Moviejones.de ist ein kostenloses Angebot, welches sich durch Werbung refinanziert. Adblocker minimieren die Einnahmen monatlich um 40%. Wenn du möchtest, dass wir auch in Zukunft unsere Redakteure bezahlen können, deaktiviere bitte deinen Adblocker.

Du willst dennoch keine Werbung oder diese deutlich minimieren?

Hier mehr erfahren
Moviejones finanziert sich nur über Werbung
Möchtest du MJ helfen, deaktivere bitte deinen Adblocker. Falls du dennoch weniger Werbung sehen willst und das sogar kostenlos, erfährst du hier mehr.

Game of Thrones

News Details Reviews Trailer Galerie
"Game of Thrones" S8 E5 "The Bells"

Review "Game of Thrones" Staffel 8 Episode 5: Ring the Bell

Review "Game of Thrones" Staffel 8 Episode 5: Ring the Bell
31 Kommentare - Mo, 13.05.2019 von S. Spichala
Etwas Großes stand an in der vorletzten Folge von "Game of Thrones". Hier unsere Review.
Achtung, diese Meldung enthält Spoiler!
Review "Game of Thrones" Staffel 8 Episode 5: Ring the Bell

Die Schlacht um Königsmund, das war natürlich der Hauptteil der vorletzten Episode von Game of Thrones Staffel 8 und der ganzen HBO-Serie. Doch bevor es dazu kam, wurde erst noch jemand für seinen Verrat bestraft: R.I.P. Varys (Conleth Hill)! Ja, er hätte das Geheimnis um Jon (Kit Harington) weiter verraten, war schon dabei, einen Brief zu schreiben, doch er verbrannte ihn, bevor die Soldaten ihn festnahmen. Denn Tyrion (Peter Dinklage) beichtete Daenerys (Emilia Clarke), was sie ohnehin schon wusste. Natürlich ist sie auch not amused, dass Jon seinen Schwur gebrochen und es Sansa erzählt hat, durch die es wiederum Tyrion erfuhr und so auch Varys.

Daher kann Tyrion froh sein, dass nur Varys´Kopf rollte. Beziehungsweise er in Flammen aufging. Dennoch kann Tyrion auch jemanden retten: Jaime (Nikolaj Coster-Waldau), der auf seinem Weg Richtung Cersei (Lena Headey) nicht weit gekommen ist. Und so kann er den Gefallen zurückgeben, den Jaime ihm einst tat, und es kommt zu einer emotional gut inszenierten Abschiedsszene der beiden. Wie die Aussprache zwischen Danny und Jon verlief, verraten wir nicht, nur so viel: Er steht weiter hinter seiner Königin, trotz aller Mahnungen Tyrions wie auch von Varys vor dessen Tod, dass sie den Tod vieler Unschuldiger in Kauf nehmen wird. Tyrion bittet Danny inständig, Gnade walten zu lassen, wenn die Stadt kapituliert.

Ring the Bells

Während Cersei sich noch als sichere Siegerin wähnt, verläuft die Schlacht in Game of Thrones Staffel 8 Episode 5 "The Bells" dann aber anders als sie auch nur im geringsten sich vorstellen konnte: Danny und ihr Drache lassen Eurons (Pilou Asbæk) Flotte in Flammen aufgehen, diesmal ist sie vorbereitet. Auf der anderen Seite haben die Unsullied und verbliebenen Dothraki Stellung bezogen. Natürlich lässt Danny als nächstes auch die Katapulte auf den Zinnen in Flammen aufgehen, und lässt sich bedrohlich darauf nieder, es ist ziemlich klar, dass es nun keine Abwehr mehr gegen ihr Drachenfeuer gibt, kein Soldatenheer kann dem etwas entgegensetzen.

Mit großer Spannung wird in der Game of Thrones-Folge abgewartet, ob die Glocke läuten wird oder nicht, aus der Stadt erschallen sich mehrende Rufe nach dem Läuten der Glocken zu Cersei wie auch Danny hoch. Die Erleichterung ist auch für den Zuschauer groß, als die erste schließlich geläutet wird. Doch zu wenig Zeit scheint vergangen zu sein, um Dannys Schmerz zu besänftigen, sie startet tatsächlich dennoch den Angriff! Und so nimmt das Kriegselend seinen Lauf, sie schlägt zahlreiche Feuerschneisen durch Königsmund, was Jon entsetzt registriert. Grey Worm (Jacob Anderson) folgt nach dem ersten erneuten Angriff Dannys Rachedurst und greift die schon kapitulierten Soldaten an, Jon wird unfreiwillig dadurch mitgezogen.

Derweil trifft Jaime am Ufer auf Euron, der sich vor den Flammen ins Wasser hatte retten können, es kommt zum Showdown zwischen den beiden. Jaime wird dabei schwer verletzt, kann Euron dann aber dennoch besiegen und töten. Und macht sich weiter auf den Weg zu Cersei, kein einfacher Weg durch die Massen panisch vor dem Feuer und herabfallender Trümmer fliehender Menschen. Auch Arya (Maisie Williams) und The Hound (Rory McCann) versuchen zu Cersei zu gelangen. Doch als die Stadt um sie herum zusammenbricht, schickt The Hound Arya fort, sonst sei dies ihr sicherer Tod. Sie solle nicht so enden wie er...

Galerie Galerie Galerie Galerie Galerie Galerie Galerie
Erfahre mehr: #Fantasy, #Review
Mehr zum Thema
DVD & Blu-ray
AmazonAmazonAmazonAmazon
Horizont erweitern

Was denkst du?
31 Kommentare
MJ-Pat
Avatar
luhp92 : : BOTman Begins
26.05.2019 00:37 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 11.479 | Reviews: 166 | Hüte: 376

@GeneralGrievous

Ich habe mir das Video von Alt Shift X jetzt (endlich) angesehen, mich freut es, dass er nochmal im Detail darauf eingeht, warum die Episode so großartig ist. Er spricht natürlich auch die Schwächen (gehetzter Wandel von Daenerys, Stärke des Drachen) an, aber für ihn überwiegen ebenfalls klar die Stärken. Zum Ende hin wird er zwar noch etwas kritischer (nicht bittersüß, nur bitter), aber da kannte er eben Episode 6 noch nicht^^

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

Avatar
MobyDick : : Moviejones-Fan
20.05.2019 17:18 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 4.198 | Reviews: 53 | Hüte: 278

DrGonzo:

Huch, danke für den Hut :-)

Dünyayi Kurtaran Adam
Avatar
GeneralGrievous : : Moviejones-Fan
20.05.2019 17:15 Uhr
0
Dabei seit: 18.02.14 | Posts: 1.452 | Reviews: 0 | Hüte: 45

MJ-Pat
Avatar
luhp92 : : BOTman Begins
16.05.2019 00:08 Uhr | Editiert am 16.05.2019 - 00:10 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 11.479 | Reviews: 166 | Hüte: 376

@MobyDick

Zustimmung!

Jon könnte auch in den Norden zurückkehren und dort dann mit Tormund und Ghost auf Wanderschaft gehen^^ Und Daenerys könnte mit ihrer verbliebenen nicht-westerosischen Armee und ihrem Drachen nach Mereen zurückkehren, weil sie dort akzeptiert, geliebt und verehrt wird.

Der Mensch als des Menschen größter Feind, so könnte man das auch sehen, auf den Gedanken kam ich noch gar nicht. Dennoch schade um die White Walker, die ja metaphorisch für übermenschliche Bedrohungen wie den Klimawandel stehen, deren Bekämpfung nur gelingt, indem man Feindschaft, Hass und machtpolitische Intrigen hinter sich lässt und sich als Menschheit vereinigt.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

Avatar
MobyDick : : Moviejones-Fan
15.05.2019 10:16 Uhr
1
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 4.198 | Reviews: 53 | Hüte: 278

So, Folge jetzt auch gesehen

Alles in allem fand ich die Folge selbst als abgeschlossene autarke Folge ohne großen Bezug zu allem was bisher geschah in sich stimmig, schlüssig und passend inszeniert.

ABER:

Als eine Folge einer Serie war sie einfach wirklich nicht gut, ich hatte bereits am Anfang der Folge das Gefühl, dass der geistige (ich nenne es mal) Verfall von Daenerys eigentlich sehr viel weiter fortgeschritten war, als es die bisherige Handlung hergibt, fast so als würde uns eine Folge fehlen. (Dieses Gefühl hatte ich eigentlich auch schon ein bißchen Folge 4, aber hier war es sehr eklatant).

Auch dass der Drache jetzt plötzlich so unbesiegbar ist, wo es in der letzten Folge doch so einfach war, einen abzuschießen, war einfach nicht wirklich passend. Ganz zu schweigen davon, was die Drachen in der dritten Folge schon hätten helfen können.

Das passt aber auch zu den Kritikpunkten, die ich bereits an anderer Stelle angemerkt hatte: Alle Figuren werden nur noch benutzt, damit die Geschichte zum geplanten Ende kommt, und da pfeift man auf innere Logiken oder eine subtile Charakterisierung. Ich finde nicht, dass man für die Entwicklung von Daenerys Charakter mehr Folgenzeit/Minuten benötigt hätte, aber man hätte das in wenigen Momenten differenzierter aufzeigen können, das hätte niemanden einen Zacken aus der Krone gebrochen.

Aber genug davon, ansonsten ist die Folge richtig stark und gewollt unangenehm:

1. Daenerys: Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass historisch bedingt die meisten (Möchtegern-)Herrscher, die als Reformer anfingen, je näher sie ihrem Ziel waren, desto despotischer und verzweifelter sie sich an die Macht klammerten und zulketzt immer mehr dem Prinzip fürchtet mich fröhnten. Und es gab schon immer diese gewissen Anzeichen in ihrem Charakter, dass sie eigentlich nur machtgeil ist. Klar wäre es ihr lieber gewesen, sie würde von allen geliebt werden, aber es war auch schon immer klar, dass sie im Zweifel, darauf verzichten könnte. Insofern passt das schon ganz gut, wie gesagt die abrupte Inszenierung ist hier weniger passend als inhaltlich.

2. Jon: ich glaube immer weniger, dass es auf Jon vs Dany hinaus läuft. Dafür ist er zu sehr Fußvolk. Und er ist ein idiot, weil er immer zu seinem Wort steht. Er wird eher sterben (huch, da war ja was), als sein Wort zu brechen, auch wider besseren Wissens

3. Tyrion: Mein heissester Anwärter auf eine finale Konfrontation mit Dany

4. Sansa und Arya: Zusammen mit Tyrion

Ich denke nicht,. dass es ein Happy End geben wird, und ich denke noch weniger, dass es eines geben sollte. Im Nachhinein betrachtet finde ich es auch gut, dass die White Walker bereits in Folge drei abgehandelt wurden, damit man sieht, dass der Mensch des Menschen größter Feind ist, und daher es auch außerhalb dieser ominösen Gefahr einfach keine Hoffnung gibt.

Würde mich also nicht wundern, wenn es ein Ende gibt, wonach Dany alleine herrscht - was ich zwar nicht glaube, aber man kann ja nie wissen!

Dünyayi Kurtaran Adam
Avatar
fbManuel24 : : Moviejones-Fan
15.05.2019 09:06 Uhr
0
Dabei seit: 15.05.19 | Posts: 2 | Reviews: 0 | Hüte: 0

Die Macher von Games of Thrones haben es geschaft mit der letzten Staffel die

Serie zu zerstören. Da wird mann 7 Staffeln lang mit immer neuen Häpchen

heiß gemacht auf die weißen Wanderer und die lange Nacht und fertigt dann mit nur einer

einziegen folge die sache ab und das auch noch super billig und macht den hauptteil

mit königsmund und Cerse die letzte Staffel hätte sich nur um den kampf gegen die weißen Wanderer drehen dürfen unmd nicht um Königsmund davon wahren ja die ersten 7 staffeln

wofür muste bran bereit sein um nur den köder zu spielen 7 staffeln lsng wurde man heiß gemacht auf die weißen Wanderer und in nur einer folge ist allles erledigt und das mit einem

billigen dolch stoss

MJ-Pat
Avatar
luhp92 : : BOTman Begins
15.05.2019 00:14 Uhr | Editiert am 15.05.2019 - 00:20 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 11.479 | Reviews: 166 | Hüte: 376

@Duck-Anch-Amun
Danke für den Hut!

Ich stimme dir definitv zu, dass man Daenerys Charakterwandel detaillierter und ruhiger hätte vorbereiten sollen. Dennoch muss ich dir da etwas widersprechen. Die Situationen in Essos und zu Beginn in Westeros waren gänzlich andere, damals hatte sie noch all ihre Kinder (Drachen), lebende Freunde (Jorah, Missandei), einen hingebungsvollen Liebhaber (Daario, Jon in Staffel 7), vertrauensvolle Berater (Jorah, Tyrion, Varys) und ein Volk (Unsullied, befreite Sklaven, Dothraki), welches sie z.B. als Mutter anhimmelte. All dies hat sie nun nicht mehr und die westerosische Bevölkerung sieht sie als Fremde mit einem fliegenden Monster, hat Angst vor ihr oder liebt Jon mehr. Ihren Feinden gegenüber (Skalvenhalter, Westerosi wie z.B. die Tarlys) zeigte sie zudem nie Gnade, wenn diese nicht das Knie beugten, und griff sehr oft zu gewaltsamen und brutalen Methoden. Und wie @Manisch es schon schrieb, Daenerys könnte gedacht haben: "Nach all den Jahren lieber eine Herrschaft der Angst, als gar keine Herrschaft."

Ja, die Golden Company war in Staffel 8 so unnötig, da hätte man tatsächlich einen Elefanten einfügen können^^ Oder sie komplett aus der Handlung streichen und das frei gewordene Budget dann z.B. in mehr Szenen mit Ghost investieren können.

Meine Vermutungen zum Serienfinale habe ich bereits unter dem entsprechenden Moviejones-Artikel niedergeschrieben, da kannst du ja mal vorbeischauen.
@fbErich7, einen Hut für deine Theorien, die würden Sinn ergeben und mir ziemlich gut gefallen! Von meiner Seite dann auch noch ein Herzliches Willkommen :-)

@Elwood
Euron ist als Charakter an sich so unnötig, der Tod durch Jaime ist gefühlt tatsächlich zu gut für ihn^^ Angebracht wäre es gewesen, wenn er bei Drogons Feuersturm gestorben wäre. Für Jaimes Charakter ergibt der Kampf und Sieg dagegen Sinn, seine aufrichtige Liebe bezwingt Eurons niedere Sexgelüste.

@GeneralGrievous
"Euron vs Jaime" ist auch mein Tiefpunkt der Episode. Euron taucht aus dem Nichts auf, trifft zufällig Jaime, wird von diesem Einhändigen im Schwertduell besiegt und fügt Jaime noch zwei Stichwunden zu, die danach überhaupt keine Rolle mehr spielen.

@DrGonzo
In Staffel 2 sagte Daenerys wohl auch mal wortwörtlich, sie würde Städte niederbrennen, wenn ihre Drachen ausgewachsen seien.
@Duck-Anch-Amun, Jack-Burton, GeneralGrievous: Der Angriff des Drachen war hier tatsächlich mal realistisch bzw. gemäß der Bücher, nichtsdestotrotz leidet die Szene dramaturgisch und inhaltlich natürlich unter den verfehlten Drachenauftritten in Episode 3 und dem unsinnigen Drachentod in Episode 4.

@Manisch
Die Vision aus Staffel 2 kann man allerdings auch so deuten, dass sie den Inhalt von Staffel 7 wiederspiegelt. Daenerys, die erst im schneebedeckten Thronsaal steht und die Hand nach dem Thron ausstreckt, sich dann aber hinter der Mauer wiederfindet.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

Avatar
Manisch : : Moviejones-Fan
14.05.2019 19:07 Uhr
0
Dabei seit: 19.10.18 | Posts: 452 | Reviews: 6 | Hüte: 20

@Duck-Anch-Amun

10 Episoden müssten es für mich gar nicht mal sein laughing
Umbrella Academy ist für mich ein aktueller Fall, den ich zu lahm fand, bei dem 1-2 Episoden weniger hilfreich gewesen wären.
Und GoT hatte für mich auch immer Folgen, wo ich das Gefühl hatte, es sei 50 Minuten lang nichts passiert.

Vielleicht hätte man die 7. Staffel länger ziehen sollen und dabei alles rund um den Night King zum Abschluss bringen.
Und dann Staffel 8 meinetwegen verkürzt, dafür alleine mit Fokus auf den Kampf um den Thron.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es aber auch der Cast war, der irgendwie keinen Bock mehr hatte. Allen voran Kit Harington, der immer schon erzählt hat, wie gerne er sich mal wieder die Haare schneiden würde. Und von Turner und Williams hört man im Moment lauter Geschichten über Depressionen...

Leute, nutzt mehr Ecosia statt Google!

Avatar
Optimus13 : : Moviejones-Fan
14.05.2019 18:40 Uhr
0
Dabei seit: 09.08.16 | Posts: 824 | Reviews: 2 | Hüte: 39

Ich habe mir nun endlich Staffel 1 zugelegt und werde mir die Serie dann hoffentlich am Stück reinziehen. ^^ Leider weiß ich schon so viel, dass ich nicht mehr groß überrascht werden kann. Na ja, selbst schuld. Was ich aber äußerst interessant finde: diese Folge scheint hier ja doch mehr oder weniger gut anzukommen. Zumindest viel besser, als ich durch die Netzreaktionen vermutet hätte. Dort schlägt einem ja direkt Hass entgegen. Ich glaube, wenn Dany anders gehandelt hätte, wären die Reaktionen nicht so heftig...

Ich finds auch schade, ich hätte ihr ein gutes Ende gewünscht. Aber hey, es ist Game of Thrones, da bin ich mit meinen Happy End Wünschen sowieso fehl am Platz. wink

Did you ever hear the Tragedy of Darth Plagueis the Wise?

Avatar
GeneralGrievous : : Moviejones-Fan
14.05.2019 18:22 Uhr
0
Dabei seit: 18.02.14 | Posts: 1.452 | Reviews: 0 | Hüte: 45

Guten Abend allerseits!


Ich werde mich diesmal wieder vergleichsweise kurz halten, da das Wesentliche über diese Episode eigentlich schon von anderen hier vor mir gesagt worden ist. :-)

ACHTUNG, SPOILER VORAUS!


Kurzfassung meinerseits würde heißen: Für mich die bisher stärkste Folge dieser (leider viel zu kurzen) Staffel, in der Miguel Sapochnik sich für die doch eher durchwachsene Schlacht um Winterfell bei den Fans (bzw. mir ^^) entschuldigt und vieles wieder gut macht. Sicherlich, auch hier sind es leider mal wieder einige Kleinigkeiten, die im Storytelling nerven (und auch schon zurecht von einigen angesprochen wurden):


-> Arya ist quasi unbesiegbar, die Faceless Men wären wohl stolz auf sie
-> Niemand in Kingslanding erkennt Jamie? (Oder es sind alle damit beschäftigt, nicht zu sterben, dann nehme ich diesen Punkt gerne zurück)
-> Wo Euron in der Folge zuvor keine Mühe hat, einen Drachen abzuknallen, trifft jetzt nicht ein einziger Pfeil Drogon?
-> Die Auseinandersetzung zwischen Jamie & Euron fand ich dann doch zu arg konstruiert
-> Auch Jamie scheinen die Verletzungen von der Auseinandersetzung mit Euron nicht allzu viel auszumachen?
-> Golden Company sah immerhin gut aus. Das war es dann aber auch schon. Sehr viel verschenktes Potenzial - keine Elefanten! ;-P
-> Hätte Varys nicht mal einen Prozess verdient? (Auch hier vielleicht schon ein kleiner Vorgeschmack von Daeny für den späteren Verlauf dieser Folge)


Aber gut, nun genug gemeckert, dafür fand ich die Folge dann doch zu gut. :-) Daeny als "Mad Queen" ist wirklich grausam mit anzusehen und neben Lord of the Rings fühlte ich mich hier tatsächlich bei einigen Stellen sehr an Saving Private Ryan erinnert. Ich glaube selten wurde die Grausamkeit des Krieges so schonungslos im TV gezeigt wie hier. Obgleich ihre Wandlung dahingehend einfach zu schnell ging (volle Zustimmung an Duck an dieser Stelle!), tritt Daeny damit nun endgültig in die Fußstapfen ihres Vaters. Ob nun Jon, Arya oder gar Tyrion - jemand wird sie für dieses Kriegsverbrechen auf jeden Fall bezahlen lassen in der kommenden - finalen - Episode. Hass als zentrale Antriebskraft spiegelt sich auch im Handeln von Greyworm wieder, der seiner Königin blind und loyal hilft, Wehrlose, Kapitulierende und Unschuldige hinzurichten. Im späteren Verlauf nimmt Daeny sogar keine Rücksicht mehr auf Freund und Feind, was wirklich sehr bedenklich ist. Auch ich frage mich immer noch: Hätte sie es soweit kommen lassen müssen? Wieso mit "fear" über jemanden regieren, wenn man kaum noch jemanden hat, über den man regieren kann? Aber ja, die Vision damals von ihr in der letzten Folge der 2. Staffel tritt nun ein als "Queen of ashes", wobei auch ich dies damals für Schnee ("Winter is coming") hielt.

Cersei (danke Lena Heady für die großartige Schauspielleistung!) sah ihr Kartenhaus zunehmend zusammenstürzen und mit jeder Einstellung im Verlauf der Folge hat man gesehen, wie sie die (Todes-)Angst immer mehr zerfrisst. Am Ende der letzten Folge noch sieges- und selbstsicher kann es also auch sehr schnell in die andere Richtung gehen. Und mal ehrlich, niemals können Jamie & Cersei die zusammenbrechenden Trümmerteile über sich überlebt haben! Wenn das der Fall sein sollte, wäre das wirlich der absolute Supergau! Denn abgesehen von Realismus haben die Beiden wohl keinen schöneren Tod verdient als vereint. Ein sehr tragischer und bewegender, aber auch bittersüßer Abschied dieser immer merkwürdig anzusehenden (Hass-)Liebe.

Clegane Bowl - vielen Dank! Genauso habe ich es mir in all den Jahren eigentlich immer ausgemalt und dass der Hound den Feuertod wählt, um seinen großen Bruder mit ins Grab zu nehmen, ist dann wohl auch einmal mehr ein Kreis, der sich gekonnt schließt.

Alleine die Fassungslosigkeit in den Augen von Jon, Arya & Tyrion ließ mich das eine oder andere Mal wirklich heftig schlucken. Sinnbildlich für das, was wohl auch die Zuschauer so empfanden, sehen wir durch ihre Augen, dass für Menschlichkeit bis auf wenige Ausnahmen kein Platz (mehr) ist, um das "Game of Thrones"für sich zu entscheiden.

Die Frage, die ich mir stelle? Hat Bran all dies kommen sehen? Oder nur vereinzelte Fragmente? Ich frage mich immer noch, wieso er sein Wissen für sich behält. Hätte er nicht tausende von unschuldigen Leben dadurch retten können? In der letzten Folge muss dazu einfach eine sinnvolle Erklärung kommen, wieso Bran bei all dem Leid um Winterfell und Kingslanding nur tatenlos zusehen konnte.

Mit dem Ableben von Vayrs & Cyburn gehen nun - nach dem Tod von Littlefinger in der vergangenen Staffel - nun wohl auch die letzten "echten" Strippenzieher im Hintergrund. Konnte jemand erkennen, an wen Varys seinen Brief schicken wollte?

Mehr möchte ich eigentlich auch nicht sagen. Eine sehr beeindruckende, schockierende Folge, die im Vergleich zur Schlacht um Winterfall deutlich mehr meinen Geschmack getroffen hat und für mich wohl den Höhepunkt dieser Staffel darstellen wird. :-)

MJ-Pat
Avatar
luhp92 : : BOTman Begins
14.05.2019 18:22 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 11.479 | Reviews: 166 | Hüte: 376

@Manisch

Ups^^ Danke für den Hinweis.
Die okaye ist Episode 1 und die gute ist Episode 2.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

Avatar
fbErich7 : : Moviejones-Fan
14.05.2019 17:31 Uhr
0
Dabei seit: 13.05.19 | Posts: 5 | Reviews: 0 | Hüte: 2

@Duck - danke, macht auch Spaß sich mal vernünftig auszutauschen! wink

Und ja - es ging definitiv zu schnell mit der Entwicklung, vor allem da es absehbar ist dass da nicht mehr allzu viel kommen kann was noch Spielraum lässt. Für einen wirklich runden Abschluss wäre es wohl nötig gewesen, Staffel 7 um den Thron und Staffel 8 um den Norden auszurichten (oder halt andersrum - relativ egal, beide Alternativen hätten echt mehr als genug hergegeben).

Und nö, ich find die Inszenierung wirklich top - da merkt man dass viel Geld reingeflossen ist und wirklich extremer Aufwand betrieben wurde um das visuell rüberzubringen... nur übers Storytelling, Pacing und die Charakterentwicklung muss ich herziehen, weil man da einfach anderes gewohnt war. Ist daher eher meckern auf immer noch recht hohem Niveau (vor allem im Vergleich zu anderen, länger laufenden Serien ... die nach dieser Staffelzahl eher schon ähnlich dahergekommen sind wie die nicht redenden Protagonisten /wave TWD).

Avatar
Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
14.05.2019 17:19 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 6.847 | Reviews: 36 | Hüte: 408

@Manisch
Zwischen Lahmarschig und "Huch nanü, wir nähern uns dem Staffelende" seh ich persönlich ja noch Welten^^
Ich denke die letzten beiden Staffeln zeigen einfach, dass es absolut keinen Grund gab alles zügiger zu gestalten. Ich denke es gibt nicht mal wirklich ne Vielzahl an Leuten die zufrieden ist, dass man es zügig gemacht hat.
Wie gesagt, ich hätte nichts gegen 10 Episoden gehabt ;) Denn durch dieses Verfahren nun, bleibt doch einiges auf der Strecke, sei es Logik oder Charakterentwicklung. Und dies ist schon ein bisschen Schade, weil es GoT vorher immer ausmachte und nun teilweise wegen der geringen Anzahl an Episoden, umgeschmissen wird.

Aber natürlich reden wir hier immer noch von einer genialen Serie. Inzenatorisch besteht natürlich auch absolut kein Zweifel, dass wir hier locker im Kinosegment unterwegs sind und das was man zu sehen bekommt quasi alles was es sonst so im Kino oder TV gibt, locker in den Schatten stellt.

Avatar
DrGonzo : : Drachenzähmer
14.05.2019 15:48 Uhr
0
Dabei seit: 02.12.10 | Posts: 694 | Reviews: 0 | Hüte: 16

@Manisch ich glaube alle sind sich einig, dass sich Game of Thrones immernoch auf einem weit weit weit höheren Niveau bewegt als The Walking Dead ^^

Avatar
Manisch : : Moviejones-Fan
14.05.2019 15:12 Uhr
0
Dabei seit: 19.10.18 | Posts: 452 | Reviews: 6 | Hüte: 20

@Duck-Anch-Amun

Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann (:
Damals war die Ausgangslage eine ganze andere und ihr Umfeld viel stabiler.

Sicherlich wäre mehr Zeit für die Entwicklung nett gewesen, aber es es wurde angekündigt, dass die letzte Staffel zügiger ablaufen wird. Ob das gut oder schlecht ist, sei jeweils dahingestellt.

Irgendwie muss ich an The Walking Dead denken, wo es den Leuten ZU lahmarschig ist. Wie man es auch macht... laughing

Leute, nutzt mehr Ecosia statt Google!

Forum Neues Thema