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Krieg und Liebe

Deine Juliet Kritik

Deine Juliet Kritik
0 Kommentare - 20.04.2018 von Moviejones
Wir haben uns "Deine Juliet" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Deine Juliet

Bewertung: 3 / 5

Regisseur Mike Newell ist ein Mann der "X-Verfilmungen", man denke nur an Harry Potter und der Feuerkelch und Prince of Persia, jedenfalls eher jemand für seichtere Vorlagen. Und so passt auch Deine Juliet wunderbar in seine Vita. Mit Lily James in der Hauptrolle wurde das 2008 erschienene Buch von Mary Ann Shaffer und Co-Autorin Annie Barrows verfilmt und erinnert in seinen besten Momenten an ein ergreifendes Kriegsdrama und in seinen schlechtesten an einen platten Rosamunde-Pilcher-Film, nur auf Großleinwand.

Deine Juliet Kritik

Der Zweite Weltkrieg ist vorüber und die Briten erholen sich nur langsam von der deutschen Besatzung und den massiven Bombenangriffen. Zu dieser Zeit ist die junge Schriftstellerin Juliet (Lily James) schon ein gehöriger Star in der Literaturszene, die sich auf der Suche nach einem passenden Thema für ihren neuen Roman befindet. Dieses ereilt sie überraschend, als ihr Dawsey Adams (Michiel Huisman), ein Bauer von der Kanalinsel Guernsey, schreibt, der über ein Buch von ihr gestolpert ist. Zwischen beiden entwickelt sich ein Briefwechsel und so erfährt Juliet von dem lokalen Buchclub mit dem bizarren Namen "Club der Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf". Dieser wurde von einigen Bewohnern aus der Taufe gehoben, um die Besatzungszeit mit etwas Freude zu überstehen. Damit hat Juliet ihr Thema gefunden, die sich nach Guernsey aufmacht und dort viel mehr entdeckt, als nur eine skurrile Gruppe von Buchfans...

Trailer zu Deine Juliet

So wie Juliet stolperte auch Autorin Mary Ann Shaffer über ein Thema, das zu Beginn so gar nicht geplant war. Das Manuskript erschien 2006, wurde jedoch vom Verlag mit der Bitte um ein paar Änderungen zurückgesandt. Die gesundheitlich schon stark angeschlagene Autorin bat dahingehend ihre Nichte, nötige Anpassungen vorzunehmen, so dass Annie Barrows neben der 2008 verstorbenen Shaffer Erwähnung findet. Der Buchtitel "The Guernsey Literary and Potato Peel Pie Society" ist auch gleichzeitig der Titel der Verfilmung im Original, wurde aber im Deutschen durch den seichten Filmtitel ersetzt und findet sich nur noch als Clubname im Film wieder.

Wir kennen den zugrundeliegenden Roman nicht, stehen aber gut erzählten romantischen Geschichten aufgeschlossen gegenüber. Und da muss man nicht mal an Titanic denken. Worunter Deine Juliet jedoch leidet (und da können wir wie gesagt nur vom Film ausgehen) ist die trotz aller Liebenswürdigkeit und andererseits Dramatik doch sehr erwartbare und damit triviale Begegnung zwischen Juliet und Dawsey. Juliet, in einer Beziehung mit einem gutsaussehenden und reichen Amerikaner trifft auf einen armen Schweinebauern - man kann erahnen, in welche Richtung die Geschichte mit zwei gutaussehenden Hauptdarstellern driftet... Dass das tiefe Erzählniveau von Fifty-Shades-of-Grey-Filmen dennoch nicht erreicht wird, liegt wiederum an eben jener Besetzung, den Nebendarstellern und dem Kriegsdrama, das dem Ganzen einige ergreifende Momente mitgibt.

Dennoch holen weder Lily James, Michiel Huisman (bekannt als Daario Naharis aus Game of Thrones), Matthew Goode oder Jessica Brown Findlay so richtig viel aus ihren Rollen raus, zu einfach ist das Drehbuch von Kevin Hood, Thomas Bezucha und Don Roos, und zu unaufgeregt auch von Mike Newell inszeniert. Ein mögliches Geheimnis kommt bruchstückhaft, zögerlich und dadurch über die Filmlänge von ganzen 124min nur erschreckend langsam zur Sprache und so wirkt es, als ob absolute Anfänger nach Anleitung vorgegangen sind, wie man ja bloß Spannung aufbaut. Gewürzt mit romantischen Verwicklungen ertappt man sich tatsächlich bei 08/15-Schmonzetten à´la Pilcher.

Das traurige Stück Weltgeschichte findet dennoch beängstigend den Weg in die Kinosäle, da Verlust und Schmerz in Deine Juliet spürbar sind und auch die Freude der Menschen, die mit solchen kleinen Fluchten vom Alltag einhergeht. Und sei es ein skurriler Club und ein seltener Schweinebraten, die Hoffnung und Lebensmut geben. Kurzum absolut das Richtige für Fans von Filmen mit historischem Background, die aber nicht allzu tief gehen und auch schnell erahnen lassen, wohin die Reise geht.

Deine Juliet Bewertung
Bewertung des Films
610
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