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Red Sparrow

Kritik Details Trailer Galerie News
Brutal, sexy, geheimnisvoll

Red Sparrow Kritik

Red Sparrow Kritik
4 Kommentare - 27.02.2018 von Moviejones
Wir haben uns "Red Sparrow" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Red Sparrow

Bewertung: 4 / 5

Hart, sexy, verführerisch, Red Sparrow ist ein klasse Einstieg in den neuen Monat! Ein Film über die Welt der Geheimdienste, in der das Leben des Einzelnen gar nichts zählt und dieser nur ein Spielball im Namen des Patriotismus ist. Dank erstklassiger Besetzung kann der Film auch ein paar kleine Hänger zum Ende hin gekonnt umschiffen und den Zuschauer so bei der Stange halten.

Red Sparrow Kritik

Dominika Egorova (Jennifer Lawrence) gehört zu den Stars am russischen Bolschoi-Theater, bis ein schwerer Unfall ihrer Karriere ein Ende setzt. Um für sich und ihre Mutter sorgen zu können, gibt sie dem Drängen ihres Onkels (Matthias Schoenaerts) nach und lässt sich zu einem "Sparrow" - einem Spatz - ausbilden. Spatzen werden darauf getrimmt, die Kunst der Verführung für ihre Einsätze gewinnbringend einzusetzen. Doch nicht nur die Ausbildung ist hart, auch ihr erster Auftrag bringt sie an ihre Grenzen. Dominika soll nämlich einen amerikanischen CIA-Agenten (Joel Edgerton) ausfindig machen und dessen Quelle, einen russischen Verräter, enttarnen...

Trailer zu Red Sparrow

Wirklich auf dem Schirm hatten wir Red Sparrow in diesem Jahr nicht. Jennifer Lawrence ist immer ein wenig zu gehyped und Agententhriller zwischen Ost und West sind eine Gratwanderung, denen heutzutage oft der gewisse Funke fehlt. Entsprechend skeptisch waren wir vor der Pressevorführung, doch diese Skepsis verflog recht schnell. Und das lag vor allem an der für heutige Verhältnisse ungewöhnlichen Erzählweise, für die sich Regisseur Francis Lawrence entschied.

Dass die Kombination Lawrence/Lawrence ganz gut harmoniert, wurde bereits mit den Panem-Teilen bewiesen, nachdem der Regisseur die Reihe ab Die Tribute von Panem - Catching Fire übernahm. Sein Talent war immer wieder zu erkennen, aber auch, dass er in vielerlei Hinsicht durch die erzwungene Freigabe limitiert war. Bei Red Sparrow konnte er sich nun ausleben, ohne kleinliche Studiovorgaben beachten zu müssen. Das Ergebnis ist dadurch ein von Beginn an stimmiger Film, im dem die Welt der Geheimdienste als kein schöner Ort gezeichnet wird. Die Protagonisten sind Teil eines perversen Systems, welches sie für Machtspiele einsetzt und benutzt.

Gewalt kommt vor, wird dennoch spärlich eingesetzt, nicht aber ohne teils sehr deftige Gewaltspitzen, die gerade im Kontrast zum Rest des Films extrem intensiv wirken. Ebenso ist der für amerikanische Produktionen hohe Anteil an Sex und nackter Haut ziemlich ungewohnt und sorgt schnell für Aufmerksamkeit. Es passt aber zur Darstellung der Filmhandlung und wirkt dadurch nie aufgesetzt. Regisseur Lawrence ergötzt sich nicht daran und setzt zudem auf ein Erzähltempo, indem er sich ungewöhnlich viel Zeit nimmt.140 Minuten sind eine enorme Laufzeit für einen Agententhriller und die Zeit wird von Anfang an auch ausgenutzt, um besonders die Entwicklung von der Primaballerina hin zur verführerischen Agentin glaubwürdig zu zeigen. Gerade weil die Protagonistin auf ihre Reize setzt und Waffen tabu sind, entsteht für den Zuschauer kein Szenario, in dem man sich fragt, wieso Dominika plötzlich alles kann.

Auch wenn es Francis Lawrence nicht schafft, die gesamte Laufzeit mit spannendem Inhalt zu füllen und sich im letzten Drittel die Handlung etwas zieht, kann sich das Ergebnis sehen lassen und gewährt dem Zuschauer einen aufregenden Einblick in die Welt der Geheimdienste. Natürlich muss man bei einem Film wie Red Sparrow mit einer gewissen Schwarz-/Weiß-Malerei leben. Zwar werden die Amerikaner nicht direkt als Helden glorifiziert und auch Kritik an deren System schimmert durch, aber das alte Feindbild des bösen Russen wird herausgekramt. Entsprechend dunkel und beklemmend ist auch der Ostblock dargestellt und wenn man ganz genau sein will, dann handelt es sich bei Red Sparrow auch um einen Film mit radikalem "US-Washing" - alle Russen werden fast durchgängig von Amerikanern oder Westeuropäern gespielt. Aber da wir diese Debatte für genauso idiotisch halten wie die ständig wiederkehrende übers White-Washing, sei dies nur am Rande erwähnt. Was zählt ist das Produkt und was Regisseur und Schauspieler daraus machen.

Red Sparrow Bewertung
Bewertung des Films
810
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4 Kommentare
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CainAbel : : Moviejones-Fan
01.03.2018 08:44 Uhr
0
Dabei seit: 14.11.13 | Posts: 24 | Reviews: 0 | Hüte: 0

Kann mich der Kritik nur anschliessen!

Ich habe den Film gestern gesehen und war schlicht begeistert. Er is hart, sexy, direkt und clever aufgebaut. Und er hat am Schluß sogar nen netten Twist. Meine Begleitung und ich waren begeistert. Jenifer Lawrence spielt überragend und ich kann mir vorstellen, daß nicht jede Szene beim Drehen sonderlich Spaß gemacht hat
Ich habe im Kommentar unten elesen, daß der Film auf einer Triologoe basiert...wäre sensationell hier noch mehr zu sehen zu bekommen.

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Hanky : : Moviejones-Fan
28.02.2018 08:19 Uhr
0
Dabei seit: 26.05.16 | Posts: 548 | Reviews: 0 | Hüte: 16

Schön das die Kritik so positiv ausfällt, so hat sich die bereits vorhandene Lust auf den Film nochmals erhöht.

Bin gespannt!

Mess with the best die like the rest !

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fbAlexandra : : Moviejones-Fan
28.02.2018 00:07 Uhr
0
Dabei seit: 19.02.18 | Posts: 1 | Reviews: 0 | Hüte: 0

Super Kritik, danke dafür! Ich hatte selbst das Glück, Red Sparrow gestern in der Münchener Presse Vorführung zu sehen.
Ich bin ziemlich begeistert, der Film ging weit über das hinaus, was ich erwartet hatte. Vor allem kam trotz der Überlänge keine Langeweile auf. Die 2 Stunden 20 Minuten vergingen ehe ich es überhaupt mitbekommen hatte. Die Geschichte zieht einen in ihren Bann. Man ist nach wenigen Minuten mitten drin in einer Spirale von Ereignissen, die alle aufeinander aufbauen und die Protagonistin immer tiefer in etwas hineinziehen, was sie nicht möche. Es gibt keinen Ausweg für sie, so scheint es. Die Rolle konnte wirklich keine andere als Jennifer Lawrence so glaubhaft rüberbringen. Es ist einzig und allein ihr Blick, der alle Emotionen zeigt.
Voll und ganz überzeugten mich auch die geniale Kameraführung, die wunderbaren Kostüme von Trish Summerville, das Setting zwischen Budapest, London und Wien mit Dreh an Originalschauplätzen sowie die herrliche Musik von James Newton Howard - wirklich eine seiner besten Arbeiten.
Francis Lawrence hat sich von seinem erfolgreichsten Werk, dem Hunger Games Franchise, emanzipiert. Mit Red Sparrow schuf er etwas ganz Eigenes und Faszinierendes. Die Geschichte basiert auf der Trilogie des US-Ex-CIA-Officers Jason Matthews - man darf hoffen, dass auch die beiden Folgebände verfilmt werden! Denn mit Dominika als starker Heldin hat Hollywood eine Figur, wie es sie sich in diesen Tagen wünschen muss.

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Jonah : : Antiheld
27.02.2018 20:10 Uhr
0
Dabei seit: 20.07.10 | Posts: 1.562 | Reviews: 0 | Hüte: 14

Die Kritik gefällt mir sehr gut umso mehr da ich bei Red Sparrow immer ein gutes Gefühl hatte. Ich freue mich!

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