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Bridget Jones’ Baby

Die Süße ist wieder da

Bridget Jones’ Baby Kritik

0 Kommentar(e) - 07.10.2016 von Moviejones
Filmkritik

Bridget Jones’ Baby Bewertung: 3.5/5

Es kommt nicht selten vor, dass eine Reihe viele Jahre nach dem ersten oder zweiten Teil eine weitere Fortsetzung erfährt, manchmal kommt es gar zu Jahrzehnten. Im Falle von Bridget Jones ist das fast der Fall, denn zwischen Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück und Bridget Jones’ Baby liegen ganze 15 Jahre, in denen Renee Zellweger mit ihrer Hauptfigur älter, aber nicht weniger tollpatschig geworden ist.

Bridget ist wieder Single. Mit Mr. Darcy (Colin Firth) hat es nicht geklappt und so feiert die 43-jährige ihren Geburtstag wie so oft - allein. Ihrer Kollegin und Freundin Miranda (Sarah Solemani) gefällt das gar nicht, die Bridget erst mal ein saftiges Festivalwochenende verschreibt, um locker zu werden! So locker, dass Bridget prompt mit Jack (Patrick Dempsey) in der Kiste landet, aber auch ebenso prompt wieder flüchtet wie sie gekommen ist. Kurze Zeit später trifft sie auf einem Familienfest Mr. Darcy wieder und beide verleben eine wundervolle Nacht. Dumm nur, dass einige Wochen darauf feststeht, dass der Storch zugeschlagen hat - aber wer ist der Glückliche?! Also schließen sich die Drei zusammen und die beiden Männer einen Nichtangriffspakt, bis feststeht, wer der Vater ist - und wem Bridgets Herz gehört...

Briget Jones' Baby Kritik

Renee Zellweger, die 2004 mit einem Oscar als Beste Nebendarstellerin für ihre Leistung in Unterwegs nach Cold Mountain geehrt wurde, spielt viele Jahre nach den ersten beiden Kinoerfolgen noch ein (letztes) Mal ihre ikonische Rolle und geschmeidig fügt sich der Film zu den anderen beiden. Geschmeidig, weil so vieles vertraut ist, Bridgets liebenswerte Art, Mr. Darcy, ihr ewiges Suchen ... das alles versprüht eine Herzlichkeit, wie wenn man auf einen alten Freund trifft und für Fans der bisherigen Teile dürfte auch Bridget Jones’ Baby ein Muss sein.

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Nach einem äußerst spritzigen Beginn, an dem die Musik wie auch durch den ganzen Film hinweg, einen großen Anteil hat, ist man wieder in der Geschichte drin. Typisch englischer Humor zieht so manchen Lacher auf die Seite und nicht zuletzt die Situationen, in denen sich Clumsy Bridget immer wiederfindet. Diese Momente, die auch früher schon gezogen haben, werden unterstützt von internationalen Schauspielgrößen an Zellwegers Seite.

Über Colin Firth ein Wort zu verlieren ist müßig, der den verstockten Briten so spielt wie man ihn seit eh und je kennt. Für Hugh Grant als Love Interest musste eine andere Option gefunden werden und die wird ganz smart verkörpert von Patrick Dempsey. Sympathisch, dass beiden Stärken und Schwächen zugestanden werden, so dass nicht direkt von Beginn klar ist, in welche Richtung sich der Dreier entwickelt. Dass das Drehbuch dabei keine Bäume ausreißt, ist zu verschmerzen, denn auf weite Strecke fühlt man sich als Zielpublikum gut unterhalten, auch wenn die 122 Minuten kurz vor Ende etwas lang anmuten.

Nur fühlt sich Bridget Jones’ Baby mitunter aber genauso an, wie sich die Hauptdarstellerin nicht nur einmal im Film selbst beschreibt: Alt. Wie heißt doch der schöne Spruch: Nichts macht schneller alt, als der immer vorschwebende Gedanke, dass man älter wird (Georg Christoph Lichtenberg) - den sollte sie sich mal zu Herzen nehmen. Wobei man sich mitunter fragt, wieso auch immer eine reife, beruflich erfolgreiche Frau immer noch so huschig sein muss wie wir sie seit Anbeginn kennen, ohne sich faktisch weiterentwickelt zu haben. Die grundlegende Idee ist süß, die von vielen tollen Darstellern getragen wird und auch Liebgewonnenes wiedervereint, so wenig überraschend ist aber alles und beginnt teils zu langweilen. Irgendwann ist eine Pause von so vielen Jahren einfach zu lang und Zellweger, Jahrgang 1969, nimmt man die gerade 43-Gewordene leider nicht mehr ganz ab.

Briget Jones' Baby Bewertung

Fans der alten Bridget Jones-Filme werden allein schon wegen so mancher Erinnerung im Film ihre Freude an Bridget Jones’ Baby haben. Viele Zutaten kommen von Herzen und sind bekannt, so dass ein unterhaltsamer Kinoabend garantiert ist. Dennoch mutet es seltsam an, dass sich die Hauptdarstellerin fast gar nicht entwickelt hat - und ein 43-jähriges Mäuschen, das versucht, klischeehaft in Teenie-Jeans zu passen, mag nicht jeden unterhalten.



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710
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