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MJ-Spieletipp

Der MJ-Spieletipp: "Shadow of the Colossus", das beste Spiel aller Zeiten

Der MJ-Spieletipp: "Shadow of the Colossus", das beste Spiel aller Zeiten
9 Kommentare - Sa, 10.02.2018 von Moviejones
Wir präsentieren euch den MJ-Spieletipp und diese Woche ist es ein Spiel, welches wir in seiner ursprünglichen Form bereits vor 13 Jahren ins Herz geschlossen haben.
Der MJ-Spieletipp: "Shadow of the Colossus", das beste Spiel aller Zeiten

Kaum ein Spiel hat uns je so bewegt wie "Shadow of the Colossus". Das Remake zeigt, wie wegweisend das Spiel bereits vor 13 Jahren war.

Shadow of the Colossus ist auch in der neu aufgelegten und grafisch atemberaubenden Form kein Spiel für die breite Masse. Man muss gewillt sein, eine Reise zu unternehmen, wie sie in der Form sonst nicht präsentiert wird. Es ist ein Spiel der vielen stillen Momente, die unterbrochen werden vom steten Kampf gegen wahre Giganten. Es ist ein Spiel, das tief berührt, wenn man es denn zulässt.

"Shadow of the Colossus" Trailer

Shadow of the Colossus

Das Land von Dormin. Legenden ranken sich um diesen verbotenen Ort und dahin zieht es unseren Helden Wander, dessen einziger Wunsch es ist, seine große Liebe wieder zum Leben zu erwecken. Den Geschichten nach kann Dormin einen Menschen aus dem Reich der Toten in das Reich der Lebenden zurückholen, doch dafür muss sich derjenige, der diesen Wunsch hat, als würdig erweisen. 16 Kolosse durstreifen das Land und Wander hat die Aufgabe, diese zu töten. Dann und nur dann wird seine Liebe wieder zum Leben erweckt. So zieht er mit seinem treuen Pferd Agro aus, um die Kolosse zu suchen und zu vernichten. Eine Reise, bei der nicht klar ist, ob der Wunsch die Taten rechtfertigt...

Bild 1:Malerisch diese Welt
Malerisch diese Welt

Wüsten, Wälder, Schluchten und Felder erstrecken sich in dieser malerischen, aber menschenleeren Kulisse. So präsentiert sich Shadow of the Colossus. Ab und zu huscht eine Eidechse an einem Felsen entlang, dort am Horizont kreist ein Falke. Abseits dieser seltenen Gesellschaft bin ich allein, allein mit meinem Pferd, welches mich durch dieses weite Land trägt. Mein Schwert weist mir den Weg zum nächsten Koloss. Dann in einem Tal entdecke ich ihn, klein sieht er in der Ferne aus, doch je näher ich komme, desto mächtiger erscheint er. Majestätisch durchschreitet dieser lebende Gigant das Tal. Ich nähere mich, lenke seine Aufmerksamkeit auf mich, reize ihn und mache ihn aggressiv. Ich weiche seinem Schlag aus, nutze die Gelegenheit und klammere mich an seinem Fell fest. Er hebt die Hand, ich halte mich fest, werde in die Höhe gerissen und meine Kraft schwindet, während die Musik anschwillt, mein Herz wie wahnsinnig schlägt. Ich schaffe es, mich festzuhalten, kurz zu verschnaufen. Ich lokalisiere den Schwachpunkt des Kolosses und arbeite mich dorthin vor, Schritt für Schritt erklimme ich den Giganten, während dieser sich wehrt und versucht, mich abzuschütteln. Ich nähere mich dem Ziel, einer leuchtenden Markierung, in die ich tief mein Schwertbohre. Noch zwei weitere dieser Schwachpunkte liegen vor mir. Als ich den letzten schweißgebadet erreiche, habe ich kaum noch Kraft. Noch einmal recke ich mein Schwert in den Himmel und bohre es tief in das Fleisch des Giganten. Er schreit auf vor Schmerz und fällt, majestätisch, so wie er einst dieses Tal durchschritt. Und ich bin wieder allein. Allein mit der Stille...

Bild 2:Dem Sieg so nah...
Dem Sieg so nah...

16 Kolosse, jeder davon ein Puzzle für sich, welches es zu lösen gilt. Der Rest des Spiels gelebter Minimalismus, der den Spieler und den Helden auf emotionale Weise verbindet. Es war seinerzeit ein ungewöhnliches Spiel und ist es im Jahr 2018 noch mehr, wo inzwischen so viele Spiele zielgruppenorientiert auf den Massenmarkt zugeschnitten werden und Kunst nebensächlich wird. Aber Shadow of the Colossus ist beides in Reinform, genau wie sein spiritueller Vorgänger Ico und Nachfolger The Last Guardian.

Wir können verstehen, wenn manche dieses Spiel nicht mögen, weil sie einfach nur beim Zocken abschalten, ein paar Gegner vernichten und sich dabei toll fühlen wollen. All das gibt es bei Shadow of the Colossus nicht. Es ist ein Spiel, bei dem man sich nicht nur auf das Dargebotene einlassen und sich Zeit nehmen muss, sondern auch emotional mitgenommen wird. Die Atmosphäre ist es, wenn man allein jene Welt erkundet, wenn man einen Koloss findet, wenn die Musik zu einem Crescendo ansteigt und wenn der Koloss fällt, einen die Trauer über die eigene blutige Tat überkommt und man diesen Weg bis zum bitteren Ende geht. Es ist die emotionale Reise, die vor einem liegt und die Figur wie auch den Spieler verändert. Wer dazu in der Lage ist, wird erkennen, was für ein Meisterwerk Shadow of the Colossus bereits 2005 war. Das Remake kann an diesem Umstand nicht rütteln, es kann nur die Welt noch wundervoller darstellen.

Bild 3:Schönheit der Stille
Schönheit der Stille

Das Erstaunliche an diesem Remake ist, dass hauptsächlich an der Grafikschraube und Performance gedreht wurde, während das Spieleprinzip bis auf eine etwas flüssigere Steuerung unangetastet blieb. Dies spricht für Shadow of the Colossus, welches heute noch genauso fasziniert wie vor über zehn Jahren. Wie fortschrittlich das Gameplay war, zeigt sich auch daran, dass so manche Entwickler im Laufe der Jahre versucht haben, es zu kopieren, daran jedoch kläglich scheiterten. Vor allem aber grafisch ist SOTC mit das Beste, was es auf der PS4 zu sehen gibt. Über ein paar Anpassungen beim Remake kann man natürlich geteilter Meinung sein, so gibt es etwas mehr Getier im Land der Giganten und auch die Stimme von Dormin wurde angepasst, dafür stehen jetzt die Schwierigkeitsgrade gleich zu Beginn zur Verfügung und nicht erst nach einem Durchlauf.

Bild 4:Komm raus, komm raus, wo immer du bist...
Komm raus, komm raus, wo immer du bist...

Wir gehen fest davon aus, dass Shadow of the Colossus dieses Jahr ein großer Hit werden wird, weit mehr, als es 2005 der Fall war. Ruhm hat es zwar schon über all die Jahre gehabt, aber mehr geht immer. Mit etwas Glück bringt uns das Remake sogar ein Stück dem Shadow of the Colossus-Film näher. Auch wenn ein Spiel dieser Art nur schwer in ein Filmformat zu quetschen ist. Diese Woche ist Shadow of the Colossus also unser unangefochtener Spieletipp aus Überzeugung!

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9 Kommentare
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Tim : : King of Pandora
11.02.2018 13:28 Uhr
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Dabei seit: 06.10.08 | Posts: 2.836 | Reviews: 192 | Hüte: 69

@Mudl
Auf diese Art Spiel muss man sich auch einlassen, SotC ist genauso wie Ico und TLG nichts für die breite Masse. Man muss schon mal für die Melancholie die in diesen Spielen ruht empfänglich sein. Wenn man nur abschalten und bisschen zocken will, sind das die völlig falschen Spiele. Wer das will, macht zwar nichts verkehrt, ist aber hier völlig fehl am Platz und wird diese Spiele nie verstehen. Gerade weil die Welt so leer ist, passt am Ende alles zusammen. Wenn das so ein StandardRPG geworden wäre mit XP, kleinen Monstern usw., dann wäre es sicher ein gutes Spiel, aber es würde ein gänzlich anderes Spiel werden und überhaupt nicht den emotionalen Effekt erzeugen.

Was haben aber alle mit der Steuerung? Ich fand die schon zur PS2 Zeiten gut, da sie sehr direkt war. Auf der PS4 ist sie nun butterweich.

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Darkwing : : Moviejones-Fan
10.02.2018 17:29 Uhr
0
Dabei seit: 14.03.10 | Posts: 133 | Reviews: 0 | Hüte: 7

Also als bestes Spiel aller Zeiten hätte ich da aber ein par andere Perlen im Sinn, denen SotC meiner Meinung nch nur schwer das Wasser reichen kann. Aber das ist sicherlich Geschmackssache, daher ist es schwer einen Titel als bestes Spiel aller Zeiten zu bezeichnen.

Dennoch ein Meilenstein - Ohne Zweifel.

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Mudl : : Moviejones-Fan
10.02.2018 15:46 Uhr
0
Dabei seit: 02.07.16 | Posts: 674 | Reviews: 0 | Hüte: 27

Versteh die Faszination an diesem Spiel genauso wenig. Ja die Giganten sind allesamt gut designet und auch die Idee eines quasi sich bewegnden Levels ist ganz gut, aber auch die aufgehübschte Grafik kann nicht darüber hinwegtäuschen das die Kamera oft mist ist, das die Steuerung teils sehr widerspenstig ist und das die Welt viel zu leer ist für die größe, noch dazu da das ganze der zu schwachen PS2 geschuldet ist.

@TiiN gelegentlich sind so gescripte und filmisch inszenierte Spiele schon ganz lustig, wenn sie halt nicht so gebaut sind das man die selbe Stelle hundertmal sieht.

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TiiN : : Pirat
10.02.2018 13:45 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 3.942 | Reviews: 93 | Hüte: 142

@Tim und ArneDias

Ich habe mir vor dem Post extra ein YouTube Video rausgesucht umGameplay vom Spiel zu sehen. Evtl. habe ich eine blöde Stelle erwischt, aber da waren halt genau solche Szenen dabei. Wenn das für den Rest des Spiels nicht der Fall ist, dann nehme ich das gerne zurück smile

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Tim : : King of Pandora
10.02.2018 13:35 Uhr
0
Dabei seit: 06.10.08 | Posts: 2.836 | Reviews: 192 | Hüte: 69

@TiiN
Ah, du meinst dieses an die Hand nehmen, eigentlich kann man nichts verkehrt machen. Also wie Arne schon sagt, dies ist zum Beispiel hier gar nicht der Fall. Natürlich ist SotC kein super schweres Spiel, wobei auf schwer schon hier und da immer mal fordernd, aber gerade dieses durchgeplante, damit jeder Depp damit klarkommt, das findest du hier eben nicht. Allein die Kletterpartien verlangen genaue Planung und im Gegensatz zu modernen Spielen hält sich die Figur eben nicht automatisch fest, sondern das musst alles du machen. Auch wenn früher immer alle sagten, die Steuerung bei dem Spiel sei mies, ich fand die immer sehr intensiv und direkt. Eben weil man bei jedem Sprung genau entscheiden musste, halte ich mich fest oder nicht. Wie springe ich auf Agro, wie wieder runter, wann tue ich es. SotC ist wie ein großes Puzzle auf lebenden Giganten.

Das was du aber beschreibst, damit habe ich auch bei vielen Spielen ein Problem. Es fühlt sich an als würde man dauernd an die Hand genommen werden, nur Beifahrer sein. Ich hatte im Dezember mal wieder Tomb Raider 2 ausgepackt, so ein gravierender Unterschied zu den Spielen heute. Da kommt es auf pixelgenaue Absprünge im richtigen Moment an.

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ArneDias : : Billie Jones
10.02.2018 13:28 Uhr
0
Dabei seit: 07.05.09 | Posts: 4.412 | Reviews: 28 | Hüte: 215

@TiiN

Ich bin mir gerade nicht sicher, aber hast du SotC mal gespielt? Oder ein Lets Play dazu gesehen? Ich weiß genau was du meinst, aber dieses vorgegebene und gescriptete ist hier eben nicht der Fall. Es ist kein Uncharted wo du kletterst und auf einmal bricht immer an der selben Stelle ein Abhang weg um eine Szene zu dramatisieren. Es wird auch nicht eingeblendet welche Tasten man jetzt genau drücken muss. Man muss die Kolosse schon selber finden und wenn sie auftauschen, auch selber herausfinden wie man sie jetzt bezwingen muss.

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TiiN : : Pirat
10.02.2018 12:18 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 3.942 | Reviews: 93 | Hüte: 142

@Tim

Mir geht es nicht um Open oder Close World, sondern darum, wie spiele gesteuert werden. Das ist seit vielen Jahren stark durchgeskriptet. Ich komme an irgendeinen bestimmten Bereich an, evtl. fokusiert die Kamera irgendwas oder wechselt in eine bestimmte Perspektive. Dann wird mir eingeblendet, dass ich im richtigen Moment Taste XY drücken soll und so geht es immer wieder weiter.

Dadurch hat man zwar tolle Animationen und Choreografien, aber man wird auch wie in einem Film durch einstudierte Action geleitet. Ich finde es schade, dass man Spielern seit einiger Zeit oft einblenden muss, was sie nun drücken müssen. Da ist in den letzten Jahren jede Menge Spielfreiheit verloren gegangen, unabhängig von Open World oder nicht.

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Tim : : King of Pandora
10.02.2018 11:12 Uhr
0
Dabei seit: 06.10.08 | Posts: 2.836 | Reviews: 192 | Hüte: 69

@TiiN
Was verstehst du unter durchgeskriptet? Lineare Spiele? Bei SotC hast du zwar immer die Vorgabe welchen Koloss du besiegen sollst, aber eine offene Welt. Gerade aber die Reduktion des Spielprinzips und eben nicht 100 Nebenquests und zusätzliche Monster einzubauen, macht den Reiz dieses Spiels aus. Sonst würde daraus so ein generisches Open World Spiel werden. Und ich hab im Gegensatz zu dir genau den gegenteiligen Eindruck, es gibt viel zu wenige lineare/durchgeplante/Singleplayerspiele. Heute setzen doch alle auf Open World, Baukasten und Tob-Dich-Aus-Welten, die aber spielerisch wenig bieten. Jedenfalls nicht dann, wenn man eine Geschichte erleben und mitfiebern will.

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TiiN : : Pirat
10.02.2018 09:31 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 3.942 | Reviews: 93 | Hüte: 142

Ich bin jetzt nicht der übliche Spieler um denen sich die Entwickler- & Publisherstudios reißen, aber ich kann dem nicht so viel abgewinnen. Trotzdem wirkt die Präsentation solcher Riesen natürlich gelungen und auch die Umgebungen sind schön eingefangen. Allerdings bin ich kein Freund von durchgeskripteten Spielen, wie es sie heute inzwischen fast nur noch gibt.

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