AnzeigeR
AnzeigeR
AnzeigeR

A Nightmare on Elm Street

Kritik Details Trailer News
Nicht so schlecht wie gedacht, doch ...

A Nightmare on Elm Street Kritik

A Nightmare on Elm Street Kritik
0 Kommentare - 30.05.2010 von Petra82
In dieser Userkritik verrät euch Petra82, wie gut "A Nightmare on Elm Street" ist.

Bewertung: 3 / 5

Ich war vor kurzem mit meiner Freundin im Kino, weil wir Freddy noch aus guten alten Zeiten kennen (als wir im Alter von 13 Jahren waren, gab es für uns nicht Spannenderes als Horrorfilme wie Nightmare, Hellraiser oder ES zu gucken...). Und ich muss sagen, der Film war besser als ich es erwartet hatte, aber gleichzeitg auch eine Enttäuschung.

Kurz zum Inhalt, den aber eigentlich jede/r kennen dürfte: einige Teenager in der Elm Street sterben eines ungewöhnlichen Todes und die Schülerin Nancy erkennt nach einer Weile, dass alle im Schlaf starben, weil sie von einem unheimlichen Mann mit Scherenhänden in einem gestreiften Pulli bedroht wurden. Mit ihrem Kumpel Quentin versucht sie, die Todesserie zu durchbrechen und dem Schlaf zu entgehen, was trotz Aufputschmittel eigentlich ein sinnloses Unterfangen ist. Da erfährt sie, dass Freddy einen realen Hintergrund hat, der früher in ihrer Grundschule angestellt war. Er hat die Kinder missbraucht und wurde aus diesem Grund von den aufgebrachten Eltern gelyncht. Nun nimmt er wegen der Tat ihrer Eltern Rache an den Teenagern, da wo sie ihm nicht entkommen können - in ihren Träumen...

Was mich positiv überrascht hat waren die Darsteller. Im ersten Moment dachte ich, na toll, wieder die gleichen Blondies und Blassnasen wie in all den Halloweens, Final Destination 3+ oder AvP2's zuvor. Doch die Darsteller waren recht gut gecastet und die Darstellerin der Nancy (Rooney Mara) hat Heather Langenkamp aus 1984 zumindest adäquat ersetzt. Was nicht heißen soll, dass der Film ein großartiges Remake ist oder sogar eine wirkliche Daseinsberechtigung hat, die ihn über das bloße "er wurde zur Unterhaltung geschaffen" erhebt. Leider ist der Film so unnütz wie ein Kropf, denn er erzählt die bekannte Geschichte nicht wirklich originell. Mich hätte interessiert, wenn sie Freddy mehr Aufmerksamkeit geschenkt hätten, ihm und seiner Entstehung. Warum keine Monologe? Warum keine Szenen in kurzen Rückblicken, wie er als Mensch wirklich war, um mehr Emotionalität zu schaffen? Ganz ehrlich, ich weiß nicht mehr richtig, ob der Original-Freddy wirklich ein Kindermörder war oder nur verdächtigt wurde - und wenn er es war, hatte die Figur irgendwas, die ihn trotz aller Grausamkeit zu einer Art Popphänomen werden ließ. Der neue Freddy, recht passabel gespielt von Jackie Earle Hayley, geht in der Geschichte fast unter und entwickelt ein wirklich schlimmes Vorleben: denn er _missbrauchte_ die Kids. Doch muss hier im Gegensatz zum Original noch eins drauf gesetzt werden?! Warum Freddy so abstoßend darstellen? Warum ihm nicht einfach einen Grund geben, Jagd auf die Teenager zu machen, weil die Eltern ihn tatsächlich unschuldig gelyncht haben? Ich persönlich hätte das interessanter gefunden und wenn es die Morde auch nicht rechtfertigen würde, so würde es sein Verhalten doch nachvollziehbar machen, dass sich jemand aus tiefstem Hass rächt. Apropos erklären: warum muss in heutigen Filmen alles erklärt werden? War Jasons Mutter passionierte Hockeyspielerin? Hat Mike Myers Daddy ihm an Halloween-Abenden verboten, mit den anderen Kindern um die Häuser zu ziehen? Warum also kann "Nightmare on Elm Street" nicht _bloß_ ein Horrorfilm sein, in dem nicht alles realistisch erklärt wird? Was bringt es, Fred Krueger als Pädophilen zu brandmarken? Will man damit ein Fanal gegen die Taten Einzelner in der Realität setzen? Leider gelingt das nicht, denn das ist nicht die Aufgabe des Films und so verkommt die Storyline nur zu einem Schockmoment, der aber nicht wirklich emotional umgesetzt wurde.

Sieht man "Nightmare" ohne das Original im Hinterkopf ist es ein ganz passabler Horrorfilm, dessen Hauptfigur aber recht blass bleibt. Und das liegt nicht an Jackie Earle Hayley, sondern am Skript. Ich fand den Film ok, man kann ihn sich anschauen, aber er kommt in keinster Weise an die kultigen Originale ran und wird keinen Grundstein für eine gute Neuerfindung der Reihe legen. Mag sein, dass weitere Filme folgen, aber ich würde sagen, spart das Geld, liebe Produktionsfirmen, und denkt euch neue Geschichten aus. Ich gebe dem Film 6/10 Punkten.

A Nightmare on Elm Street Bewertung
Bewertung des Films
610

Weitere spannende Kritiken

Sentimental Value Kritik

Seinen Platz im Leben finden

Poster Bild
Kritik vom 06.04.2026 von TiiN - 1 Kommentar
Sentimental Value ist ein Sozialdrama des norwegischen Filmemachers Joachim Trier. Nach seiner Kinoauswertung Anfang Dezember ist der Film nun endlich auch für das Heimkino verfügbar. Diese Kritik ist spoilerfrei. Gustav Borg ist ein gefeierter Regisseur, doch seine großen Zeiten li...
Kritik lesen »

La Riffa - Dein Preis für eine Nacht Kritik

Das Debüt von Monica Bellucci

Poster Bild
Kritik vom 26.03.2026 von TiiN - 3 Kommentare
Monica Bellucci zählt zu den gefragtesten europäischen Schauspielerinnen. Interessant ist, dass nun hierzulande ein Film mit ihr erschien, der schon über 30 Jahre auf dem Buckel hat. Die Rede ist von ihrem Kinodebüt La Riffa – Dein Preis für eine Nacht, einem italienis...
Kritik lesen »
Mehr Kritiken
Was denkst du?
Ich stimme den Anmelderegeln beim Login zu!

Forum Neues Thema
AnzeigeR