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The Favourite - Intrigen und Irrsinn

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Prädikat: besonders wertvoll

The Favourite - Intrigen und Irrsinn Kritik

The Favourite - Intrigen und Irrsinn Kritik
0 Kommentare - 20.01.2019 von FBW
Hierbei handelt es sich um eine Kritik der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW).
The Favourite - Intrigen und Irrsinn

Bewertung: 4 / 5

Die Filme des griechischen Filmemachers Yorgos Lanthomis sind bisher nicht gerade bekannt für leichte Zugänglichkeit oder allzu viel Zugeständnisse an den Mainstream. Doch der Mitbegründer und Mastermind der Neuen Griechischen Welle kann auch anders und bringt mit The Favourite - Intrigen und Irrsinn seinen ersten historischen Kostümfilm auf die Leinwand. Wobei der Ergebnis immer noch meilenweit vom herkömmlichen Einerlei historischer Stoffe im Kino entfernt ist und damit auch für ein Publikum geeignet ist, das sonst eher nicht an historischen Stoffen interessiert ist.

Wundervoll lakonisch und beiläufig erzählt der Film von der englischen Königin Anne Stuart (brillant gespielt von Olivia Colman) zu Beginn des 18. Jahrhunderts, deren Land sich in einem zermürbenden Krieg mit Frankreich befindet. Doch die Königin ist viel zu sehr mit ihren gesundheitlichen Problemen beschäftigt, um vom Weltgeschehen allzu viel mitzubekommen. Stattdessen hat ihre Vertraute Lady Sarah (Rachel Weisz) die Zügel des Staates fest in der Hand - bis eines Tages ihre entfernte Verwandte Abigail (Emma Stone) bei Hofe auftaucht und der machtbewussten Vertrauten der Königin damit eine machtvolle Konkurrenz erwächst.

Trailer zu The Favourite - Intrigen und Irrsinn

So vergleichsweise zugänglich The Favourite - Intrigen und Irrsinn im Vergleich zu Lanthimos’ vorherigen Filmen auch sein mag - vom ersten Moment sind Künstlichkeit und die Manierismen, die typisch sind für das Schaffen des Filmemachers, deutlich spürbar. Doch genau diese extrem gekünstelte (man könnte auch sagen kunstvolle) Art des Filmemachens, der gesamten Inszenierung und der Dialoge scheint wie gemacht für die Zeit, in der The Favourite - Intrigen und Irrsinn spielt. Wobei sich der Film gleichzeitig herzlich wenig um ein bruchloses Zeitkolorit schert, sondern vor allem auf der Dialogebene immer wieder Anklänge an die krude Gegenwart durchschimmern lässt. Vielleicht fühlt man sich auch gerade deshalb in manchen Momenten an das abgehobene Agieren gegenwärtiger Eliten und Machtcliquen erinnert, wenn Lanthimos vom Hofstaat erzählt.

Auch seitens der exzellenten Kameraarbeit und der im Film vermittelten fluiden Geschlechterbilder zeigt sich The Favourite - Intrigen und Irrsinn auf bestechende Weise hochmodern und unterläuft die Erwartungen an einem an der Geschichte orientierten Film immer wieder mit Verfremdungseffekten auf erfrischende und mitunter rotzfreche Art und Weise, die den Begriff des barocken Welttheaters mit ganz neuem, fast schon anarchischen Geist erfüllt.

Prädikat: besonders wertvoll

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung

The Favourite - Intrigen und Irrsinn Bewertung
Bewertung des Films
810
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