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Doctor Strange

Eine Kritik von MovieHunter87

Doctor Strange Kritik

0 Kommentar(e) - 25.11.2016 von MovieHunter87
Hierbei handelt es sich um eine User-Kritik von MovieHunter87.
Filmkritik

Doctor Strange Bewertung: 4/5

Kritik zu Doctor Strange
Superheldenfilm USA 2016
FSK: 12 Laufzeit: 115 Minuten
Regisseur und mitwirkender Drehbuchautor: Scott Derrickson (Sinister, Erlöse uns von dem Bösen)
Kamera: Ben Davis (Kick Ass, Guardians of the Galaxy)
Filmmusik: Michael Giacchino (Jurassic World, Star Trek Beyond, Lost Serie)

Trailer zu Doctor Strange
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Nachdem ich nahezu alle Trailer und Teaser zum Film gesehen habe, dachte ich das Doctor Strange sich nicht nur visuell von den anderen MCU Filmen unterscheidet, sondern auch viel ernster ist bzw. der Humor reduzierter ausfällt (z.B. wie bei Captain America 1 + 2). In visueller Hinsicht habe ich recht behalten (was auch aus den Trailern sehr gut erkennbar ist). Beim Thema Ernsthaftigkeit allerdings nicht. Der Film hat einen fast duchgängig lockeren Grundton und ist in Bezug auf die Menge an Humor eher mit den Iron Man Filmen zu vergleichen. Die Situation mag noch so emotional, dramatisch oder aussichtslos sein, die Charaktere (besonders "Mister Doctor") sind sich niemals um einen lustigen Spruch (Joke) zu verlegen.Die Gags haben bei mir allerdings zu ca. 90% gezündet und fühlten sich nicht aufgezwungen oder überladen an. Besonders bei den Actionszenen hat dieser Humor Vor- und Nachteile.
Vorteil: Die Actionszenen machen auf Grund der relativ hohen Gagdichte viel Spass.
Nachteil: Was durch den Humor an Unterhaltung gewonnen wird, geht dafür an Spannung verloren. Selbst bei dramatischen Situationen kam bei mir relativ wenig Spannung (bzw. Nervenkitzel) auf.
Die Filmmusik ist überwiegend heiter und mystisch gehalten. Mitreißend ist sie leider nicht besonders.
Die große Stärke des Filmes liegt natürlich auf seinen visuellen Effekten (was bei den Trailern bereits erkennbar ist). Besonders die Actionszenen werden dadurch stark aufgewertet. Während der Actionszenen kann einem sogar mal schwindelig werden.
Der 3D Effekt verstärkt sogar das leichte Schwindelgefühl während der Actionszenen, weil man durch den Tiefeneffekt noch mehr in dieses "Karussell von visuellen Effekten" eingebunden wird. Obwohl ich normalerweise kein Fan von 3D Filmen bin, kann ich hier erstmals eine 3D Empfehlung aufschreiben.
Die Action besteht aber nicht nur aus großartigen Effekten (in Form von bewegenden, sich drehenden Räumen bzw. Spiegelungen),sondern auch aus ansehnlichen Martial Arts einlagen.
Die Kamera und der Schnitt sind im Verhältnis zu den anderen MCU Filmen ruhiger gehalten, wodurch es leichter fällt (besonders bei den Actionszenen) dem Geschehen zu folgen.
Die Handlung ist (von der Storyline) eine typische Superhelden Entstehungsgeschichte.
Der Hauptprotagonist Doctor Strange (Benedict Cumberbatch) macht aber trotzdem eine sehr interessante und glaubwürdige Charakterentwickung durch. Vom genialen aber selbstverliebten Neurochirurgen zum Magier, welcher sich im Laufe des Filmes entscheiden muss für welchen Zweck er seine Kräfte einsetzt. Einige Gegebenheiten werden im Film leider nur wenig bis gar nicht erklärt (z.B. was es mit dem Umhang von Doctor Strange auf sich hat). Solche Dinge sind vlt. einem Comicfan bekannt aber einem Zuschauer ohne Comic Vorkenntnisse nicht. So etwas sollte in einer Origin Story meiner Meinung nach aufgeklärt werden.
Die größte Schwachstelle im Film ist für mich der blasse Antagonist Kaecilius (Mads Mikkelsen). Er hat eine (für mich) unlogische bzw. naive Motivation für sein handeln. Auf seine Vorgeschichte wird im Film nur kurz und mMn. nicht ausreichend eingegangen.
Ebenfalls hat Doctor Strange (Superheldentypisch) eine unerreichbare Liebe in Form von seiner früheren Arbeitskollegin Christine Palmer (Rachel McAdams). Sie ist im Film nur wenig zu sehen und sie wird nur sehr oberflächlich dargestellt.
Erwähnenswertere Nebenrollen sind:
Die Älteste (Tilda Swinton): Die Lehrmeisterin von Doctor Strange die mit einer interessanten Vorgeschichte und Motivation für ihr Handeln ausgearbeitet ist.
Wong (Benedict Wong): Er ist in Verbindung mit Doctor Strange für einen Großteil der Gags im Film verantwortlich.
Meister Mordo (Chiwetel Ejiofor): Er entwickelt sich im Laufe des Filmes von einem oberflächlichen Verbündeten von Doctor Strange zum (für mich) interessantesten Charakter des Filmes (neben Dr. Strange natürlich).
Alle Schauspieler spielen ihre Rollen (im Rahmen ihrer Möglichkeiten) gut. Besonders Benedict Cumberbatch, welcher die Entwicklung vom Chirurgen zum Magier spassig, emotional aber vor allem glaubwürdig darstellt.

Schlusswort: Von der Storyline bekommt man nichts neues geboten. An Spannung und Dramaturgie mangelt es. Auch der Antagonist ist nicht wirklich interessant bzw. gut durchdacht.
Der Film macht aber trotzdem jede Menge Spass!
Auf Grund:
Der guten Schauspieler,den größtenteils interessanten Charakteren, dem Humor (der fast immer funktioniert), der visuellen Effekte, den innovativen Actionszenen und wegen der eigenständigen Optik die der Film innerhalb des Marvel Cinematic Universe darstellt. Ich bin froh das Doctor Strange fortan zum MCU gehört und freue mich schon sehr auf weitere Filme von oder mit ihm!

8/10 Punkte oder 4/5 Hüte

P.S.: Unbedingt bis nach dem Abspann sitzen bleiben. Der Film beinhaltet zwei geniale und vor allem interessante Credit Szenen.



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Doctor Strange Bewertung
Bewertung des Films
810
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