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World Invasion - Battle Los Angeles

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Unsere offizielle Filmkritik

World Invasion - Battle Los Angeles Kritik

World Invasion - Battle Los Angeles Kritik
0 Kommentare - 17.04.2011 von Moviejones
Wir haben uns "World Invasion - Battle Los Angeles" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.

Bewertung: 2.5 / 5

Bereits als das erste Material zu World Invasion - Battle Los Angeles erschien, dachten wir uns, das ist ein Film, den wir weiter verfolgen! Aliens, Angriffe, die bedrohte Menschheit...eine Story, die es immer wieder auf die Kinoleinwand schafft und uns auch hinter dem Ofen hervorlockt. Und nun? Nachdem Skyline so schlecht abschnitt, lagen alle Hoffnungen auf Jonathan Liebesman.

Wir befinden uns in Los Angeles und die Bevölkerung wird auf eintreffende Meteoritenschauer vorbereitet. Auch alle Marines vor Ort sind in Habachtstellung, kann es doch zu Evakuierungen kommen - und diese Erwartung tritt eher ein als gedacht. Heißt es zu Beginn noch, wohaa Meteoriten, heißt es plötzlich, wohaa Aliens! Und nicht nur in LA - auch andere Städte auf der ganzen Welt stehen unter Beschuss, doch LA als letzte freie Stadt an der Westküste mit funktionierender Armee muss gehalten werden. Unter den Marines befindet sich Staff Sgt. Michael Nantz (Aaron Eckhardt), der nach langen Jahren den Dienst quittiert, kurz bevor es zum Angriff kommt. Plötzlich mittendrin im Kampfgetümmel, stellt er sich seiner Verantwortung und zieht erneut mit den Soldaten in die Schlacht, jedoch nicht als Leader, sondern einem anderen Staff Sgt. unterstellt. Nantz, ein sehr fähiger Mann, hat es jedoch nicht leicht, seitdem bei einer anderen Mission einige junge Soldaten unter seiner Leitung ihr Leben ließen, und viele Marines ihn dafür verantwortlich machen. Doch Dienst ist Dienst und als die Angriffswelle der Aliens von einer Sekunde auf die andere startet, müssen die Männer Zivilisten in einem angrenzenden Gebiet retten. Nun bleiben ihnen drei Stunden, bevor das gesamte Areal bombardiert wird, um die Alieninvasion zu stoppen...

Trailer zu World Invasion - Battle Los Angeles

Bereits beim Lesen der Zusammenfassung fällt auf, dass wir uns in einem überschaubaren Areal bewegen und Los Angeles Dreh- und Angelpunkt der Story ist, wie es der Filmtitel auch andeutet. Doch LA der letzte Zufluchtsort, wie in der Pressemitteilung angekündigt? Das kommt in World Invasion - Battle Los Angeles überhaupt nicht rüber. Insofern geht durch die lokale Konzentration die epische Breite flöten, was - um Roland Emmerichs Independence Day heranzuziehen - selbst dort ohne Anspruch auf Realismus besser funktionierte. Damals war auch die globale Bedrohung viel greifbarer, denken wir doch nur daran, als das Raumschiff durch die Wolkendecke brach...was war das für ein gigantischer Kinomoment! In World Invasion - Battle Los Angeles geschehen dagegen Angriff, Verteidigung und der Tag danach in so kurzer Zeitspanne, das man regelrecht überrollt wird.

World Invasion - Battle Los Angeles beginnt flott, man ist gleich mittendrin, und es wird auch angedeutet, warum die Aliens die Erde attackieren. Diese wirken tatsächlich bedrohlich, beeindruckend ist ebenfalls die Armada ihrer Raumschiffe und Drohnen. Dabei ist die Aussage eines Marines "Wir haben keine Flugobjekte ausmachen können, wir haben zumindest die Lufthoheit!" schon dahingehend lächerlich, wenn man bedenkt, a) irgendwie müssen die Viecher hergekommen sein und b) dass bestimmt keine intelligente Macht einen Planeten mit ungelenken Mutterschiffen erobern könnte. Hier fragt man sich als Zuschauer schon etwas, ob die Drehbuchautoren und Regisseur Liebesman die Sache zu Ende gedacht haben. Eine großangelegte, auf real getrimmte Werbekampagne im Vorfeld verpufft nämlich einfach, wenn die Story plötzlich so kleingeistig daherkommt.

Positiv ist anzumerken, dass die Bombardements, das zerstörte LA und die Bedrohung durch die Außerirdischen sehr imposant wirken, es gibt Momente, wo man denkt, oh mein Gott. Aber leider werden diese Momente nicht ausreichend zelebriert. Natürlich sprechen wir nicht davon, Tod und Leid zu huldigen, aber wenn ein Film so pathetisch aufgezogen wird, die letzte Bastion der Menschheit zu fallen scheint und kaum ein Mensch dieses Inferno überleben kann, dann sollten passende Kamerafahrten, ergreifende Musik und auch Stille mitunter das Gebot der Stunde sein. So verpufft die Wirkung trotz toller Ansätze und niemand, kein Zuschauer, leidet mit den Protagonisten. Aaron Eckhardt und Michelle Rodriguez sind noch die bekanntesten Gesichter in World Invasion - Battle Los Angeles und es ist schade, dass trotz Vorstellung der einzelnen Personen keine wirkliche Bindung zu ihnen entsteht. Trotz alles umgebender Bedrohung fehlt das Schlucken, dass geliebte Figuren sterben, was so einen Film um Längen stärken würde - und auch hier hat es Emmerich besser geschafft, die Trauer einzufangen (Präsidentengattin und selbst der Gülleflieger).

Wir werfen World Invasion - Battle Los Angeles vor, dass er groß angelegt leider sehr klein endet. Er ist hochtrabend inszeniert, aber etwas mehr Zeit und Augenmerk auf die gesamte Menschheit hätten der Story gut getan. Von heute auf morgen geschieht alles und selbst wenn sich der Pathos im Gegensatz zu Independence Day mehr zurückhält, wünscht man sich doch hin und wieder den guten alten Emmerich zurück. Und das nicht nur wegen des perfekten Bombasts: Die im Film übermäßig eingesetzte Wackelkamera mag insgesamt das Mittendrin-Gefühl verstärken und für mehr Authentizität sorgen, aber jedem normalen Kinogänger geht sie spätestens nach 20 Minuten auf den Geist. Auch ein Ridley Scott schaffte es in Black Hawk Down nah dran zu sein, ohne dabei den Zuschauern Übelkeit im Sekundentakt zu bescheren. Für uns ist es definitiv ein No-Go und selbst wenn es in District 9 noch zu ertragen war und ohne Blomkamp kein World Invasion - Battle Los Angeles existieren würde - ein wirklicher "Das ist aber real!"-Effekt kommt einfach nicht zustande.

Gern hätten wir einen wahren Alieninvasionsfilm gesehen, der die Bedrohung der gesamten Menschheit in den Mittelpunkt rückt und einen ergriffen im Kinosessel zurücklässt. Leider war das nicht der Fall und so endet auch dieser Versuch nur halbherzig. Wir vergeben 2,5 von 5 Hüten. Vergisst man die Ankündigung einer Weltbedrohung, wäre etwas Luft nach oben, aber so einfach machen wir uns das nicht und wie erwähnt, vermiest uns die Wackelkamera ein wirklich tolles Kinogefühl.

World Invasion - Battle Los Angeles Bewertung
Bewertung des Films
510
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