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Elliot, der Drache

Drachenstarker Familienfilm

Elliot, der Drache Kritik

4 Kommentar(e) - 27.07.2016 von Moviejones
Filmkritik

Elliot, der Drache Bewertung: 4/5

Es gab eine Zeit, als Walt Disney Filme mit Realszenen und Tricksequenzen erschuf. Dazu gehören absolute Klassiker wie Mary Poppins, aber auch nette Familienfilme wie Onkel Remus’ Wunderland oder Elliot, das Schmunzelmonster. Knapp 40 Jahre ist es her, dass uns der letztgenannte Film ins Neuengland des frühen 20. Jahrhunderts entführte und wir die Abenteuer des Waisenjungen Pete und seines Freundes Elliot miterleben durften. Und wo Märchen wie Cinderella eine Neuauflage erleben, dürfen auch schmunzelige Monster nicht fehlen und so erleben wir demnächst Elliot, der Drache im Kino.

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Der kleine Pete (Oakes Fegley) verliert bei einem Autounfall seine Eltern und läuft orientierungslos in einen tiefen Wald. Dort begegnet ihm, man glaubt es kaum, ein riesiger, gutmütiger Drache, der sich unsichtbar machen kann! Dieser nimmt sich des kleinen Jungen an und so vergehen Jahre. Die beiden ungleichen Freunde schaffen sich in einer knorrigen Baumhöhle ein Heim, doch als Waldarbeiter beginnen, in ihrer Umgebung Bäume zu fällen, entdeckt Natalie (Oona Laurence), die Tochter des Vorarbeiters Jack (Wes Bentley) den verwilderten Jungen. Und noch jemand macht eine erstaunliche Entdeckung: Försterin Grace (Bryce Dallas Howard), die ihre alte Taschenuhr am Hals von Pete wiedererkennt. Sie beschließen, Pete mit in die Zivilisation zu nehmen, doch sowohl dem Jungen als auch seinem Freund, dem Drachen Elliot, behagt diese Idee so gar nicht...

Elliot, der Drache Kritik

Mit Elliot, der Drache wird eine wundervolle, wenn auch etwas angestaubte Disney-Verfilmung in die Moderne geholt. Doch bis auf wenige Elemente wird die Geschichte von 1977 nicht nacherzählt und das macht das Kinoerlebnis auch für Erwachsene unterhaltsam. Das liegt vor allem an seinem großen, grünen Hauptdarsteller, der knuffig-fluffig und so überaus sympathisch daherkommt. Wer sich hier nicht bei dem Gedanken ertappt, auch so einen wundervoll-fantastischen Freund haben zu wollen, dessen inneres Kind ist schon vor langer Zeit gestorben. Disney hat Elliot dabei nicht zu kitschig, sondern eher wie einen anhänglichen und treuen Hund kreiert, der seinem kleinen Freund in mancherlei Not beisteht und auch Erwachsene berührt.

Elliot, der Drache ist damit eine moderne Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt, Familie und auch Umweltschutz. Themen, die uns alle berühren und kindgerecht aufbereitet wurden. Die 102 Minuten sind eventuell für die ganz Kleinen etwas zu lang, die anwesenden Kinder zwischen 8-12 hatten aber sichtlich ihren Spaß. Mitunter erinnert Elliot, der Drache an einen Mix aus Ronja Räubertochter, The Jungle Book und Legend of Tarzan, gerade zu Beginn, wenn die beiden Freunde wie angestochen durch die Walachei düsen. Fehlt nur noch der Frühlingsschrei und man fühlte sich direkt ins Schweden der Räuber versetzt... Bei allen magischen und auch lustigen Momenten ist es aber doch einer ein sehr realitätsnaher, -getriebener Familienfilm, was der Neuauflage auch ihre Daseinsberechtigung gibt. Mit der liebevollen Musikauswahl wird auch keine Kopie des Originals vorgelegt, die die Handlung passend unterstreicht. Sicherlich kann man sich schnell denken, was am Ende passiert, denn der Film ist auch sehr konsequent erzählt, doch darf nicht vergessen werden, auf welche Zielgruppe Elliot, der Drache abzielt.

Neben Elliot kann man natürlich nur verblassen und da haben die Darsteller eine schwere Aufgabe zu meistern. Dies gelingt besonders den beiden Kinderdarstellern gut, die äußerst berührend auftreten. An ihrer Seite sind gestandene Hollywood-Darsteller wie Robert Redford, Wes Bentley und Karl Urban zu sehen, die ihren Rollen Leben einhauchen, wobei es besonders schön ist, Redfords Spielfreude in diesem Kinderfilm zu sehen. So gerne wir auch ein positives Wort über Bryce Dallas Howard verlieren würden, die uns zuletzt in Jurassic World gut gefiel, präsentiert sie hier zu sehr die hohle, ausdruckslose Mimik, die wir schon von Kate Connor aus Terminator - Die Erlösung kennen. Sehr schade, denn die Rolle steht ihr, aber eine gute Schauspielerin ist sie leider nicht.

Wenn es sonst noch etwas Negatives zu sagen gibt, dann dass Elliot, der Drache abseits aller Fantasie einige Szenen beinhaltet, die nicht ganz nachvollziehbar sind. Pete ist zu Beginn vier Jahre alt und verlernt während der sechs Jahre im Wald an der Seite eines schnaufenden "Monsters" nicht das Reden, aber kann in menschlicher Gesellschaft kein Sandwich mehr essen?! Sicherlich eine Regieentscheidung, die auf den Lachfaktor der kleinen Zuschauer abzielt und daher gibt es auch nur Abzüge in der B-Note. Die Kleinen hatten in der Pressevorführung jedenfalls ihren Spaß mit diesen aufgesetzt lustigen Szenen und darauf kommt es an.

Elliot, der Drache Bewertung

Eine simple, familiengerechte Story bildet den Grundstein dieses warmherzigen Disney-Films und dahingehend können Eltern mit ihren Kleinen nichts falsch machen. Es gibt den einen oder anderen Schreckmoment in Elliot, der Drache, der aber durch den knuffigen Elliot hundertfach ausgeglichen wird. Erstaunlich, dass eine Frau am Ende des Films mit Tränen in den Augen aus dem Kino kam, denn die Schlussszene geht ans Herz und bei diesem Film können auch Erwachsene wieder das Kind in sich entdecken.



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Elliot, der Drache Bewertung
Bewertung des Films
810
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4 Kommentare - Moviejones distanziert sich von Userbeiträgen.
LastGunman
Moviejones-Fan
23.07.2016 | 23:23 Uhr23.07.2016 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 23.07.2016 23:23 Uhr editiert.

Als Elliot damals (Erstausstrahlung?) im Fernsehen kam, Freitags, 20:15 auf ARD, hat meine Oma auf mich aufgepasst und wollte Derrick oder sonstwas sehen. Ich habe heimlich umgeschaltet und immerhin hat sie es nicht gleich bemerkt laughing

Ich kann mich aber nicht mehr daran erinnern, ob sie mich dann ins Bett geschickt hat, oder mich den Film hat schauen lassen.

David0312
Moviejones-Fan
Geschlecht | 23.07.2016 | 21:58 Uhr23.07.2016 | Kontakt
Jonesi

Immer eine heikle Sachen, einen Kultfilm neu zu verfilmen, ob wohl in 20 Jahren ein Remake von BFG kommt

IndiJoschi
Moviejones-Fan
23.07.2016 | 16:38 Uhr23.07.2016 | Kontakt
Jonesi

Sehr positive Kritik.

Habe das Original geliebt, werde mir nach eurer Bewertung den Film im Kino anschauen.

vladvanhelsing
Moviejones-Fan
23.07.2016 | 10:09 Uhr23.07.2016 | Kontakt
Jonesi

Den Film lasse ich mir als großes Kind nicht entgehen!

Bryce Dallas Howard war übrigens auch schon in "Jurassic-World" eine Katatsrophe! Welchen Film habt ihr denn gesehen?