The Purge - Die Säuberung Kritik - Autor: ProfessorX | Moviejones
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The Purge - Die Säuberung

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The Purge - Die Säuberung Kritik

The Purge - Die Säuberung Kritik

The Purge - Die Säuberung Kritik
0 Kommentare - 12.10.2021 von ProfessorX
In dieser Userkritik verrät euch ProfessorX, wie gut "The Purge - Die Säuberung" ist.

Bewertung: 3 / 5

Im Jahr 2022 riegelt der Familienvater und Unternehmer James Sandin (Ethan Hawke) alles für die anstehende Purge-Nacht ab. Seine Frau Mary (Lena Headey), seine Tochter Zoey (Adelaide Kane) und sein Sohn Charlie (Max Burkholder) sind das Treiben in der Stadt bereits gewohnt, allerdings bahnt sich dennoch wieder einmal eine gewisse Anspannung in ihnen an. Die aus einer wohlhabenden Gegend stammende Familie nimmt an der diesjährigen Purge nicht teil, und so versuchen sie die Nacht möglichst unbeschadet zu überstehen. Als plötzlich der mysteriöse Dante Bishop (Edwin Hodge) vor ihrer Türsteht, beschließt Charlie ihm die Tür zu öffnen, sodass er nicht von den Verbrechern da draußen ermordet wird.

Als erst veröffentlichter Teil eines inzwischen zum Franchise-Giganten mutiertem Großerfolg ist The Purge - Die Säuberung vermutlich eben jener Teil der Reihe, der noch ganz klar auf Horroraspekte setzt. Zwar hatten spätere Filme ganz klar auch ihre Schocker, nur sind sie mehr und mehr in das Action-Thriller-Kino abgedriftet. Die großen Vorbilder werden klar, wenn sich Menschen im weißen Kleid des Nachts auf eine Schaukel setzten, um ihre wilde Seite auszuleben. Nur ist James DeMonaco nicht Wes Craven, und The Purge - Die Säuberung ist nicht Nightmare - Morderische Träume. Allzu oft sind diese Bilder eben nicht mehr als Bilder, deren pseudo-groteskes Aufflimmern sich in die Iris brennen soll, aber im Großhirn nicht lange verweilen wird.

Trailer zu The Purge - Die Säuberung

Richtig abstrus wird es aber erst dann, wenn DeMonaco versucht das Bild einer stereotypen Familie zu zeichnen. Der Vater als Geschäftsmann, die Mutter als liebende Frau und Mutter, die Tochter als stark pubertierende, besserwisserische Zicke und der Sohn als "der Nerd". Nun lässt sich darüber streiten und es wäre nicht falsch zu behaupten, daß Theater und Film von Stereotypenzeichnung lebt, aber in diesem Film sind Teilweise die Dialoge auch extrem peinlich und wirken absurd gestellt. Wenn die Tochter etwas am Esstisch erzählt, müssen sich die anderen Familienmitglieder erbost über die proletenhafte Äußerung echuaffieren.

Nun wirkt das ganze Spiel auch im gesamten extrem überzeichnet und man fragt sich, ob nicht die Schauspielerinnen und Schauspieler eigentlich viel zu gut für dieses Drehbuch sind. Denn während sich die Künstler gegenseitig die Dialoge an den Kopf knallen, so wundert sich der Zuschauer schon wie heftig und zu gewollt alles in einer so wichtigen Nacht doch schiefgehen kann. So wirkt der Blick Jamess auf seine Uhr um anzumerken wie spät es doch ist, ziemlich weit weg von der Realität. Immerhin ist gerade der Umstand, daß er in diesen Nächten sein Geld mit Sicherheit verdient, doch etwas, was einem einen gewissen Respekt vor solch aufregenden Ereignissen geben sollte. Unterdessen schleichen sich natürlich auch die Eckpunkte in das Haus, die letztlich für die Entfaltung des Plotes sorgen werden. So in etwa ein Freund von Tochter Zoey, der mit dem Vater ein Hühnchen zu rupfen hat. Oder auch latent exzentrische Superreiche, die gerne Dante Bishop jagen würden. Nun ist das irgendwo auch der Deal eines solchen Filmes, zu sehen wie alles den Bach runtergeht, allerdings ist DeMonaco in seiner Sozial-Satire nicht unbedingt glücklich und treibt seine Schäfchen zu früh ins trockene.

Man darf also nicht erwarten hier intellektuell stimuliert zu werden, denn der Film ist schlicht gesagt einfach nur dämlich. Sowohl Vorbereitung als auch Endergebnis sind bei dieser Familie einfach vorprogrammiert. Was allerdings gut klappt, ist die Zeichnung der neidenden Nachbarschaft. Nun besteht dieser Film fast ausschließlich aus überzeichneten Charakteren, deren Motivation und Wünsche doch etwas platt gehalten sind. Dennoch zieht der Film auch seine Stäkre aus dem Overacting seiner Akteuere. Was im Prequel noch Skeletor war, ist in diesem Film Rhys Wakefield, der hier einen "poltischen Führer" gibt und der mit der Herausgabe von Bishop seine "Grundrechte" einklagen will. Nun erinnern die Szenen, dvor der Kamera des Hauses Sandin tatsächlich mal an so etwas wie Horror. In diesen Momenten funktioniert also auch das Konzept am Besten, weil es unfreiwillig - oder auch freiwillig - komisch ist.

Darauß ergibt sich ein Home-Invasion-Thriller der gegen Ende zu viele Fragen offen lässt. So bleibt zum Beispiel zu klären, warum eigentlich alle Purge-Teilnehmer immer nur morden. Wir sehen nicht viel von den anderen Verbrechen und in The Purge - Die Säuberung sieht der Zuschauer sowieo nicht viel von der Außenwelt. Zwar hätte man dahingehend sicherlich mehr überdneken müssen, allerdings ist auch das Spiel in Kammern durchaus von einem geiwssen Charme geprägt, der vor allem durch die Schauspieler, aber auch druch die pseudo tiefgründige Inszenierung an Reiz gewinnt. Sicherlich wird man nach dem Schauen von diesem Film keine neuen Erkenntnissse gewinnen, dennoch kann man - wenn man das Hirn ausschaltet - große Freude an dem Film haben.

The Purge - Die Säuberung Bewertung
Bewertung des Films
610
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