Hier dreht sich alles um die Schneewittchen von Moviejones. Tausch dich mit anderen Filmfans aus.
@"wachküssen"
Vorab, ich halte das unerbetene Küssen einer "fremden" Person, ohne Einverständnis für übergriffiges und zu verurteilendes Verhalten!
Ich mag mich täuschen, obwohl ich mir relativ sicher bin. Im "Original", und die Treue dazu ist es ja, die hier so oft eingefordert wird, wird Schneewittchen mit dem Apfel im Hals in einem Sarg getragen. Durch Stolpern und stürzen löst sich dieser Apfel und Schneewittchen erwacht. Ist es dann nicht vielleicht so, dass man sich zu einer Zeit, in der es den heroischen (weißen) Helden bedurfte, zu einer Abwandlung entschieden hat und genau das Bild geschaffen hat, was "heutzutage" noch als das Wahre, einzig richtige empfunden wird? Wie ich in meinen u.a. Post versuchte deutlich zu machen. Es wird nicht etwas "Richtiges" revidiert, sondern ein "falsches Bild", das so in den Köpfen verankert ist, dass man es als richtig empfindet.
Diese ganze "Wachküssen Nr." ist eine Erfindung solcher i.d.R. Männer, die nur darin das wahre Gllück einer Frau sehen. (Was zieh ich an? Was koch ich meinem Mann?) ![]()
Ich muss mal kurz hier ein wenig eingreifen. Es wurde nicht wirklich was Schlimmes geschrieben, aber ich möchte euch alle darauf hinweisen, dass es hier offensichtlich zwei Seiten gibt, die sich beide sehr auf ihre Position versteifen und zudem keine der beiden Seiten mit ihrer Art der Argumentation gerade dazu beiträgt, dies zu ändern.
Hinzu kommt, dass einige User sichtbar und mit voller Absicht gewisse vorgetragene Argumente absichtlich falsch verstehen (Dummheit möchte ich einfach niemandem hier vorwerfen) und in einen teils toxischen Kontext setzen, was dann die andere Seite wieder aufregt. Dies können sie natürlich nur machen, weil sie für ihr Feuer ständig neuen Brennstoff erhalten, um es mal bildlich auszudrücken.
Was die Rede- und Meinungsfreiheit betrifft, so scheinen sehr viele Menschen nicht zu verstehen, was dies eigentlich genau bedeutet und vor allem, wo da die Grenzen liegen. Und das meine ich ganz allgemein. Vor allem in den letzten Jahren durch die AfD und ihre Anhänger ist dies deutlich zu beobachten. Denn ja: Redefreiheit heißt eben nicht, dass ich ALLES sagen darf, was ich möchte. Jede Freiheit hat ihre Grenzen, meist dort, wo die Freiheit anderer verletzt wird. Um ganz simple Beispiele zu nennen: Beleidigungen, Lügen oder das Verbreiten von Falschinformationen fallen nicht unter den Deckmantel der Redefreiheit. Rassismus als weiteres Beispiel ist ebenfalls keine Meinung.
Als Letztes möchte ich gerne noch eine Frage stellen: Hat eigentlich irgendjemand hier den Film auch gesehen? Hier wird sehr viel über die verschiedensten Themen diskutiert, aber ich sehe nirgendwo einen Kommentar der Marke "Hab den Film gesehen, hier ist meine Meinung". Was bei inzwischen 91 Kommentaren zu einer Filmkritik ein wenig schade ist.
@GPJ
Meine Meinung: In diesem Fall erscheint sie klar gezogen: Wer einem Film auf IMDb eine 1/10 gibt, ohne ihn gesehen zu haben, verabschiedet sich von jedem Maßstab und jeglichem Anstand. Unabhängig vom Film untergräbt eine solche Manipulation die Integrität der Plattform. IMDb erfüllt seinen Zweck nur, wenn Bewertungen authentisch bleiben, wer sie bewusst verzerrt, sabotiert eine wertvolle Datenbank und schadet damit Filmfans weltweit. Es ist letztlich ein Angriff auf die gesamte cineastische Gemeinschaft.
Damit forderst du indirekt ein Verbot von Meinungen, die einem Film 1/10 Punkten gibt und sagst jedem, der eine solche Wertung abgibt, dass er sich gefälligst von solchen Bewertungen fern halten soll.
Ja, ein Kommentar zu der Bewertung müsste abgegeben werden, um zu sehen, ob er den Film auch gesehen hat. Aber aus deinem Text heraus, liest sich das wie ein Verbot oder ein Ausschluss aus der "cineasitischen Gemeinschaft".
Es steht außer Frage, dass solche Bewertungen vor oder kurz nach Release rausgefiltert werden müssen, aber ein generelles Verbot bzw Ausschluss ist mMn nicht zielführend
"I’ll do my best."
"Your best! Losers always whine about their best. Winners go home and fuck the prom queen."
@Kayin
Nein, mit keiner Silbe wird hier ein Verbot von 1/10-Bewertungen gefordert (auch nicht unterschwellig). Das, was GJP schreibt, spricht vielmehr für eine Reform des Bewertungssystems, um sicherzustellen, dass nur authentische, informierte Meinungen in die Gesamtwertung einfließen.
"Hass ist Ballast. Das Leben ist zu kurz dafür, dass man immer wütend ist. Das ist es einfach nicht wert."
@Kayin
Nur zum besseren Verständnis. Aus deiner Sicht und nach deiner Argumentation verstehst du es als "Meinung" eine Bewertung vorzunehmen ohne sich einen (zumindest im Ansatz) umfänglichen Eindruck zu verschaffen?
Und wenn so etwas dann von jemand, imo zu Recht, kritisiert wird, ist dies nicht mehr dessen Meinung, sondern indirekter Aufruf zum Verbot?
Wie gesagt, will deine Argumentation ja nur nachvollziehen können.
@bartacuda,
Ich verstehe es so: So lange nicht bewiesen werden kann, dass die Personen ihre ehrliche Meinung über den Film abgegeben haben, kann nicht über den Klee entschieden werden, dass alle Wertungen ungültig sind. Einfach zu beahaupten, alle 1/10-Wertungen sind von Hatern, die den Film nicht gesehen haben, ist nicht korrekt - selbst wenn es wahrscheinlich ist. In dubio pro reo.
“Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"
Gäbe ja einige Parameter die Bewertungen besser zu gestalten, es müsste ja auch nicht jede Stimme gleichermaßen ins Gewicht fallen, sicher kann man die Manipulation nur schwer ausschließen in beide Richtungen. Im Grunde würde ich es unter dem Punkt "aktivere Nutzer ohne auffälligkeiten stärker gewichten zusammenfassen". Die Bewertungen, Zeitpunkte sind ja den Nutzern zuzuordnen, von daher kann auch eine Bewertung stattfinden.
Gibt ja auch Seite die das für Amazon bewertungen machen, bzw Auffälligkeiten auflisten.
Bewertungen zu verifizieren ist immer schwierig.
1/10 ist dabei ebenso fragwürdig wie 10/10 - oder, wenn Hater/Fanboys es intelligenter mit 2/10 oder 9/10 machen? Was dann?
Wie ist es mit denen, die überhaupt in einen Film gehen? Die Entscheidung, einen Film zu sehen, zeigt ja mindestens Interesse. Ist da nicht schon etwas relativ Positiveres zu erwarten?
Also... nicht dass ich da jetzt eine Lösung für hätte... Wollte nur aufzeigen, dass das Ergebnis immer anzweifelbar sein könnte, wenns einem nicht passt.
"Die Nächste kommt schneller!"
Ist das wirklich so missverständlich, was ich gesagt habe? Anscheinend.
Also noch einmal: Wer einem Film auf IMDb eine 1/10 gibt, ohne ihn gesehen zu haben, manipuliert das Bewertungssystem und schadet damit der Plattform. Und nicht nur das. Sie schaden anderen Filmfans. Solche Bewertungen verzerren ja das Gesamtbild und machen es für andere Nutzer schwerer, sich ein "objektives" Bild vom Film zu machen. Das ist meine Meinung.
Ich fordere weder die Ungültigmachung solcher Bewertungen noch behaupte ich, dass alle, die eine 1/10 vergeben, den Film nicht gesehen haben. Ebenso wenig fordere ich drastische Maßnahmen wie Gefängnisstrafen für diejenigen, die so handeln - das wäre ja geradezu dystopisch (Stichwort 1984). Ich verurteile das nur moralisch, das ist für mich das Gleiche Niveau, wie wenn man bewusst Fake-News im Internet teilt.
Ich bin gespannt, ob das jetzt zur Klarstellung ausreicht. ![]()
Da es so viel um Bewertungen geht, hier mal eine interessante:
Early PostTrak data shows 5 stars with kids under 12, and 84% of those kids who showed up were girls.
Kinder unter 12 Jahren gaben dem Film nach dem Kinobesuch 5 von 5 Sternen. Die Zuschauer, für die der Film in erster Linie gedacht ist, mögen ihn offenbar.
Wow ... 100 Kommentare ist mittlerweile schon durch getippt worden. Na, ihr seid doch alle verrückt.
@GPJ
Ich denke du musst es noch ein paar Mal erklären. Man könnte ja fast meinen, dass du 1/10 Bewertungen verbieten möchtest, dabei ist es nicht nachweisbar, ob die den Film wirklich nicht gesehen haben ![]()
Nee im Ernst, es war eigentlich schon beim ersten Mal klar, keine Ahnung warum nun seit 2 Seiten darüber diskutiert wird.
"..ist das wirklich so missverständlich, was ich gesagt habe? Anscheinend..."
Nein, da stehst Du, glaube ich, auf dem Schlauch. Wenn hier jemand davon spricht, dass Du mit Deinen Aussagen indirekt 1/10 Bewertungen unterdrücken willst, meint er mit INDIREKT, dass es vielleicht Deiner Meinung nach einen Handlungsbedarf gibt, um die Bewertungen aussagekräftiger zu gestalten, was auf dem ersten Blick richtig erscheint.
Und der Versuch wird ja auch gemacht! Gerade bei Bewertungen vor Start, wird dann auch mal die 1/10 (und die 10/10, was gerne unterschlagen wird - wenn es einem in den Kram passt) von einigen aus der Bewertung genommen,in der Hoffnung, nun ein realistischeres Bild zu bekommen.
Aber auch das ist ein Trugschluss. Genauso der Glaube, nur Menschen mit Karte könnten eine realistische Bewertung vornehmen.
Das klingt jetzt erstmal falsch, aber siehe hier:
"Kinder unter 12 Jahren gaben dem Film nach dem Kinobesuch 5 von 5 Sternen. Die Zuschauer, für die der Film in erster Linie gedacht ist, mögen ihn offenbar."
6-12 Jährigen könnte man auch eine Folge "Phineas und Ferb" im Kino zeigen und die würden das ähnlich bewerten, wie "Der Herr der Ringe". Und für die ist das auch OK - für ein Ranking oder eine allgemeingültige Aussage ist das aber untauglich.
Noch schwerer wird das, wenn ein politisch (warum auch immer) aufgeladener Film bewertet wird. Auch nach Abbruch im TV gibt der Ein oder andere ne 1 oder ne 10. Und das Ganze ist dann genauso aussagekräftig, als hätte er den Film garnicht gesehen.
Fazit: Wenn man eine Bewertung lesen möchte, muss man wohl damit leben, dass jeder seinen subjektiven Senf dazugeben darf - egal ob er den Film unangemessen niedermacht, in den Himmel lobt, so blöd findet, dass er nie da reingehen würde, oder dass er sich nicht schämen möchte, für eine Fehlentscheidung 40€ inkl. Eis und Popcorn bezahlt zu haben (siehe Amazonbewertungen).
Oder man verlässt sich dafür eben auf vertrauenswürdige, objektive Kritiker, die ausserhalb von Politik und Fanbewertung stehen.
Immer schwierig...
Also: Nein, Du bist nicht der Meinung, dass 1/10 verboten werden sollte. Dieser Post geht an das "Aber..." im Raum.
"Die Nächste kommt schneller!"
@ RaylanGivens
6-12 Jährigen könnte man auch eine Folge "Phineas und Ferb" im Kino zeigen und die würden das ähnlich bewerten, wie "Der Herr der Ringe". Und für die ist das auch OK - für ein Ranking oder eine allgemeingültige Aussage ist das aber untauglich.
Nö, die würden "Der Herr der Ringe" mit Sicherheit schlechter bewerten, weil der eine FSK-Freigabe ab 12 Jahren hat und dementsprechend Szenen enthält, die kleine Kinder eher erschrecken. "Schneewittchen" ist dagegen ein Kinderfilm, daher eignet sich der zitierte Score selbstverständlich für eine allgemeingültige Aussage wie die Zielgruppe des Films ihn findet.
Kritik: Schneewittchen von Moviejones
Moviejones | 19.03.2025