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The Power of the Dog gesehen am  
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The Power of the Dog (2021)

Ein Film von Jane Campion mit Benedict Cumberbatch und Jesse Plemons

Veröffentlichung: 01. Dezember 2021128 Min.FSK16Drama, Romanverfilmung
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Ø MJ-User (9)
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The Power of the Dog Inhalt

Die reichen Brüder Phil und George Burbank sind zwei Seiten derselben Medaille: Phil ist elegant, genial und grausam, George hingegen schwerfällig, anspruchsvoll und sanft. Gemeinsam gehört ihnen die größte Ranch in ihrem Tal in Montana. Es ist ein Ort, wo Männer immer noch Männer sind, wo das sich rasant modernisierende 20. Jahrhundert in Schach gehalten und Bronco Henry, der größte Cowboy, den Phil je kannte, verehrt wird. Als George jedoch heimlich die Witwe Rose heiratet, führt der schockierte und wütende Phil einen sadistischen, erbarmungslosen Krieg, um sie völlig zu zerstören, indem er ihren verweichlichten Sohn Peter als Marionette benutzt.

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Cast & Crew

Wer ist der Regisseur von The Power of the Dog und wer spielt mit?

Drehbuch
OV-Titel
The Power of the Dog
Der Film erhielt die FSK-Freigabe "Freigegeben ab sechzehn Jahren".
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3 Kommentare
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PaulLeger : : Moviejones-Fan
29.12.2021 01:15 Uhr
0
Dabei seit: 26.10.19 | Posts: 1.137 | Reviews: 9 | Hüte: 147

@ eli4s

Das Ende ist ziemlich interessant und es gibt sicher viel inhaltlich zu besprechen. Überhaupt werden sehr viele Themen angerissen. So ganz konnte ich nicht alles immer einordnen und den Wandel einer Figur fand ich nicht ganz einfach nachzuvollziehen.

Für mich zieht das Ende den Film ja bisschen runter. Der Twist ist zwar dahingehend klasse, dass die Figurenkonstellation zwischen Phil und Pete, die einem den ganzen Film über nahegelegt wurde, komplett umgekehrt wird und wir sehen, dass vielmehr Pete der Manipulator und eben nicht das passive Opfer war. Für mich kreiert der Twist aber auch ein Plausibilitätsproblem. Was war Petes eigentlicher Plan? Als seine Mutter unvorhergesehen alle Häute verscherbelt hat und Phil passenderweise just auch noch eine frische Handwunde hat, sieht er die Chance Phil umzubringen, aber was hätte er getan, wenn dies nicht passiert wäre?

Seine Mutter war zu diesem Zeitpunkt schon kurz davor endgültig zugrunde zu gehen, um sie zu retten, hätte er sich mit Phils Ermordung also nicht mehr lange Zeit lassen können, aber wie hätte er es ohne diese beiden glücklich zusammenfallenden Zufälle bewerkstelligt? So ist der Twist für mich eine ziemlich willkürliche Drehbuchvolte. Aber vielleicht habe ich da ja eventuelle Hinweise im Vorfeld übersehen?

Starke Bilder, tolle Darstellerleistungen und eine gelungene musikalische Untermalung stehen auf der Habenseite, aber wegen des konstruiert wirkenden Drehbuchs lande ich eher bei 7/10.

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TiiN : : Goldkerlchen 2021
27.12.2021 17:46 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 7.100 | Reviews: 146 | Hüte: 437

Ein sehr stimmungsvoller und ruhiger Western, welche mit den Klischee-Westernfilmen wenig gemeinsam hat. Mir gefällt gut, dass man sich in den 1920er Jahren ansiedelt. Die 1920er und 1910er Jahre sind gefühlt viel zu selten Thema einer Handlung, insbesondere nicht aus der ganz normalen Sicht des Lebens - losgelöst von historischen Ereignissen.

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eli4s : : Moviejones-Fan
10.12.2021 20:58 Uhr | Editiert am 10.12.2021 - 21:23 Uhr
0
Dabei seit: 22.02.12 | Posts: 2.560 | Reviews: 31 | Hüte: 106

Ein schöner Spätwestern, der seine Hauptfiguren etwas unausgewogen balanciert. Cumberbatch setzt sich mit dem rückwärts gewandten und frustrierten Cowboy Phil im Verlauf des Films klar in den Vordergrund. Er hadert mit den Veränderungen, hängt alten Werten nach und vermisst starke Leitfiguren (in seinem Fall in Form eines alten Freundes) und steht damit sicher für die vielen Amerikaner, die sich auch heute abgehängt und von der Politik im Stich gelassen fühlen.

Im Gegensatz dazu steht sein Bruder George, der sich so gar nicht mit Phils Lebensstil identifizieren kann und versucht, andere Wege einzuschlagen. (Jesse Plemons hat erstaunliche Ähnlichkeit zu Philip Seymour Hoffman, dachte ich beim Schauen). Zu Beginn scheint der Fokus auf ihm und der Beziehung zu der Wirtin Rose zu liegen, die selbst an einem Wendepunkt steht, aber bald erfahren wird, wie schwierig es sein wird, neu zu beginnen. Gerade George kommt später meiner Ansicht nach etwas zu kurz.

Die heimliche Hauptfigur ist aber Roses Sohn Peter, der sich (der Rolle entsprechend) erstmal im Hintergrund hält und erst in der zweiten Filmhälfte wirklich auf den Plan tritt.

Die Schauspieler sind durchweg fantastisch. Die ruhige Inszenierung spiegelt die Melancholie und das Festhalten an der Vergangenheit wider. Es sind wahnsinnig tolle Aufnahmen dabei. Toll ist auch, dass alle Figuren Seiten an sich haben, die man zu Beginn nicht vermutet und die erst nach und nach durchscheinen.

Das Ende ist ziemlich interessant und es gibt sicher viel inhaltlich zu besprechen. Überhaupt werden sehr viele Themen angerissen. So ganz konnte ich nicht alles immer einordnen und den Wandel einer Figur fand ich nicht ganz einfach nachzuvollziehen. Trotzdem ein empfehlenswerter Film. Wenn auch nicht ganz so begeistert, wie luhp92, der ihn "Eine(n) der besten Filme des Jahres und Jahrzehnts bisher" nennt. Na, wenn das kein Ansporn ist!

Auf Netflix.


PS: So schnell ist das Jahr auch wieder rum ... und was war das eigentlich für ein schlechtes Jahr? Nochmal weniger dabei gewesen als 2020 - zumindest bei dem, was ich gesehen habe. frown

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