"Mulan"-Mania! Ang Lee sagt Disney ab, auch Sony plant Realfilm

Keine Whitewashing-Gefahr

"Mulan"-Mania! Ang Lee sagt Disney ab, auch Sony plant Realfilm (Update)

6 Kommentare - Di, 18.10.2016 von R. Lukas - Während Disney der "Mulan"-Realverfilmung schon einen Regisseur sucht, hält Sony mit einer eigenen Version dagegen. Beide sollen durch und durch chinesisch sein.

"Mulan"-Mania! Ang Lee sagt Disney ab, auch Sony plant Realfilm

Update: Sony sagt Disney allen Ernstes den Kampf an. Game of Thrones-Regisseur Alex Graves ist derjenige, der den konkurrierenden Mulan-Realfilm auf die Leinwand bringen soll (so viel zum Thema "asiatischer Regisseur"). Diese Version zielt auf den internationalen Markt ab und dürfte erwachsener werden als Disneys, die ja auf dem Zeichentrickfilm basiert. Es handelt sich auch um eine chinesisch-amerikanische Koproduktion.

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In den letzten Tagen und Wochen wurde deutlich, dass Disney wirklich alle seiner Zeichentrick-Hits in Live-Action-Filme verwandeln will. Arielle, Der König der Löwen und Aladdin (unter Guy Ritchie-Regie) machten die lange Liste der in Arbeit befindlichen Realverfilmungen noch um einiges länger, und Mulan bekam sogar schon einen US-Starttermin am 2. November 2018 zugeteilt, weil dem Studio das von Rick Jaffa und Amanda Silver (Planet der Affen - Prevolution) überarbeitete Drehbuch so gut gefiel.

Kurzzeitige Verwirrung gab es um eine frühere Version des Skripts, laut der sich ein europäischer Händler in Mulan verlieben sollte. Ein weißer Love Interest in einer chinesischen Geschichte, das geht ja gar nicht, hieß es sofort. Aber keine Sorge, dieses Skript soll nur als Ausgangspunkt gedient und inzwischen ausgedient haben. Mulan ist und bleibt die Hauptfigur, und alle anderen wichtigen Rollen, auch die des Love Interest, werden ebenso mit chinesischen Darstellern besetzt. Bald soll eine globale Suche für die beiden Hauptrollen anlaufen, Whitewashing brauchen wir also nicht zu befürchten. Momentan beeilt man sich, einen Regisseur für Mulan zu finden, der idealerweise asiatischer Herkunft sein sollte. Ang Lee wurde kontaktiert, konnte oder wollte aber nicht.

Doch Disney droht Konkurrenz! Sony Pictures entwickelt parallel einen eigenen Mulan-Realfilm, den Jason Keller (Spieglein Spieglein - Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen) geschrieben hat. Auch er soll die alte chinesische Legende über ein Mädchen, das sich als Mann verkleidet, um den Platz seines Vaters in der chinesischen Armee einnehmen zu können, neu erzählen, einen asiatischen Regisseur haben und vorwiegend aus asiatischen Schauspielern bestehen. Allerdings ist dieser Film noch einem sehr frühen Stadium und würde erst lange nach der Disney-Fassung ins Kino kommen.

Eine ähnliche Konstellation haben wir ja beim Dschungelbuch, wo Disneys The Jungle Book gegen das Jungle Book von Warner Bros. steht, und bei Arielle, da Universal Pictures ebenfalls an The Little Mermaid arbeitet.

Quelle: Deadline
Erfahre mehr: #Fantasy, #Remake, #Disney, #Mulan
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Shred
Moviejones-Fan
Geschlecht | 14.10.2016 | 14:40 Uhr14.10.2016 | Kontakt
Jonesi

@ luhp92 also ich für meinen Teil finde es nur sonderbar das, sobald man von einer Disney Realfilmplanung ihrer Klassiker hört, unmittelbar danach mitgeteilt bekommt das ein anderes Studio rein zufällig jetzt auch diesen Klassiker neu verfilmen möchte. Natürlich sind Mulan, Arielle, Dschungelbuch und Co. nicht Disneys Eigentum und jedes Studio kann sich daran versuchen. Ich finde es nur merkwürdig das immer zeitgleich mit Disney ein anderes Studio eine Neuinterpretation des Stoffes wagt. Da, wie schon erwähnt, die Vorlagen meist durch die Disney Trickfilme bekannt geworden sind, haben doch die anderen Studios von Anfang an schlechtere Karten.

Duck-Anch-Amun
Moviejones-Fan
Geschlecht | 14.10.2016 | 13:45 Uhr14.10.2016 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 14.10.2016 13:49 Uhr editiert.

@luhp

Nee das war absolut nicht meine Intention. Wie man schon öfters rauslesen konnte, ist Jungle Buch einfach mein Hit dieses Jahres gewesen. Auch Cinderella fand ich nicht schlecht. Beauty and the Beast sieht ebenfalls gut aus. Mein Kleinkind erwacht geradezu wieder in mir und ich finde es mittlerweile traurig was die Kiddies heutzutage im Tv z.B sehen müssen. Auch ein Grossteil der Animationsfilme von heute kann einfach nicht mit den damaligen Zeichentrickklassikern mithalten. Da Disney abseits der Animationsfilme ebenfalls auf Zeichentrick verzichtet, diese Zeichentrickklassiker alle ein gewisses Alter haben und scheinbar ein Grossteil der Jugend keinen Zugang zu diesen Filmen hat kann ich Disney verstehen. Man benutzt zudem starke Namen für die Generation die damit gross wurde, wir befinden uns im Remake/Reboot-Wahn befinden und solange die Filme die angeschlagene Qualität und Eigenständigkeit haben, kann ich Disneys Strategie nachvollziehen. Bin aber gespannt was passiert, wenn ein Film mal floppen sollte.
Dass dies unkreativ vom Storytelling ist, ist natürlich absolut richtig. Wenn ich aber sehe welche Fortschritte man in Punkto Technik, Detailverliebtheit und doch gewisse Eigenständigkeit der Filme gegenüber der Vorlage eingeht, ist dieser Kritikpunkt mir persönlich dann nicht mehr so wichtig. Eigene Ideen wären immer besser, man darf aber nciht vergessen, dass gerade Disney in den letzten 5 Jahren damit auch öfters auf die Nase fiel (Carter, Ranger, Tomorrowland). Dann nutzt man auch aus wirtschaftlichen Gründen etwas bekanntes.

Denn genau dies machen dann ja auch die Studios, die an einem Werk mit gleichem Thema und Namen arbeiten. Meine Kritik geht eher dahin, dass immer "zufällig" ein Film unter gleichem Namen/Thema auftaucht, wenn ein anderes Studio daran arbeitet. MJ hat eigens ein Special dazu veröffentlicht und ich finde diese Zwillingsfilme schon recht unverschämt und das kann kein Zufall sein.
übrigens um auf unser anderes Thema hinzukommen: genauso gut kann man jetzt Disney kritisieren, dass sie einen Don Quixote-Film planen ;)

MobyDick
Moviejones-Fan
14.10.2016 | 13:43 Uhr14.10.2016 | Kontakt
Jonesi

Duck:

Muß luhp Recht geben, deine Argumentation ist ein bißchen verdreht, wenn ich auch den tieferen Sinn verstehe...

Zum Thema selbst:

Wieso muß ein Mann Namens Jason Keller (offensichtlich kein Chinese) ein Drehbuch für ein fast ausschließlich chinesisches Thema schreiben? Das kann nicht wirklich gut gehen, und klingt für mich nach westlicher Fantasy mit chinesisch(wirkend)en Darstellern.

Find ich gut, dass Ang Lee abgesagt hat, der Mann ist zu gut und kreativ, als dass er sich in so ein Merchandising Korsett zwängen lassen sollte. Man hat ja bei Hulk gesehen, was dabei rauskommt, wenn man ihn eingrenzt...

Dünyayi Kurtaran Adam
luhp92
BOTman Begins
Geschlecht | 14.10.2016 | 12:28 Uhr14.10.2016 | Kontakt
Jonesi

@Duck

Das heißt, du wirfst jetzt WB und Sony Kreativlosigkeit vor, weil sie die Geschichten anders erzählen wollen, während Disney nun jeden ihrer Klassiker neuauflegt?

Bloodraven: "That face you make... look I so old to young eyes?"
Bran: "No. Of course not."
Bloodraven: "I do. Yes, I do. When 900 years old you reach, look as good you will not, hmm?"

Duck-Anch-Amun
Moviejones-Fan
Geschlecht | 14.10.2016 | 08:47 Uhr14.10.2016 | Kontakt
Jonesi

Wenn Disneys Filme alle so gut werden wie es für mich Jungle Book war, werden die Ableger der Konkurrenz wohl floppen oder kein Publikum finden.
Die wenigsten wissen doch, dass die genannten Figuren auf disney-tauglich verändert wurden und, dass es z.B im Dschungelbuch mehr Storys als der von Mowgli gibt. Es ist einfach so, dass jeder mit den Zeichentrickklassikern aufwuchs. Und ein Dschungelbuch ohne Louie, Ariel ohne bunten Unterwasserspass und Mulan ohne was weiss ich was Sony anders machen will wird einfach anders bewertet werden. Zudem zeugt es von ziemlicher Kreativitätlosigkeit.
Erinnert mich alles an Robin Hood und bin nun gespannt welches Studio Aladdin verfilmen will^^

ChrisGenieNolan
DetectiveComics
Geschlecht | 14.10.2016 | 00:14 Uhr14.10.2016 | Kontakt
Jonesi

Jesses...