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Snowpiercer

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Review "Snowpiercer": Sehenswert rast der Serien-Zug durchs Eis

Review "Snowpiercer": Sehenswert rast der Serien-Zug durchs Eis
0 Kommentare - Di, 26.05.2020 von S. Spichala
Sehr flott macht die neue "Snowpiercer"-Serie deutlich, dass sie einen vom Film eigenständigen Weg geht und doch die Graphic Novel-Vorlage ehrt. Der Look und die Stars machen von Beginn an Freude, und die Story?
Achtung, diese Meldung enthält Spoiler!

In den USA bei TNT und hierzulande bei Netflix ist endlich die Snowpiercer-Serie gestartet, und das gleich mit einer Doppelfolgen-Premiere. Das Intro der ersten Folge ehrt im animierten Graphic Novel-Stil die französische Vorlage und macht damit auch gleich klar, dass man dieser gerecht werden möchte. Um sich vom Film abzusetzen, wird eines der größten Geheimnisse der Snowpiercer-Kinoversion von 2013 früh enthüllt, nämlich die Identität des gottgleichen Zugerfinders und -führers Mr. Wilford - Filmkenner wissen nun, was wir meinen.

"Snowpiercer" Season 1 Trailer 4

Da sich mancher sicher auch mit dem Film eingestimmt hat, hätte es auch nicht so viel Sinn gemacht, darum nun erneut ein allzu großes Geheimnis zu machen. Spannender liegt der Fokus nun auf der auszulotenden Zugwelt mit all ihren verschiedenen Klassen, vom Bodensatz der Tails bis rauf in die Luxusstationen. Zu Beginn erfährt man auch flott, was die Tails zu ihrem Schicksal verdammt hat, und auch eine Revolte der Taillies ist rasch Thema.

Soweit so vertraut ist der eigentliche Fokus von Snowpiercer aber ein Mord - und genau der hilft als roter Faden, nach und nach die Probleme und finsteren Abgründe der Zugwelt, die sich in der Serie seit rund 6 Jahren und 9 Monaten durchs ewige Eis bewegt, kennenzulernen. Der visuelle Look ist cool und erinnert in Vielem an den Film, hat aber durch tiefere Einblicke eben auch mehr Raum, Neues zu zeigen.

Die Story von Snowpiercer legt actionreich, dramatisch, blutig, wie auch gesellschaftskritisch in der Doppelfolge so einiges vor, das Lust auf mehr macht, und auch die Stars machen ihre Sache prima. Jennifer Connelly in ihrer leitenden Rolle ist in jeder Szene eine Freude, und auch ihr Gegenspieler Daveed Diggs als Klassenkämpfer turned Ermittler Layton überzeugt. Breaking Bad- & Better Call Saul-Fans sehen Hector wieder - zwar nicht im Rollstuhl, aber auch hier eingeschränkt und mit einer Story, die ihm seinen ganz eigenen Stellenwert gibt. The Walking Dead-Fans können sich wiederum auf Steven Ogg freuen, der mal wieder seine Badass-Ader spielen lässt. Und Mickey Sumner als Laytons unfreiwillige Coppartnerin Bess hat reichlich Fanfave-Potenzial.

Es hat etwas Absurdes, sich nun eine Art "CSI - Endzeit im Eis" anzuschauen, also eine Art Copserie mit Postapokalypse zu verbinden, doch erstaunlicherweise funktioniert das sehr gut und könnte zu einer coolen SciFi-Cop-Steampunk-Trash-Serie avancieren, wenn die Balance, welche die Doppelfolgen-Premiere vorlegt, so beibehalten werden kann.

Denn bei allem bleibt die Gesellschaftskritik immer präsent, auch als Ermittler plant Layton in Snowpiercer weiter an der Rebellion und tiefgründigere Botschaften - gerade zum Thema Balance und Klassenkampf - schimmern deutlich immer wieder durch. Kurz, wir sind angefixt und hoffen, auch die anderen zum Teil kurz angerissenen Charaktere kommen noch mehr zum Zuge im Zuge, der sehr eigenständige Weg macht jedenfalls Freude!

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