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BFG - Big Friendly Giant

Spielbergs riesengroßes Wunderland

BFG - Big Friendly Giant Kritik

3 Kommentar(e) - 07.07.2016 von Moviejones
Filmkritik

BFG - Big Friendly Giant Bewertung: 3.5/5

Steven Spielberg hat in seinem Leben schon so manchen fantastischen Moment auf die Kinoleinwand gezaubert. Kein Genre, an dem er sich nicht versucht hat. Nach dem anspruchsvollen Bridge of Spies - Der Unterhändler widmet er sich erneut leichterer Kost und inszeniert einen magischen Kinderfilm, mit dem aber auch Erwachsene ihre Freude haben können: Basierend auf Roald Dahls Kinderbuch "Sophiechen und der Riese" bringt er BFG - Big Friendly Giant auf die Kinoleinwand.

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Die kleine Sophie (Ruby Barnhill) ist schlau, gewitzt und doch unglücklich, denn das Leben im Waisenhaus ist nicht leicht. Als sie wieder einmal des Nachts nicht schlafen kann, entdeckt sie auf den Straßen Londons einen geheimnisvollen Schatten. Ein Riese schleicht durch die Gassen! Als er bemerkt, dass Sophie ihn entdeckt hat, entführt er die Kleine prompt ins Land der Riesen. Hat Sophie noch zu Beginn Angst, erkennt sie schnell, dass dieser Riese - der BFG - ein ganz friedliches Wesen ist und beide freunden sich schnell an. Sophie erfährt, dass der BFG Träume einfängt und den Menschen in der Welt dort draußen schickt, aber unglücklicherweise gibt es noch andere Riesen und jene lieben es, Menschen zu verspeisen und den BFG zu unterdrücken. Gemeinsam mit Sophie schmiedet er also einen Plan, wie die bösen Riesen ein für allemal besiegt werden können...

BFG - Big Friendly Giant Filmkritik

CGI-Tricktechnik ist ein zweischneidiges Schwert. Wird sie im Übermaß eingesetzt und einzig und allein um visuelles Verlangen zu stillen, wirken Filme nicht selten zu pompös, zu kalt und nur nach technischer Spielerei. Doch CGI kann einen Film auch bereichern, dann, wenn die Möglichkeiten der realen Welt erschöpft sind und magische Szenen auf der Leinwand ihren Platz finden sollen. Spielbergs BFG - Big Friendly Giant ist zum Glück ein Vertreter der zweiten Zunft und etwas anderes hätten wir bei dem Meisterregisseur auch nicht erwartet. Dank modernster Tricktechnik kann er Roald Dahl opulent in Szene setzen und vor allem die Riesen so darstellen, dass sie zu glaubwürdigen Protagonisten werden, die neben den echten Darstellern bestehen.

Im Vordergrund steht natürlich der BFG, der freundliche Riese, gespielt von Mark Rylance. Als Zuschauer vergisst man schnell, dass es sich hierbei um eine computeranimierte Figur handelt, vor allem weil das Zusammenspiel mit Sophie so gelungen ist. Es zeigt sich, wie viel mehr Liebe in die Ausarbeitung der Figuren geflossen ist, als bei dem noch gar nicht so alten Jack and the Giants. Doch so toll die Animationen auch sind, die Show wird jedem CGI-Effekt von seiner kleinen, großartigen Hauptdarstellerin gestohlen. Spielberg hatte sich für das Casting von Sophie viel Zeit genommen und wollte eine Darstellerin, die noch nicht bekannt ist und mit Ruby Barnhill ist ihm das vortrefflich gelungen.

Geradezu verspielt wirft Spielberg den Zuschauer mitten rein in die Handlung und lässt ihn und Sophie das Land der Riesen erkunden, ohne schon vorher zu viel zu erklären. Dadurch wird die Geschichte selbst zur Entdeckungsreise, zum großen Abenteuer und Spielberg hält das Tempo lange Zeit erstaunlich hoch, ohne hastig zu wirken. Dabei nimmt er sich Zeit für seine Figuren und scheut auch vor ruhigeren Momenten und einem leichten Anklingen von Melancholie nicht zurück. Trotz böser Riesen driftet die gesamte Geschichte auch nicht zu sehr ins Düstere ab und bleibt im Kern eine reinrassige Kindergeschichte, die aber alle Altersgruppen erfreuen kann. Zum Ende des zweiten Drittels verliert BFG - Big Friendly Giant etwas an Fahrt und dadurch verlängert sich der Film auf fast zwei Stunden, was für einen in erster Linie gedachten Kinderfilm etwas zu lang ist. Hier hätten ein paar straffere Schnitte dem Erzählfluss gut getan. Doch zum Glück findet der Film kurz darauf wieder zu seinem anfangs aufgebauten Erzählfluss zurück und erfreut den Zuschauer mit einem märchenhaften Ende.

BFG - Big Friendly Giant Bewertung

Zwar schafft es Spielberg nicht, mit BFG - Big Friendly Giant an seine besten Amblin-Zeiten anzuknüpfen und eine ähnliche Atmosphäre zu erzeugen, dennoch ist auch sein neuester Film sehr gut erzählt und voller wunderschöner Szenen. Dank der Trickkünstler wird vor allem dem BFG ein Leben eingehaucht, aber der wahre Star ist Newcomerin Ruby Barnhill, die Sophie mit so viel Hingabe spielt, dass es einfach wundervoll anzuschauen ist. Damit wird BFG - Big Friendly Giant zum perfekten Film für die ganze Familie.



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BFG - Big Friendly Giant Bewertung
Bewertung des Films
710
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3 Kommentare - Moviejones distanziert sich von Userbeiträgen.
ZSSnake
Expendable
Geschlecht | 21.07.2016 | 23:36 Uhr21.07.2016 | Kontakt
Jonesi

Nach meiner Sichtung heute kann ich der Kritik nur zustimmen. Es ist ein wunderschöner, toll erzählter und gut gespielter Märchenfilm mit wundervoller Atmosphäre, einem gelungenen Score von Williams und einer Jungdarstellerin die wirklich klasse ist. Alles in allem ein echter Familienfilm und trotz gemäßigtem Erzähltempo definitiv für Fans von Spielberg den Kinobesuch wert. Die Magie eines E.T. oder Hook erreicht er vielleicht nicht ganz, aber in Sachen Familienunterhaltung war der gute Steven lange nicht mehr so gut wie bei BFG.

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
TiiN
Pirat
Geschlecht | 07.07.2016 | 07:42 Uhr07.07.2016 | Kontakt
Jonesi

Für den offiziellen Kinostart dauert es ja noch zwei Wochen, aber ich freue mich drauf. smile

movieProphet
Sentinel Jones
Geschlecht | 06.07.2016 | 17:21 Uhr06.07.2016 | Kontakt
Jonesi

Da bin aber überrascht! Nach dem grottigen Trailer...

Wenn ihr den Film so lobt, werd ich bei Zeiten dann mal einen Blick riskieren. Fürs Kino reichts mir trotzdem nicht.