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The Interview

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"The Interview" spaltet

"The Interview" Filmkritik / Terrordrohung sorgt für Absage des US-Kinostarts (Update)

"The Interview" Filmkritik / Terrordrohung sorgt für Absage des US-Kinostarts (Update)
30 Kommentare - Mo, 22.12.2014 von Moviejones
Kein Schaulaufen für Seth Rogen und James Franco? Terrordrohungen führten dazu, dass Sony Pictures die US-Premiere am 18. Dezember absagte und vorerst auch den Kinostart. Bleibt es dabei?

Update: Auch laut Sony-Anwalt David Boies ist The Interview nur aufgeschoben, aber noch nicht aufgehoben. Das Studio kämpfe dafür, den Film veröffentlichen zu können, und er werde auch veröffentlicht werden. Nur wie, das wisse noch keiner so genau. Und Sony-Sprecherin Lauren Condoluci bestätigt: Man ist noch dabei, die Verleih-Optionen auszuloten. Dass The Interview kostenlos übers Online-Portal Crackle verfügbar gemacht werden soll, wie die New York Post behauptete, hat Sony indes schon dementiert.

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Update: Eine globale Absage von The Interview wird man wohl nicht mehr befürchten müssen. Nachdem Präsident Obama ein großes Wort zum Thema Amerika lässt sich nicht den Filmrelease einer Satire von irgendeinem Diktator verbieten gesprochen hat und Sonys Entscheidung als Fehler bezeichnete, rechtfertigte sich Sony Entertainment CEO Michael Lynton damit, dass ein Release nach Absage der großen Kinos zum geplanten Termin keinen Sinn mehr machte, auf die Kinoentscheidung habe man keinen Einfluss. Man wolle dennoch, dass jeder, der den Film sehen will, ihn auch sehen kann. Nun ist die Frage, ob es dann einen neuen Kinotermin geben wird oder er auf anderem Wege in den USA öffentlich gemacht wird.

Offiziell hatte Sony zuvor selbst bestätigt, dass die Hackergruppe Zugang zu sehr privaten und eventuell kompromittierenden Daten über aktuelle und ehemalige Angestellte durch den Hack hatte. Desgleichen auch zu Businessdaten über die Company selbst. Auch CNN berichtet, dass die Hacker "für Nordkorea" gearbeitet haben sollen, was natürlich noch lange kein Beweis ist. Die Regierung Nordkoreas streitet jegliche Verbindung dazu ab.

Die Lage verschärft sich inzwischen politisch: Nachdem schon US-Präsident Barack Obama am Freitag mit Konsequenzen gedroht hatte, hat sich nun Pjöngjangs Außenministerium dahingehend geäußert, dass man gemeinsam herausfinden sollte, wer tatsächlich dahinter steckt. Sollte man in den USA die Zusammenarbeit ablehnen - drohen wie auch immer geartete "ernste Konsequenzen", berichtet tagesschau.de. Sony soll derweil überlegen, den Film über YouTube oder, wie aktuell überall zu lesen ist, über BitTorrent zu veröffentlichen.

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Die Entwicklungen der letzten Tage bringen Sony Pictures in große Bredouille, so dass sich das Studio zu einem radikalen Schritt gezwungen sieht. Und nicht nur das.

Die für den 18. Dezember angesetzte US-Premiere von The Interview in New York wurde offiziell abgesagt, was eine direkte Folge des Hackerangriffs auf Sony Interna ist, die vor kurzem öffentlich wurden. Das Studio äußerte sich weitergehend, dass die Sicherheit der Angestellten und Kinogänger Vorrang habe, so dass auch Kinobetreibern freigestellt wurde, The Interview auszustrahlen, der ab 25. Dezember regulär in den USA anlaufen sollte. Inzwischen wurde der Kinostart aber regulär abgesagt.

Wir haben den Film schon gesehen und verraten euch in unserer Filmkritik, was tatsächlich von der Komödie zu halten ist, die bei uns (noch) am 5. Februar 2015 starten soll.

Sony nimmt in seiner offiziellen Stellungnahme direkt Bezug auf den Hackerangriff, der ein krimineller Akt sei und sowohl geistiges, geschäftlich relevantes und auch privates Eigentum öffentlich machte. Die Gruppe "Guardian of Peace" steckt hinter dieser Attacke, die nun im Zuge des Filmstarts androhte, Anschläge ähnlich dem 11. September 2001 zu starten. Ganz offen raten sie allen Personen, sich von Kinos, die The Interview zeigen werden, beziehungsweise Orten, die in dieser Kinonähe liegen, fernzuhalten.

Kein Wunder, dass Sony Pictures die Warnung ernst nimmt. Die mit größten US-Kinoketten Regal Entertainment, AMC Entertainment, Cinemark, Carmike Cinemas und Cineplex Entertainment haben bereits mitgeteilt, The Interview nicht in ihr Programm aufzunehmen. Nun plant Sony, die Komödie so schnell wie möglich als Video-on-Demand zu veröffentlichen, um das Budget von 42 Mio. Dollar zu amortisieren.

Dass The Interview schon im Vorfeld spaltet und gerade Nordkorea - ein populäres, aber auch immer belächeltes Feindbild - bei der Story in ein schlechtes Licht rückt, dürfte niemanden wundern. Doch dass diese Drohungen direkt von den Hackern stammen, die sich zum einen "Hüter des Friedens" nennen und sicherlich keine vorrangig privaten Dialoge unter Sony-Mitarbeitern und geschäftliche Details benötigen, um eine perfide Drohung wie diese auszusprechen, wirkt irgendwie anachronistisch. Nordkorea steckt hinter der Attacke? Möglich. Aber ist dies so sicher? Auf jeden Fall wäre es wünschenswert, wenn dieser "Jungenstreich" von Franco/Rogen nicht mehr als diplomatische Verstimmungen nach sich zieht, denn es ist eins, sich über Missstände lustig zu machen, jedoch etwas anderes, ohne Rücksicht auf Verluste eine existente Person, ob sympathisch oder nicht, ob Demokrat oder Diktator, zu Unterhaltungszwecken in einem Film töten zu wollen. Actio est Reactio - in diesem Fall sollte man sich tatsächlich fragen, ob die Komiker im Namen ihres Heimatlandes tatsächlich das Recht haben, sich im Recht zu fühlen. Fühlt euch frei unsere zugegebenermaßen sehr kritische Rezension zu kommentieren.

Worum geht es eigentlich in The Interview? Als Moderator der nächtlichen Hit-Talkshow "Skylark Tonight" hat sich Prominenten-Interviewer Dave Skylark" (James Franco) einen Namen gemacht. Der Kopf hinter Daves Imperium ist sein Produzent und bester Freund, Aaron Rapoport (Seth Rogen), der sich unerfüllt fühlt und danach sehnt, etwas Bedeutungsvolles zu leisten. Als er für Dave ein Interview mit Kim Jong-un, dem geheimnisvollen und skrupellosen Diktator des nuklear bewaffneten Nordkorea ergattert, kommt die Chance seines Lebens. Doch während sie sich noch auf den Trip vorbereiten, werden Dave und Aaron von der CIA kontaktiert und gebeten, Kim zu ermorden...

Quelle: Facebook, Comingsoon, FAZ
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30 Kommentare
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ChrisGenieNolan : : DetectiveComics
20.12.2014 08:33 Uhr
0
Dabei seit: 19.08.12 | Posts: 15.788 | Reviews: 9 | Hüte: 359
Bei Sony läuft tatsächlich nichts alles rund.
Laut bei so viele E-mail hackerei im Hauses Sony, vermeldet mann auch, das nach James Bond: Spectre, der nachfolger nicht von einen Weißer gespielt werden könnten. Die Studio-Bosses hab auf ihren Wünschliste Ganz oben Idris elba, auf ihren Wünschliste.

Und in einen Interview, habt mann ihn gefragt, wenn man ihn die rolle anbieten würden, was würdet er tun oder sagen.

Seinen Antwortet war kurz und knackig: Ja. Wenn mann ihn die rolle anbieten, würde er es machen


Was meint ihr ?
Abgesehen, die was gegen Schwarzen Bond haben ^^

Laut meime kollegen Aldrichkillian, Hat sich die Sony Bosses über Interstellar bemängelt und gejammer, das der film langweilig und geld verschwendung sei. Die können das nicht verstehen, wieso man bei so ein langweilier film 165 mio ausgeben kann, und dazu noch mehr geld einnehmen.

Sieht so aus, das Sony Neidisch auf Warner Bros & Paramaount erfolg zu sein.


Langsam wird die sachen dreckig.

Was Kommt als Nächste ?
Alle lieder von Michael Jackson die nie veröffentlich wurden, in die öffentlichkeit ?

Jesses
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OuterLimits : : Moviejones-Fan
19.12.2014 19:41 Uhr
0
Dabei seit: 28.05.12 | Posts: 226 | Reviews: 0 | Hüte: 19
Ich glaube nicht, dass man The Interview mit Filmen wie Der Diktator oder Rambo vergleichen kann. Sony hat aber genau das Problem gerade, dass wie einige hier in den USA noch mehr nun schreien, Sony soll nicht "einknicken" vor einem Terroristen, und nicht aus einer Mücke einen Elefanten machen. Dass manche US-Politiker jedoch schon über eine tatkräfte Reaktion darauf nachdenken, klingt nicht so, als würde man die Drohung nicht doch recht ernst nehmen, sei es, dass etwas dran ist, sei es, um allein die Panikmache zu nutzen, um nun Sanktionen gegen NK damit zu legtimieren.

Denn es wurde das Ausmaß des Anschlags in der Drohung mit Erinnerung an 9/11 unterstrichen, etwas, das global, aber vor allem in den USA ein mächtiges Angstwort ist. Eine mächtige Waffe, nämlich Panikmache, die ein Spinner ohne etwas in der Hand zu haben benutzen kann. Andererseits weiß niemand, ob das nur ein Spinner voller heißer Luft ist oder ein tatsächlich gefährlicher Spinner/eine Gruppe, die ernst machen würde. Und dabei ist es völlig egal, ob Nord Korea nun dahinter steckt oder nicht, es ist eine Drohung, die man heutzutage nicht mal eben als Blödsinn vom Tisch wischen kann, wenn jemand dahinterstecken könnte, der durchgeknallt und sehr gefährlich ist.

Und wenn Nord Korea tatsächlich dahintersteckt: Seien wir doch alle mal ehrlich - es ist eine Sache, mit Satire auf einen grausamen Herrscher und Massenmörder hinzuweisen. Es ist eine andere Sache, ihm den Stinkefinger zu zeigen und ich kill dich zu brüllen, wissend, dass er das ganz sicher nicht komisch finden wird und bekannt dafür ist, dass er grausam gegen das vorgeht, was ihm nicht passt. Es ist eine Sache, nur sein eigenes Leben dabei zu riskieren oder auch das Leben anderer.

Es gibt einen Unterschied, ob man im übertragenen Sinne die Wahrheit per Flyer verteilt oder vor Zuschauern in einem Haus sagt und dabei noch eine Morddrohung ausspricht, wenn auch auf lustige Weise. Wissend dabei, dass der, der ihn auftreten lässt, schon bedroht wurde, ein Auge auf dessen Familie/Gruppe geworfen wird (Sony Hack). Gute Comedians/Kabarettisten wissen, dass die Wahrheit/seine Meinung via Humor zu sagen dennoch gefährlich ist, und sie sollten sich der Verantwortung dahinter bewusst sein. Ebenso die, die ihn auftreten lassen. Es gibt einen Unterschied zwischen Mut und Leichtsinn.

The Interview, der qualitativ mit guten Satiren offenbar nicht einmal mithalten kann, im Kino zu zeigen nach einer solchen Drohung, das klingt eher nach Leichtsinn als nach Mut. Selbst wenn alles nur heiße Luft und Panikmache ist, ich wage zu bezweifeln, dass die 80 Prozent, die in den USA so rebellisch wollen, dass er im Kino gezeigt wird, auch alle dann brav beim Filmstart ins Kino rennen, sondern erst einmal lieber doch abwarten, ob etwas bei der Premiere passiert oder nicht.

Würden diese immer noch den Stinkefinger aus der Tür zeigen, wenn sie die Drohung im Briefkasten haben, dass ihr Haus in die Luft gejagt wird, wenn sie den Film gucken? Und was würden die tun, die um die Drohung wissen und zum Heimkinoabend bei ihm eingeladen sind? "Wir sind alle super Rebellen, lass uns das Ding gucken, weil die Drohung vielleicht nur ein dummer Scherz ist?" Ist der Film es wirklich wert, ein Risiko einzugehen? Die ganzen Kinos mit Security auszustatten, die einen eventuellen Anschlag verhindern soll? Denn das müssten die Kinos in den USA zumindest bei der Premiere des Films dann tun. Nicht billig und zudem all das für The Interview? Ein Film der sicher nicht als Boxoffice-Kracher anzunehmen ist? Ernsthaft?

Was global entschieden wird, ist eine andere Sache, aber zumindest in den USA wäre ich als Kinobetreiber vorsichtig und müsste von meinen finanziellen Möglichkeiten abhängig machen, ob ich das Risiko eingehe oder nicht. Wissend, dass Security im Falle eines Falles dennoch nichts ausrichten kann, sondern nur ein sichereres Gefühl vermittelt. Dass es reihenweise Absagen regnete, ist nur logisch. Dass Sony nach den Absagen entscheidet, dass sich zumindest im Moment die Premiere in den USA nicht lohnt, die nächste logische Folge.

Dass Sony/die Filmemacher den Film natürlich doch irgendwann irgendwie möglichst gefahrlos zeigen wollen, ist auch nur logisch. Ich glaube nicht an einen PR-Gag, sondern daran, dass man in einer Lage, in der man nicht weiß, wie ernst man sie wirklich nehmen muss, versucht die beste und sicherste Lösung zu finden. Für sich selbst, die Firma, die Kinobetreiber und die Zuschauer.

Wie gesagt, wenn es eine PR-Masche wäre und das auffliegt wird das ein riesen Skandal, so dumm kann Sony nicht sein, so etwas zu riskieren.
We repeat: there is nothing wrong with your television set. You are about to participate in a great adventure. You are about to experience the awe and mystery which reaches from the inner mind to – The Outer Limits.
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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
19.12.2014 13:38 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 9.603 | Reviews: 38 | Hüte: 587
Sehr interessante Diskussion die hier geführt wird. Ich bin etwas überrascht über den Inhalt des Films, denn ich hatte anfangs wirklich es so verstanden, als wäre es ein fiktiver Schauplatz mit einem fiktiven Diktator. ähnlich wie wenn in einem James Bond-Film die Interviewer einen Typen wie den Diktator umbringen. Dass man nun zu einer echten lebenden Person zurückgriff ist dann doch schon ein harter Tobak. Egal wer dieser Mensch ist, was gibt uns (oder Amerika?) das Recht über einen solchen zu urteilen und ihn ermorden zu wollen.
Auf der anderen Seite, ist es wirklich so schlimm? Man denke an South Park, Simpsons oder die Papst-Verarschungen. Dort beschwert sich niemand obwohl man ebenfalls auf reale Personen zurückgreift. Auch Charlie Chaplins Diktator wurde bereits erwähnt. Auf der einen Seite ist es nur dämlich sich solchen Terroristen zu unterwerfen und ihnen somit Recht zu geben. Was wenn einem Islamisten die Darstellung Captain Americas nicht gefällt. Wenn ein Taliban den Mandarin aus Iron Man 3 als Verarsche seiner Person ansieht?

Auf der anderen Seite muss man solche Attacken (besonders nach den Ereignisen in diesem Jahrzehnt doch ernst nehmen. Was würde die USA sagen, wenn die Russen/Chinesen und Co. einen solchen Film drehen würden? Der Aufschrei wäre wie bereits hier gesagt riesig. So gesehen ist es wieder mal eine schöne Doppelmoral. Ich denke Franco und Rogen haben einfach etwas falsch gemacht und zwar, dass sie einen Gegner (der mehr als offensichtlich gegen die Menschenrechte sich vergeht) mit selbigem Mass filmisch verägert haben. Wäre es nicht klüger gewesen in der Art von Action-Filmen wie James Bond, Mission Impossible, Rambo und Co. auf realen Wahrheiten etwas irreales/fiktives zu erschaffen. Anstelle von Nordkorea einfach über Ostkorea oder so zu erzählen...jeder hätte es verstanden. oder wie Cohen einfach einen fiktiven Diktator mit falschem Namen darzustellen.
Was bleibt ist ein fader Beigeschmack der Ende des Jahres das schwache Kinojahr 2014 nochmals erschüttert...
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Winter : : Moviejones-Fan
19.12.2014 04:45 Uhr
0
Dabei seit: 26.07.10 | Posts: 890 | Reviews: 0 | Hüte: 34
Im Ernst...ganz im Ernst: Es geht hier nicht um einen Politiker, der beliebt oder weniger beliebt ist. Es geht um einen extrem grausamen Massenmörder, der sein Volk versklavt und es verhungern lässt. Der Menschen aus seinem Umfeld , die ihm nicht mehr passen, auf Partys zum Spaß lebendig von Hunden zerfleischen lässt. So jemandem gebührt nichts anderes als der Tod. So jemand darf KEINERLEI Schutz oder moralische Rücksichtnahme erwarten oder bekommen.
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Morishno : : Moviejones-Fan
19.12.2014 00:16 Uhr
0
Dabei seit: 11.12.14 | Posts: 31 | Reviews: 0 | Hüte: 2
Schwierige Frage.
Zunächst einmal darf man meiner Meinung nach über alles eine Satire machen. Wenn man das nicht ab kann zeigt das ja schon das irgendwas mit der Theorie nicht stimmt und man sich zu sehr an einem schwachen Gerüst festklammert.
Doch ist jetzt die Frage ob man The Interview als Satire ansehen kann. Wie auch MJ und viele hier bezweifel auch ich das eher, da der letzte Film einen so schlechten und dummen dummen Humor ( nicht zu verwechseln mit intelligent dummen Humor) hatte, das ich von denen da jetzt nicht viel erwarte.
Auch kann man das ganze nicht gut mit zum Beispiel religiösen Problemen vergleichen wie zum Beispiel bartacuda s Beispiel.
Wenn ich nen religiösen Extremisten suche muss ich nicht lange suchen aber habt ihr schonmal jemanden gesehen der wirklich die Lehre Nordkoreas mit seinem Leben verteidigen will ? Also ich noch nicht. Die Gefahr geht hier eher von einem Staat aus, was die Situation komplett verändert. Ein Staat kann nämlich nicht mal gerade ein Attentat ausführen lassen, das endet dann höchstwahrscheinlich in einem Krieg und den würde Nordkorea wahrscheinlich nicht gewinnen.
Sonys Reaktion halte auch ich für falsch, da ja vor allem auch jeder frei entscheiden kann ob er den Film sehen möchte oder nicht, also der Gefahr aussetzen will oder nicht. Und doch ist es besser hier erstmal vorsichtig ran zu gehen und die Drohungen auf jeden Fall ernst zu nehmen.
Diese Frage hat doch einen extrem verstrickten Hintergrund und geht ja fast schon ins Philosophische.
Klar erhoffte man sich eine kleine Diskussion um die Einnahmen zu pushen aber ob solch extreme Auswüchse wirklich von Sony erhofft wurde ? Ich glaube nicht. Rechnen hätte man damit aber schon.
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OuterLimits : : Moviejones-Fan
18.12.2014 22:57 Uhr
0
Dabei seit: 28.05.12 | Posts: 226 | Reviews: 0 | Hüte: 19
Ich kann Sony schon verstehen. Es ist eine Sache, ob man sein eigenes Leben riskiert für nen dummen Scherz aka schräge Komödie oder das Leben vieler. Es mag ein Idiot sein, der den Sony Hack zum Anlass für die Drohung genommen hat, es kann aber auch ein gefährlicher Idiot sein, der es tatsächlich wahr werden lässt.

Solange man nicht sicher sein kann: riskiere ich wirklich, dass etwas passiert und muss dann die Diskussion durch die Medien ertragen, ob man nun mitverantwortlich ist oder die Kinos die es zeigten oder die Zuschauer, die trotz Wissen um die Drohung ins Kino gegangen sind? Ist der Film das wirklich wert? Es ist offenbar laut MJ-Kritik keine intelligente Sartire und keine wertvolle aufklärende Doku. Also all das Risiko für ein bisschen Entertainmentspaß?

Da nimmt man ihn doch besser aus dem Kino und zeigt ihn auf DVD/on Demand, wo ihn noch mehr sehen werden als zuvor wegen der Drohung und weil er nicht im Kino zu sehen war. Ich denke, da ist die Entscheidung nicht schwer.

Ich glaube nicht, dass all das ein Fake/pure PR ist, das zu riskieren, dass das auffliegt und man nen Skandal hat, den so schnell keiner vergisst, wage ich zu bezweifeln. Die andere Frage ist, wie ernst die Drohung zu nehmen ist. Solange man es nicht weiß ist es verständlich, dass Sony den sicheren Weg geht und das Beste versucht aus der Situation zu machen, um das Geld doch irgendwie reinzuholen. Ich glaube nicht, dass der Film gar nicht veröffentlicht wird. Sondern wahrscheinlich später auf DVD/on Demand
We repeat: there is nothing wrong with your television set. You are about to participate in a great adventure. You are about to experience the awe and mystery which reaches from the inner mind to – The Outer Limits.
MJ-Pat
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sid : : Gojira
18.12.2014 19:24 Uhr | Editiert am 18.12.2014 - 19:33 Uhr
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Dabei seit: 01.10.12 | Posts: 1.570 | Reviews: 17 | Hüte: 49
Ist ein bisschen Off-Topic, dachte ich erst, aber dann auch wieder nicht, bzw. TiiN spricht da eigentlich schon das an, was ich unten gemeint habe.

Mit Umsturz durch Filme meinte ich eigentlich sowas wie Easy Rider, bei dem zumindest meine Mama immer sagt, dass der viel ausgelöst hätte ;).
Aber auch zu John Rambo (einer der ersten Filme, bei dem ich den Internet-Trailer und dann alles weitere mitbekommen habe) hab ich immerhin auf "B5 aktuell" eine Reportage gehört, wonach viele Oppositionspolitiker genau diesen Film auf ihrem Rechner hatten und angeblich wurde der Film auch so oft in Privathaushalten (natürlich politisch unerwünscht) verbreitet, dass sogar Hausdurchsuchungen stattgefunden haben in Birma (ich will immer Burma sagen ;) ). Ich denke nicht, dass der Film hauptsächlich verantwortlich ist für die großen Liberalisierungen dieses Landes, aber es war der erste Film, durch den ich mich überhaupt mit diesem Land und seiner Geschichte beschäftigt habe.
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TiiN : : Goldkerlchen 2021
18.12.2014 19:01 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 6.848 | Reviews: 141 | Hüte: 422
Schade, ich für meinen Teil finde den Trailer sehr vielversprechend und habe mich seit Hangover mal wieder auf eine etwas andere Komödie gefreut, die nicht dem klassischen Adam Sandler/Ben Stiller/Kevin James-Muster folgt.

Ich vermute mal, dass der Film in einigen Monaten oder in 1-2 Jahren doch veröffentlicht wird. Ein bisschen PR steckt da natürlich auch hinter.

Aber man muss auch wissen was man da vor hat, wenn man ein Film über eines der merkwürdigsten Länder der Welt drehen möchte.

Stallone sein John Rambo wurde damals in Burma (heute Myanmar) auch nicht gerade gut aufgenommen. Aber es war die Realität. Heute haben sich die dortigen Situationen zumindest rapide geändert. Ganz sicher nicht wegen dem Film . und The Interview würde auch nicht Nordkorea verändern. Aber er gäbe ganz sicher einen interessanten Einblick in das Land.
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RedBull : : Lazarus
18.12.2014 18:15 Uhr
0
Dabei seit: 11.04.14 | Posts: 1.845 | Reviews: 0 | Hüte: 75
wenn einer wie Kim Jong Un seinen Onkel mit Frau hinrichten lässt, dann hat er eine sehr kurze Zündschnur. Wenn "the Interview" als Comedy geplant gewesen wäre, dann wäre Kims Reaktion sicherlich genau die gleiche wie jetzt.

[b]Angst führt zu Wut, Wut führt zu Hass und Hass führt zu unsäglichem Leid.[/b]

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Hanjockel79 : : Moviejones-Fan
18.12.2014 18:11 Uhr | Editiert am 18.12.2014 - 18:14 Uhr
0
Dabei seit: 05.09.13 | Posts: 4.750 | Reviews: 36 | Hüte: 237
Naja... typisch Sony... machen aus jeder Mücke einen Elefanten. Als James Franco und Seth Rogen würde ich bei Sony nichts mehr drehen für die. Die sind doch total bekloppt. Soooo dermaßen brisant wie da jetzt getan wird um The Interview... soooo gut ist der Film auch wieder nicht. Maximal oberer Durchschnitt (wie eigentlich jeder Film mit beiden zusammen), aber egal... Hauptsache irgendeine positive PR machen wollen, so kommt es rüber.

Mit anderen Worten die Absage von The Interview soll für Sonys Rehabilitierung herhalten. Und hat es etwa gewirkt?... Herr lass Hirn regnen. -,-


PS: Sogesehen... na vielleicht beschwert sich Kim Jong Dumm noch wegen der Qualität von Fantastic Four 3D bei Fox, dann wird der auch eingestampft!^^ Ich will damit sagen, das hier der falsche Film zurück gezogen wird. :-D
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IchBinJacksGrinsendeRache : : Moviejones-Fan
18.12.2014 17:55 Uhr
0
Dabei seit: 28.03.12 | Posts: 64 | Reviews: 0 | Hüte: 0
Sorry, aber es ist sowas von dämlich diesen Sachverhalt mit Die nackte Kanone oder Hot Shots zu vergleichen. Laut MJ ist der Film keine Verarsche in dem Sinne und funktioniert auch so nicht. Gehirne einschalten meine lieben.
MJ-Pat
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sid : : Gojira
18.12.2014 17:54 Uhr | Editiert am 18.12.2014 - 18:00 Uhr
0
Dabei seit: 01.10.12 | Posts: 1.570 | Reviews: 17 | Hüte: 49
Da die Diskussion von euch so interessant weitergeführt wurde und wegen dem Update möchte ich doch auch noch ein wenig dazu sagen.
Erstens, wenn das Update stimmt (keinerlei Veröffentlichung), wärs schon ziemlich krass für Sony, denn 42 Mio. + bisherige PR-Kosten sind ja doch nicht ganz wenig. Noch dazu hätte ich mir den Film jetzt gern ausgeliehen ;).
Und es war dann wohl wirklich kein fieser, aber genialer PR-Gag. Aber warum reagiert Sony jetzt so extrem? Sind die Drohungen so ernstzunehmen oder hat der Hacker vielleicht so viele weitere brisante Informationen über Sony? Und gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Film The Interview und dem Hacker-Angriff, wenn er denn tatsächlich von N-Korea ausging? Ist doch sehr wahrscheinlich.

Ich hab ich mich schon auch gefragt, muss man denn unbedingt so einen Film drehen, aber andererseits, wo ist dann die Grenze? Ist eine fiktive Person wie in Der Diktator wirklich besser, ich meine, regt der jemanden weniger auf oder sieht man dann die Figur stellvertretend für wen auch immer man will und ist gleichermaßen verärgert? Genau an den Film hab ich nämlich auch gedacht und auch einige Simpsons- und Southpark-Folgen fallen mir ein. Ich fand den Diktator zumindest stellenweise unheimlich komisch und ich finde auch, er beleidigt eigentlich alle schön gleichmäßig, aber wir im Westen sind das gewöhnt (siehe Papstsatiren und auch hier frag ich mich häufig, ob das wirklich sein musste) und woanders reicht vielleicht ein Satz, um sehr viel Unheil auszulösen. Andererseits, schon so einige Filme waren auch Auslöser für eine Verbesserung der Umstände in Ländern oder Regionen.

Und zur Nackten Kanone oder Hot Shots - spitze, nur wer weiß, wie das manche auch damals aufgenommen haben. Aber wie gesagt, dann muss man echt viel verbieten...
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bartacuda : : Mitternächtlicher Haijäger
18.12.2014 17:46 Uhr
0
Dabei seit: 03.03.10 | Posts: 4.290 | Reviews: 0 | Hüte: 308
@RedBull

Hier hat jemand entweder keinen Humor, oder die "Drohungen" gegen Kinoketten sind nicht ernst gemeint, bzw. von einem Trittbrettfahrer.

Humor brauch er/sie ja auch nicht, um nen Anschlag zu verüben. wink
Ob und wenn ja wie weit tatsächlich die Nordkoreanische Regierung hinter den Drohungen steckt oder tatsächlich nur irgendein Wichtigtuer wird man wohl so schnell nicht erfahren.

Das Kino von dem ich unten sprach wurde auch nicht vom Vatikan in Brand gesteckt, sondern von jemand, der mit der Ideologie des Films so seine Probleme hatte.
... ... aber lass uns ganz offen sein, Du hast nie Wert gelegt auf meine Freundschaft!
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RedBull : : Lazarus
18.12.2014 17:34 Uhr
1
Dabei seit: 11.04.14 | Posts: 1.845 | Reviews: 0 | Hüte: 75
Das ist alles lächerlich.
Die ersten 5 Minuten von "die nackte Kanone" hätten demnach einen echten Weltkrieg auslösen müssen, als Frank Drebbin von Arafat über Khomenei bis Gorbatschov, sämtliche Feinde Amerikas verprügelt hat.
Geniale Szene, bis heute.
Hier hat jemand entweder keinen Humor, oder die "Drohungen" gegen Kinoketten sind nicht ernst gemeint, bzw. von einem Trittbrettfahrer.

[b]Angst führt zu Wut, Wut führt zu Hass und Hass führt zu unsäglichem Leid.[/b]

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bartacuda : : Mitternächtlicher Haijäger
18.12.2014 17:33 Uhr | Editiert am 18.12.2014 - 17:34 Uhr
0
Dabei seit: 03.03.10 | Posts: 4.290 | Reviews: 0 | Hüte: 308
@PR Aktion

Also ich für meinen Teil meinte auch nicht, dass Sony den "Hack" und die Drohung gefaked hat. Die wird schon "echt" gewesen sein. Mit welchem Risiko dahinter auch immer.

Das was ich meinte, ähnlich wie Petra es unten sagte, dass eine PR aktion darin bestehen könnte, erst alles abzusagen, weil sich darauf die Medien stürzen und dann bei entsprechendem Interesse die große "Jetzt erst Recht-Premiere" zu veranstalten.

Aber selbst das fänd ich, wie unten beschrieben, unter aller Sau!
... ... aber lass uns ganz offen sein, Du hast nie Wert gelegt auf meine Freundschaft!
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