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Allied - Vertraute Fremde

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Allied - Vertraute Fremde Kritik

0 Kommentar(e) - 28.11.2016 von Moviejones
Filmkritik

Allied - Vertraute Fremde Bewertung: 3/5

Allied - Vertraute Fremde Bewertung

Wer ist die Frau an meiner Seite? Was träge beginnt und zäh im Mittelteil ist, präsentiert sich zum Ende dann doch noch als spannender Thriller, der Fahrt aufnimmt. Gerade diese Unausgewogenheit im Erzählfluss sorgen dafür, dass sich Allied - Vertraute Fremde langatmiger anfühlt, als der Film tatsächlich ist. Wie schon bei Flight vermischt Robert Zemeckis bei seinem neuesten Werk unterschiedliche Genres, die nicht zwingend zusammenpassen und zu einem Bruch im Film führen. Allied - Vertraute Fremde ist einer dieser Filme, bei dem viel Talent vor und hinter der Kamera versammelt ist, welches sich aber nicht im vollen Umfang entfalten kann.

Allied - Vertraute Fremde Kritik

1942 landet der britische Geheimdienstoffiziers Max Vatan (Brad Pitt) in Marokko, wo er eine gefährliche Mission erfüllen soll. Gemeinsam mit Marianne Beauséjour (Marion Cotillard), einem Mitglied der französischen Résistance, gilt es, ein Attentat auf einen hochrangigen deutschen Diplomaten durchzuführen. Während der Vorbereitungen lernen sich Max und Marianne besser kennen und lieben. 1943 sind beide ein glückliches Ehepaar mit einer kleinen Tochter, doch das Glück wärt nur kurz, denn Zweifel an Mariannes Identität kommen auf. Ist sie wirklich Marianne Beauséjour oder in Wirklichkeit eine deutsche Doppelagentin...?

Robert Zemeckis hat in den letzten Filmen wieder verstärkt zu seinen Wurzeln zurückgefunden und dreht zunehmend klassische Kinofilme. Vor allem mit The Walk konnte er uns im letzten Jahr voll und ganz überzeugen. Mit Allied - Vertraute Fremde hingegen versucht er sich wie schon 2012 mit Flight an einem komplizierteren Stoff, der es schwer macht, den Film einem bestimmten Genre zuzuordnen. Vielmehr ist Allied - Vertraute Fremde ein dreigeteilter Film, der keinen Hehl daraus macht, sich bei Casablanca inspirieren zu lassen. Während der erste Part Spionage und Romantik vereint, widmet sich der zweite Teil einer Familiengeschichte. Erst im dritten Akt wird aus Allied - Vertraute Fremde dann ein reinrassiger Thriller mit Actionelementen. Die Vermischung unterschiedlicher Genres waren bereits ein Markenzeichen von Flight, der als typische Heldengeschichte begann, bevor der Film einen Schwenk Richtung Alkoholdrama machte.

Was wir im Fall von Allied - Vertraute Fremde kritisieren, ist jedoch weniger diese Unterteilung, sondern dass dem Film ein richtiger Fluss fehlt. Gerade der Anfang gestaltet sich als ausgesprochen träge, bei dem Figuren im Umfeld von Max und Marianne in den Fokus rücken, die aber für den Verlauf der Handlung später keine Bedeutung mehr haben. Die Annäherung der beiden erfolgt dabei zu schnell und wirkt nicht überzeugend, weswegen ab der Mitte emotionales Potential verschenkt wird. Dies wird verstärkt, da die Chemie zwischen Pitt und Cotillard nicht ganz stimmt. Generell hat Pitt Probleme, emotionale Szenen in Filmen glaubwürdig zu verkörpern, ist sein Erscheinungsbild immer zu glatt und kühl. Dieser Umstand, mit einem ständigen Wechsel zwischen Spionage und Liebesromanze kombiniert, sorgt für einen unnötig zähen Start. Der Mittelteil konzentriert sich dann voll und ganz auf Marianne und Max, was zwar für weitere Langatmigkeit sorgt, aber ein besseres Bild der Figuren liefert und der Zuschauer nicht von Nebenhandlungen abgelenkt wird.

Erst im dritten und finalen Akt findet Allied - Vertraute Fremde endlich zusammen und hier zeigt Robert Zemeckis sein ganzes Können. Geschickt lässt er Protagonisten und Zuschauer im Dunkeln, was nun Wahrheit und Lüge ist. Dabei versteht er es wie in früheren Werken, seine Darsteller gut in Szene zu setzen. Dies dürfte bei der Besetzung auch nicht schwer sein, denn sowohl Pitt als auch Cotillard wissen beide zu spielen und es dem Publikum überzeugend zu vermitteln. Vor allem der gelungene Spannungsbogen zum Ende macht aus Allied dann glücklicherweise doch noch einen sehenswerten Film, der aber an den Unstimmigkeiten der ersten zwei Drittel zu leiden hat. Atmosphäre, Schauspieler und die sehr gute Regiearbeit halten den Zuschauer aber bei der Stange.



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Allied - Vertraute Fremde Bewertung
Bewertung des Films
610
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