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Forderungen an die Politik

Offener Brief unabhängiger deutscher Filmverleiher

Offener Brief unabhängiger deutscher Filmverleiher
21 Kommentare - Sa, 03.10.2020 von Moviejones
Die Folgen der Corona-Krise für die deutsche Filmbranche sind gravierend. Wir veröffentlichen den offenen Brief von über 30 deutschen Verleihfirmen über die aktuelle Lage und mit Forderungen an Politik und Filmförderungen.

Offener Brief unabhängiger deutscher Filmverleiher

Es ist eine gute Nachricht, dass den Kinos in der Corona-Krise von BKM, FFA und den Länderförderern zum jetzigen Zeitpunkt bereits mehr als 100 Millionen Euro zur Verfügung gestellt wurden. Diese Gelder sind zum Teil schnell und unbürokratisch geflossen. Ohne diese Förderungen und Billigkeitsleistungen wäre das Überleben vieler Kinos nicht möglich gewesen.

Doch die Hilfe für die Kinos wurde von den Verantwortlichen bei BKM, FFA und Länderförderern nicht zu Ende gedacht. Es fehlt bis heute die Gesamtsicht auf die Filmwirtschaft und Filmkultur und deren Repräsentanten. Der Kulturort Kino ist ein wichtiges Glied der Filmwirtschaft. Verkürzt man aber im Wesentlichen alle Bemühungen auf diesen einen Ort, werden Filmwirtschaft und Filmkultur insgesamt geschädigt. Hierdurch würde letztlich auch der Kulturort Kino, trotz aller gut gemeinten Förderung, in Mitleidenschaft gezogen. Ohne Filme kein Kino.

Bereits in der Vergangenheit lagen die wirtschaftlichen Risiken eines Filmstarts weitgehend auf den Schultern der Verleiher. Wir starten Filme mit hohem finanziellem und persönlichem Engagement. Dieses Risiko hat sich durch die pandemiebedingte Reduzierung der Sitzplätze vervielfacht. Dennoch sind wir in Vorleistung gegangen. Ohne uns hätten insbesondere die Arthousekinos, die im Fokus der Rettungsbemühungen stehen, seit der Wiedereröffnung der Kinos kein attraktives Filmangebot zu bieten.

Wir alle starten diese Filme in dem Bewusstsein, dass in diesen besonderen Zeiten nur noch ein kleiner Teil der Besucherzahlen möglich ist, die vor Corona möglich waren. Dies liegt nicht nur an den Platzbeschränkungen, sondern auch an der Zurückhaltung des Publikums. Massive Umsatzrückgänge sind die Folge, unter denen alle Verleiher, Produzenten und Kinobetreiber zu leiden haben.

Die Filmbranche ist eng verknüpft – weder startet die Wertschöpfung im Kino noch endet sie dort. Dies ist ein fundamentales Problem, auf das wir seit Beginn des Corona-Lockdowns im März immer wieder aufmerksam gemacht haben und das durch eine reine Risikopufferung althergebrachter Verleihförderung nicht gelöst wird. Die Konsequenz, die wir nun am Markt erleben, sind regelmäßige Startverschiebungen auf 2021 und danach oder gar der Verzicht auf Kinostarts zugunsten von Streaming-Angeboten.

In Deutschland wurden für die Bereiche der Kino- und der Produktionsförderung pragmatische Lösungen gefunden und neue Förderinstrumente aufgesetzt. Für den zentralen Bereich des Filmverleihs haben sich FFA und BKM jedoch entgegen unserer Expertise dazu entschieden, nur auf Fördermodelle aus der Zeit vor Corona zurückzugreifen. Eine Mittelaufstockung der alten Modelle ist aber zur Lösung der aktuellen Aufgaben ungeeignet, denn:

  • Das Modell ausschließlich projektbezogener Förderung in Abhängigkeit von oftmals subjektiv geprägten Förderentscheidungen wird den Herausforderungen in der derzeitigen Situation nicht gerecht. Eine übergreifende strukturelle Unterstützung, in Anlehnung an die Förderung der Filmtheater, wäre hier zielführend.
  • Die vorhandenen Förderinstrumente der BKM kommen ausschließlich deutschen Filme zugute, bei der FFA erweitert um deutsche Koproduktionen. Unsere Aufgabe besteht aber darin, die Kinos mit einem attraktiven und vielfältigen Filmprogramm zu versorgen: Kino ist ein Tor zur Welt. Mit ausschließlich deutschen Filmen lässt sich kein attraktives Programm kuratieren. Aus diesem Grund ist die Vergabe von Fördermitteln an die Kinos ja auch nicht an das ausschließliche Abspiel deutscher Filme gebunden.

Wenn Kulturstaatsministerin Monika Grütters, wie vor kurzem auf der Filmkunstmesse Leipzig, die Filme Systemsprenger und Parasite hervorhebt, müssen wir sie daran erinnern, dass die Herausbringung eines Films wie Parasite von deutschen Verleihfördermitteln ausgeschlossen ist. Und wenn FFA-Vorstand Peter Dinges bei der gleichen Veranstaltung zum wiederholten Male die Ansicht äußert, eine erhöhte Förderquote bei der Herausbringung deutscher Filme käme auch der Herausbringung internationaler Filme zugute, muss man diese Aussage mindestens kritisch hinterfragen.

Um der eklatanten Abwärtsspirale schwindender Kinozuschauer, verschobener Filmstarts und reduzierter Verleihbudgets entgegenzuwirken, braucht es Mut und Expertise. Beides hat die bisherige Ausgestaltung des BKM-Programms "Neustart Kultur" bisher vermissen lassen. Wir wollen nicht akzeptieren, dass die bisher begangenen Fehler erst im Nachhinein evaluiert werden, um dann die nicht mehr reparablen, strukturellen Schäden für die gesamte Kinobranche zu begutachten.

Wir unabhängigen Verleiher wollen starke Filme in die Kinos bringen, um den Stellenwert, den das Kino beim Publikum genießt, weiterhin zu ermöglichen! Wir wollen das Publikum begeistern und dazu bewegen, das Sofa zu verlassen und endlich wieder ins Kino zu gehen! Wir wollen weiterhin Produzenten verlässliche Partner sein und auch in Zukunft neue Projekte mit finanziellem und personellem Engagement ermöglichen!

Wir fordern deshalb dringend Gespräche zur Rettung der Kino- und Verleihbranche, mit dem Ziel, neue und angemessene Modelle zu entwickeln, die es der Filmwirtschaft ermöglicht, diese noch lange nicht ausgestandene Krise zu überleben. Eines dieser Modelle kann konkret die Einführung einer der französischen Referenzförderung entsprechenden Förderung sein, welche das CNC innerhalb weniger Wochen umgesetzt hat und das Anreize für Verleiher schaffte, Filme mit großem Zuschauerpotential auch unter den derzeitigen prekären Bedingungen zu starten. Der Erfolg dieser Notfall-Referenzförderung ließ sich eindrücklich beim Vergleich der aktuellen französischen und deutschen Kino-Besucherzahlen ablesen.

Die 14 Millionen Euro aus dem Paket "Neustart Kultur", die als Unterstützung für den Verleih Produktionen von Produktionen mit deutscher Beteiligung zugesagt wurden, sind ein erster Schritt. Jedoch ist das ausschließliche Festhalten an den althergebrachten Förderinstrumenten nicht zielführend. Es braucht darüber hinaus zusätzliche Mittel sowie eine Unterstützung in Anlehnung an das erfolgreiche französische Modell. Nur so sind wir Verleiher aktuell überhaupt in der Lage dazu, das immense Risiko von Neustarts einzugehen, und es nicht den internationalen Studios gleichzutun, die viele Filme auf 2021 verschieben.

Es geht darum, schnelle und tatsächlich wirkungsvolle Hilfen bereit zu stellen, die der gesamten Wertschöpfungskette der Branche dienen. Es darf nicht sein, dass aus Mangel an Zeit oder Kenntnis zwar gut gemeinte, aber völlig unzureichende und ineffiziente Maßnahmen umgesetzt werden.

Es ist uns allen bewusst, dass es in einer Demokratie nicht immer einfach ist, schnell die richtigen Lösungen umzusetzen. Aber gerade hier zeigt sich die Stärke und die Fachkenntnis der Verantwortlichen, die bereitgestellten Mittel, auch effektiv einzusetzen und damit die Wiederbelebung der Kinos einzuleiten und die Vielfalt der Kultur zu schützen.
 
Die Erstunterzeichnenden dieses offenen Briefes sind:
 
Alamode Filmdistribution – Fabien Arséguel, Tobias Lehmann
Camino Filmverleih – Thomas Reisser, Marcus Machura
Cine Global – Daniel Ó Dochartaigh
déjà-vu film UG – Peter Stockhaus, Jutta Meier
Eksystent Filmverleih – Jakob Kijas
farbfilm verleih GmbH – Alexandre Dupont-Geisselmann, Reno Koppe
Film Kino Text – Jürgen Lütz
Filmpalette Köln oHG – Dirk Steinkühler
FILMPERLEN Filmverleih – Claudia Oettrich
FOUR GUYS Filmdistribution – D. Utz, M. Schwimmer, M. Rößler, E. Lluca
GMfilms – Michael Höfner
Grandfilm GmbH – Patrick Horn
Kinostar Filmverleih – Matthias Roesch, Michael Roesch, Kristian Kossow
Koch Media GmbH – Moritz Peters
Kurzfilm Agentur Hamburg e.V. – Alexandra Gramatke
Majestic Filmverleih GmbH – Benjamin Herrmann
MFA+ FilmDistribution e.K. – Christian Meinke
mindjazz pictures – Holger Recktenwald
Neue Visionen Filmverleih GmbH – Torsten Frehse, Sylvia Müller
Nordlichter Film – Daniel Karg
Pandora Film Medien GmbH – Björn Hoffmann
Piffl Medien GmbH – Hans-Christian Böse
Port au Prince Pictures GmbH - Jan Krüger, Jörg Trentmann
PRO-FUN MEDIA – Marc Putman
Prokino Filmverleih GmbH – Stephan Hutter
Rapid Eye Movies HE GmbH – Stephan Holl, Antoinette Köster
Real Fiction Filmverleih e.K. – Joachim Kühn  
RENDEZVOUS Filmverleih und Schwarz Weiss Filmverleih – Matthias Keuthen
Salzgeber & Co. Medien GmbH – Björn Koll
Tobis Film GmbH - Theo Gringel, Peter Eiff, Timm Oberwelland
Splendid Film GmbH – Dr. Dirk Schweitzer
Weltkino Filmverleih GmbH – Dietmar Güntsche, Michael Kölmel
Wild Bunch Germany – Marc Gabizon, Christoph Liedke
W-Film – Stephan Winkler
X Verleih AG – Leila Hamid, Martin Kochendörfer

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21 Kommentare
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
08.10.2020 18:58 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 13.314 | Reviews: 148 | Hüte: 472

@Raven13

Es geht bei den Schutz-Maßnahmen ja auch um die Langzeitfolgen, deren Ausmaß noch überhaupt keiner abschätzen kann. Bekannt sind mir aber partieller Verlust des Geschmackssinns und eine Schädigung der Lungenfunktion/Ausdauer. Und das ist unabhängig von Altersklassen und Risikopatienten.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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DrGonzo : : Drachenzähmer
08.10.2020 10:07 Uhr
0
Dabei seit: 02.12.10 | Posts: 1.432 | Reviews: 0 | Hüte: 48

@Raven13
"Der beste Schutz ist es, sich an Grund-Regeln zu halten"

Und da liegt das Problem. Es gibt zu viele Deppen in allen Altersklassen, die es nicht schaffen (und es auch nicht wollen), sich daran zu halten. Die Konsequenz daraus sind dann Lockdowns (in verschiedenen Größenordnungen) usw.
Will natürlich "niemand" einsehen, dass man sich das dann selbst einbrockt.

Der Lockdown im Frühjahr war notwendig um das Virus soweit einzudämmen und eine unkontrollierte Verbreitung zu verhindern (Zeit gewinnen), vor allem da es zu viele Kasperl gab die es nicht ernst genommen haben und sich einfach nicht dran gehalten haben. Und mal ganz ehrlich: verglichen mit anderen Ländern hatten die deutschen eh einen relativ "gemütlichen" Lockdown. Andere durften das Haus wirklich gar nicht mehr verlassen. Soweit ich weiß durfte man in DE zu jeder Zeit noch raus (spazieren gehen, einkaufen usw).

MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
07.10.2020 23:13 Uhr | Editiert am 07.10.2020 - 23:13 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 3.043 | Reviews: 30 | Hüte: 312

@ Petra82 / Batman76

Ihr habt recht, es tut mir leid, was ich am Ende geschrieben habe. Das war auch nicht ernsthaft so gemeint, natürlich will ich nicht, dass den Menschen in der Risikogruppe Corona widerfährt oder dass sie wegen Unachtsamkeit anderer möglicherweise früher sterben. Da sind die Pferde mit mir durchgegangen.

Mir ging es auch hier nur darum, aufzuzeigen, dass man nicht um JEDEN PREIS Corona verhindern sollte, sondern nur in vernünftigem Rahmen. Der beste Schutz ist es, sich an Grund-Regeln zu halten (Hygiene; Abstandsregeln; große Massenparties und Saufparties zu vermeiden, vor allem unter vielen Fremden; Masken tragen, wenn sinnvoll; kein Händeschütteln und keine Umarmungen von Leuten außerhalb der Familie; etc.). Das alles kostest uns praktisch nichts.

Was halt zu weit geht, sind Lockdowns, die die Leute auf die Palme bringen, die zu höherer Armut, zu höherer Arbeitslosigkeit und zu Insolvenzen führen. Das ist ein Tausch nach dem Spruch "Pest gegen Cholera". So funktioniert es schlicht nicht, denn die Lockdowns führen zwangsläufig zu anderen Krankheiten und Problemen, die genauso schlimm oder gar noch viel schlimmer sein können als Corona (Depressionen in großen Stil, Selbstmorde in höherer Zahl, mehr Gewalt, mehr Kriminalität).

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Petra82 : : Schneefeger
07.10.2020 20:03 Uhr
3
Dabei seit: 07.10.08 | Posts: 1.977 | Reviews: 15 | Hüte: 79

@Raven13

Wow. Ich bin erst mal sprachlos.

ich weiß, worauf du hinaus willst. Und ich denke auch oft genug drüber nach, wo Übervorsicht beginnt, was nach vielen Monaten noch vertretbar ist und inwiefern man eins gegen das andere abwägen kann/sollte. Ich bin selbst selbständig und ich kenne die Einbußen, die man ertragen muss, das erst mal dazu. Ich kenne auch zwei Leute, die Covid heftig hatten (ein entfernter Bekannter, Mitte 60, und einer meiner besten Freunde, 43). Mir ist auch bewusst, dass wir alle unsere eigenen Erfahrungen und Gedanken dazu haben, ich verstehe auch deine Bekannte, die Krankenschwester. Es läuft viel schief und wird es auch noch weiterhin, weil Länder nicht konsequent zusammenarbeiten und allein in DE jedes Land macht, was es für richtig erachtet (für mich unverständlich, wie vor dem Hintergrund einer Pandemie der Bund nicht die Gewaltenhoheit haben kann).

Aber das, was du sagst, ist und bleibt unverschämt. Meine Eltern sind Ende 60, soweit ohne bekannte Vorerkrankungen, aber eben Risikogruppe, und genießen nun nach vielen Arbeitsjahren ihre verdiente Rente. Wie so viele Millionen Menschen, darunter auch Leute der Generation, die nach dem Krieg Deutschland wieder aufgebaut haben. Menschen, die vor 50 Jahren für unsere (!) Zukunft auf die Straße gegangen sind und z.B. gegen Umweltverschmutzung und Kriege demonstriert haben. Ich könnte die Liste beliebig weiterführen.

Merkst du, was du sagst?

Wir können alle darüber diskutieren, was getan werden sollte, was schlecht und was gut läuft. Aber solche Sätze sind eines Menschen, der eine Stimme in dieser Debatte haben will, unwürdig, und ich finde diese lapidare Art, wie du das hier äußerst, einfach nur viel zu kurzsichtig, demagogisch und unmenschlich.

Warum bin ich nicht aus Stein wie du...?

MJ-Pat
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Batman76 : : Moviejones-Fan
07.10.2020 19:43 Uhr
2
Dabei seit: 12.12.11 | Posts: 976 | Reviews: 0 | Hüte: 80

@Raven13

Dass ein paar 70- bis 100-jährige noch ein paar Monate länger bis zum nächsten Schlaganfall leben können?

Covid 19 stellt viele Menschen vor Herausforderungen und dass Gemüter mal hochkochen, ist für mich nachvollziehbar.

Aber dein letzter Satz, siehe oben, ist meiner Meinung nach eine bodenlose, kaltblütige Frechheit. Sowohl was das Recht auf Unversehrtheit alter Menschen angeht, als auch die Tatsache, dass er zu kurz greift. Ich bin 44 und gehöre in mehrfacher Hinsicht einer Risikogruppe an. Genau so wie meine Frau. Covid 19 bedroht uns in ähnlicher Weise wie ältere Menschen.

Eine Gesellschaft kann nur so stark sein, wie ihr schwächstes Glied. Und Menschen mit Einschränkungen verdienen genauso das Recht auf Leben. Über Maßnahmen kann man diskutieren.

Aber eine solche Äußerung wie die deine ist widerlich.

"With great power comes great responsibility!" Ben Parker

"To boldly go, where no one has gone before!"

"Fortschritt, nicht Perfektion!" Robert McCall

MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
07.10.2020 19:11 Uhr | Editiert am 07.10.2020 - 19:32 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 3.043 | Reviews: 30 | Hüte: 312

@ zodiwil

Eine gute Freundin von meinem Nachbarn ist diese Krankenschwester, und diese MUSSTE als Todesursache gegen ihre Meinung Corona angeben, obwohl dies nicht stimmte. Dass keine Namen der Toten genannt werden, ist selbstverständlich, ist schließlich Datenschutz. Und hier im Forum würde ich diese Namen sowieso nicht preisgeben. Wenn du denkst, dass ich oder die Krankenschwester lügen, dann ist das dein Problem, nicht meins. Ich habe keinen Grund, das zu erfinden.

Hier noch ein Artikel, der genau das aufzeigt, was ich bereits seit April jedem ins Gesicht sage:

https://www.welt.de/finanzen/article217344032/Weltbank-Corona-stuerzt-150-Millionen-zusaetzlich-in-absolute-Armut.html

Corona ist unser geringstes Problem. Ich bin froh, dass ich (noch) nicht zu denen gehöre, die täglich nur noch ein Brötchen essen können und sich nicht einmal mehr eine eigene kleine Wohnung leisten können. Diese Leute tun mir leid! Und wofür? Dass ein paar 70- bis 100-jährige noch ein paar Monate länger bis zum nächsten Schlaganfall leben können?

MJ-Pat
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zodiwil : : Moviejones-Fan
05.10.2020 20:13 Uhr
0
Dabei seit: 11.12.10 | Posts: 44 | Reviews: 0 | Hüte: 4

@Raven13:
Nun, aus persönlicher Bekanntschaft habe ich erfahren, dass eine Krankenschwester unseres örtlichen Krankenhauses auf Anweisung des Chefarztes in eine Todesakte eintragen sollte "an Corona verstorben", obwohl der Patient nicht einmal den Virus in sich trug. Das sagt alles aus. Woher hatte denn der Chefarzt seine Anweisungen? Und noch wichtiger: Läuft es in anderen Krankenhäusern genauso?

Frage doch bitte mal deine Bekanntschaft, wie die Krankenschwester, der Chefarzt oder der Tote heißen oder wann der Vorfall passiert ist. Meist kommt dann nur, dass sie es wiederrum von einer anderen Bekannten gehört haben, usw, usw. Und nicht selten kommt bei weiterer Recherche heraus, dass das betreffende Krankenhaus zu dem angeblichen Datum überhaupt keine Corona-Toten gemeldet hat.

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Manisch : : Moviejones-Fan
05.10.2020 19:50 Uhr
3
Dabei seit: 19.10.18 | Posts: 689 | Reviews: 8 | Hüte: 29

@Raven13

Tut mir leid, aber das sind original die Mechanismen, nach denen Verschwörungstheorien funktionieren.

Zum einen versucht man mit "persönlicher Bekanntschaft" eine glaubhafte Quelle abseits des "Mainstreams" aufzubauen.

Aber wie glaubhaft ist eine Quelle, die über 3-4 Ecken irgendwas gehört haben soll?
Da das Ganze nach dem Stille-Post-Prinzip funktioniert, ist es deutlich wahrscheinlicher, dass irgendetwas falsch verstanden wurde.

Für alle anderen in der Diskussion ist das Argument leider wertlos, da wir es nicht überprüfen können.

Zum anderen werden einzelne, eventuell wahre Teilelemente dazu benutzt, das komplette Konstrukt zu verifizieren. Wenn eine Sache stimmt, wird alles andere auch stimmen.

Man muss auch sehr genau auf die Begriffe achten:
Die WHO "vermutet". Vermutungen und Schätzungen sind aber genau das, aber nichts Definitives, keine Fakten. Stell dir mal vor, jemand vor vor Gericht verurteilt, weil man "vermutet", er könnte etwas getan haben...

Die ganzen Forschungs-Institute sagen oben drauf selber, dass ihre Modelle unsicher sind, weil die Situation zu dynamisch ist und täglich neue Daten rein kommen.

Und weiter: Auch eine solche Zahl muss man erst einmal einordnen. Die Dunkelziffer heißt NICHT, dass 700 Millionen infizierte problemlos überlebt haben. Die Zahl bezieht sich auf die Weltweite(!) Bevölkerung - und die ist ein extrem diverser Haufen.

Manche Länder haben eine deutlich jüngere Bevölkerung (Nicht Risiko-Gruppe), andere Länder testen deutlich mehr, oder rein gar nicht. Während die Aufklärungsquote in Ländern der Stufe 4 noch halbwegs gut sein mag, muss man nur einmal an Slums in Indien denken. Wir haben Regionen, in denen nicht überprüft wird, ob jemand Corona hatte, nachdem er gestorben ist. Warum auch? Interessiert vor Ort niemanden und bezahlen tut das auch keiner. Sprich, auch die Todesfälle haben eine separate Dunkelziffer.

"Weshalb sollte man das tun? Zum einen ist Krebs nicht im Fokus der Politik und Medien, zum zweiten ist die Krankheit nicht neu und zum dritten hat im Moment niemand etwas davon."
Weshalb sollten Ärzte das bei Corona tun? Was haben sie davon? Ist das irgendwie ein Wettbewerb, wer die meisten Cotona-Toten hat? Gibt es eine Präme für die Krankenhäuser, wenn jemand an Corona statt an einem Schlaganfall stirbt? Werden die Ärzte dann zu Stars, weil sie in die Presse kommen?

Das ergibt doch auch alles keinen Sinn...

Leute, nutzt mehr Ecosia statt Google!

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Uatu : : The Watcher
05.10.2020 18:36 Uhr
4
Dabei seit: 12.10.11 | Posts: 1.365 | Reviews: 1 | Hüte: 129

Scheiß Ampeln! Drecks StVo! Abschaffen!
Wieso schmeißt man dafür soviel Kohle raus, während millionen Menschen an altersschwäsche sterben.
Gurte und Airbags würden meiner Meinung nach auch reichen.
Wenn man bedenkt, wie viele Autos unterwegs sind und wie wenig Verkehrsunfälle es gibt, kommt man zwangsläufig zu dem Schluss, daß Verkehrssicherheit zu vernachlässigen ist.
Der Enkel meiner Oma hat mir auch letztens zugeflüstert, daß neulich einer an Dummheit gestorben ist und der Doktor "Tod durch Verkehrsunfall" diagnostiziert hat. Der wird bestimmt von den Politikern, der NASA und den Automobilbauern geschmiert.

Wacht endlich auf ihr Schafe!

MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
05.10.2020 18:11 Uhr | Editiert am 05.10.2020 - 18:12 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 3.043 | Reviews: 30 | Hüte: 312

@ Manisch

"Ich meine, es ist doch auch absurd, wenn man auf der einen Seite mehr Geld für Krebs-Forschung fordert, was ein Zeichen des Vertrauens in die Medizin ist, aber auf der anderen Seite den Ärzten falsches Spiel unterstellt, da sie nun alles auf Corona schieben würden."

Nun, aus persönlicher Bekanntschaft habe ich erfahren, dass eine Krankenschwester unseres örtlichen Krankenhauses auf Anweisung des Chefarztes in eine Todesakte eintragen sollte "an Corona verstorben", obwohl der Patient nicht einmal den Virus in sich trug. Das sagt alles aus. Woher hatte denn der Chefarzt seine Anweisungen? Und noch wichtiger: Läuft es in anderen Krankenhäusern genauso?

Habe eben im Radio gehört: WHO vermutet, dass bis zu 700 Mio. Menschen bereits infiziert waren. Damit dürfter klar sein, dass das Virus viel weniger gefährlich ist, als angenommen. Zumindest relativiert sich dann die Zahl der Toten erst recht.

"Vielleicht ist Krebs ja auch gar kein Problem, sondern die Ärzte schieben es immer darauf, wenn ein Patient stirbt...?"

Weshalb sollte man das tun? Zum einen ist Krebs nicht im Fokus der Politik und Medien, zum zweiten ist die Krankheit nicht neu und zum dritten hat im Moment niemand etwas davon.

"Btw. gibt es auch das schöne Präventionsparadox. Dadurch, dass wir durch unsere bisherigen Maßnahmen recht gut gefahren sind, neigen manche Leute dazu zu denken, es gäbe keine Gefahr und das sei alles übertrieben."

Zu denen gehöre ich nicht. Die Gefahr ist da un das Virus exisitert. Ich finde nur, dass man halt die extremen Maßnahmen überdenken sollte. Aber zum Glück redet im Moment niemand über einen neuen Lockdown, zumindest NOCH nicht. Hoffentlich bleibt die Regierung dabei.

Ich klinke mich wieder aus, denn diese Diskussionen ermüden mich.

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Manisch : : Moviejones-Fan
05.10.2020 16:21 Uhr
0
Dabei seit: 19.10.18 | Posts: 689 | Reviews: 8 | Hüte: 29

@Raven13

Na, aber ich schreibe doch extra "Somal bei Corona hinzu kommt, dass die Medizin weiterhin vergleichsweise wenig dazu weiß".

Klar "kann" es sein, dass es keinen direkten Zusammenhang zwischen den Folgeerkrankungen und Corona gibt. Es "kann" aber genauso gut sein, dass es bisher nur die Spitze des Eisbergs war. Ich für meinen Teil habe wenig Interesse daran, es persönlich zu testen. Ich denke aber, dass unsere Mediziner gut genug darin sind, diese eventuellen Zusammenhänge einzuschätzen.

Ich meine, es ist doch auch absurd, wenn man auf der einen Seite mehr Geld für Krebs-Forschung fordert, was ein Zeichen des Vertrauens in die Medizin ist, aber auf der anderen Seite den Ärzten falsches Spiel unterstellt, da sie nun alles auf Corona schieben würden.

Vielleicht ist Krebs ja auch gar kein Problem, sondern die Ärzte schieben es immer darauf, wenn ein Patient stirbt...?

Ähnliche widersprüchlich ist übrigens auch dein letzter Absatz zu den Politikern. Man muss sich dabei vor Augen halten, dass es eine fucking Pandemie mit einem neuartigen Virus ist. Dieses Szenario ist grundsätzlich scheiße.

Und weil dieses Szenario grundsätzlich scheiße ist, musst du als Politiker Entscheidungen treffen, die ebenfalls scheiße sind, auf die niemand bock hat. Aber das Leben ist halt nicht "Wünsch dir was", sondern "so isses".

Ich glaube, diesen Umstand können einige einfach nicht verkraften. Aber es gibt keine Wunder-Lösung, keine eierlegende Wollmilchsau, die allen gerecht wird. Es ist ja ok und menschlich, wenn man in solch einer Situation Emotionen hat, mit denen man nicht so ganz weiß wohin. Aber es kann doch nicht die Lösung sein, daraus Verschwörungstheorien und polulistisches "Die korrupten Eliten da oben!" zu machen.

Dein Vorwurf an die Politiker trifft auf ein Exemplar ganz besonders zu: Trump. Der macht alles anders, als die Deutschen. Lügt dem Volk einen vor, verharmlost das Virus, damit sich niemand aufregt und dreht und wendet alles so, dass er irgendwie Stimmen damit gewinnen kann. Achso und die Wirtschaft darf auch keinen Knick bekommen.

Und was hat es ihm und den USA gebracht? Genau das Gegenteil. Die schlimmsten Fallzahlen weltweit. Sinkende Umfragewerte. Und jetzt haben er und sein ganzer Stab sich auch noch selbst infiziert. Top.

Btw. gibt es auch das schöne Präventionsparadox. Dadurch, dass wir durch unsere bisherigen Maßnahmen recht gut gefahren sind, neigen manche Leute dazu zu denken, es gäbe keine Gefahr und das sei alles übertrieben.

Leute, nutzt mehr Ecosia statt Google!

MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
05.10.2020 15:46 Uhr | Editiert am 05.10.2020 - 15:47 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 3.043 | Reviews: 30 | Hüte: 312

@ Hanky

"Nur kann man sich zb. gegen eine Grippe impfen, kleiner aber feiner Unterschied."

Die erstens ebenfalls Nebenwirkungen haben kann und die zweitens nur in 30 % der Fälle wirkt und die drittens nur der Risikogruppe empfohlen wird, jedoch keine Pflicht ist. Es gibt aber keine Impfungen gegen sowas wie Krebs, Diabetes oder dergleichen.

"Nur zu kritisieren ohne eine Alternative zu präsentieren ist eben einfach zu wenig, gab keine Zeit in der nicht weniger Politiker sein wollte wie aktuell, egal was du machst, du machst es falsch."

Eine Alternative kann ich dir nennen: Ausschließlich folgende Maßnahmen durchführen: Hygiene, Abstandsregeln, kein Händeschütteln, keine Umarmungen außerhalb der Familie / Partnerschaften, private Feiern maximal bis 50 Leute unter besonderen Hygieneregeln, Maskenpflicht in öffentlichen Gebäuden und ÖPNV oder im Taxi oder beim Einkaufen, HomeOffice (wenn möglich). Das alles kostet keine Milliarden Euro und auch keine Jobs. Alles andere sollte man lassen! Keine Schließungen von Geschäften, Restaurants oder Theater oder Kinos und auch keine Panikmache seitens der Medien. Wer will (Risikogruppen) kann diese Dinge meiden oder sich besonders schützen (FFP3-Maske auch auf dem Sitzplatz im Kino oder Theater oder Konzert tragen). Das soll jeder Mensch dann selbst entscheiden, ob er das Risiko eingehen will oder nicht.

Das sollte mehr als genug an Maßnahmen sein.

"Dein Zigarreten Beispiel ist eigentlich korrekt, nur dazu entschließt sich jeder Raucher auch bewusst zu, genau wie bei Alkohol, ungesundes Essen usw. (persönlicher Konsum)."

Nicht ganz: Schon mal etwas von "Passivrauchen" gehört? Andere leiden auch darunter, sowohl Menschen wie auch Haustiere! Außerdem entstehen viele Busch- und Waldbrände auch durch von Rauchern achtlos weggeworfene Zigaretten, die noch glühen. Weiterhin sind die ganzen Kippen umweltschädlich. Zuletzt sei noch gesagt, dass die Entsorgung und das Aufsammeln Geld kostet und dass die Kippen, die überall auf dem Boden herumliegen, das Stadtbild verschandeln. Ein Argument habe ich noch: Die Behandlungen von Raucherlungenkrebs bezahlen wir alle mit, denn sie werden von der Krankenkasse bezahlt.

Hier sollte, nein, hier MUSS die Regierung endlich handeln!

Deiner Argumentation nach ist die Erkrankung an Corona aber auch eine Sache der eigenen Entscheidung. Wenn ich mich unachtsam verhalte (auf Parties gehe, saufe, andere Leute umarme und küsse), dann gehe ich bewusst das Risiko ein, mich anzustecken. Soll die Regierung nun jeden einzelnen dahingehend überwachen? Sorry, aber sowas wie Lockdowns macht ein Volk nicht lange mit, ohne auf die Barrikaden zu gehen, von daher kann man klar sagen, dass der Kosten-Nutzenfaktor des Lockdowns im April / Mai sehr gering ist und dass diese Maßnahme mehr Schaden angerichtet hat, als abgewendet wurde. Länder ohne Lockdowns hatten statistisch zwar mehr Tote, aber diese Länder haben auch gleichzeitig eine schlechtere Medizinversorgung als wir, weswegen ein Vergleich kaum möglich ist. Zudem sterben zum Großteil nur die, die ohnehin schon sehr alt sind und bei denen der Tod, gelinde gesagt, sowieso meist nur hinausgezögert wird, weil sie schon krank sind oder stark gefährdet. Und bei denen, die daran gestorben sind, haben der Lockdown und die ganzen Regeln offenbar nichts gebracht, um die Ansteckung zu verhindern. Der Lockdown schoss daher am Ziel vorbei.

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Hanky : : Moviejones-Fan
05.10.2020 10:32 Uhr
0
Dabei seit: 26.05.16 | Posts: 655 | Reviews: 0 | Hüte: 21

@Raven13

Nur kann man sich zb. gegen eine Grippe impfen, kleiner aber feiner Unterschied.

Ich persönlich weiß auch nicht ob alles was aktuell gilt so richtig ist, kann nur hoffen das es nach besten Wissen und Gewissen entschieden wird.

Nur zu kritisieren ohne eine Alternative zu präsentieren ist eben einfach zu wenig, gab keine Zeit in der nicht weniger Politiker sein wollte wie aktuell, egal was du machst, du machst es falsch.

Dein Zigarreten Beispiel ist eigentlich korrekt, nur dazu entschließt sich jeder Raucher auch bewusst zu, genau wie bei Alkohol, ungesundes Essen usw. (persönlicher Konsum).

Mess with the best die like the rest !

MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
05.10.2020 10:10 Uhr
1
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 3.043 | Reviews: 30 | Hüte: 312

@ Manisch

Du verkennst eine Sache: jede Krankheit bringt Folgeschäden mit sich, auch eine schwere Grippe. Alles hinterlässt Spuren, bei den meisten nichts weltbewegendes, bei wenigen jedoch schon erwähnenswert. Nur wird darüber in den Medien nicht offen berichtet, weil es niemanden interessiert. Das ist keine Schlagzeile wert. Wenn mal bei einem Kind, das Corona hatte, Hirnschäden festgestellt werden, macht man weltweit Wind darum, obwohl der Hirnschaden auch ganz abdere Ursachen haben kann. Ist ja nicht so, als wenn nicht täglich weltweit viele Kinder an solche Dinge erkeiden, sei es durch Erbkrankheiten, Wachstumsstörungen oder durch Misshabdlungen der Eltern oder völlig anderen Ursachen. Aber klar, das Kind hatte den Virus in sich, also schieben wir den Hirnschaden mal darauf. Alles für die Statistik. Die Politiker brauchen ja Grundlagen, um am Ende gut dazustehen.

Zum Thema Krebsforschung: klar ist das kein Fingerschnippen, aber mehr Geld bringt mehr Möglichkeiten zur Forschung. Mit 500 Mrd. Euro wird sicher mehr möglich sein als ohne das Geld.

Mir ging es bei meinen Vergleichen nur um den Grundsatz, wie unterschiedlich mit verschiedenen gefählichen Dingen umgegangen wird. Zigaretten kann man problemlos verbieten, aber damit tut sich Vater Staat schwer, denn die bringen ja Kohle rein. Geld steht hier also über der Gesundheit. Aber bei Corona spielt Geld plötzlich keine Rolle, ja nicht einmal auf Existenzen.

Für mich ist das alles Heuchelei, denn in Wahrheit interessiert sich die Regierung einen Scheiß um einzelne Leben oder Existenzen. Hauptsache, die eigenen Taschen sind voll und die Wählerstimmen sind im Sack.

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Manisch : : Moviejones-Fan
05.10.2020 08:30 Uhr
0
Dabei seit: 19.10.18 | Posts: 689 | Reviews: 8 | Hüte: 29

Ich muss leider auch sagen, dass ich die Einordnung von Corona von Raven13 so nicht teilen kann :/
(Warum man Mörder usw. mit einbeziehen muss, verstehe ich absolut nicht)

Es erscheinen mir diverse Whataboutism zu sein. Die Schlussfolgerung kann aber nicht sein, weil man bei A nichts oder zu wenig tut, dass B dann auch kein Problem sei.
Man muss jeden der Punkte individuell behandeln.

Somal bei Corona hinzu kommt, dass die Medizin weiterhin vergleichsweise wenig dazu weiß. Wir haben z.B. immer noch keinen großflächig verfügbaren Impfstoff. Und auch die Langzeit-Folgen bei erkrankten Nicht-Risiko-Patienten können wir heute noch nicht vollends einordnen. Wir wissen aber, dass der Virus Herz, Lunge und Nervensystem angreift, was auch für scheinbar sehr gesunde Leistungssportler ein langfristiges Problem sein kann. Selbst bei Kindern gab es berichte, dass sie eine Infektion ohne große Symptome hatten aber kurze Zeit später mit Hirnschäden im Krankenhaus lagen.

Btw. Wir geben doch bereits Milliarden für die Krebsforschung weltweit aus. Die EU hat für die Zeit von 2021 bis 2027 120 Milliarden eingeplant. Und je nach Krebs-Art haben sich die Überlebenschancen in den letzten Jahrzehnten bereits massiv gebessert. Aber mit einem Fingerschnipp bzw. indem man ganz viel Geld drauf wirft, ist es dann auch nicht getan...

Leute, nutzt mehr Ecosia statt Google!

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