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The Wolf of Wall Street

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Mehr Party, mehr Drogen, mehr illegale Geschäfte, mehr...Gefängnis

The Wolf of Wall Street Kritik

The Wolf of Wall Street Kritik
0 Kommentare - 19.01.2014 von Kittyzer
In dieser Userkritik verrät euch Kittyzer, wie gut "The Wolf of Wall Street" ist.
The Wolf of Wall Street

Bewertung: 4 / 5

"26 Tausend Dollar! Für ein einziges Abendessen!" - "Ja. Es gab...es gab auch Beilagen. Donny, erzähl ihm das mit den Beilagen." - "Wir hatten Beilagen." - "26 Tausend Dollar für Beilagen? Was sind das für Beilagen, können die Krebs heilen?" - "Ja. Die Beilagen heilen tatsächlich Krebs, das ist das Problem, deshalb sind sie so teuer." - STORY: Jordan Belfort kommt aus bürgerlichen Verhältnissen, doch sein Traum ist es schon seit seiner Kindheit, reich zu werden. Und was eignet sich da besser als ein Job als Broker an der Wall Street? Nach einem Börsen-Crash und dem Verlust seines Jobs fängt er noch einmal ganz von vorne an - und arbeitet sich durch eine Redekunst Stück für Stück weiter nach oben, bis er sein eigenes Imperium aufbauen kann. Doch seine Drogen-, Alkohol- und Sexsüchte bringen ihm immer wieder Schwierigkeiten ein, ebenso wie seine illegalen Geschäfte - vor allem mit dem FBI... MEINE MEINUNG: "The Wolf of Wall Street" ist die 5. Zusammenarbeit von Regisseur Martin Scorsese und dessen Liebling Leonardo DiCaprio - und dieses mal ist es eine Biografie. Die des Aktienhändlers Jordan Belfort nämlich, der nicht nur Millionen durch den Verkauf beinahe wertfreier sogenannter Penny-Stocks [Aktien unter einem Euro] scheffelte, sondern letztendlich auch im Gefängnis landete. Und der heute erfolgreicher Motivations-Trainer und erneut zu großen Reichtum gelangt ist, obwohl er eine Menge Menschen betrogen hat. Ein Zynismus-freier Film über die Gier nach Geld und Macht, ohne erhobenen Zeigefinger und moralisches Denken, aber gerade dadurch mit deutlicher Botschaft: Auch die größten Ausschweifungen wirken irgendwann ermüdend. Wenn eines sicher ist, dann dies: Mit Leonardo DiCaprios Darstellung des Belfort hat man schon jetzt, Anfang 2014, ganz bestimmt eine der besten Leistungen des gesamten Jahres gesehen. Nicht nur seine Unsicherheit zu Anfang seiner Karriere stellt er glaubhaft dar, auch seine wachsende Arroganz, seine Wildheit und diese Veränderung zu einem größenwahnsinnigen Dreckskerl sind komplett überzeugend. Aber auch die anderen Schauspieler sind so klasse anzusehen, dass man sich an ihrer Stelle niemanden besser vorstellen kann. Allen voran natürlich Jonah Hill, der ewige Nebendarsteller, der hier jedoch eine so große Rolle besitzt, dass er schon eher als Hauptfigur durchgeht - die des ebenso abgedrehten und drogensüchtigen Donnie nämlich. Und auch Margot Robbie als Jordans Ehefrau Naomi, Matthew McConaughey als Mentor Mark Hanna oder Jean Dujardin als Schweizer Bänker spielen ihre Rollen passend und glaubwürdig. Insgesamt ist der ganze Streifen aber vor allem eine einzige riesige, nackte, laute, exzessive Party auf ganz üblen Drogen. Vielen, vielen Drogen. Und diejenigen Zuschauer, die leicht prüde veranlagt sind, sollten von diesem Film gleich ganz die Finger lassen - denn es gibt nicht nur unglaublich viele Schimpfworte zu hören [um die 500 Mal allein "Fuck" in allen Variationen] auch der ungehemmte Sex kommt definitiv nicht zu kurz. Als Zuschauer kommt man sich zwischenzeitlich selbst vor wie im Vollrausch - was gleichzeitig witzig, aber auch abschreckend ist. Jordan Belforts Arbeit ist dreckig, ebenso jedoch auch absolut gewinnbringend, und seine Mitarbeiter lieben ihn dafür. Und natürlich für die wilden Partys. Durch die Schnitte und die Musik wird grade dieser Teil besonders hervorgehoben, denn alles muss lauter, schneller, mehr sein, und irgendwann kann keine der Figuren mehr genug haben. Selbst der Exzess reicht eben irgendwann nicht mehr aus. Mit seinen fast 3 Stunden Laufzeit ist der Film aber, das muss man auch sagen, an der ein oder anderen Stelle einfach zu lang. Die Dialoge sind genial geschrieben und tragen zum Feeling des Ganzen bei, doch ein wenig mehr Kürze hätte ihnen keinesfalls schlecht getan - die erste Hälfte wirkt so nämlich das ein oder andere Mal arg in die Länge gezogen. Die Schauspiel-Leistungen und insbesondere die witzigen, ja, glatt komischen Szenen machen dies aber wieder wett. Insbesondere natürlich die, in der sich Belfort völlig high mehr oder weniger in sein Auto rollt. Schon allein wegen seiner Sicht auf eine Treppe, die sich als fast unüberwindbares Hindernis erweist, ist der gesamte Streifen absolut sehenswert. Und wegen dem Rest natürlich auch. Unbedingt. FAZIT: Das Leben, das Jordan Belfort als Aktienhändler geführt hat, ist vor allem eines: Ausschweifend. Und genauso handhabt es auch "The Wolf of Wall Street", die Verfilmung seiner Memoiren. Eine nie endende Party voller Drogen, illegaler Geschäfte und Sex. Zwischenzeitliche Längen ermüden etwas und nicht alles ist ganz perfekt, aber die Leistungen der Schauspieler sind grandios. Von mir eine absolute Empfehlung - und damit sehr gute 4 Punkte.

The Wolf of Wall Street Bewertung
Bewertung des Films
810
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