Fortsetzung samt Neuausrichtung

Wes Balls "Planet der Affen 4" bald in "virtueller Produktion"?

Wes Balls "Planet der Affen 4" bald in "virtueller Produktion"?
0 Kommentare - Do, 28.05.2020 von R. Lukas
Als sich die "Mouse Guard"-Tür schloss, öffnete sich für Wes Ball eine andere - und sie führt ins "Planet der Affen"-Universum. Die neueste Trilogie will er in Ehren halten, aber auch eigene Wege gehen.
Wes Balls "Planet der Affen 4" bald in "virtueller Produktion"?

Bei Disney und den 20th Century Studios ist ein neuer Planet der Affen-Film in Arbeit, und Maze Runner-Regisseur Wes Ball macht ihn. Man könne mit Sicherheit sagen, dass Caesars (Andy Serkis) Vermächtnis weiterleben werde, twitterte Ball im Februar, was wohl bedeutet, dass sein Film kein reiner Reboot wird, sondern an die drei Filme, die vor ihm kamen, anknüpft.

Über den Stand der Dinge sagt er Folgendes: Man habe ein gigantisches Art-Team, das an unglaublicher Concept-Art arbeite. Und mit dem Drehbuch gehe es weiter voran, was so lange dauern werde, wie es eben dauere. Das sei also alles gut. Mehr noch, man könnte tatsächlich schon relativ bald in virtueller Produktion sein, da es größtenteils ein CGI-Film sei, schätzt Ball.

Wie kam er überhaupt an den Job? Alles begann damit, dass Disney seiner Fox-Comicverfilmung Mouse Guard den Stecker zog. Ball war am Boden, aber er war nicht am Ende - dank seiner guten Beziehungen zu Steve Asbell und Matt Reeves. Asbell hatte ihn über seinen Kurzfilm Ruins entdeckt und ihm das Maze Runner-Franchise anvertraut, heute ist er President of Production der 20th Century Studios. Und Reeves, der Mann hinter Planet der Affen - Revolution und Planet der Affen - Survival, war einer der Mouse Guard-Produzenten und wusste, wozu Ball fähig ist.

Als Mouse Guard in die Binsen gegangen sei, sei er ziemlich schnell gefragt worden, was er mit Planet der Affen anstellen würde, erzählt Ball. Denn man habe das gleiche Material, die gleiche Art von Technologie und viele derselben Leute genutzt - darunter auch Serkis. Somit habe es perfekt gepasst. Er sei sich darüber in Klaren, was vor ihm geleistet worden sei, und die große Frage, die er sich gestellt habe, sei, wie ein Planet der Affen-Sequel aussehen würde. Diese letzten drei Filme seien eine der größten Trilogien der modernen Filmgeschichte und einfach so gut gemacht. Sie haben die Originalfilme mit Charlton Heston, denen sie entsprungen seien, in Ehren gehalten, seien aber in einem modernen Verständnis verankert gewesen, und es habe funktioniert, meint Ball. Caesar sei für alle Zeiten eine der größten Filmfiguren. Was solle man darauf folgen lassen? Jedoch sei er nicht an einem vierten Teil interessiert gewesen, sondern wolle auch sein eigenes Ding machen.

Man habe einen Ansatz, einen Weg, um in dem bestehenden Universum zu bleiben, erklärt Ball. Aber man öffne sich auch dafür, ein paar sehr coole neue Sachen zu machen. Fans der letzten drei Filme können unbesorgt sein, versichert er - sie seien in guten Händen. Rick Jaffa und Amanda Silver, die Originalautoren und -produzenten, die sich Planet der Affen - Prevolution und Planet der Affen - Revolution ausgedacht haben, seien mit an Bord. Josh Friedman (Terminator - S.C.C., Terminator - Dark Fate) schreibe den Film, viele derselben Crewmitglieder seien beteiligt. Es werde sich wie ein Teil dieser Originaltrilogie anfühlen, doch gleichzeitig könne man coole neue Sachen machen, die auf der größtmöglichen Leinwand gesehen werden wollen. Auch wenn es noch einige Zeit dauern könnte, bis das wieder möglich sei.

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