Moviejones.de ist ein kostenloses Angebot, welches sich durch Werbung refinanziert. Adblocker minimieren die Einnahmen monatlich um 40%. Wenn du möchtest, dass wir auch in Zukunft unsere Redakteure bezahlen können, deaktiviere bitte deinen Adblocker.

Du willst dennoch keine Werbung oder diese deutlich minimieren?

Hier mehr erfahren
Moviejones finanziert sich nur über Werbung
Möchtest du MJ helfen, deaktivere bitte deinen Adblocker. Falls du dennoch weniger Werbung sehen willst und das sogar kostenlos, erfährst du hier mehr.

The Best of Me - Mein Weg zu dir

Kritik Details Trailer Galerie News
Ein Tick zu viel

The Best of Me - Mein Weg zu dir Kritik

The Best of Me - Mein Weg zu dir Kritik
0 Kommentare - 01.12.2014 von Moviejones
Wir haben uns "The Best of Me - Mein Weg zu dir" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
The Best of Me - Mein Weg zu dir

Bewertung: 2 / 5

Anfang der 90er. Die junge Amanda (Liana Liberato) und der gleichaltrige Dawson (Luke Bracey) treffen in einem kleinen Südstaatenstädtchen aufeinander und verlieben sich. Die Standesunterschiede - sie aus gutem Hause, seine Familie dagegen der pure "White Trash" - stören beide nicht, auch wenn ihre Väter unabhängig voneinander das Glück der beiden zerstören wollen. Ein tragischer Vorfall entzweit sie jedoch und beide verlieren sich für über 20 Jahre aus den Augen.

Eines Tages erfahren sie nun vom Tod eines alten Freundes, der beide einst unter seine Fittiche nahm und sie stets bestärkte, das Beste aus sich zu machen. Und so reisen Amanda und Dawson (jetzt: Michelle Monaghan und James Marsden) an den Ort ihrer Jugend zurück und erleben, wie sich innerhalb weniger Tage ihre Gefühle füreinander wieder regen - die nie wirklich erloschen sind. Doch immer noch spürt Dawsons Vater wegen einer alten Geschichte nichts als Hass auf seinen Sohn - und verfolgt einen perfiden Plan...

Trailer zu The Best of Me - Mein Weg zu dir

Nicholas Sparks gehört mit seinen Romanen und Buchverfilmungen wie Message in a Bottle, Wie ein einziger Tag, Das Lächeln der Sterne oder Safe Haven - Wie ein Licht in der Nacht mit zu den erfolgreichsten Autoren, die sich an ein bevorzugt weibliches Publikum richten und dessen Bedürfnisse immer und immer wieder befriedigen. Nun findet mit The Best of Me - Mein Weg zu dir sein Roman aus dem Jahr 2011 seinen Weg in die Kinos und er wird wie viele andere zuvor sein Publikum finden. Jedoch liegen zwischen Romantik und Kitsch Welten und in diesem Fall ist den Machern wie so oft die Balance entglitten.

Grundsätzlich macht The Best of Me - Mein Weg zu dir dabei vieles richtig. Zwei attraktive, ausreichend charismatische Darsteller, ein hübsches Setting in den Südstaaten, das die Fantasie anregt, und eine erfolgreiche Vorlage. Eigentlich kann nicht viel schiefgehen, es sei denn, dass wie in diesem Fall zu tief in die Kitschkiste gegriffen wird. Über lange Strecken passiert so gut wie nichts in dem Film, außer dass die Hauptdarsteller alten Zeiten nachhängen und den üblichen Gedankenschleifen, ob man denn nun und wie überhaupt und wenn ja, was dann...

Da allein der traurige Cut im Leben der beiden nicht tragisch genug ist, wird zudem noch die übliche Reicher-Daddy-ist-gegen-die-Verbindung-Story eingeflochten (Gruß an Wie ein einziger Tag) und darüber hinaus die dramatische Geschichte um Dawson, seine Looser-Brüder und den aggressiven Daddy gesponnen. Das kommt alles so klischeehaft rüber, dass schlussendlich die traurige Liebesgeschichte der zwei in diesem ganzen Geschwurbel nicht mehr viel ausmacht. Natürlich ist es tragisch zu sehen, wenn sich zwei Liebende aus den Augen verlieren und in Rückblenden ihr Leben passieren lassen, immer wissend, was alles hätte besser beziehungsweise anders laufen können, hätte man einst die Chance gehabt/ergriffen.

Die älteren Darsteller agieren zwar ganz passabel, aber das Zusammenspiel mit den jüngeren Alter-Egos ist nicht ganz stimmig. Zwar ist es sicherlich schwer, passende Personen zu casten, denen man eine gewisse Ähnlichkeit abnimmt, aber gerade die Kombination Bracey/Marsden ist nicht gelungen. Bracey erinnert in manchen Momenten an den jungen Heath Ledger und hat so gar nichts von den feineren Gesichtszügen eines James Marsden, der die Rolle in späteren Jahren übernimmt. Hinzu kommt die viel zu überdrehte Art der jungen Amanda, die hiermit zwar die spätere Reife der erwachsenen Frau hervorhebt, aber eben auch in ihren Szenen oft recht nervt. Aber Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an und das ist wie gesagt nicht das einzige Klischee des Films.  

Schöne Menschen machen noch keinen schönen Film und so können wir The Best of Me - Mein Weg zu dir nur Sparks-Fans ans Herz legen beziehungsweise Frischverliebten mit einer hohen rosaroten Dioptrinzahl. Wir geben zu, das literarische Werk von Sparks nicht zu kennen, aber das ist auch nicht nötig um festzustellen, dass dem Film eine äußerst übertrieben-kitschige Story zugrundeliegt, die mit der gewählten Bildsprache noch totgeritten wird. So schön manche Ecken in den Südstaaten auch sind, es ist alles einen Tick zu intensiv. Die Bäume und das Spanish Moss, die Kamerfahrten in den Wald und die immer wieder eingefangenen Szenen, in denen die Protagonisten in den Teich springen. Aber irgendwie passiert nichts - bis das Ende einen dramatisch aufrüttelt und man sich spätestens beim Finale fragt, ob der Autor eigentlich noch ganz rund läuft. Wir wollen an dieser Stelle auf keinen Fall spoilern, aber bei allem Realismus, der einem romantischen Drama fehlen darf, um ans Herz zu rühren - so ein Fünkchen Wirklichkeit würde nicht schaden. Wirklich nicht.

The Best of Me - Mein Weg zu dir Bewertung
Bewertung des Films
410
Galerie Galerie Galerie Galerie Galerie Galerie
DVD & Blu-ray
AmazonAmazonAmazonAmazon

Weitere spannende Kritiken

Onward - Keine halben Sachen Kritik (Redaktion)

Ausgebüxt

Poster Bild
Kritik vom 24.02.2020 von Moviejones - 5 Kommentare
Natürlich lag es nahe, den deutschen Titel von Onward mit Sprüchen wie "Keine halben Sachen" oder "Dieser Roadtrip geht in die Hose" zu untermalen. Zu reizvoll war für Disney Deutschland das Naheliegende, und ja, es klingt ja auch zu lustig. Aber wie so oft st...
Kritik lesen »

The Gentlemen Kritik (Redaktion)

Gut gebrüllt, Löwe

Poster Bild
Kritik vom 23.02.2020 von Moviejones - 5 Kommentare
Was für ein arschcooler Film! Dass es Guy Ritchie kann, hat er schon mehrfach bewiesen, aber Fans seines Snatch - Schweine und Diamanten werden hier voll auf ihre Kosten kommen. Der unkonventionelle, äußerst unterhaltsame Drehstil des Regisseurs paart sich mit einer Truppe grand...
Kritik lesen »
Mehr Kritiken
Horizont erweitern

Was denkst du?
oder direkt auf MJ registrieren Ich stimme den Anmelderegeln beim Login zu!

Forum Neues Thema