empfehlung! Hoher Unterhaltungswert! Mittlerer Wiederschauwert!
Puh...der zieht einem die Schuhe aus. Was schaut man sich an einem Schneesturm Wochende an? Klar einen verschneiten Schneethriller. Wollte ich schon lange schauen, heute war die richtige Stimmung und das passende Wetter dafür gekommen. Jeremy Renner und Elisabeth Olsen spielen das wirklich stark. Die Inszenierung gefiel mir auch außerordentlich gut. Gerade das hier immer genau der richtige Ton getroffen wurde. Kein Wort zu viel, keine unnötigen Witze...alles fühlt sich echt und nahbar an. Kein klassischer Hollywoodthriller. Die Kamera präsentiert gleichzeitig wunderschöne, wie raue und düstere Bilder der Landschaft Wyomings. Klasse Film! Klare Empfehlung! Hoher Unterhaltungswert! Mittlerer Wiederschauwert!
02
02.01.2026
Fargo - Blutiger Schnee
Zum plötzlichen Wintereinbruch heute gab es eigentlich nur einen Film der mir sofort für einen Re-Watch (nach ca. 15 Jahren) in den Sinn kam - Fargo. Ich hatte heute richtig Lust auf diese schöne Mischung aus skurrilen Figuren, absurden Dialogen und dieser gemütlich grau-weiß-schnöden Schneelandschaft im Hinterland von Minnesota. Der macht auch Jahre später noch Spaß. William H. Macy habe ich sonst nie auf dem Zettel, aber hier spielt er wirklich hervorrgagend. Allgemein sind alle nahezu alle DarstellerInnen hier wirklich große klasse. Allein die Szenen mit Frances McDormand sind diesen Film wert. Ganz stark fand ich hier z.B. die letzte Szene zwischen ihr und Macy, obwohl die gar nicht so lang ist, aber ihr Schauspiel ist in dem Moment wahnsinnig gut. Hoher Unterhaltungswert! Mittlerer Wiederschauwert!
Zum plötzlichen Wintereinbruch heute gab es eigentlich nur einen Film der mir sofort für einen Re-Watch (nach ca. 15 Jahren) in den Sinn kam - Fargo. Ich hatte heute richtig Lust auf diese schöne Mischung aus skurrilen Figuren, absurden Dialogen und dieser gemütlich grau-weiß-schnöden Schneelandschaft im Hinterland von Minnesota. Der macht auch Jahre später noch Spaß. William H. Macy habe ich sonst nie auf dem Zettel, aber hier spielt er wirklich hervorrgagend. Allgemein sind alle nahezu alle DarstellerInnen hier wirklich große klasse. Allein die Szenen mit Frances McDormand sind diesen Film wert. Ganz stark fand ich hier z.B. die letzte Szene zwischen ihr und Macy, obwohl die gar nicht so lang ist, aber ihr Schauspiel ist in dem Moment wahnsinnig gut. Hoher Unterhaltungswert! Mittlerer Wiederschauwert!
01
01.01.2026
Der Marsianer - Rettet Mark Watney
Nach The Revenant der zweite große Brocken den ich noch auf meiner Watchlist hatte und den ich jetzt endlich abgearbeitet habe. Ich wollte aufjedenfall mit einem potenziellen 4,5/5er Kandidaten ins neue Jahr starten und das hat auch ziemlich gut geklappt. Meine Erwartungshaltung war zwar eine völlig andere, aber der Film konnte mich trotzdem voll abholen und das obwohl es eigentlich schon viel zu spät und ich deutlich zu müde war. Wenn ein Film es schafft einen aus dieser ungünstigen Ausgangssituation heraus abzuholen, dann muss der schon ordentlich was können. Ich bin zwar vorher von einem Interstellar 2.0 ausgegangen, aber schon nach den ersten Minuten war mir klar, das die typischen Spannungsmomente die eben z.B. in einem Interstellar eigene Höhepunkte wären ,die mit epischem Soundtrack über 10 min. ausgewalzt worden wären, hier nicht der Hauptfokus sind. Dazu gesellte sich dann relativ schnell der lockere Ton und die vielen humorvollen Einschübe bei denen ich oftmals wirklich laut auflachen musste. Matt Damon ist hier natürlich eine absolut sichere Wahl als Hauptdarsteller und Sympathieträger. Trotzdem hat der Film natürlich auf seine Art auch seine Spannungsmomente, aber es gibt hier eben nicht diesen klassischen dauerhaften Spannungsbogen wo der Film von einem Höhepunkt zum nächsten wandert. Es ist – wie für den Protagonisten auch – eher ein langer Weg zum Ziel und zwischendurch müssen eben eine paar Herausforderungen überwunden werden. Das Ridley Scott hier den schwierigen Spagat zwischen Spannung, Action und Humor schafft, ist wirklich eine Kunst, da dieser Film das Potenzial gehabt hätte zu zerfasert, langweilig, langatmig und mit unpassenden Humor gewürzt zu werden, da der Storyverlauf eben nicht unbedingt dem klassischen Blockbuster-Format entspricht. Im Vergleich zu Interstellar fehlt überall eine Schippe, die Bilder sind schön anzusehen, aber nicht überragend, der Soundtrack unterstützt passend, sticht aber nicht heraus und durch die humorvollen Elemente haben die emotionalen Szenen nicht ganz den Impact den Ersterer eben hat. Insgesamt aber ein sehr starker Sci-Fi Film der mit der positiven Grundstimmung, auch seine Protagonisten mal einen schönen Kontrast zu sonsitgen Filmen dieser Art schafft. Hoher Unterhaltungswert! Mittlerer Wiederschauwert!
Nach The Revenant der zweite große Brocken den ich noch auf meiner Watchlist hatte und den ich jetzt endlich abgearbeitet habe. Ich wollte aufjedenfall mit einem potenziellen 4,5/5er Kandidaten ins neue Jahr starten und das hat auch ziemlich gut geklappt. Meine Erwartungshaltung war zwar eine völlig andere, aber der Film konnte mich trotzdem voll abholen und das obwohl es eigentlich schon viel zu spät und ich deutlich zu müde war. Wenn ein Film es schafft einen aus dieser ungünstigen Ausgangssituation heraus abzuholen, dann muss der schon ordentlich was können. Ich bin zwar vorher von einem Interstellar 2.0 ausgegangen, aber schon nach den ersten Minuten war mir klar, das die typischen Spannungsmomente die eben z.B. in einem Interstellar eigene Höhepunkte wären ,die mit epischem Soundtrack über 10 min. ausgewalzt worden wären, hier nicht der Hauptfokus sind. Dazu gesellte sich dann relativ schnell der lockere Ton und die vielen humorvollen Einschübe bei denen ich oftmals wirklich laut auflachen musste. Matt Damon ist hier natürlich eine absolut sichere Wahl als Hauptdarsteller und Sympathieträger. Trotzdem hat der Film natürlich auf seine Art auch seine Spannungsmomente, aber es gibt hier eben nicht diesen klassischen dauerhaften Spannungsbogen wo der Film von einem Höhepunkt zum nächsten wandert. Es ist – wie für den Protagonisten auch – eher ein langer Weg zum Ziel und zwischendurch müssen eben eine paar Herausforderungen überwunden werden. Das Ridley Scott hier den schwierigen Spagat zwischen Spannung, Action und Humor schafft, ist wirklich eine Kunst, da dieser Film das Potenzial gehabt hätte zu zerfasert, langweilig, langatmig und mit unpassenden Humor gewürzt zu werden, da der Storyverlauf eben nicht unbedingt dem klassischen Blockbuster-Format entspricht. Im Vergleich zu Interstellar fehlt überall eine Schippe, die Bilder sind schön anzusehen, aber nicht überragend, der Soundtrack unterstützt passend, sticht aber nicht heraus und durch die humorvollen Elemente haben die emotionalen Szenen nicht ganz den Impact den Ersterer eben hat. Insgesamt aber ein sehr starker Sci-Fi Film der mit der positiven Grundstimmung, auch seine Protagonisten mal einen schönen Kontrast zu sonsitgen Filmen dieser Art schafft. Hoher Unterhaltungswert! Mittlerer Wiederschauwert!
30
30.12.2025
The Life of Chuck
Der Film verfolgt mich schon die ganze zweite Jahreshälfte, ins Kino habe ich es nicht geschafft, deshalb jetzt endlich zum Jahresausklang. Ich hatte mir etwas völlig anderes vorgestellt. Überrascht hat mich nach den ganzen “schönster Film des Jahres“ und “lebensbejahend“ etc. Kommentaren der düstere und fast schon gruselige Grundton zu Beginn. Für mich zartbesaiteten Menschen hatten manche Szenen schon einen gewissen Grusel-Horror Charakter und ich war etwas irritiert, wie das hier noch “lebensbejahend und positiv“ werden soll. Nach dem Abspann fiel es mir dann wie Schuppen von den Augen...Stephen King ist der Urheber der Geschichte , was ich vorher schon mal gehört aber wieder verdrängt habe. Seine melancholisch-traurige-tragisch-gruselige Note die er immer wieder mal in seinen emotionalen Geschichten (Verfilmungen) einbringt trifft mich tatsächlich immer auf einer ganz unangenehmen Ebene. Schon irgendwie positiv, aber es bleibt auch immer so ein Stein im Bauch der einen nicht loslässt. Die ersten 40 Minuten waren daher für mich eine sehr bedrückende Erfahrung, der zweite Akt dagegen hat mich zum Lachen gebracht und die pure Lebensfreude in mir entfacht, während der erste Akt irgendwo dazwischen herum balanciert und alle möglichen Gefühle in mir ausgelöst hat. Ich nehme viel aus dem Film mit und denke gerade noch viel darüber nach. Als gesamter Film vielleicht etwas unrund, da die drei Akte doch inhaltlich wie stilistisch und tonal schon sehr unterschiedlich sind, gleichzeitig aber irgendwo doch auch in sich stimmig, wenn man die eigentliche Message im Hinterkopf hat. Hoher Unterhaltungswert! Mittlerer Wiederschauwert!
Der Film verfolgt mich schon die ganze zweite Jahreshälfte, ins Kino habe ich es nicht geschafft, deshalb jetzt endlich zum Jahresausklang. Ich hatte mir etwas völlig anderes vorgestellt. Überrascht hat mich nach den ganzen “schönster Film des Jahres“ und “lebensbejahend“ etc. Kommentaren der düstere und fast schon gruselige Grundton zu Beginn. Für mich zartbesaiteten Menschen hatten manche Szenen schon einen gewissen Grusel-Horror Charakter und ich war etwas irritiert, wie das hier noch “lebensbejahend und positiv“ werden soll. Nach dem Abspann fiel es mir dann wie Schuppen von den Augen...Stephen King ist der Urheber der Geschichte , was ich vorher schon mal gehört aber wieder verdrängt habe. Seine melancholisch-traurige-tragisch-gruselige Note die er immer wieder mal in seinen emotionalen Geschichten (Verfilmungen) einbringt trifft mich tatsächlich immer auf einer ganz unangenehmen Ebene. Schon irgendwie positiv, aber es bleibt auch immer so ein Stein im Bauch der einen nicht loslässt. Die ersten 40 Minuten waren daher für mich eine sehr bedrückende Erfahrung, der zweite Akt dagegen hat mich zum Lachen gebracht und die pure Lebensfreude in mir entfacht, während der erste Akt irgendwo dazwischen herum balanciert und alle möglichen Gefühle in mir ausgelöst hat. Ich nehme viel aus dem Film mit und denke gerade noch viel darüber nach. Als gesamter Film vielleicht etwas unrund, da die drei Akte doch inhaltlich wie stilistisch und tonal schon sehr unterschiedlich sind, gleichzeitig aber irgendwo doch auch in sich stimmig, wenn man die eigentliche Message im Hinterkopf hat. Hoher Unterhaltungswert! Mittlerer Wiederschauwert!
29
29.12.2025
Wonka
Nach Paddington 2, der zweite Paul King Film an diesem Abend. Leider mit ähnlichen Kritkpunkten, wenn auch dieses Mal nicht das Ausgangsmaterial betreffend. Charlie und die Schokoladenfabrik habe ich nie gelesen, das Original nicht gesehen und die Sichtung des Burton Films ist mit Sicherheit über 15 Jahre her. Ich habe mich auf einen bunten und locker unterhaltsamen Weihnachts-Winterfilm mit viel Schokolade, einer farbenfrohe Inszenierung von Paul King und einen ausgelassenen Timothee Chalamet gefreut. Teilweise habe ich das auch bekommen. Leider hat sich hier auch das Paddington-Syndrom breit gemacht und anstatt sich auf das Herz des Films zu konzentrieren und die Steilvorlage einer bunten Süßigkeiten-Welt Vorlage für einen optisch berauschenden Musicalfilm zu nutzen wurde auch hier ähnlich viel Zeit mit viel zu ernsten Nebensächlichkeiten verschwendet, um Personen in grauen und nichtssagenden Räumen und Gebäuden über eine Thrillerhandlung debattieren zu lassen. Warum zeigt ihr nicht mehr von diesen wunderbaren Szenen wie zu Beginn des Films wenn Wonka in der Stadt ankommt oder wenn er die Leute auf der Straße oder bei der ersten Ladenöffnung mit bunten Leckereien und allerhand fantastischen Folgen des Schokoladenverzehrs vertraut macht. Stattdessen gibt es unnötig böse Nebenfiguren und Gegenspieler, eine vergessenswerte Drama-Familien-Story eines Nebencharakters usw. Ich möchte mehr von solchen Szenen wie mit dieser ausklappbaren Koffer-Miniatur-Schokoladen-Fabrik mit den vielen kleinen Details. Diese überhöhten verträumten La La Land-artigen Sing und Tanzsequenzen über den Dächern. Das ist doch alles zauberhaft. Ich hab langsam das Gefühl Paul King wäre genau der richtige für ein Harry Potter Spin-Off Film über Zonkos Scherzartikelladen oder Weasleys Zauberhafte Zauberscherze oder den Honigtopf, aber sobald er eine übergeordnete Story dazudichten (-inszenieren) soll, wird es manchmal unnötig nebensächlich, uninteressant, langatmig usw. Man kann ihm immer schwer böse sein, weil man einfach sieht das er sein Handwerk irgendwo schon fantastisch beherrscht und er ähnlich eines Wes Anderson oder eines Tim Burton auch klar einen eigenen Stil für sich gefunden hat, den er konsequent verfolgt, aber irgendwo fehlt ihm noch der richtige Supervisor an seiner Seite, der ihm in den richtigen Momenten den Schubser in die richtige Richtung zurück gibt. Paul King wäre aufjedenfall eine super Wahl für ein Stein der Weisen Remake, aber mit Beistand. Wonka ist liebevoll inszeniert, hat einen tollen Cast, viele zauberhafte Momente, tolle Ideen, aber leider auch einen unnötige Krimihandlung, unnötige Actioneinlagen und langweilige Setpieces zwischendurch sowieso ein insgesamt leider unterwältigendes Drama-Action-Finale. Mittlerer Unterhaltungswert! Niedriger Unterhaltungswert!
Nach Paddington 2, der zweite Paul King Film an diesem Abend. Leider mit ähnlichen Kritkpunkten, wenn auch dieses Mal nicht das Ausgangsmaterial betreffend. Charlie und die Schokoladenfabrik habe ich nie gelesen, das Original nicht gesehen und die Sichtung des Burton Films ist mit Sicherheit über 15 Jahre her. Ich habe mich auf einen bunten und locker unterhaltsamen Weihnachts-Winterfilm mit viel Schokolade, einer farbenfrohe Inszenierung von Paul King und einen ausgelassenen Timothee Chalamet gefreut. Teilweise habe ich das auch bekommen. Leider hat sich hier auch das Paddington-Syndrom breit gemacht und anstatt sich auf das Herz des Films zu konzentrieren und die Steilvorlage einer bunten Süßigkeiten-Welt Vorlage für einen optisch berauschenden Musicalfilm zu nutzen wurde auch hier ähnlich viel Zeit mit viel zu ernsten Nebensächlichkeiten verschwendet, um Personen in grauen und nichtssagenden Räumen und Gebäuden über eine Thrillerhandlung debattieren zu lassen. Warum zeigt ihr nicht mehr von diesen wunderbaren Szenen wie zu Beginn des Films wenn Wonka in der Stadt ankommt oder wenn er die Leute auf der Straße oder bei der ersten Ladenöffnung mit bunten Leckereien und allerhand fantastischen Folgen des Schokoladenverzehrs vertraut macht. Stattdessen gibt es unnötig böse Nebenfiguren und Gegenspieler, eine vergessenswerte Drama-Familien-Story eines Nebencharakters usw. Ich möchte mehr von solchen Szenen wie mit dieser ausklappbaren Koffer-Miniatur-Schokoladen-Fabrik mit den vielen kleinen Details. Diese überhöhten verträumten La La Land-artigen Sing und Tanzsequenzen über den Dächern. Das ist doch alles zauberhaft. Ich hab langsam das Gefühl Paul King wäre genau der richtige für ein Harry Potter Spin-Off Film über Zonkos Scherzartikelladen oder Weasleys Zauberhafte Zauberscherze oder den Honigtopf, aber sobald er eine übergeordnete Story dazudichten (-inszenieren) soll, wird es manchmal unnötig nebensächlich, uninteressant, langatmig usw. Man kann ihm immer schwer böse sein, weil man einfach sieht das er sein Handwerk irgendwo schon fantastisch beherrscht und er ähnlich eines Wes Anderson oder eines Tim Burton auch klar einen eigenen Stil für sich gefunden hat, den er konsequent verfolgt, aber irgendwo fehlt ihm noch der richtige Supervisor an seiner Seite, der ihm in den richtigen Momenten den Schubser in die richtige Richtung zurück gibt. Paul King wäre aufjedenfall eine super Wahl für ein Stein der Weisen Remake, aber mit Beistand. Wonka ist liebevoll inszeniert, hat einen tollen Cast, viele zauberhafte Momente, tolle Ideen, aber leider auch einen unnötige Krimihandlung, unnötige Actioneinlagen und langweilige Setpieces zwischendurch sowieso ein insgesamt leider unterwältigendes Drama-Action-Finale. Mittlerer Unterhaltungswert! Niedriger Unterhaltungswert!
28
28.12.2025
Paddington 2
Es war etwas surreal...ich habe heute zufällig zwei Paul King Filme hintereinander geschaut und es war stellenweise etwas verwirrend zahlreiche Darsteller in beiden FIlmen aber unterschiedlichen Rollen auftauchen zu sehen... Paddington 2 schiebe ich seit Jahren vor mir her, habe natürlich mitbekommen, dass er in zahlreichen Benstenlisten aufgetetaucht ist und viel gelobt wurde. Meine Erwartungshaltung hielt sich trotzdem relativ in Grenzen, weil ich mir nicht vorstellen konnte wie man im Stil des ersten Teils (den ich okey gut fand, mit einigen Kritikpunkten) einen so außergewöhnlichen Film erschaffen könnte, das er Kritiker wie Zuschauermasse gleichermaßen begeistern kann. Nach der Sichtung bin ich nicht unbedingt schlauer geworden. Ich liebe Paddington seit ich denken kann, finde die Bücher fantastisch und habe die alte Zeichentrickserie früher schon geschaut und schaue sie auch heute noch mit meiner Tochter. Ich kann absolut honorieren was Paul King in den ersten beiden Filmen als Regisseur geschaffen hat. Er hat ein Händchen für die Darsteller, das Casting ist super, die kleinen feinen filmischen Spielereien mit denen er arbeitet, die Kameraperspektiven usw. sind wirklich liebevoll umgesetzt. Eine Kleinigkeit die mich allerdings tatsächlich schon beim ersten Teil gestört hat, ist jedoch die Optik der Schnauze von Paddington...hier ist irgendwas schief gelaufen, aber gut, mag eine Einzelmeinung sein. Mein viel größerer Kritikpunkt ist viel mehr, das der Kern der Paddington-Geschichten mir zu sehr zugunsten einer größeren aufgebauschten ''Actionhandlung'' geopfert wird und mir somit der Charme des Ursprungsmaterials ein bisschen abhanden kommt. Klar, Paddington wird auch im Film liebevoll trottelig dargestellt und hat das Herz am rechten Fleck, aber während es in den Büchern und der Zeichentrickserie um ganz einfache Alltagssituationen geht in denen sich der Bär in der Menschenwelt Londons zurechtfinden muss und sich der Humor - kindgerecht - aus der Situation heraus ergibt, weil er Dinge falsch versteht oder nur die Hälfte mitbekommt bzw. Floskeln fehlinterpretiert, müssen es in den Filmen immer gleich verbrecherische Gegenspieler mit niederen Motiven sein, die ''besiegt'' oder ''überführt'' werden müssen. Warum ist es nicht möglich eine absolut bodenständige Ausgangsstory mit dem gleichen Witz auch genauso bodenständig auf die Leinwand zu bringen. Paddington ist kein Actionheld und er braucht garantiert keine Pseudo-sentimentale Trennungsgeschichte mit den Browns angedichtet zu bekommen um einen mitreißenden Film zu erhalten. Die klassichen Paddington-Momente dienen in den Filmen leider nur dazu als kleine Slapstickeinlagen die VoiceOver Szenen lustig zu untermalen. Die Filme an sich sind charmant und liebevoll inszeniert, die Figuren an sich nett integriert, aber die Storys und GegenspielerInnen passen einfach überhaupt nicht zu Paddington. Außerdem hätte ich mir durchaus noch eine intensivere Bindung bzw. mehr Szenen zwischen Paddington und den Browns, Mr. Gruber sowie Mr. Curry usw. gewünscht, anstatt ihn 90% der Zeit mit hinzugedichten Figuren interagieren zu lassen. Auch wenn es für eine Einmalsichtung ganz unterhaltsam war und die Filme auch mit viel Herz inszeniert worden, sind die beiden ersten Paddington-Filme für mich leider auch viel verschwendetes Potenzial. Mittlerer Unterhaltungswert! Niedriger Wiederschauwert!
Es war etwas surreal...ich habe heute zufällig zwei Paul King Filme hintereinander geschaut und es war stellenweise etwas verwirrend zahlreiche Darsteller in beiden FIlmen aber unterschiedlichen Rollen auftauchen zu sehen... Paddington 2 schiebe ich seit Jahren vor mir her, habe natürlich mitbekommen, dass er in zahlreichen Benstenlisten aufgetetaucht ist und viel gelobt wurde. Meine Erwartungshaltung hielt sich trotzdem relativ in Grenzen, weil ich mir nicht vorstellen konnte wie man im Stil des ersten Teils (den ich okey gut fand, mit einigen Kritikpunkten) einen so außergewöhnlichen Film erschaffen könnte, das er Kritiker wie Zuschauermasse gleichermaßen begeistern kann. Nach der Sichtung bin ich nicht unbedingt schlauer geworden. Ich liebe Paddington seit ich denken kann, finde die Bücher fantastisch und habe die alte Zeichentrickserie früher schon geschaut und schaue sie auch heute noch mit meiner Tochter. Ich kann absolut honorieren was Paul King in den ersten beiden Filmen als Regisseur geschaffen hat. Er hat ein Händchen für die Darsteller, das Casting ist super, die kleinen feinen filmischen Spielereien mit denen er arbeitet, die Kameraperspektiven usw. sind wirklich liebevoll umgesetzt. Eine Kleinigkeit die mich allerdings tatsächlich schon beim ersten Teil gestört hat, ist jedoch die Optik der Schnauze von Paddington...hier ist irgendwas schief gelaufen, aber gut, mag eine Einzelmeinung sein. Mein viel größerer Kritikpunkt ist viel mehr, das der Kern der Paddington-Geschichten mir zu sehr zugunsten einer größeren aufgebauschten ''Actionhandlung'' geopfert wird und mir somit der Charme des Ursprungsmaterials ein bisschen abhanden kommt. Klar, Paddington wird auch im Film liebevoll trottelig dargestellt und hat das Herz am rechten Fleck, aber während es in den Büchern und der Zeichentrickserie um ganz einfache Alltagssituationen geht in denen sich der Bär in der Menschenwelt Londons zurechtfinden muss und sich der Humor - kindgerecht - aus der Situation heraus ergibt, weil er Dinge falsch versteht oder nur die Hälfte mitbekommt bzw. Floskeln fehlinterpretiert, müssen es in den Filmen immer gleich verbrecherische Gegenspieler mit niederen Motiven sein, die ''besiegt'' oder ''überführt'' werden müssen. Warum ist es nicht möglich eine absolut bodenständige Ausgangsstory mit dem gleichen Witz auch genauso bodenständig auf die Leinwand zu bringen. Paddington ist kein Actionheld und er braucht garantiert keine Pseudo-sentimentale Trennungsgeschichte mit den Browns angedichtet zu bekommen um einen mitreißenden Film zu erhalten. Die klassichen Paddington-Momente dienen in den Filmen leider nur dazu als kleine Slapstickeinlagen die VoiceOver Szenen lustig zu untermalen. Die Filme an sich sind charmant und liebevoll inszeniert, die Figuren an sich nett integriert, aber die Storys und GegenspielerInnen passen einfach überhaupt nicht zu Paddington. Außerdem hätte ich mir durchaus noch eine intensivere Bindung bzw. mehr Szenen zwischen Paddington und den Browns, Mr. Gruber sowie Mr. Curry usw. gewünscht, anstatt ihn 90% der Zeit mit hinzugedichten Figuren interagieren zu lassen. Auch wenn es für eine Einmalsichtung ganz unterhaltsam war und die Filme auch mit viel Herz inszeniert worden, sind die beiden ersten Paddington-Filme für mich leider auch viel verschwendetes Potenzial. Mittlerer Unterhaltungswert! Niedriger Wiederschauwert!