Bryan Cranston ist ein Name, der auffallend häufig fällt, wenn Comicfans ihre Casting-Wünsche äußern. Nicht wenige hätten ihn gern als Lex Luthor in Batman v Superman - Dawn of Justice gesehen. Oder als Commissioner Gordon in Justice League. Der eine Part ging letztlich jedoch an Jesse Eisenberg, der andere an J.K. Simmons, wie wir heute wissen.
Trotzdem hat Cranston die Lust auf eine Comicrolle nicht verloren. Auf der New York Comic Con - ja, sie begleitet uns selbst jetzt noch! - erklärte er, dass er am liebsten einen Antagonisten spielen würde, der einen Tick schlauer ist als der Protagonist und niemals dumm dargestellt wird, um dem Helden einen einfachen Sieg zu gewähren. Denn das sei frustrierend und langweilig anzuschauen.
Daher habe er an Nathaniel Essex alias Mister Sinister gedacht, gibt Cranston offen zu. Es möge egoistisch klingen, aber er wolle keinen Charakter spielen, der schon mehrere Male von anderen gespielt worden sei. Er wolle nicht verglichen werden, wie "Nun, sein Commissioner Gordon war bla bla bla...". Das sei nichts für ihn. Vielmehr wolle er sich etwas nehmen, das zuvor noch nicht gemacht worden sei.
Tatsächlich wurde Mister Sinister in den X-Men-Filmen mehrfach angeteast, zuletzt in einer Post-Credit-Szene von X-Men - Apocalypse, und auch bei Logan - The Wolverine rechneten viele mit ihm. Zu Gesicht bekam man ihn allerdings nie. Jon Hamm hätte ihn in New Mutants verkörpern sollen, doch seine Rolle wurde im Zuge der Nachdrehs komplett geschnitten. Also hätte Cranston noch eine Chance. Und ganz ehrlich: Wer will schon immer und immer wieder dieselben Charaktere, nur in anderer Besetzung, auf der Leinwand sehen?
