
Man sieht es in John Wick, man sieht es in Nobody, man sieht es in fast jedem Actionfilm: Der Held taucht auf, und plötzlich kommen bewaffnete Männer aus allen Richtungen. Einer nach dem anderen wird ausgeschaltet, und trotzdem scheint beim Bösewicht der Personalbestand unerschöpflich zu sein.
Und irgendwann stellt sich die Frage: Warum machen die das eigentlich?
Der erste Kollege wird erschossen. Der zweite ebenfalls. Dann kommt der dritte um die Ecke und denkt offenbar: „Das sieht nach einer Situation aus, in der ich mich unbedingt einmischen sollte.“
Der denkbar schlechteste Arbeitsplatz
Natürlich wissen wir, warum dieses Prinzip funktioniert. Die Handlanger sind dramaturgisches Kanonenfutter. Der Held muss Gegner haben, bevor er zum eigentlichen Bösewicht gelangt. Und je größer dessen Armee, desto mächtiger wirkt er zunächst.
Schon Phantom Kommando machte aus diesem Prinzip eine regelrechte Kunstform. Arnold Schwarzenegger kämpft sich durch eine geradezu absurde Zahl von Gegnern.
In Stirb langsam ist das Ganze noch vergleichsweise überschaubar: Hans Gruber hat eine kleine Gruppe professioneller Krimineller dabei. Bei John Wick wird daraus schließlich ein komplettes Geschäftsmodell. Die High Table verfügt über ein offenbar nahezu unerschöpfliches Reservoir an Killern.
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Was hält diese Leute dort? Geld? Angst? Loyalität? Gruppendruck?
Im echten Leben dürfte die Motivation allerdings etwas geringer ausfallen. Da beschweren sich Mitarbeiter schon, wenn sie einmal länger bleiben oder ausnahmsweise samstags arbeiten sollen. Bei Film-Gangstern dagegen scheint der Arbeitgeber sagen zu können: „Heute müsst ihr leider gegen John Wick antreten.“ Und alle so: „Klar, Chef. Wann geht’s los?“
Vielleicht sind Gangsterbosse in Filmen deshalb so mächtig, weil sie nicht nur über Geld, Waffen und Einfluss verfügen, sondern über die mit Abstand motivierteste Belegschaft der Filmgeschichte.
Ab wie vielen toten Kollegen würdet ihr euch nach einem neuen Arbeitgeber umsehen?
