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Trolls

Süß, aber anspruchslos

Trolls Kritik

2 Kommentar(e) - 10.10.2016 von Moviejones
Filmkritik

Trolls Bewertung: 3.5/5

Dreamworks Animation ist so ein Studio, bei dem es mal klappt und mal so gar nicht, einen guten Animationsfilm abzuliefern. Zu sehr ist man von der Theorie beseelt, dass allein die niedliche Umsetzung etwas bewirkt und alles andere nebensächlich ist. Während Konkurrent Pixar auch versucht, Erwachsene herauszufordern, ist man bei Dreamworks in der Regel anspruchsloser. Das Ergebnis sind dann oft mittelmäßige Filme wie Monsters vs. Aliens oder Home - Ein smektakulärer Trip. Auf der anderen Seite, wenn man sich richtig bemüht, entstehen aber auch Klassiker wie Shrek - Der tollkühne Held oder wenn man ganz viel Glück hat Perlen wie Drachenzähmen leicht gemacht. Trolls wird ist irgendwie nichts von alledem und doch mächtig süß.

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Die Trolls sind ein liebenswertes kleines Völkchen, das in Glück und Harmonie lebt und den lieben langen Tag nichts weiter macht als singen, tanzen und kuscheln. Doch um dieses Glück werden sie von den garstigen Bergens beneidet. Denn ein Bergens kann nur glücklich werden, wenn er einen Troll frisst. Aus diesem Grund verstecken sich die Trolls seit vielen Jahren. Als ihr Dorf eines Tages enttarnt wird und viele Trolls von den Bergens entführt werden, entschließt sich die mutige Prinzessin Poppy, mit dem voll negativ eingestellten Troll Branch ein Rettungskommando zu bilden, um die Trolls aus der Bergensstadt zu befreien, bevor jene ihre Freunde auffressen...

Trolls Kritik

Seit den 60ern gibt es in regelmäßigen Abständen die Trollwelle, verursacht durch die Zaubertrolle. Kleine Plastikpuppen, die die Kinderzimmer bevölkern. Die Ähnlichkeit dieser Figuren mit dem nun vorgelegten Animationsfilm Trolls dürfte nicht zufällig sein und Marketinggründe haben, die zum Glück aber beim Film keine Rolle spielen. Denn dieser soll in erster Linie Freude bringen mit Gesang und Tanz und Kuscheln. Wer hier jetzt noch nicht Karies oder schlimmer Diabetes von so viel Zuckrigkeit bekommen hat, liest jetzt gespannt weiter, denn wie Buddy - Der Weihnachtself wollen auch die Trolls nur Glücklichsein und Freude verbreiten. Dazu muss auch mal ganz laut gesungen werden.

So was klappt aber nur, wenn die Figuren und respektive ihre Synchronsprecher das auch rüberbringen. Ein Lob an dieser Stelle an Lena, die als deutsche Synchronsprecherin von Hauptfigur Poppy eine hervorragende Arbeit abliefert - im Original gesprochen und gesungen von Anna Kendrick. Zwar sind wir kein Fan davon, wenn populäre Personen den Job von professionellen Synchronsprechern übernehmen, aber in diesem Fall passt es sehr gut. Gerade die häufige Kombination aus Sprache und Gesang ist in diesem Fall wie für Lena gemacht und Poppy bekommt durch sie richtig Kontur.

Apropos Gesang und Musik, auch die Musikauswahl von Trolls kann sich sehen lassen. Die Mischung aus Klassikern und Abwandlungen von diesen ist ein unschlagbares Argument, sich den Film auch als Erwachsener anzusehen. Als Zuschauer jenseits der 15 muss man sich sowieso überlegen, ob Trolls der richtige Film für einen ist. Wenn man es bunt mag, ist man hier richtig. Wenn man nicht viel nachdenken und eine schöne Zeit verbringen will, ist man hier richtig. Wenn man einfach Bock auf einen lustigen Animationsfilm hat, ist man hier richtig. Aber mehr wird man auch nicht bekommen.

Das Kino und die Kinder im Saal haben gelacht, weswegen Dreamworks mit Trolls sehr vieles richtig gemacht hat. Dennoch wollte der Funke bei uns nicht richtig überspringen. Entweder sind wir so böse wie die Bergens und hatten keinen Troll zum Frühstück oder aber es fehlt etwas. Für uns ganz klar die Tiefe, denn die Botschaft des Films ist zu simpel gestrickt. Hinzu kommt der Animationsstil, der für unseren Geschmack etwas zu hässlich ist. Die Animationsqualität ist dabei sehr gut, nur der oft zitierte Artstyle der Protagonisten wollte uns nicht gefallen. Aber das sind persönliche Präferenzen, die wir nur schwer dem Film anlasten können.

Trolls Bewertung

Trolls ist einer dieser typischen Dreamworks-Animationsfilme. Ganz schön süß, ganz schön bunt und dementsprechend auch ganz schön anspruchslos. Ein paar Glückskeksbotschaften reichen an Tiefe, um einen Handlungsstrang zu basteln und das wird dann dem Publikum serviert. In diesem Fall geht dieses Rezept glücklicherweise auf, da sich der Film vornehmlich an das jüngere Publikum richtet und in der farbenfrohen Gestaltung, der tollen Musikuntermalung und dem teils 60er-70er-Stil des Films viel Liebe steckt. Wer also in diesem Jahr noch nicht genug Animationsfilme hatte, kann hier ohne Sorgen einen Blick wagen, sollte aber kein zweites Zoomania erwarten.



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Trolls Bewertung
Bewertung des Films
710
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2 Kommentare - Moviejones distanziert sich von Userbeiträgen.
Wizard-Ruud
Geisterjäger
Geschlecht | 11.10.2016 | 07:58 Uhr11.10.2016 | Kontakt
Jonesi

Der Film kommt einfach ein paar Jahre zu spät, besser gesagt Jahrzehnte zu spät.. Ich glaube das der Film floppt.

FlyingKerbecs
Weihnachtsmann
Geschlecht | 10.10.2016 | 15:23 Uhr10.10.2016 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 10.10.2016 15:23 Uhr editiert.

So ungefähr hatte ich mir den Film vorgestellt. Auch wenn die Kritik besser ist, als ich erwartet hätte. Aber ansehen werd ich ihn mir wahrscheinlich trotzdem nie, außer im Fernsehen, wenn wirklich gar nichts besseres läuft.^^