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Uncharted

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Möge die Schatzsuche beginnen

Uncharted Kritik

Uncharted Kritik
9 Kommentare - 15.02.2022 von Moviejones
Wir haben uns "Uncharted" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Uncharted

Bewertung: 3.5 / 5

Fortune favors the bold - das Glück ist mit den Mutigen. In seinen bisherigen Abenteuern auf der Playstation hatte Nathan Drake so einiges davon. Doch wenn diese Aussage stimmt, dann sollte Sony Pictures nicht mit allzu viel Glück an den Kinokassen rechnen, denn mutig ist es nicht, was die Macher mit Uncharted abgeliefert haben.

Uncharted Kritik

Der clevere Dieb Nathan Drake (Tom Holland) wird von dem erfahrenen Schatzsucher Victor "Sully" Sullivan (Mark Wahlberg) angeworben, um ein Vermögen zu bergen, das Ferdinand Magellan vor 500 Jahren verloren hat. Was als große Heist-Aktion beginnt, entwickelt sich für das Duo zu einem rasanten Wettlauf um die Welt, um den Schatz vor dem skrupellosen Moncada (Antonio Banderas) zu erreichen. Nate und Sully müssen alle Hinweise entschlüsseln und eines der ältesten Rätsel der Welt lösen. Das schaffen sie aber nur, wenn sie lernen zusammenzuarbeiten...

Trailer zu Uncharted

Im Jahr 2007 ging Nathan Drake, damals noch auf der Playstation 3, auf sein erstes Abenteuer. Es war der Beginn einer Erfolgsgeschichte. Während in Hollywood seit 20 Jahren darüber gerätselt wird, wie man den alternden Harrison Ford als Indiana Jones ersetzten oder beerben könnte, zeigte die Reihe, dass es auch durchaus möglich ist, unterhaltsame Abenteuer mit neuen Figuren zu erzählen.

Auch aufgrund der vor allem filmischen Umsetzung der Spielereihe gab es seit jeher Gespräche um eine tatsächliche Adaption der Geschichte ins Kino. Die Planungen reichen so weit zurück, dass einst sogar der jetzige Sully, Mark Wahlberg, ursprünglich mal Nathan Drake spielen sollte. Jetzt hat dies endlich geklappt, doch kann der Film mit den Videospielen mithalten?

Wir können beruhigt sagen, dass es keine Katastrophe geworden ist. Unter den Videospielverfilmungen gehört diese definitiv zu den besseren. Das hohe Niveau der Spiele wird jedoch zu keiner Zeit erreicht. Die Adaption hat ihre Probleme und diese werden umso größer, wenn ihr zu denjenigen gehört, die sich mit den Spielen auskennen. Wir selbst haben jeden Teil der Reihe gespielt, unser Vorteil dadurch ist, dass wir erkennen, was alles aus den Spielen übernommen wurde. Unser Nachteil ist, dass wir auch sehen, was alles in Uncharted fehlt.

Wer sich schon darauf freut, wie in den Spielen mit Nathan Drake durch die Welt zu reisen, exotische Orte zu besuchen, durch Urwälder zu laufen und Ruinen zu erkunden, der wird etwas enttäuscht das Kino verlassen. Ein Großteil des Films spielt in New York, ein weiterer in Barcelona. Die Zeit, in denen man sich in Ruinen befindet, kann in Minuten gemessen werden und exotische Orte bekommt man nur sehr wenige zu sehen. Hinzu kommt, dass Elemente aus allen vier Spielen mit Nathan Drake vereint werden. Die Flugzeugszene dürfte euch bereits in den Trailern aufgefallen sein, bekannt aus dem dritten Teil. Wir werden euch mal nicht verraten, welche Elemente es noch in den Film geschafft haben.

Was nicht aus den Spielen übernommen wurde, sind die bekannten Schießereien. Und vielleicht ist dies sogar besser so. Manches kann einfach nur schlecht aus einer Vorlage kopiert werden, und ein Nathan Drake, der sich durch die Welt schießt und am Ende eines Abenteuers mal eben 100 Leute umgebracht hat, wenn nicht gar mehr, macht sich im Kino als Film, der auch ein junges Publikum ansprechen möchte, nicht so gut.

Dadurch ergibt sich für uns aber ein Problem: Man erlebt nichts Halbes und nichts Ganzes. Es gibt von allem ein bisschen, aber eben nicht genug und spielt damit zu sehr auf Sicherheit. Einerseits will man das Publikum nicht überfordern, anderseits wollte man offensichtlich den Fans der Spiele viel Bekanntes liefern. Auf der Strecke bleibt dabei leider ein eigenständiger Streifen, der das Zeug gehabt hätte, neben den bisherigen Geschichten zu bestehen. Es wirkt hier enttäuschenderweise alles zu klein.

Und hier ist das wirklich ärgerliche, denn Uncharted hat durchaus reichlich Potenzial, welches jedoch nicht genutzt wird. Zu gerne würden wir jetzt schreiben, Indiana Jones hat seinen würdigen Kino-Nachfolger gefunden, doch bedauerlicherweise fehlt dafür zu viel. Der Film bringt alle Elemente mit, die Uncharted ausmachen, er spielt sie nur nicht gekonnt aus. Vielleicht ist dies am besten an der Action zu sehen. Oder eben nicht zu sehen. Denn es werden einige wirklich tolle Szenen und Ideen geboten, doch die Inszenierung lässt ein wenig zu wünschen übrig. Zu viele Schnitte und zu schnell muss jede Szene erledigt werden, sodass die Action nicht richtig atmen kann. Ähnliche Probleme sahen wir schon bei Venom, wo ebenfalls Ruben Fleischer für die Regie verantwortlich war.

Man kann erahnen, dass die Kämpfe toll gemacht sind, doch richtig genießen kann man sie nicht. Blinzelt man an der falschen Stelle, hat man schon etwas verpasst. Dies tut einem besonders für Tom Holland leid, denn man merkt ihm seinen Einsatz durchaus an. Doch so manche Stunts haben einfach nicht die Wirkung, die sie mit einer besseren Inszenierung hätten haben könnten.

Bleiben wir bei Tom Holland, denn seine Besetzung hat für reichlich Kontroversen gesorgt. Wie wir schon angedeutet haben, hängt er sich merkbar in die Rolle hinein. Viele Stunts macht er selbst. Körperlich hat er sich einiges antrainiert, was im Film auch deutlich zu sehen ist. Er kämpft, er klettert, er springt durch die Gegend und tut dies alles äußerst glaubhaft. Er liefert genau das ab, was man von einem Nathan Drake erwartet.

Doch die Figur hatte in den Spielen eben auch einen einnehmenden Charakter, einen besonderen Charme. Nachempfunden wurde die Figur sowohl äußerlich wie auch namentlich Nathan Fillion. Für viele Fans war er jahrelang die Traumbesetzung für die Rolle. Tom Holland ist nicht Nathan Fillion und er hat auch nicht den Charme eines Nathan Fillion. Er hat seinen eigenen und diesen bringt er auch in die Rolle mit ein. Ob einem das gefällt oder nicht, muss jeder für sich selbst bewerten. Wir hatten uns schnell daran gewöhnt und können akzeptieren, dass es jetzt zwei Nathan Drakes gibt.

Etwas anders sieht es da bei Mark Wahlberg aus. Die Chemie zwischen ihm und Tom Holland stimmt, doch so richtig sehen wir ihn noch nicht als Sully, dafür spielt er auch hier zu sehr seine typische Rolle. Auch seine Charakterentwicklung im Film finden wir nicht so gelungen, denn zum Ende hin geht alles ein wenig zu schnell und zu plötzlich. Wir können uns gut vorstellen, dass sich die Fans am meisten an seiner Performance stören werden.

Antonio Banderas mimt den Bösewicht. Es ist immer schön, ihn mal wieder auf der großen Leinwand zu sehen, aber einen nachhaltigen Eindruck kann er leider nicht hinterlassen. Zu erwähnen wäre noch Sophia Taylor Ali als ebenfalls aus den Spielen bekannte Chloe. Sie überzeugt in ihrer Rolle und schafft es durchaus aufzufallen, und wir freuen uns auch darauf, sie in zukünftigen Abenteuern wiederzusehen.

Wir müssen noch auf die Story eingehen. Hier hatte Sony das Problem, dass sie es einfach nie hätten allen recht machen können. Orientiert man sich an den Games, spricht man von einer Kopie, und kritische Fans würden sich fragen, warum sie stattdessen nicht einfach besser das Spiel spielen. Erschafft man eine eigene Version, werden kritische Fans rufen, dies sei nicht ihr Uncharted und in den Spielen sei es alles anders und besser. Wir persönlich finden es gut, dass der letzte Weg gewählt wurde. Dies schafft mehr Freiraum auch für zukünftige Originalität und Überraschungen. Die Fans sollten sich darauf einstellen, dass Nat und Sully sich hier anders kennenlernen als in den Spielen und ihre Dynamik dadurch auch eine etwas andere ist.

Uncharted kann nicht komplett überzeugen. Er bietet aber genug, um mehr zu wollen. Dies könnte der gelungene Auftakt einer unterhaltsamen Reihe von Abenteuerfilmen sein. In der Fortsetzung sollte man aber mit mehr Selbstbewusstsein agieren, größer denken und sich gerne auch mehr an Erwachsene richten, denn dann könnte auch etwas wirklich Großes entstehen.

Wiederschauwert: 75%

Uncharted Bewertung
Bewertung des Films
710

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9 Kommentare
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JackSparrow86 : : Moviejones-Fan
17.02.2022 18:26 Uhr
0
Dabei seit: 26.01.15 | Posts: 164 | Reviews: 0 | Hüte: 1

@Raven13 + downset666

Ich hab ihn grad geschaut und kann die Bewertung von MJ gut nachvollziehen.

Ich bin bisher nur dazu gekommen Uncharted 1 auf der PS4 zu spielen und bin jetzt auf die anderen Teile gespannt.

Beim Film würde ich sagen, dass man Holland und Wahlberg mögen muss, sonst wirds einem nicht gefallen. Ich mag Schatzjagden und Abenteuerfilme und fand ihn dadurch gut. Aber auch nicht mehr. Es ist etwas übertrieben zu sagen, dass der Film nur in New York spielt. Das stimmt so nicht. Es gibt verschiedene Locations und auch einige Lost Places. Ich wurde mehrfach an Vermächtnis der Tempelritter und Tomb Raider erinnert beim schauen. Das würde ich aber eher als den Hauptkritikpunkt zählen: ich hab nichts Neues gesehen.

Als ich rauskam dachte ich: wenn es ne Reihe wird, wärs gut und könnte Spaß machen. Aber allein für sich stehend, wärs mir zu wenig. In zukünftigen Teilen sollten sie dann mehr wagen, mehr Charakterentwicklung und Hintergründe liefern, dann könnte das ne anständige Abenteuerfilmreihe werden. Und dann können sie auch irgendwann mal Nathan Fillon einbauen!

MJ-Pat
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sid : : 00-Agent
15.02.2022 18:57 Uhr
0
Dabei seit: 01.10.12 | Posts: 1.701 | Reviews: 17 | Hüte: 50

Hab zwar die Spiele nie gespielt, dafür aber Das Dschungelbuch und hatte auf ähnliche Exotik, sprich eine Abenteuerreise gehofft. Tja, NY brauch ich nicht. Schon bei der Mumie mit Tom Cruise fand ich London einfach zu langweilig.

Egal, wo man liest, das Alter der beiden wird am meisten kritisiert. Tatsächlich hab ich bis gestern gebraucht, um zu merken, dass ich die Werbung für die Spiele natürlich kenne. Ich konnte nur keinerlei Bezug herstellen.

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Hansel : : Moviejones-Fan
15.02.2022 15:42 Uhr
0
Dabei seit: 30.05.20 | Posts: 777 | Reviews: 1 | Hüte: 25

Könnt ihr bitte mal erläutern, wie ihr auf 3 1/2 Hüte kommt? Für mich hat sich das fast schon wie ein Verriss gelesen. Die Bewertung haben schon viele "gute" Filme bekommen, die recht wohlwollend beschrieben wurden wie zuletzt Scream. Hier ist kaum etwas positives zu lesen. Das macht für mich irgendwie gar keinen Sinn.

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Shred : : Moviejones-Fan
15.02.2022 14:20 Uhr
0
Dabei seit: 26.10.13 | Posts: 1.540 | Reviews: 15 | Hüte: 87

Was mich jetzt völlig abschreckt ist der Mangel an exotischen Orten und Bauten die eben für mich den Charme der Spiele ausgemacht hat. Da geht doch viel mystisches und geheimnisvolles verloren wenn man liest das der Film in New York spielt. Dem heutigen Zeitgeist geschuldet, wären die Szenen in fernen Ländern wohl eh wieder komplett im PC und vor dem Greenscreen entstanden, was den Film wohl noch mehr eine Spieleoptik verliehen hätte.

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TheUnivitedGast : : Moviejones-Fan
15.02.2022 12:33 Uhr
0
Dabei seit: 27.04.12 | Posts: 853 | Reviews: 0 | Hüte: 16

Habe die Spiele gespielt und die Holland Und Wahlberg Besetzung schmerz mich sehr. Fillon ist der perfekte Drake ihn nicht zu casten war ignorant. Auch wenn er schon etwas ins altern gekommen ist.

Ich liebe aber Abenteuerfilme und da Jungle Cruise einfach nur grottig war werde ich mir den Film ansehen und dabei einfach so tun als hätte es mit Uncharted nix zu tun.

Vielleicht bin ich ausgehungert das ich zum Bsp auch Moonfall viel unkritischer sehe aber ich hoffe das funktioniert hier auch.

MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
15.02.2022 12:00 Uhr | Editiert am 15.02.2022 - 12:01 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 4.997 | Reviews: 55 | Hüte: 445

Die Spiele habe ich selbst nicht gespielt, daher kann ich dazu nicht viel sagen. Die Kritik liest sich aber wirklich eher nach einer 5/10 oder 6/10. Aber ist ja auch egal, eine Zahlen-Wertung ist sowieso immer sehr subjektiv. Der Inhalt der Review jedenfalls schreckt mich eher von einem Kinobesuch ab. Ich denke, Heimkino wird bei dem Film reichen.

Mein erster Kinofilm 2022 wird wohl doch erst "The Batman" sein. Das Ticket für die Premiere in meinem Stammkino am 02.03. um 20:00 Uhr habe ich schon. Der Film wird doch tatsächlich ohne Pause gezeigt. Da darf ich vorher definitiv nichts trinken. laughing

Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.

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downset666 : : Moviejones-Fan
15.02.2022 10:58 Uhr
0
Dabei seit: 27.04.16 | Posts: 318 | Reviews: 0 | Hüte: 4

Hm... bin ich der einzige der findet, dass sich die kritk nicht wie eine 3,5 sterne sondern eher eine in Richtung 2,5 bis 2 Sterne Bewertung liest?

Es liegt in der Natur des Menschen sich selbst zu zerstören...

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DrGonzo : : Zauberer
15.02.2022 10:27 Uhr
0
Dabei seit: 02.12.10 | Posts: 2.168 | Reviews: 0 | Hüte: 88

Ich weiß dafür werde ich vermutlich gesteinigt, aber ich fand die Spiele nie gut. Egal welchen Teil ich gezockt habe, es kam kein Spielvergnügen auf. Habe daher den Hype nie verstanden.
Den Film schau ich mir daheim mal an, könnte durchaus ein cooler Abenteuerfilm werden.

"Fuck the kingsguard, fuck the city, fuck the king."

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Bonecrusher96 : : Moviejones-Fan
15.02.2022 09:54 Uhr
0
Dabei seit: 05.07.19 | Posts: 110 | Reviews: 0 | Hüte: 0

Als Fan von Mark Wahlberg und jemand, der bis jetzt, die Spiele nicht gespielt hat, freue ich mich auf den Film.

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