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Und wieder ist Freitag der 13.

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Und wieder ist Freitag der 13. Kritik

Und wieder ist Freitag der 13. Kritik

Und wieder ist Freitag der 13. Kritik
0 Kommentare - 05.03.2024 von ProfessorX
In dieser Userkritik verrät euch ProfessorX, wie gut "Und wieder ist Freitag der 13." ist.

Bewertung: 1.5 / 5

Jason Voorhees (Richard Brooker) ist fort und Crystal Lake und dessen Anwohner wieder sicher. So scheint es zumindest. Als das Ehepaar Harold (Steve Susskind) und dessen Ehefrau Edna (Cheri Maugans) an den See zieht, wird es bald auf bestialische Art und Weise ermordet. Unterdessen wollen die Jugendlichen Christina Higgins (Dana Kimmell), Andy (Jeffey Rogers), Vera (Catherine Parks), Debbie (Tracie Savage) und Shelly (Larry Zerner) ein Wochenende am See verbringen. Dazu gesellen sich noch andere Jugendliche und es dauert nicht lange, bis Jason der Gruppe auflauert.

Fortsetzungen haben es nie leicht: Die wenigsten sind gut, noch wenigere werden als gut anerkannt und überhaupt würde man meinen, daß das, was eine Fortsetzung zu bieten hat, doch dem Zuschauer herzlich egal ist. Doch das zumindest ist nicht so. Irgendwie sind sie erfolgreich und irgendwie müssen sie dabei nicht mal gut sein. Hängt natürlich auch immer von der Qualität der Vorgänger ab, was man zu erwarten hat. Aber ja, in der Regel und gerade heute sind sie doch recht erfolgreich. Da verwundert es auch nicht, daß miserable Fortsetzungen am laufenden Band herausgebracht werden. Denn immerhin bringt das ja Geld und im Falle der Freitag der 13.-Reihe hat man definitiv den Eindruck, als ginge es nur darum. Denn ja, wieder ist es eine gesichtslose Masse an vermeintlichen Teenagern, wieder ist da dieser beiläufige Mythos um den Tod und das Gesicht des Todes und wieder geht es viel um die Kombination aus Sexualität und Gewalt. Man will ja ehrlich sein, spannend ist das nun alles nicht mehr, denn tatsächlich bleiben die unterschwelligen Manierismen die gleichen und die Themen können sich aus unerfindlichen Gründen kein Stück neu erfinden. Ja, diesen Film hat man schlicht und ergreifend schon zweimal gesehen.

Nun gibt es unter Gore-Fans natürlich eine mit persönlich wenig nachvollziehbare Obsession darum, wie unterhaltsam doch die sogenannten Kills sind. Auch das schwappt zum Slasher über und wenn Leute in der Regel noch über diese Filme reden, reden sie über den Härtegrad und die Kreativität der Gewalt. Wer das nicht glauben mag, nun ja, ich habe ja auch im Verlauf der Kritiken schon einige Beispiele für Filme und Filmreihen benannt, deren gesamte Existenz auf diesem Mantra ruht. Und dann merkt man auch schnell, wie Faul Und wieder ist Freitag der 13. eigentlich ist. Denn dieser Film bietet eigentlich keinerlei Innovationen und hangelt sich, noch etwas müder von Tötung zu Tötung und von Charakter zu Charakter. Rollenstereotypen von Highschoolschülern werden da natürlich auch eingesetzt. Alle unglaublich Notgeil, wer kann es ihnen aber auch verübeln? Es macht immerhin so viel Spaß. Alle irgendwie nicht in dem Alter in dem sie sein sollten. Einige Sportler, andere nicht. Einige Dick, andere nicht. Einge unglaublich hübsch und, na ja, ihr ahnt es sicherlich. Das Traurige an einem solchen Werk ist derweil eigentlich nur, daß da eigentlich so viel Potential liegt. Es gibt eben immer die Möglichkeit aus solchen Stoffen, solch intelligente Werke zu schreiben, wenn man eben die nötige Zeit aufbringt, und sich mit den Figuren befasst.

Unterdessen ist der Film aber keineswegs Witzlos. Na ja, zumindest wenn man ihn ironisch betrachtet. Denn Und wieder ist Freitag der 13. liefert mal wieder das, was eben diese Filme immer taten, bevor es Spider-Man: Homecoming (2017) gab. Die Teenager, die hier die flippigen Kiffer und gesetzlosen darstellen sollen, sind vielleicht noch keine dreißig oder älter. Aber bei allem, was mir lieb und heilig ist, sie sehen so aus, mehr noch sogar die Männer. Und dann kommt da einige unfreiwillige Ironie herein, wenn die neue Protagonistin Chris, mit ihrem Rick rum schmust und sie sich zärtlich umarmen. Es wirkt leider immer so, als würde ein Papa seine Tochter im Arm halten und dann muss man sagen, bricht lautes Gelächter aus, was diesem Film, der mit Verlaub gesagt ziemlich dämlich ist, noch zusätzlich an seiner Glaubwürdigkeit scheitern lässt. Man kann nicht anders, als den Film mitzukommentieren, weil er so banal, so einfallslos und dann wiederum so zum Lachen ist, auf einer Ebene. Natürlich gibt es dann für den geneigten Fan, dessen Herz höher schlägt, wenn im modernen Star Wars mal wieder eine Fantheorie bestätigt wird, auch etwas um Tränen in die Augen zu treiben. Ja, Jason hat seine Transformation abgeschlossen und ist nun endlich der Jason, den man wohl kennt. Also, ironischerweise mal wieder für ein paar Minuten.

Aber man merkt dann wohl auch recht schnell, daß man sich in Und wieder ist Freitag der 13. an jeden Strohalmen klammert, den man nur irgendwie ergattern kann. Es ist eben nichts da, worüber es sich zu reden lohnte. Dabei kann man ihm vielleicht noch anrechnen, daß er eben nicht zu lang ist und ganz ok aussieht. Joah, daß ist aber dann die Art von Kritik, die ebenso substanzlos ist, wie jener Film und somit drehen wir uns bald im Kreis. Es regt einen nicht auf, es ist schon sehr dumm, zugegeben. Aber es ist nie auf einem Level, daß man sich darüber echauffieren müsste, was hier passiert. Denn diese Filme haben bei all ihrem Nonsens und all ihrer inhaltlichen Leere wenigstens den Anstand, irgendwann einfach mal vorbeizusehen. Und dann muss auch nicht wieder Freitag der 13. sein.

Ja, mal wieder, mal wieder. Wenn der Film dafür wenigstens noch etwas Zeit aufgebracht hätte, sich um eine Geschichte und Charaktere zu bemühen, dann wäre das alles nicht ganz so kläglich. Doch der Film hier ist eben nur als Cash-Cow gedacht und bietet keinerlei Inhalte und Innovationen.

Und wieder ist Freitag der 13. Bewertung
Bewertung des Films
310

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