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Alles außer gewöhnlich

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Prädikat: besonders wertvoll

Alles außer gewöhnlich Kritik

Alles außer gewöhnlich Kritik
0 Kommentare - 01.12.2019 von FBW
Hierbei handelt es sich um eine Kritik der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW).

Bewertung: 4 / 5

Alles außer gewöhnlich von Eric Toledano und Olivier Nakache erzählt auf inspirierend-mitreißende Art von zwei hochengagierten Betreuern, die sich um autistische junge Menschen kümmern - und dabei mehr als einmal an ihre eigenen Grenzen stoßen.

Als Betreuer für autistische Jugendliche versuchen Bruno und Malik, deren Leben und Alltag besser zu machen. Doch die Ämter und Ministerien legen ihnen immer wieder Steine in den Weg. Während Malik versucht, die ihm unterstellten jungen Betreuer dazu zu bringen, ihre Aufgabe als Riesenchance wahrzunehmen, ihrem Leben durch diese Art der Arbeit einen Sinn zu geben, muss Bruno gleich an mehreren Fronten kämpfen. Denn die Kontrolleure der Behörden möchten seinen ehrenamtlichen Verein aufgrund von fehlenden Genehmigungen schließen. Und dann hat auch noch der von ihm betreute Joseph die Chance auf einen Job, bei dem er Brunos ganze Unterstützung braucht. Im Grunde sind es zu viele Baustellen, die sich für Bruno und Malik auftun. Doch sie wissen, dass Aufgeben keine Option ist. Weil nur der, der weitermacht, die Welt ein wenig besser machen kann.

Trailer zu Alles außer gewöhnlich

Bei Alles außer gewöhnlich handelt es sich um ein absolutes Herzensprojekt der Regisseure und Drehbuchautoren Eric Toledano und Olivier Nakache. Wie schon bei ihrem Sensationserfolg Ziemlich beste Freunde dient auch hier eine wahre Geschichte als Inspiration für ihren neuesten Film, der einen sehr authentischen Eindruck hinterlässt. Vincent Cassel und Reda Kateb sind grandios als Bruno und Malik. Eindrucksvoll und charismatisch verkörpern sie die Figuren, die ein großes Vorbild für andere darstellen und sich trotz ihrer guten Taten nie als Heilige aufführen, sondern als Menschen auftreten, die auch mal frustriert, am Boden oder hoffnungslos sind.

Die beiden renommierten französischen Schauspieler werden von einem bemerkenswerten Cast aus professionellen Schauspielern und autistischen Laiendarstellern unterstützt, die wie eine Einheit agieren und viel zu der Natürlichkeit beitragen, die der gesamte Film ausstrahlt.

Die Kamera ist ganz nah bei den Protagonisten und so taucht man unmittelbar ein in den Alltag, die Konflikte, aber auch die Fröhlichkeit und Schönheit der einzelnen Momente, in denen neben allen Problemen vor allem auch die Einzigartigkeit eines jeden Menschen gefeiert wird. Auch die Tonebene, die mit einem klugen Soundkonzept auch in die Wahrnehmung der autistischen Jugendlichen eintaucht, überzeugt. Der Humor und das Lebensbejahende kommen nicht zu kurz, doch nie wird eine der Figuren vorgeführt oder ins Lächerliche gezogen.

Ein sorgfältig recherchierter Film, der einen liebe- und respektvollen Blick auf alle Protagonisten wirft und dem es mit großer Wärme und Leichtigkeit gelingt, ein komplexes und gesellschaftlich hochrelevantes Thema zu erzählen.

Prädikat: besonders wertvoll

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung

Alles außer gewöhnlich Bewertung
Bewertung des Films
810
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